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Wein-Plaudereien

AW: Liebe Weinliebhaber

Hallo Zwetsche

Ich bin der festen Ueberzeugung, dass deine Kanzlei trotz einer Flasche z.B. des Rieslings Clos St. Ulrich am hellichten Tage weiter prosperieren würde. Vorausgesetzt natürlich, du würdest sie nicht alleine heimlich in einer dunklen Ecke trinken...aber das würdest du ja nicht, also...:sekt:

Warum du bei der Frédérique S. keine Frühstückseier bekamst, weiss ich natürlich nicht, ich kenne sie leider nicht persönlich, aber die Herberge ist bekannt. Vielleicht ist sie nur um die Cholesterinwerte ihrer Gäste besorgt, aber so schlimm sind ja die Eier auch nicht, wie man so lange Zeit angenommen hatte.
In der Gegend kenne ich mich aber schon ein bisschen aus, weil ich hier am
Haut-Rhin seit gut 4 Jahren lebe. Es wachsen hier auch die besseren Weine als am Bas-Rhin ;). Alle Namen kenne ich natürlich nicht, aber der Aermel ist der Ermel *lool*.

Es stimmt, dass ganz offiziell nur im Elsass Riesling-Trauben angebaut werden. Aber dass Paris den Anbau anderswo verboten hätte, ist mir echt nicht bekannt. Vorgeschrieben sind nur die Flaschen und die Rebsorte wird im Namen immer auf der Etikette angegeben. Es handelt sich auch im Gegensatz zu anderen franz. Anbaugebieten praktisch immer um sortenreine Weine. Verschnitte erkennst du nach dem Zusatz "Gentil" oder "Edelzwicker". Das findet man eben selten. Im "Châteauneuf-du-Pape" hast du nicht selten mehr als 10 verschiedene Sorten drin und manchmal endet so was ganz übel. (Ich bin böse so was zu sagen, aber noch nirgens versuchte man mir in einem Lokal einen noch mieseren Wein anzudrehen. Aber der seltene weisse Ch-du-P ist meist selten gut *lol*.)
Und "Alsace grand cru" dürfen sich nur streng ausgewählte Lagen nennen, aber das ist überall so.
Aber nicht überall ist es so, dass über den Wein Paris nix zu entscheiden hat *loool*. Hier haben "wir" in Colmar das Sagen!

Der Riesling ist kein Modewein und die Rebe doch recht anspruchsvoll (Klima, Lage, Boden), eher deshalb versuchen sich andere Winzer schon gar nicht dran. Der Wein gedeiht halt hier am Rhein im Schutz der Vogesen am besten, weil ihm das trockene, nicht zu heisse Klima ohne grosse Temperaturschwankungen gut bekommt. Die ganz speziellen Böden speichern die Wärme und geben die notwendigen Mineralien ab, und weil die Rebe erst spät reift, sind lange warme Herbste noch notwendig. Das ist wichtig für die Ausgewogenheit Säure x Frucht. Die deutschen Rieslinge haben etwas mehr Säure, die Elsässer dafür etwas mehr Alkohol *loool*.
Aber auch die anderen Sorten aus Elsass lassen sich sehen: Gewürztraminer, Pinot-gris und -blanc, Muscat d'Alsace... Hast du auch den Crémant d'Alsace probiert? Ist der meist getrunkene Schaumwein in F. Und den "Riesling Hengst grand cru" von Josmeyer solltest du unbedingt mal kosten, wenn du die Möglichkeit hast. 1997 war ein ganz grosses Jahr, 2000 - 2002 auch hervorragend und ebenfalls 2004, den man noch relativ günstig bekommt, und der sich auch noch gut lagern lässt.

Wenn du wieder in der Gegend bist, vergiss nicht das Château von Kientzheim zu besuchen. Dort hat die elsässische Weinbruderschaft ihr "neues" zu Hause gefunden, hortet dort etwa 60 000 Flaschen, hat ein schönes Museum eingerichtet, verleiht einmal im Jahr die "Sigille des Vins d'Alsace" (natürlich erst, nachdem sie mehrmals ausgiebig gespeist und "gekostet" hat *loool*) und verkauft auch "über die Gasse".
Und weil du den Harzer Roller-Käse magst, solltest du noch in Breitenbach (Ferme Auberge Lameysberg) einen Halt machen und den Munster versuchen. Dort kann man sogar bei der Herstellung zuschauen, wenn man olfaktorisch resistent ist. Oder in Munster selbst (Auberge Lac du Forlet).

