C
Céline
Guest
AW: Liebe Weinliebhaber
Hallo Zwetsche
Ich bin der festen Ueberzeugung, dass deine Kanzlei trotz einer Flasche z.B. des Rieslings Clos St. Ulrich am hellichten Tage weiter prosperieren würde. Vorausgesetzt natürlich, du würdest sie nicht alleine heimlich in einer dunklen Ecke trinken...aber das würdest du ja nicht, also...
Warum du bei der Frédérique S. keine Frühstückseier bekamst, weiss ich natürlich nicht, ich kenne sie leider nicht persönlich, aber die Herberge ist bekannt. Vielleicht ist sie nur um die Cholesterinwerte ihrer Gäste besorgt, aber so schlimm sind ja die Eier auch nicht, wie man so lange Zeit angenommen hatte.
In der Gegend kenne ich mich aber schon ein bisschen aus, weil ich hier am
Haut-Rhin seit gut 4 Jahren lebe. Es wachsen hier auch die besseren Weine als am Bas-Rhin
. Alle Namen kenne ich natürlich nicht, aber der Aermel ist der Ermel *lool*.
Es stimmt, dass ganz offiziell nur im Elsass Riesling-Trauben angebaut werden. Aber dass Paris den Anbau anderswo verboten hätte, ist mir echt nicht bekannt. Vorgeschrieben sind nur die Flaschen und die Rebsorte wird im Namen immer auf der Etikette angegeben. Es handelt sich auch im Gegensatz zu anderen franz. Anbaugebieten praktisch immer um sortenreine Weine. Verschnitte erkennst du nach dem Zusatz "Gentil" oder "Edelzwicker". Das findet man eben selten. Im "Châteauneuf-du-Pape" hast du nicht selten mehr als 10 verschiedene Sorten drin und manchmal endet so was ganz übel. (Ich bin böse so was zu sagen, aber noch nirgens versuchte man mir in einem Lokal einen noch mieseren Wein anzudrehen. Aber der seltene weisse Ch-du-P ist meist selten gut *lol*.)
Und "Alsace grand cru" dürfen sich nur streng ausgewählte Lagen nennen, aber das ist überall so.
Aber nicht überall ist es so, dass über den Wein Paris nix zu entscheiden hat *loool*. Hier haben "wir" in Colmar das Sagen!
Der Riesling ist kein Modewein und die Rebe doch recht anspruchsvoll (Klima, Lage, Boden), eher deshalb versuchen sich andere Winzer schon gar nicht dran. Der Wein gedeiht halt hier am Rhein im Schutz der Vogesen am besten, weil ihm das trockene, nicht zu heisse Klima ohne grosse Temperaturschwankungen gut bekommt. Die ganz speziellen Böden speichern die Wärme und geben die notwendigen Mineralien ab, und weil die Rebe erst spät reift, sind lange warme Herbste noch notwendig. Das ist wichtig für die Ausgewogenheit Säure x Frucht. Die deutschen Rieslinge haben etwas mehr Säure, die Elsässer dafür etwas mehr Alkohol *loool*.
Aber auch die anderen Sorten aus Elsass lassen sich sehen: Gewürztraminer, Pinot-gris und -blanc, Muscat d'Alsace... Hast du auch den Crémant d'Alsace probiert? Ist der meist getrunkene Schaumwein in F. Und den "Riesling Hengst grand cru" von Josmeyer solltest du unbedingt mal kosten, wenn du die Möglichkeit hast. 1997 war ein ganz grosses Jahr, 2000 - 2002 auch hervorragend und ebenfalls 2004, den man noch relativ günstig bekommt, und der sich auch noch gut lagern lässt.
Wenn du wieder in der Gegend bist, vergiss nicht das Château von Kientzheim zu besuchen. Dort hat die elsässische Weinbruderschaft ihr "neues" zu Hause gefunden, hortet dort etwa 60 000 Flaschen, hat ein schönes Museum eingerichtet, verleiht einmal im Jahr die "Sigille des Vins d'Alsace" (natürlich erst, nachdem sie mehrmals ausgiebig gespeist und "gekostet" hat *loool*) und verkauft auch "über die Gasse".
Und weil du den Harzer Roller-Käse magst, solltest du noch in Breitenbach (Ferme Auberge Lameysberg) einen Halt machen und den Munster versuchen. Dort kann man sogar bei der Herstellung zuschauen, wenn man olfaktorisch resistent ist. Oder in Munster selbst (Auberge Lac du Forlet).
So, das reicht, schliesslich bekomme ich für die Werbung keinen müden Euro vom Touristenbüro *loool*. Deshalb habe ich auch nicht ununterbrochen "gearbeitet", sondern das Mittagsessen irgendwo zwischen Riesling Hengst und Château von Kientzheim reingeschoben.
