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Warum wird Karl Marx heute von einigen immer noch verehrt?

Man könnte erkennen, dass ein "Kapitalismus" eine totalitäre Vorstufe zum "Kommunismus" bedeutet und auch im Grunde "kommunistischen Grund" hat.
 
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Weil man nirgends über eine ziemlich totalitaristische Phase des Sozialismus hinaus gekommen ist.

Danke dir, aber das hilft mir jetzt nicht weiter, bzw. wirft die Frage auf, warum das so ist? Also, was ist der Grund dafür, dass man nicht über den totalitären Sozialismus hinausgekommen ist und warum hat auch der nicht wirklich gut funktioniert?
 
Danke dir, aber das hilft mir jetzt nicht weiter, bzw. wirft die Frage auf, warum das so ist? Also, was ist der Grund dafür, dass man nicht über den totalitären Sozialismus hinausgekommen ist und warum hat auch der nicht wirklich gut funktioniert?
Die Kurzform (m)einer langen Antwort wäre, weil das Ich, das Individuum, Innerlichkeit in der praktischen Form des Sozialismus marginalisiert wurde und so gut wie nie darüber hinaus gekommen ist.
Vielen Linken ist aus Gründen, die sie selbst nicht kennen und die selten über Folklore hinaus gehen, Psychotherapie, Meditation, Achtsamkeit, aber auch gesunde Ernährung, Anthroposohie, Esoterik hochgradig suspekt - angeblich ist das alles bürgerlich und meistens soll es rechtsextrem sein - weil für viele Linke die größte Glückserfahrung nur die sein darf, der Gesellschaft hilfreich zu sein.
Ist jetzt sehr verkürzt und Marx selber hatte anderes im Sinn. Nur ist der real existierende Marxismus eben von Marxisten nicht zu trennen. Es gibt so 1% mit denen ich weitreichend einig bin, aber die werden von ihren linken Brüdern in der Regel verachtet, weil es ihnen ... böse gesagt an primitiver Ruppigkeit mangelt.
 
Bei meinem derzeitigen Projekt, also dem Versuch ein perfektes Weltsystem zu kreieren, bin ich auf eine Frage gestoßen, deren Antwort ich nicht genau kenne. Deshalb meine Frage an euch, kann mir jemand erklären, woran der Kommunismus gescheitert ist und warum die Menschen in kommunistischen Ländern, wie Nordkorea, im Vergleich zu den Menschen in kapitalistisch orientierten Ländern, so unglücklich und unzufrieden sind?
Kommunismus wurde den Leuten immer mit Gewalt aufs Auge gedrückt. Niemand will sowas, außer der kommunistischen Parteielite.

Marx selber war ein ganz harter Bursche. Er plädierte für "Revolutionären Terrorismus", um den Kommunismus durchzusetzen.
--> http://www.mlwerke.de/me/me05/me05_455.htm :(
Die resultatlosen Metzeleien seit den Juni- und Oktobertagen, das langweilige Opferfest seit Februar und März, der Kannibalismus der Kontrerevolution selbst wird die Völker überzeugen, daß es nur ein Mittel gibt, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel - den revolutionären Terrorismus.
 
Die Kurzform (m)einer langen Antwort wäre, weil das Ich, das Individuum, Innerlichkeit in der praktischen Form des Sozialismus marginalisiert wurde und so gut wie nie darüber hinaus gekommen ist.

Nun, damit kann ich schon mehr anfangen und halte es auch für einen großen Fehler, dass im Kommunismus und m.E. auch im Sozialismus nicht der einzelne Mensch, also sein Ich, seine Individualität und sein Wohlbefinden im Mittelpunkt stand oder steht, sondern sozusagen an den Rand gedrückt und als kleinster Teil des Ganzen nicht wertgeschätzt wurde oder wird und weil er offenbar nur als Mittel zum Zweck dienen sollte oder dient. Und der scheint wie immer der zu sein, dass einige wenige sich an den vielen anderen bereichert haben oder bereichern. Also, genau das, was total ungerecht ist und nur zur Unzufriedenheit der meisten führen kann.

Vielen Linken ist aus Gründen, die sie selbst nicht kennen und die selten über Folklore hinaus gehen, Psychotherapie, Meditation, Achtsamkeit, aber auch gesunde Ernährung, Anthroposohie, Esoterik hochgradig suspekt - angeblich ist das alles bürgerlich und meistens soll es rechtsextrem sein - weil für viele Linke die größte Glückserfahrung nur die sein darf, der Gesellschaft hilfreich zu sein.

Naja, wenn die Linken das tatsächlich so sehen, spricht das nicht dafür, dass sie besonders klug wären, denn was sollte einer Gesellschaft denn hilfreicher und nützlicher sein, als ausgeglichene, gesunde und glückliche Menschen?
 