So, das reicht, schliesslich bekomme ich für die Werbung keinen müden Euro vom Touristenbüro *loool*. Deshalb habe ich auch nicht ununterbrochen "gearbeitet", sondern das Mittagsessen irgendwo zwischen Riesling Hengst und Château von Kientzheim reingeschoben.

Einen schönen Nachmittag wünsch ich noch
C.
 
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AW: Liebe Weinliebhaber

Guten Morgen Céline,

vielen Dank für Deine Tips, ich werde sie gern mal befolgen.
Wie klein die Welt ist. Übrigens haben die in der Herberge in Hunavihr (sofern er noch lebt) einen Papagei. Der kann nicht nur "Bon jour" sagen und ganz wunderbar die "Marseillaise" pfeiffen, er stand auch in der zweiten Hälfte der 70er Jahre kurz davor, in die Geschichtsbücher unserer (D) Republik einzugehen.

Zum "Chateauneuf du pape": Den habe ich das erste mal 1995 getrunken, als ich mal vor Ort war. Und das war auch das Jahr, in dem ich zum Wein gekommen bin. Zum weißen in Deutschland und zum roten in Frankreich, wenn man so will. Anläßlich der Flucht von einer für mich nicht ganz unbedeutenden Familienfeier Anfang Mai 1995 verbrachte ich zunächst ein paar Tage in Bamberg, wo ich das erste mal auf den dort ungewöhnlich starken Silvaner gestoßen bin (naja, nicht direkt aus Bamberg, aber wenige Kilometer westlich liegt ja Würzburg u.a. mit dem "Bürgerspital zum heiligen Geist", die Weine aus der Erzeugung soll schon ein gewisser - als Rechtsanwalt übrigens nicht besonders erfolgreicher - Herr Goethe ganz besonders geliebt haben).

Das war so das erste Zucken, das den Referendar und Ex-Biertrinker (als Studi konnte man sich Wein ja schlecht leisten) langsam auf die andere Seite brachte (halt: ich meine nicht das, was in einem anderen thread diskutiert wird, sondern nur den Wein. Ich bin durchaus vermehrungsfreudig und sorge für die Erhaltung unserer glorreichen Art).

Naja, und weil der Kurztrip nach Bamberg eben sehr kurz war, ich damals sogar bezahlten Urlaub hatte (eine für mich bis heute einzigartige Erfahrung), sind wir dann 95 in die Provence in die Nähe von Vaison la Romaine gefahren. Über die "Herberge" dort möchte ich lieber schweigen (ich habe den Mistral wirklich genossen), aber die Weine waren doch eine Offenbarung.

Der Chateauneuf war mir dann aber doch ein wenig teuer, ebenso wie der etwas günstigere Gigondas und so kaufte ich dort nur eine einzige Flasche, die ich später nach einem kurzen Stoßgebet viel zu kühl trank ("war das jetzt 50 DM wert?"), eine ganze Menge Cotes du Rhone villages in Orten namens Visan, Cairanne, Tulette, St. Maurice und vor allem Vinsobre. Und daß die Rebsorten wild gemischt waren, hat mich gar nicht so gestört (wohl Grenache und Syrah als Hauptsorten).

Viele Grüße
Zwetsche
 
Wider dem "Korkgeschmack"

Vor ein paar Tagen war es wieder einmal so weit: Ich holte eine Flasche Riesling aus dem Keller, ein nicht unbedingt besonders billiger. Allerdings ahnte ich schon böses, denn die meisten ihrer Artgenossen aus der selben Kiste waren ungenießbar:

Korkgeschmack​
:teufel2:

nach der Reblaus wohl der Unhold zwei in den Traumata des Weinliebhabers.

Es ist schon ziemlich ärgerlich, wenn man eine ganze Kiste in den Abfluß gießen muß (oder man sie bestenfalls noch um Kochen verwenden kann). Da ich mich - ob Ihr es glaubt oder nicht - privat äußerst ungern mit Rechtsproblemen herumplage, ist mir das übliche Reklamationsverfahren zuwider, zumal ich zum Herkunftsort des Rieslings in nächster Zeit nicht komme. Die Folge ist für den Winzer noch fataler als für mich (auch aufgrund meiner Passivität, muß ich eingestehen). Einen Rechtsstreit vom Zaun brechen werde ich sowieso nicht (wie soll ich übirgens ob der längst "geleerten" Flaschen auch im strengerem Sinne beweisen, dass alle Flaschen verkorkt waren? ein "prima facie", d.h. ein Anscheinsbeweis wird mir, zumal es sich auch noch um Frankreich handelt, kaum helfen).
Der Winzer verliert so unweigerlich einen Kunden, ebenso wie das Restaurant, in dem der Gast höflich antwortet, es habe ihm gut gemundet, anstatt sich über die Schuhsole von Steak zu beschweren und ein neues zu fordern.

