AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate
Ich nehme an, das Sinnvollste ist es, die Zeichen der "heutigen" Zeit zu erkennen, anschließend zu deuten und erst davon ausgehend eine Perspektive für die Zukunft zu konzipieren.
lg
Und ich glaube nicht an Gesamtlösungen,
die ohne den Einzelnen und seine Jeweiligkeit auskommen.
Wenn ich auf dieser Basis also überhaupt wagen kann,
so etwas wie eine Gesamtlösung zu postulieren,
dann kann es folgerichtig nur die sein:
Ich nehme mein Friedensbedürfnis wie auch meinen Spieltrieb ernst -
nicht im Sinne von Naja-will-halt-bedient-werden,
sondern in solchem von Wegweisern.
Im wirklichen Leben weitaus häufiger als im virtuellen
treffe ich auf Menschen,
die genau darauf zu warten scheinen.
Ich merke es daran, wie sie sich zu entspannen beginnen.
(Selbstverständlich bringe ich Fachwissen mit.
Aber das ist nicht das, was primär bei ihnen ankommt.
Nicht mal dann, wenn sie denken, dass es das ist.)
Es ist ein ganz bestimmtes Lächeln -
wenn sich dieses erstmal Bahn gebrochen hat,
steht gemeinsamem Erfolgszug nichts mehr im Weg.
Naja, so ganz stimmt das nicht,
denn ein Lächeln mag noch so stark/authentisch sein,
es gibt trotzdem immer noch Einflüsse,
die es entkräften können.
Auch damit muss man gelassen leben lernen.
Wie ich für mich Nächste und Wichtigste bin,
sind es andere für sich auch.
Wenn nun jeder das pflegt,
was ihm nah und gut und wichtig ist -
was könnte gemeinsame tatkräftige Energie noch aufhalten?
Woher nur rührt dieses abgrundtiefe Misstrauen,
jeder sei notgedrungen eines jeden Feind?
Ich weiß es: aus einschlägiger Erfahrung.
Grund genug, für andere Erfahrung zu sorgen.
Zumindest dort, wo sich ebenfalls nach solcher gesehnt wird.
Verlangt bisschen mehr Rückgrat als heulendes:
'Den Teufel werd ich tun - hat nämlich schon meine Ma so gezetert!'
Geht letztlich immer nur um eine Frage:
Was will ich wirklich?
Wenn ich zum Weltfrieden beitragen will,
komm ich nicht umhin zu erfassen,
womit ich es in der Welt eigentlich zu tun habe.
Schieße ich dabei zu kurz, verreckt auch der Rest.
Bei sich bleiben, bedeutet ja nicht zwangsläufig,
nur für den eigenen Hunger zu sorgen
und so der in Teilen ungestillt bleibt,
dieses Hungergefühl dem Rest der Welt vorzuwerfen.
Bei sich bleiben bedeutet vor allem zu erfahren,
was im Eigenen möglich ist und was nicht.
Und sich damit zu versöhnen.
Was mir fehlt, fehlt auch anderen.
Basis für Mitgefühl.
Was ich habe, haben auch andere.
Basis für konstruktive Zusammenarbeit.
Summa sumarum:
Es kann keine Gesamtlösung geben,
die das Individuum übergeht.
(Was nicht bedeutet, dass jeder alles darf.
Gibt was auf die Finger - und zwar empfindlich -
wenn jemand meint, er sei wichtiger als alle.)
Ja, das lässt noch viele Fragen offen -
aber Leben wäre kein Leben, wenn es anders wäre.
Das Unkalkulierbare vertrauensvoll mit einkalkulieren lernen -
na, wenn das keine lohnende Herausforderung ist .....