Kommunismus wurde den Leuten immer mit Gewalt aufs Auge gedrückt. Niemand will sowas, außer der kommunistischen Parteielite.

Marx selber war ein ganz harter Bursche. Er plädierte für "Revolutionären Terrorismus", um den Kommunismus durchzusetzen.

Dieser Punkt ist m.E. sehr wichtig, denn Zwang und Gewalt sind immer die falschen Mittel, wenn man etwas zum Besseren verändern möchte. Und Druck erzeugt grundsätzlich Gegendruck und je mehr man davon anwendet, umso stärker wird auch der Widerstand dagegen.
 
Dieser Punkt ist m.E. sehr wichtig, denn Zwang und Gewalt sind immer die falschen Mittel, wenn man etwas zum Besseren verändern möchte. Und Druck erzeugt grundsätzlich Gegendruck und je mehr man davon anwendet, umso stärker wird auch der Widerstand dagegen.
Was zB. der Genosse Putin seit Februar schmerzhaft zu spüren bekommt, mal so am Rande bemerkt.

Kommunismus startet meistens mit einem Regierungsumsturz. Dann wird eine Diktatur installiert, die den Bürger im ständigen Würgegriff halten muss. Sobald der Druck nachlässt, bekommt das System Risse und zerbröckelt langsam. Siehe Sowjetunion und ihre Vasallenstaaten.

Rein geschichtlich betrachtet war Kommunismus überall ein Griff ins Klo, wo versucht wurde ihn zu etablieren. Die Menschen konnten sich nie daran gewöhnen. ihr Verlangen nach Freiheit war unauslöschbar. :)
 
Nun, damit kann ich schon mehr anfangen und halte es auch für einen großen Fehler, dass im Kommunismus und m.E. auch im Sozialismus nicht der einzelne Mensch, also sein Ich, seine Individualität und sein Wohlbefinden im Mittelpunkt stand oder steht
und das gegen Marx.
Lies mal nur die erste These. Es reicht der erste Satz.

Naja, wenn die Linken das tatsächlich so sehen, spricht das nicht dafür, dass sie besonders klug wären, denn was sollte einer Gesellschaft denn hilfreicher und nützlicher sein, als ausgeglichene, gesunde und glückliche Menschen?
Aus Sicht der Marxisten eine, in der Menschen nicht ausgebeutet werden.
 
Karl Marx: "Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern." (11. Feuerbach-These)

Man sollte aber die Welt doch lieber mehr interpretieren, denn verändert worden ist sie schon zu oft. Marx ist eben nur Murks, halt ein Dandy.
 
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Bei meinem derzeitigen Projekt, also dem Versuch ein perfektes Weltsystem zu kreieren,....
Hoppla! - Hallo Soraya, bei diesem deinem derzeitigen Projekt, >> " also dem Versuch ein perfektes Weltsystem zu kreieren " << werde ich Dir nicht helfen - nicht helfen können und nicht helfen wollen.

Ein jedes > "perfektes Weltsystem" < stellt sich selbst in Frage und jede Selbst-in-Frage-Stellung lehne ich als nachhaltiges Zielsystem ernsthaft und entschieden als völlig ungeeignet ab.

Das ist meine Meinung, die 'selbst in der Selbst-in-Frage-Stellung' durch Widerruf eines Widerrufes (juristisch) zulässig und kostenfrei wäre.

Genauso lehne ich als freier Wissenschaftler einen weltlichen wie geldlichen Kommunismus ab, welcher der völlig einseitigen Festigung eines totalitären Abhängigkeitsbeschäftigtensystems von Menschenmassen dient, die niemals eine wirklich echte Chance zu einer beruflichen Selbstverwirklichung bekommen werden, weil die gesetzlich vorgeschriebene Fremdverwirklichung das endogene Individualitätsbestreben einer völlig übertriebenen Normopathie geradezu zwanghaft oder sogar krankhaft fördert, "wie die Anderen" sein zu sollen.

Und aus exogener Außensichtweise verleitet eine "Eigenfinanzierung im Kommunismus" mit einem hohen sozialen Steueranteil (über 50 %) in einer öffentlich-rechtlich national jeweils zuständigkeitskorrekt und jeweils geldzielverwendungskorrekt mittels eines überhaupt nicht genau zuordenbaren Verwaltungsgeldes zu einer nur leicht fahrlässig ermöglichten Korruption in einer von Freundschaft getragenen Sozio-Vetterleswirtschaft mit besonderes intelligentem Etikettenschwindel -dann 'natürlich rüberkommend' - unter einer stetig intern veränderbaren Auslegungsregel von extern auszulegender Angemessenheit in politischer Bevormundung.
 
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