Nun reagiert die Weinwirtschaft in den letzten Jahren auf die immer schlechtere Qualität des Korks (kommt von der iberischen Halbinsel, wo die Korkeichen stehen). Und da gibt es eine ganze Palette von Neuentwürfen, die allerdings ebenfalls ihre Problemchen aufwerfen.

Glaskorken (zu teuer):koenig:
Kunststoffkorken (vielen nicht geheuer):geist:
Schraubverschluß (stillos, besonders wenn man die Weine mal verschenken will, sonst kann man sie ja dezent vorher dekantieren):romeo:
Kronkorken (nee echt nicht, am besten sonst wie auf der Baustelle mit dem Zollstock öffnen "Dann wollen wir mal"...)


Ich für meinen Teil kann mit der "Schraube" inzwischen ganz gut leben, es ist eigentlich nur eine Frage der Gewöhnung. Wichtig ist mir aber, daß es sich nicht um eine 0815 Schraube handelt. Es gibt einige, die man mit Kragen im Ganzen abdrehen kann, die zB. gefallen mir gut.

Wie ist Eure Meinung dazu?

Viele Grüße
Zwetsche
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Liebe Weinliebhaber

Die Elsässer pappen überall noch ein -h- rein *lol*. Es heisst Hunavihr und der Riesling ist spitze.

Hi, Céline,

ich habe gestern gehört, daß der F. Schwach gestorben ist. Schade, ein toller Wein, wobei ich den Muehlforst dem Steinacker vorziehe. Aber der Betrieb wird ja wohl schon seit längerem vom Sohn geführt soviel ich weiß.

Gruß
Zwetsche
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Liebe Weinliebhaber

Hi, Céline,

ich habe gestern gehört, daß der F. Schwach gestorben ist. Schade, ein toller Wein, wobei ich den Muehlforst dem Steinacker vorziehe. Aber der Betrieb wird ja wohl schon seit längerem vom Sohn geführt soviel ich weiß.

Gruß
Zwetsche

Hallo Zwetsche

Du bist ja besser informiert als ich, wobei ich den Papa François gar nie kennen gelernt habe. Die Söhne führen m.W. das Geschäft schon seit Jahren, wobei der Papa sicher noch irgendwo im Hintergrund mit dabei war. Ich bin überhaupt nicht gut im Schätzen, aber Philippe ist "sicher" schon über 50. Den Sébastien hab ich bewusst gar nie gesehen, ich glaube der macht mehr "im Schnaps und soooo".

Aber es ist wenigstens gleich eine Gelegenheit, über die Korken zu sprechen. Du weisst ja selbst, dass es nicht besonders, sagen wir mal clever *loool* war, einfach nur zu schimpfen. Du hättest es dem Winzer mindestens kurz schreiben sollen, vor allem, wenn die ganze Kiste schadhafte Korken hatte. Du hättest bestimmt Ersatz bekommen und er hätte sich am Lieferenten schadhaft halten können (sagt man das so?). Wenn der Korken nicht 1A ist, kann er ja bei der Abfüllung noch so dicht sitzen, er verliert aber in der Folge 1/3 des Volumens oder sogar noch mehr und schon ist der Schaden angerichtet. Der Winzer hat auf Jahre den Schaden und der Korkenlieferant, der die Qualität kennt, macht den Schnitt und kommt davon.
Im Restaurant hättest du doch auch gesagt: "Riechen Sie mal, kosten Sie und bringen eine neue Flasche!", wobei so was in einem anständigen Lokal schon von vornrein ausgeschlossen sein sollte.

