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Sprüche, Weisheiten, Zitate

AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Mittels der Überzeichnung ("Kranke")
wollte ich darauf hinaus,
daß diese "Differenz" von gesundem und nichtgesundem Menschenverstand ggf. von jedem Gesundermenschenverstand-"Inhaber"
dadurch bzw. damit
erspürt werden kann,
das heißt, für jemanden mit wenig bzw. ohne "gesunden Menschenverstand" wäre dieser Reibungspunkt gar nicht vorhanden, so meine Meinung, welche auch beinhaltet, daß Du über gesunden Menschenverstand verfügst. :)

Es reiben sich aber auch viele daran
(allein schon, weil sie den Begriff 'gesunder Menschenverstand' für tragfähig halten),
denen von ebenfalls vielen eben dieser abgesprochen wird.
Ich denke:
Erschlagende Vanillesauce ist erschlagende Vanillesauce
und wird nichts anderes, nur weil man drüber streitet,
auf welchem Teller sie vanilliger schmeckt.

:katze:
 
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AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Es reiben sich aber auch viele daran
(allein schon, weil sie den Begriff 'gesunder Menschenverstand' für tragfähig halten),
denen von ebenfalls vielen eben dieser abgesprochen wird.

Man braucht Verstand, um zu erkennen,
dass es Dinge gibt, an die der Verstand nicht heranreicht.​
Martin Kessel, Schriftsteller, 'Gebändigte Kurven' (Deutschland, 1901 - 1990).​
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

ein denkanstoß-geschenk an dich nandu?
wenn du das möchtest, kann es ja noch etwas verpacken, danach kommentieren
dann muss nicht das wörterbuch bemüht werden, um den inhalt zu erahnen.

Hallo abstract :)

Dankeschön für die interessanten Anstöße.
Ich hab sie erst mal bisschen sacken lassen in mir.
Manchmal braucht's das, wenn ich merke,
dass mir was nicht recht schmecken mag,
aber ich nicht gleich festmachen kann,
woran genau das liegt.

Mir scheint, 'Ehrgeiz' ist eine sehr dehnbare Hülle,
die über vieles drübergestülpt werden kann.
Was den Ehrgeiz - je nach Drunter -
wahlweise zur Tugend oder Untugend macht.
Ich finde solche Begriffe sehr schwierig
hinsichtlich lebensnahen Umgangs mit ihnen.
Und halte es für mich darum eher mit hylozoiks Zugang:


... lieber ein "gesundes" Gemüt ... das andre is doch Luxus ... :regen:

Und Verstand? ähm... für lange Sätze reicht meiner kaum;
den Rest macht oft das Weglassen bzw. die Er-Fühlung :schaf:

Auf persönlicher Ebene weiß ich,
was Ehrgeiz bzw. Ehrstreben ist.
Weil ich weiß, was mich antreibt, wachsen zu wollen.
Und auch, in welcher Weise ich wachsen will.

Wie das andernorts gesehen und interpretiert wird,
betrifft mich nur insofern,
als ich zur Kenntnis nehme, dass es halt stattfindet.
Damit auseinandersetzen tu ich mich nur,
wenn solche Auseinandersetzung
mich nicht von mir Wichtigerem ablenkt.
Weil Wichtigeres nicht mehr Wichtigeres wäre,
wenn ich's anders hielte.

Die Unterscheidung in gutes oder schlechtes Ego
spielt ebenfalls nur auf persönlicher Ebene eine Rolle.
Was auch immer ich denke und tue,
fällt (zumeist recht flink) auf mich zurück.
Das kann ich nicht ignorieren.
Aber die Antwort auf diese Einsicht
kann meines Erachtens nicht sein:
Der Geist ist willig, jedoch das Fleisch ist schwach.
Denn solche Antwort wäre bloße Selbstverurteilung.
Keine Eitelkeit ist so wichtig,
dass man sie zum Götzen erheben könnte,
ohne dabei am Wesentlichen vorbeizuschliddern.

An diesem Gedankenpunkt treffe ich Herrn Adler.
Was ich als bereichernde Anregung empfinde.

oder alfred adler (psychotherapeuten und arzt) dazu:

Man hört oft den Einwand, daß die großen Leistungen der Menschheit ohne Ehrgeiz nicht hätten Zustandekommen können. Das ist aber falscher Schein, ist eine falsche Perspektive. Da kein Mensch von Eitelkeit frei ist, hat wohl auch jeder Mensch etwas von diesem Zug. Dieser kann ihm aber sicherlich nicht die Richtung gegeben und ihm jene Kraft verliehen haben, die zu nützlichen Leistungen führt. Diese können nur aus dem Gefühl der Gemeinschaft Zustandekommen. Eine geniale Leistung ist nicht möglich, ohne daß dabei irgendwie die Gemeinschaft ins Auge gefaßt wird. Voraussetzung dazu ist immer eine Verknüpftheit mit der Gesamtheit, ist der Wille, sie zu fördern. Sonst kämen wir auch nicht dazu, einer solchen Leistung Wert zuzusprechen. Was an Eitelkeit dabei vorhanden war, ist sicher nur störend, hemmend gewesen. Ihr Einfluß kann nicht groß sein.

