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Sprüche, Weisheiten, Zitate

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AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

mal was über den ehrgeiz/eitelkeit

Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versage(r)ns

Mir gefallen Menschen besser als Prinzipien und Menschen ohne Prinzipien besser als irgendwas auf der Welt."
Oscar Wilde


abstract


Seltsam, das Wort 'Ehrgeiz'.
Verstanden wird's ja wohl eher
im Sinne von 'Ehrstreben'.
Aber dieses Wort gibt es nicht.
Warum eigentlich nicht?
Mindestens praktizierter Geiz
setzt doch vorraus,
dass da was ist,
mit dem gegeizt werden kann.
Wie ist man denn dazu gekommen?
Also zu soviel Ehre,
dass man mit ihr geizen kann?
Vielleicht gar mittels des 'Ehrgefühls'?
Affektiver Quantensprung?

Was ist überhaupt 'Ehre'?
Der Wagemut der Verzweifelten?
Pharisäisches Sicherheitsgefühl?
Glanz und Gloria, Tand und Geschmeide?
Nebenprodukt konstruktiver Selbsterkenntnis?
Besuchergeschenk?

Fragen, über die ich grade nachdenke. :) :winken3:
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Seltsam, das Wort 'Ehrgeiz'.
Verstanden wird's ja wohl eher
im Sinne von 'Ehrstreben'.
Aber dieses Wort gibt es nicht.
Warum eigentlich nicht?
Verstehe ich auch nicht, dass es dieses Wort nicht gibt; würde ich - ohne Ironie- dem Duden vorschlagen.

Liebe Grüße

Zeili
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Verstehe ich auch nicht, dass es dieses Wort nicht gibt; würde ich - ohne Ironie- dem Duden vorschlagen.

Liebe Grüße

Zeili

Du meinst, einfach hinschreiben? Oh. Hm.
Nee, ich glaub soviel Ehrstreben hab ich nicht.
Oder doch? Keine Ahnung .....
just lässt mich schon allein der Gedanke lachen.
Ist doch bloß ein Wort
und eigentlicher Reiz das Umgehen damit. :)

Gruß an Dich zurück.
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Tolle Idee aber - auf die wär ich nie gekommen. :)
Vielleicht tu ich's ja doch?

Danke. :winken3:
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Fragen, über die ich grade nachdenke. :) :winken3:

Ehre - könnte ich dir zeigen

Ehrgeiz - ist eigentlich weder das Gegenteil noch das Fürteil seiner benutzten Bedeutung

Ehrstreben - würde ich in Ehrstrebung umtaufen (Damit beides und nicht nur die Tat selbst benutzt werden kann - Die Ehrstrebung - Das Ehrstreben)

Und hier: Ehrgeiz wäre somit das Gegenteil der Ehrstrebung

1) Ehrgeiz - Mit dem Ehren wird gegeizt (Wiederholung des Gewesenen ohne Beachtung)

2) Ehrstrebung - Das Ehren wird erstrebt (Dass das Gewesene sich nicht gleich wiederholt)

(Was den Duden jedoch betrifft, hast du keine Chance, der Gründer würde sich im Grabe umdrehen, was seine Erben mit seinem Werk angestellt haben. Nur noch das Herkunftswörterbuch (Nr 7) trägt Spuren seiner einstigen Leistung)
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

(Was den Duden jedoch betrifft, hast du keine Chance, der Gründer würde sich im Grabe umdrehen, was seine Erben mit seinem Werk angestellt haben. Nur noch das Herkunftswörterbuch (Nr 7) trägt Spuren seiner einstigen Leistung)

Tja, hart ist das Leben ... und unerbittlich. :rollen:


Ehre - könnte ich dir zeigen

Ehrstreben - würde ich in Ehrstrebung umtaufen (Damit beides und nicht nur die Tat selbst benutzt werden kann - Die Ehrstrebung - Das Ehrstreben)

Und hier: Ehrgeiz wäre somit das Gegenteil der Ehrstrebung

Au ja - zeig mir was schönes, bitte. :blume2:

Substantivierte Verben (mit und ohne -ung)
bewirken vor allem eins: Entpersonifizierung.
Dabei sind Verben doch Tu-Wörter
und somit Ausdruck individuellen Tuns.