An Schraubverschlüsse gewöhnt man sich langsam, sie tun der Qualität des Weines absolut keinen Abbruch und sind erst noch viel günstiger, aber es gibt halt Weine, bei denen sind sie undenkbar. Bei den grossen Weinen würden sich aber die Lieferanten auch nicht unbedingt trauen, minderwertige Korken zu liefern, es sind immer die kleinen Weinbauer, die übers Ohr gehauen werden, manche kaufen aber auch schon bei Billig-Lieferanten ein und schaden sich selbst. Darum gibt es halt nur eins, sofort reklamieren, selbst über Grenze, du musst ja dein Geld auch zuerst verdienen, nicht? Und so eine Briefmarke kostet nicht die Welt ;). Musst doch nicht gleich ne Mangelrüge schreiben wie ein Anwalt, ein paar freundliche Zeilen wirken eh besser *loool*.
Probier's doch einfach, selbst wenn der Wein schon irgendwo in der Kanalisation schwimmt, mehr als ne Absage kann dir doch nicht passieren, aber du kannst dabei ein paar Flaschen guten Weins als Ersatz bekommen. Hilfreich wäre natürlich, du hättest noch 1-2 dieser Korken...

Liebe Grüsse
C.
 
AW: Liebe Weinliebhaber

Hallo Zwetsche

Du bist ja besser informiert als ich, wobei ich den Papa François gar nie kennen gelernt habe. Die Söhne führen m.W. das Geschäft schon seit Jahren, wobei der Papa sicher noch irgendwo im Hintergrund mit dabei war. Ich bin überhaupt nicht gut im Schätzen, aber Philippe ist "sicher" schon über 50. Den Sébastien hab ich bewusst gar nie gesehen, ich glaube der macht mehr "im Schnaps und soooo".

Aber es ist wenigstens gleich eine Gelegenheit, über die Korken zu sprechen. Du weisst ja selbst, dass es nicht besonders, sagen wir mal clever *loool* war, einfach nur zu schimpfen. Du hättest es dem Winzer mindestens kurz schreiben sollen, vor allem, wenn die ganze Kiste schadhafte Korken hatte. Du hättest bestimmt Ersatz bekommen und er hätte sich am Lieferenten schadhaft halten können (sagt man das so?). Wenn der Korken nicht 1A ist, kann er ja bei der Abfüllung noch so dicht sitzen, er verliert aber in der Folge 1/3 des Volumens oder sogar noch mehr und schon ist der Schaden angerichtet. Der Winzer hat auf Jahre den Schaden und der Korkenlieferant, der die Qualität kennt, macht den Schnitt und kommt davon.
Im Restaurant hättest du doch auch gesagt: "Riechen Sie mal, kosten Sie und bringen eine neue Flasche!", wobei so was in einem anständigen Lokal schon von vornrein ausgeschlossen sein sollte.

An Schraubverschlüsse gewöhnt man sich langsam, sie tun der Qualität des Weines absolut keinen Abbruch und sind erst noch viel günstiger, aber es gibt halt Weine, bei denen sind sie undenkbar. Bei den grossen Weinen würden sich aber die Lieferanten auch nicht unbedingt trauen, minderwertige Korken zu liefern, es sind immer die kleinen Weinbauer, die übers Ohr gehauen werden, manche kaufen aber auch schon bei Billig-Lieferanten ein und schaden sich selbst. Darum gibt es halt nur eins, sofort reklamieren, selbst über Grenze, du musst ja dein Geld auch zuerst verdienen, nicht? Und so eine Briefmarke kostet nicht die Welt ;). Musst doch nicht gleich ne Mangelrüge schreiben wie ein Anwalt, ein paar freundliche Zeilen wirken eh besser *loool*.
Probier's doch einfach, selbst wenn der Wein schon irgendwo in der Kanalisation schwimmt, mehr als ne Absage kann dir doch nicht passieren, aber du kannst dabei ein paar Flaschen guten Weins als Ersatz bekommen. Hilfreich wäre natürlich, du hättest noch 1-2 dieser Korken...

Liebe Grüsse
C.

Dank Dir für Deine Antwort, Céline. Das ist ein toller Beitrag, wirklich große Klasse, ich glaube kaum, daß ich jemand in der Praxis besser beraten könnte. Wenn Du mal Lust hast, in dem Bereich zu arbeiten...

Du hast auch vollkommen Recht, wirklich mit allem. Man sollte es wirklich so machen. Nur (drucks herum), ich bin privat in meinen eigenen Angelegenheiten alles andere als ein leidenschaftlicher Jurist, mein schlechtester Anwalt sozusagen. Die Gründe dafür zu erfragen, würde jetzt sehr weit gehen, ich glaube es geht vielen Kollegen ebenso.

