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Wie bereite ich mich auf den Tod vor?

Claus, wenn du doch schon ein genaues Bild (Wunschdenken???) von deinem "Leben nach dem Tod" hast, wieso fragst du dann noch, wie man sich auf seinen Tod vorbereiten kann??
nun, rhona, das war eine rhetorische Frage.
etwa so:
na was mache ich heute bei dem schönen Wetter?
spazierengehen natürlich!

und nach dieser Frage habe ich die Vermutung geäußert, wie es nach meiner Ansicht vielen Atheisten geht und gefragt
„ist das so?“

und erwartet, daß mir es jemand bestätigt oder daß ich andere Meinungen höre.
Meine Vorstellungen habe ich schon mehrfach dargestellt, aber wenn es jemand noch nicht gelesen oder nicht richtig verstanden hat, kläre ich gern darüber auf.

Gruß von claus
 
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Claus schrieb:
Wie bereite ich mich auf den Tod vor?

Warum sich vorbereiten?

Du kannst zurück blicken, alles ordnen, die Jugend durch Deine Kinder genießen.

Und darfst nie vergessen: am Anfang war das 1. Leben. Schon dieses war durch Geburt und Tod gekennzeichnet. Dann kam die Evolution. Eine Masse an Wesen auf die Welt. Alle wurden geboren und starben. Du, Claus, bist die Krone der Schöpfung, weil nie ein Vorfahr in Deinem Stammbaum von Anbeginn an kinderlos gestorben ist.

Mit der Evolution kam der Mensch. Irgendwann kamst Du, Claus.

Der Tod aller vor Dir war Bedingung, dass es Dich gibt. Ohne den Tod hätte es keine Entwicklung gegeben und keinen Claus.

Ich denke, wenn Du auf die vielen schönen Augenblicke in Deinem Leben zurück blickst, dass der Tod zwar vielleicht etwas Trauriges für den Ateisten ist, dass aber das Positive überwiegt. So wie ein Urlaub ...

Nutze die Zeit, die Dir bleibt, genieße jeden Tag, mach, wovon Du immer geträumt hast. Und wenn der Tag da ist, nimm ihn an und bedanke Dich für die schöne Zeit auf dieser Welt.
 
Für mich ist es sehr wichtig,mich schon im Leben auf den Tod vorzubereiten-so merkwürdig das klingen mag.
......................
Claus,das du,als bekennender Atheist, heute,am Tage der Auferstehung Christi, diesen Thread eröffnest,sehe ich als "Ironie des Schicksals" an....

sibel, daß ich das Thema anspreche hängt damit zusammen, daß es auch mir wichtig ist,

und daß ich es gerade heute mache hängt damit zusammen,
daß ich wie jedes Jahr zu Ostern die Auferstehungssinfonie von Mahler höre.
Im thread „fröhliche Ostereier“ habe ich u.a.geschrieben:

Bin ich alter Heide da der einzige, dem diese Sinfonie eins der liebsten werke ist, oder erhalte ich Zustimmung ?
Immerhin, wenn ich zudem noch ein gläubiger Christ wäre, ich würde vor Verzückung durch die Decke gehen .

Gruß von claus
 
Claus schrieb:
und nach dieser Frage habe ich die Vermutung geäußert, wie es nach meiner Ansicht vielen Atheisten geht und gefragt
„ist das so?“
Gruß von claus

Claus, mal ganz im Ernst: Wer soll oder könnte dir diese Frage beantworten???
Du kannst doch nicht von Gläubigen oder Atheisten eine endgültige Antwort darauf erwarten???
Falls du mal nen Zombie treffen solltest........:geist:

Rhona
 
Lieber Claus,

ohne mich so genau positionieren zu können wie die Mehrzahl es hier tut: eines meiner liebsten Musikstücke ist die Auferstehungssinfonie - und Gustav Mahler sicher der Komponist der mich am meisten berührt.

Gruß von Miriam
 
Rhona, die Frage war:

aber was macht der Atheist?
die meisten verdrängen diesen Gedanken und hoffen auf einen plötzlichen Tod, der sie mitten aus dem Trubel des Lebens reißt.
Denn für sie ist damit alles vorbei.
Sie müssen diesen Augenblick fürchten.
Ist das wirklich so?[/QUOTE]

und ein Atheist (Gysi) hat mir geantwortet:
nein.
1. Wenn man sein Leben aufrichtig lebt, ................

ich selbst (Atheist, naja manchmal agnostiker :) )
habe mit meinen Vorstellungen von der unsterblichen Seele auch schon eine Antwort gegeben.

natürlich wird es erst so richtig interessant, wenn man erfährt, was die Gläubigen verschiedener Religionen zu diesen ansichten der Atheisten sagen.