Interessant.
'Ehrstreben' als Verb müsste trennbares sein.
Und bräuchte Präposition:
Ich strebte lange nach ehr.
Sieht völlig plöt aus,
weil 'ehr' wie falsch geschrieben.

Also anders:
Ich ehrstrebte lange.

Betonung auf 'ehr',
weil 'erstreben' ja was anderes ist.
(Ob wirklich, sei mal dahingestellt.)

Ich habe lange ehrstrebt.
Oder Konj. I:
Solange ich ehrstrebe.
(Geht schon mal gar nicht.)
Also Konj. II:
Solange ich ehrstrebte.
(Präteritum lässt grüßen.)

Ich denke auch,
'Ehrstreben' hat keine Chance
auf Durchgesetztwerden.
Also zurück zur Ehre -
Du kannst sie mir zeigen? :)
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Also zurück zur Ehre -
Du kannst sie mir zeigen? :)

Zumindest das, was ich für mich *endlich* akzeptieren konnte. Denn die Gängige Bedeutung war stets ein Rotes Tuch für mich und ich wehrte mich stets, in dieser Bedeutung zu *ehren*.

Dann machte sich jemand schriftlich ans Werk und zeigte auf, was ürsprünglich *Ehre* bedeutete und es wurde für mich stimmig.

maria45 schrieb:
Im Sinne einer systemischen, auto-genen Sichtweise, also einer selbst-zeugenden Sichtweise, wer ist Vater und wer ist Mutter?

Vater ist der Gedanke, der im Geist ist.
Mutter ist die Handlung, die im Leib stattfindet.

Ehren wiederum - wie schon betrachtet - ist "Gewicht geben", Aufmerksamkeit schenken, beachten, "wägen".

Achte auf deine Gedanken, denn aus ihnen entsteht deine geistige Welt.
Achte auf deine Handlungen, denn aus ihnen entsteht deine körperliche Welt.

Dieser Vater und diese Mutter sind es, die jede Sekunde dein Leben neu zeugen.
So schau, dass deine Seele als Kind glücklich aus beiden entspringt.

Der Vater ist auch die Vergangenheit,
die Mutter ist auch die Zukunft.

Den Vater zu ehren bedeutet deshalb, nicht nur den Vater selbst zu ehren, sondern alle Erinnerungen.
Nichts ist vergebens passiert, alles hat seinen tiefen Sinn.
Nichts braucht man zu vergessen, alles hat ein Gedenken verdient.

Die Mutter zu ehren bedeutet deshalb, nicht nur die Mutter als physische Person zu ehren, sondern die gesamte Zukunft.
Wir alle sind wie Kinder, deren Zukunft vor ihnen liegt und die genährt werden von dem, was ihnen jeder Tag bringt.
Und wenn die Zukunft schwer erscheint, so ist sie wie eine Schwangere, die gebären will, und man weiß noch nicht, was dabei herauskommt.
Und doch, es kommt ein neues Kind, neues Leben erblickt die Welt und neue Freude wird geschenkt werden, wenn die Zeit der Schwere vorbei ist.
Die Mutter zu ehren bedeutet deshalb, auch die schweren Stunden und Zeiten zu lieben, denn ohne sie käme kein neues Leben.

Wir sind wie die Kinder, die jeden Moment neu geboren werden aus dem liebenden Kuss und der Umarmung von Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart, dem Angesicht der Ewigkeit.


Vater und Mutter z.B. zu *ehren* bedeutet also nicht, Ja und Amen zu sagen, was sie tun und alles dessen richtig und gut zu heißen oder falsch und schlecht zu heißen oder zu ignorieren.
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

maria45 schrieb:
Im Sinne einer systemischen, auto-genen Sichtweise, also einer selbst-zeugenden Sichtweise, wer ist Vater und wer ist Mutter?

Vater ist der Gedanke, der im Geist ist.
Mutter ist die Handlung, die im Leib stattfindet.

Und wenn es nun umgedreht ist?

Mutter ist der Gedanke, der im Geist ist.
Vater ist die Handlung, die im Leib stattfindet.

Klingt für mich logischer.:D
 
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