Ich habe von den Flaschen z.B. aus dem Elsaß (wir waren dort zum 10 jährigen Hochzeitstag vor etwas mehr als 2 Jahren - siehe Parallelthread, hätten wir uns fast treffen können, nicht wahr?). Es geht um 2 Kisten, die wir bei einem Winzer gekauft haben, ganz bewußt nicht bei Schwach, da wir dessen Weine über einen Freund ja schon lange kennen und andere probieren wollten. Der Philipp war übrigens auch mal hier oben in Norddeutschland, ich hab ihn mal auf einer Feier ganz flüchtig kennen gelernt.

Mir wäre es etwas unangenehm, mich jetzt auf die vielleicht noch 2 verbliebenen Flaschen zu stürzen, nachdem ich mich 2 Jahre nicht gerappelt habe. Wäre es ein Winzer aus der Pfalz, wo wir jeden Herbst residieren, würde ich da hartnäckiger rangehen. Generell sollte man sofort nach der ersten Flasche aufmucken, und wenn möglich gleich die weiteren testen, die Winzer sind ja oft in der Tat viel mehr am Kunden als an der Auseinandersetzung interessiert.

Übrigens war der Riesling ein ganz toller Wein, nur Kork ist halt Kork und da hilft eben auch der Wein nichts.

Ein anderes Problem ist, daß ich manchmal das Gefühl habe, auch anders kann es zu vergleichbaren Störungen und eine Art "Korkgeschmack" kommen, wo der Korken aber gar nicht kausal sein kann.

Ach noch was, in unserer Biertrinkergegend kann es im Gasthaus passieren, dass die Bedienung nach der Reklamation ins Glas schaut und sagt "Wieso, da schwimmt doch gar nichts..."

Liebe Grüße
Zwetsche
 
AW: Liebe Weinliebhaber

Schön, dass wieder da bist, Zwetsche. Da muss ich dir gleich einen Wein ans Herz legen *looool*, soooo doof, aber ich lasse es jetzt so stehen...

Die letzte Woche musste ich an deine Abneigung gegen süsse Weine denken. Da bekam ich einen Primitivo Sessantanni 2004 (di Manduria, Apulien) vorgesetzt. Ein Traum in Dunkel-dunkelrot. So was von kräftig und fruchtig und gewaltig und überhaupt *loool*. Schmeckt nach Brombeeren und nach Pflaumen ;) (der Herr behauptet zwar n.b. auch nach Tabak, aber das kann ich nicht beurteilen, ich schmeckte und roch(?) auch keinen Tabak und vermute, es war nur Wunschdenken *loool*) und weisst du was, der Wein will gar nicht enden. (Nöööö, leider nicht in der Flasche...)

Die Trauben wachsen an mind. 60-jährigen Stöcken (wie der Name schon fast verrät)... und kommen dann später für 12 Monate ins Barrique. Das Tolle an dem Wein ist, wenn das Menu geschickt wählst, kämmst du locker mit nur einem Wein aus. Eine etwas "mächtigere" Vorspeise, dann dunkles Fleisch und zum Abschluss etwas Käse. Passt aber durch seine Süsse genauso gut zum Schokoladenkuchen. Die Gefahr, dass man dann nur noch zum Bett gerollt werden wollte, wäre, glaub ich ziemlich gross, deshalb empfehle ich nur den Käse, ein bisschen Brot und 1-2 Gläschen von der Köstlichkeit. Echt lecker, auch, wenn es halt kein Franzose ist *loool*!

Ein schönes WE
:sekt:
 
AW: Liebe Weinliebhaber

Schön, dass wieder da bist, Zwetsche. Da muss ich dir gleich einen Wein ans Herz legen *looool*, soooo doof, aber ich lasse es jetzt so stehen...

Die letzte Woche musste ich an deine Abneigung gegen süsse Weine denken. Da bekam ich einen Primitivo Sessantanni 2004 (di Manduria, Apulien) vorgesetzt. Ein Traum in Dunkel-dunkelrot. So was von kräftig und fruchtig und gewaltig und überhaupt *loool*. Schmeckt nach Brombeeren und nach Pflaumen ;) (der Herr behauptet zwar n.b. auch nach Tabak, aber das kann ich nicht beurteilen, ich schmeckte und roch(?) auch keinen Tabak und vermute, es war nur Wunschdenken *loool*) und weisst du was, der Wein will gar nicht enden. (Nöööö, leider nicht in der Flasche...)