Nochmals Danke dafür. :blume2: :winken3:
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Eine geniale Leistung ist nicht möglich, ohne daß dabei irgendwie die Gemeinschaft ins Auge gefaßt wird.

Und was ist mit Robinson Crusoe? Hat er umsonst all-ein überlebt?
Seine Leistungen nicht genial, nur weil keiner dabei war?
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Hallo abstract :)

Dankeschön für die interessanten Anstöße.
Ich hab sie erst mal bisschen sacken lassen in mir.
Manchmal braucht's das, wenn ich merke,
dass mir was nicht recht schmecken mag,
aber ich nicht gleich festmachen kann,
woran genau das liegt.

Mir scheint, 'Ehrgeiz' ist eine sehr dehnbare Hülle,
die über vieles drübergestülpt werden kann.
Was den Ehrgeiz - je nach Drunter -
wahlweise zur Tugend oder Untugend macht.
Ich finde solche Begriffe sehr schwierig
hinsichtlich lebensnahen Umgangs mit ihnen.
Und halte es für mich darum eher mit hylozoiks Zugang:



Auf persönlicher Ebene weiß ich,
was Ehrgeiz bzw. Ehrstreben ist.
Weil ich weiß, was mich antreibt, wachsen zu wollen.
Und auch, in welcher Weise ich wachsen will.

Wie das andernorts gesehen und interpretiert wird,
betrifft mich nur insofern,
als ich zur Kenntnis nehme, dass es halt stattfindet.
Damit auseinandersetzen tu ich mich nur,
wenn solche Auseinandersetzung
mich nicht von mir Wichtigerem ablenkt.
Weil Wichtigeres nicht mehr Wichtigeres wäre,
wenn ich's anders hielte.

Die Unterscheidung in gutes oder schlechtes Ego
spielt ebenfalls nur auf persönlicher Ebene eine Rolle.
Was auch immer ich denke und tue,
fällt (zumeist recht flink) auf mich zurück.
Das kann ich nicht ignorieren.
Aber die Antwort auf diese Einsicht
kann meines Erachtens nicht sein:
Der Geist ist willig, jedoch das Fleisch ist schwach.
Denn solche Antwort wäre bloße Selbstverurteilung.
Keine Eitelkeit ist so wichtig,
dass man sie zum Götzen erheben könnte,
ohne dabei am Wesentlichen vorbeizuschliddern.

An diesem Gedankenpunkt treffe ich Herrn Adler.
Was ich als bereichernde Anregung empfinde.



Nochmals Danke dafür. :blume2: :winken3:

freut mich :blume2::)
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Auch ist mir nicht ganz klar,
warum die Vater-Mutter-Thematik,
die ja eine sehr große und ganz eigene ist,
dazu herangezogen wird, zu verdeutlichen.
Ich empfinde das als ablenkend -
sowohl von Müttern, Vätern wie auch Ehre.
Und letztere als höchst individuelle Angelegenheit.

:blume2:

Weshalb malte Da Vinci eine *Männlich-Weibliche* Mona Lisa?
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Zumindest das, was ich für mich *endlich* akzeptieren konnte. Denn die Gängige Bedeutung war stets ein Rotes Tuch für mich und ich wehrte mich stets, in dieser Bedeutung zu *ehren*.

Dann machte sich jemand schriftlich ans Werk und zeigte auf, was ürsprünglich *Ehre* bedeutete und es wurde für mich stimmig.

http://www.esoterikforum.at/forum/showpost.php?p=3181377&postcount=187

http://www.esoterikforum.at/forum/showpost.php?p=3187650&postcount=190

Vater und Mutter z.B. zu *ehren* bedeutet also nicht, Ja und Amen zu sagen, was sie tun und alles dessen richtig und gut zu heißen oder falsch und schlecht zu heißen oder zu ignorieren.
Das sind sehr gute Gedanken, die ich auch nachvollziehen kann.
Ich bleib da einfach noch bodenständiger.
Meinen Vater und meine Mutter zu ehren bedeutet für anzuerkennen, dass sie mich durch den Akt der Zeugung in dieses Leben gerufen haben und mich, egal jetzt ob gewollt oder ungewollt ihre Pflicht und Verantwortung die sie mir gegenüber gesehen haben so gut sie es konnten wahrgenommen haben.
Das ich mit den Defiziten die sich daraus ergeben haben leben lernen musste und dass dies meine Seele eben so gut sie es konnte eben auch getan hat.
Dass ich jetzt aber auch das Recht habe alle väterlichen Ideen und Vorstellungen zu verlassen und mich von allen mütterlichen Notwendigkeiten freimachen kann und darf um die Möglichkeit zu ergreifen eben über mein Schicksal hinaus zuwachsen. Ungerechtfertigte und aufgedrückte Verantwortung abzugeben und den Verantwortungslosen oder die so tun als ob in die Hand zu drücken.
Ohne meine Eltern und Großeltern (meine Familie und deren Schicksal)wäre ich heute nicht die Person, die hier schreibt. Ich wäre ein ganz anderer Mensch und hätte nicht den Weitblick bekommen, den ich heute habe.
:liebe:
rg​
 
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Die Leute Christi zerstören die Sache Christi schlimmer als die Feinde Christi. (Johannes Chrysostomus)
 
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