Meine Vorstellungen sind zugegebenermaßen auchnicht frei von spekulativen Elementen,
denn wenn ich die Existenz einer nochnicht entdeckten Wellenart voraussetze,
dann ist das auch eine Art von Glauben.
Aber dieser „Glauben“ ist nicht mysthisch und setzt nicht voraus, daß es übernatürliche Wesen gibt, die schicksalhaft in unser persönliches oder ds Weltgetriebe eingreifen können.
meint claus
 
liebe Miriam,
der 5. Satz ist unbeschreiblich schön.
wenn der Chor und dann Sopran singen:

Auferstehn, ja auferstehn wirst du,
mein Staub, nach kurzer ruh!
Unsterblich Leben,
wird, der dich rief , dir geben.

dann höre ich die Engel im Himmel.

schwärmt claus

ps

noch gewaltiger ist Mahlers Achte (die“ Sinfonie der Tausend“).
Ich habe schon manchmal mir vorgenommen, wenn sie in Konzertführern verrissen wird, nie wieder in ein Konzertbuch zu gucken!

beide Sinfonien gehören in meiner persönlichen Wertung musikalischer Werke zu den top ten.
 
Claus, nun mal von mir so geantwortet, als wäre mir jede Form von Bildung fremd, und daher auf den "Bauch" und dessen spontanes Grummeln zurückgreifend:

Wir Alle glauben an Dieses oder Jenes!! Ja, es ist reiner Glaube, Spekulation, Mutmaßung, einfach nur eine Form von Sedierung, damit wir dem, was irgendwann mal früher oder später auf uns zukommt, einen Sinn abgewinnen können, bzw. dem, was unweigerlich auf uns zu kommt, zumindest prophylaktisch gewachsen oder darauf "vorbereitet" sind. Egal, ob wir an etwas glauben oder nicht, der Tod ist für uns alle das große Unbekannte, eben etwas, auf das wir keinen Einfluss haben. Aber ebenfalls haben wir keinen Einfluss darauf, was aus uns nach unserem Tod einmal wird. Der Glaube mag vielleicht etwas sein, das denjenigen, die an ihm festhalten, einen gewissen Sinn im "Ende" erkennen lässt. Die Atheisten vermuten oder glauben wieder an ein anderes Ende oder ein Weiterleben als es der Agnostiker tut.
Aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir uns doch eingestehen, dass wir im Endeffekt gar nichts wissen, sondern nur hoffen, dass es irgendwie weiter geht; dass unser Leben letztendlich nicht so winzig und vergebens war, wie es, sieht man es in der Relation zum Universum, zu sein scheint.
Aber wie auch immer, egal, an was wir glauben oder auch nicht: Wir wollen dieses "Ende" überhaupt nicht!! Schon allein der Gedanke daran macht uns Angst. Und von dieser Angst kann sich niemand lossprechenen, unabhängig von dem, was wir glauben oder nicht.

Rhona
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich übernehme dein Schwärmen, Claus, und höre mir zur späten Stunde meine Lieblingsymphonie an, Nr.4 (G-dur) Dirigent ist Otto Klemperer, Solistin Elisabeth Schwarzkopf.

Gute Nacht, tauch vorläufig nur in einen vorübergehenden Schlaf ein, und freut Euch wenn Ihr morgen wach werdet...

Miriam
 
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Rhona schrieb:
Claus, nun mal von mir so geantwortet, als wäre mir jede Form von Bildung fremd, und daher auf den "Bauch" und dessen spontanes Grummeln zurückgreifend:

Wir Alle glauben an Dieses oder Jenes!! Ja, es ist reiner Glaube, Spekulation, Mutmaßung, einfach nur eine Form von Sedierung, damit wir dem, was irgendwann mal früher oder später auf uns zukommt, einen Sinn abgewinnen können, bzw. dem, was unweigerlich auf uns zu kommt, zumindest prophylaktisch gewachsen oder darauf "vorbereitet" sind. Egal, ob wir an etwas glauben oder nicht, der Tod ist für uns alle das große Unbekannte, eben etwas, auf das wir keinen Einfluss haben. Aber ebenfalls haben wir keinen Einfluss darauf, was aus uns nach unserem Tod einmal wird. Der Glaube mag vielleicht etwas sein, das denjenigen, die an ihm festhalten, einen gewissen Sinn im "Ende" erkennen lässt. Die Atheisten vermuten oder glauben wieder an ein anderes Ende oder ein Weiterleben als es der Agnostiker tut.
Aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir uns doch eingestehen, dass wir im Endeffekt gar nichts wissen, sondern nur hoffen, dass es irgendwie weiter geht; dass unser Leben letztendlich nicht so winzig und vergebens war, wie es, sieht man es in der Relation zum Universum, zu sein scheint.
Aber wie auch immer, egal, an was wir glauben oder auch nicht: Wir wollen dieses "Ende" überhaupt nicht!! Schon allein der Gedanke daran macht uns Angst. Und von dieser Angst kann sich niemand lossprechenen, unabhängig von dem, was wir glauben oder nicht.

Rhona

PS: Ich bin mir der Holprigkeit meiner schriftl. Gedankengänge sehr bewusst, aber besser wusste ich sie nicht rüber zu bringen.
 
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