Die Trauben wachsen an mind. 60-jährigen Stöcken (wie der Name schon fast verrät)... und kommen dann später für 12 Monate ins Barrique. Das Tolle an dem Wein ist, wenn das Menu geschickt wählst, kämmst du locker mit nur einem Wein aus. Eine etwas "mächtigere" Vorspeise, dann dunkles Fleisch und zum Abschluss etwas Käse. Passt aber durch seine Süsse genauso gut zum Schokoladenkuchen. Die Gefahr, dass man dann nur noch zum Bett gerollt werden wollte, wäre, glaub ich ziemlich gross, deshalb empfehle ich nur den Käse, ein bisschen Brot und 1-2 Gläschen von der Köstlichkeit. Echt lecker, auch, wenn es halt kein Franzose ist *loool*!

Ein schönes WE
:sekt:

Hallo Céline,

Danke für Deinen Gruß, alles hört sich wunderbar an, ich würde gern mal eins Deiner Menues probieren (Wer weiß, vielleicht begleite ich mal meine Freunde auf eine ihrer jährlichen Touren in die Nähe von Colmar, ich bringe auch ne Portion Grünkohl mit Bregenwurst mit, grins).

Ich trinke gerade einen trockenen aber sehr fruchtigen Spätburgunder (pinot noir) aus der Deidesheimer Winzergenossenschaft, dazu gab es bis eben eine banale Pizza, hab ich wenigstens selbst gebacken. Und natürlich Wasser dazu, aber nicht in den Wein, bloß nicht. Seit mir eine gute Freundin dazu geraten hat, nehme ich Leitungswasser statt Mineralwasser. Ein wunderbarer Rotwein, der Spätburgunder aus der Genossenschaft, preislich erschwinglich. Barrique- Weine mag ich sehr gern, besonders, wenn die Note dezent ist.

Liebe Grüße
Zwetsche
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Heute mittag habe ich mal wieder einen der selten gewordenen Ruländer getrunken.

Alle Welt säuft ja nun diesen Modewein Grauburgunder.

Gleiche Rebsorte, aber anders ausgebaut.

Grau!

Ich bitt euch!

Wie kann man denn einen Wein "grau" nennen - und ihn gar auch noch trinken?

Die italienischen Winzer haben schon recht, wenn sie sich wundern, warum die Deutschen ihren Pinot Grigio trinken.

Sie sagen und fragen: "Wer säuft denn diese Katzenpisse?"

Und ich sage:

Yuppies, den den Wein nicht des Weines wegen, sondern der Mode wegen trinken, saufen Grauburgunder aka Pinot Grigio.

Männer trinken Ruländer.
 
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AW: Wein-Plaudereien

Heute mittag habe ich mal wieder einen der selten gewordenen Ruländer getrunken.

Alle Welt säuft ja nun diesen Modewein Grauburgunder.

Gleiche Rebsorte, aber anders ausgebaut.

Grau!

Ich bitt euch!

Wie kann man denn einen Wein "grau" nennen - und ihn gar auch noch trinken?

Die italienischen Winzer haben schon recht, wenn sie sich wundern, warum die Deutschen ihren Pinot Grigio trinken.

Sie sagen und fragen: "Wer säuft denn diese Katzenpisse?"

Und ich sage:

Yuppies, den den Wein nicht des Weines wegen, sondern der Mode wegen trinken, saufen Grauburgunder aka Pinot Grigio.

Männer trinken Ruländer.

Also ich trinke am liebsten Rotwein, wobei ich mich nicht auf die Traubensorte oder Anbauregion festlege, Hauptsache nicht von Übersee....

Derzeit habe ich einen Dornfelder trocken und auch einen fruchtig-süßen Schwarzburgunder.

Weißwein ist eher etwas für Säufer finde ich, aber ich wohne in einer Bierhochburg, wo die meisten Leute doch eher an der Bierflasche hängen....

Der Schwarzburgunger soll der gesündeste Wein von den Inhaltsstoffen her sein, hoher natürlicher Phenolgehalt, wertvolle Mineral- und Spurenelemente, weil eben die GANZE Traube mit Kernen und Stiel gepresst und vermostet werden. Mit dem Wein trinken, kann man sich auch ganz schöÖön angewöhnen und muss sich selbst maßregeln. Mehr als 1 oder 2 kleine Gläser täglich sind schädlich. Schmeckt aber lecker. Guter Wein kostet leider viel Geld und ich bin sehr auf Tipps aus den Weinregionen angewiesen....

Axl
 
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