Gottisttot
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Das philosophische Grundproblem ist jedoch, dass der Utilitarismus seine zentralen Begriffe - weder das größte Glück, noch das größte Leid - bestimmen kann, weil das für jeden Menschen was anderes ist. Und das es für jeden Menschen etwas anderes ist, ist kein Fehler, sondern gehört zum Menschsein, je entwickelter, desto differenzierter. Aber Individualisierung und Differenzierung ist genau das, wo der statistisch ausgerichtete Utilitarismus versagt. Die Willkür die dem anhaftet ist das größte Problem.
Zunächst einmal sind doch utilitaristische Handlungen solche, die danach streben, das Gesamtwohl einer Gesellschaft zu erhöhen. Abgesehen von Randgruppen dürfte über die meisten Ziele ein breiter Konsens bestehen. Wenn also statistisch gesehen das Gesamtwohl steigt, können durchaus für einige die Parameter sinken.
Darin sehe ich weder Willkür noch etwas schlechtes.