Einen schönen Nachmittag wünsch ich noch
C.
Hallo Zwetsche
Ich bin der festen Ueberzeugung, dass deine Kanzlei trotz einer Flasche z.B. des Rieslings Clos St. Ulrich am hellichten Tage weiter prosperieren würde. Vorausgesetzt natürlich, du würdest sie nicht alleine heimlich in einer dunklen Ecke trinken...aber das würdest du ja nicht, also...
Warum du bei der Frédérique S. keine Frühstückseier bekamst, weiss ich natürlich nicht, ich kenne sie leider nicht persönlich, aber die Herberge ist bekannt. Vielleicht ist sie nur um die Cholesterinwerte ihrer Gäste besorgt, aber so schlimm sind ja die Eier auch nicht, wie man so lange Zeit angenommen hatte.
In der Gegend kenne ich mich aber schon ein bisschen aus, weil ich hier am
Haut-Rhin seit gut 4 Jahren lebe. Es wachsen hier auch die besseren Weine als am Bas-Rhin
Es stimmt, dass ganz offiziell nur im Elsass Riesling-Trauben angebaut werden. Aber dass Paris den Anbau anderswo verboten hätte, ist mir echt nicht bekannt. Vorgeschrieben sind nur die Flaschen und die Rebsorte wird im Namen immer auf der Etikette angegeben. Es handelt sich auch im Gegensatz zu anderen franz. Anbaugebieten praktisch immer um sortenreine Weine. Verschnitte erkennst du nach dem Zusatz "Gentil" oder "Edelzwicker". Das findet man eben selten. Im "Châteauneuf-du-Pape" hast du nicht selten mehr als 10 verschiedene Sorten drin und manchmal endet so was ganz übel. (Ich bin böse so was zu sagen, aber noch nirgens versuchte man mir in einem Lokal einen noch mieseren Wein anzudrehen. Aber der seltene weisse Ch-du-P ist meist selten gut *lol*.)
Und "Alsace grand cru" dürfen sich nur streng ausgewählte Lagen nennen, aber das ist überall so.
Aber nicht überall ist es so, dass über den Wein Paris nix zu entscheiden hat *loool*. Hier haben "wir" in Colmar das Sagen!
Der Riesling ist kein Modewein und die Rebe doch recht anspruchsvoll (Klima, Lage, Boden), eher deshalb versuchen sich andere Winzer schon gar nicht dran. Der Wein gedeiht halt hier am Rhein im Schutz der Vogesen am besten, weil ihm das trockene, nicht zu heisse Klima ohne grosse Temperaturschwankungen gut bekommt. Die ganz speziellen Böden speichern die Wärme und geben die notwendigen Mineralien ab, und weil die Rebe erst spät reift, sind lange warme Herbste noch notwendig. Das ist wichtig für die Ausgewogenheit Säure x Frucht. Die deutschen Rieslinge haben etwas mehr Säure, die Elsässer dafür etwas mehr Alkohol *loool*.
Aber auch die anderen Sorten aus Elsass lassen sich sehen: Gewürztraminer, Pinot-gris und -blanc, Muscat d'Alsace... Hast du auch den Crémant d'Alsace probiert? Ist der meist getrunkene Schaumwein in F. Und den "Riesling Hengst grand cru" von Josmeyer solltest du unbedingt mal kosten, wenn du die Möglichkeit hast. 1997 war ein ganz grosses Jahr, 2000 - 2002 auch hervorragend und ebenfalls 2004, den man noch relativ günstig bekommt, und der sich auch noch gut lagern lässt.
Wenn du wieder in der Gegend bist, vergiss nicht das Château von Kientzheim zu besuchen. Dort hat die elsässische Weinbruderschaft ihr "neues" zu Hause gefunden, hortet dort etwa 60 000 Flaschen, hat ein schönes Museum eingerichtet, verleiht einmal im Jahr die "Sigille des Vins d'Alsace" (natürlich erst, nachdem sie mehrmals ausgiebig gespeist und "gekostet" hat *loool*) und verkauft auch "über die Gasse".
Und weil du den Harzer Roller-Käse magst, solltest du noch in Breitenbach (Ferme Auberge Lameysberg) einen Halt machen und den Munster versuchen. Dort kann man sogar bei der Herstellung zuschauen, wenn man olfaktorisch resistent ist. Oder in Munster selbst (Auberge Lac du Forlet).
So, das reicht, schliesslich bekomme ich für die Werbung keinen müden Euro vom Touristenbüro *loool*. Deshalb habe ich auch nicht ununterbrochen "gearbeitet", sondern das Mittagsessen irgendwo zwischen Riesling Hengst und Château von Kientzheim reingeschoben.
Einen schönen Nachmittag wünsch ich noch
C.