• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Sprüche, Weisheiten, Zitate

AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Indem BRECHT von "dem Nichts" spricht, das "Uns gegenüber sitzt", hat er zwar das Lebensgefühl vieler denkender, fragender Menschen seiner Zeit getroffen, in der immerhin 2 Weltkriege stattgefunden hatten, er denkt aber immer noch in der metaphysischen bzw. ontologischen Dualität des griechisch-christlich geprägten Abendlandes von SEIN und NICHTS, eine Dualität, die in meiner Rede von nichts nicht mehr besteht - und die sich dadurch auch von der depressiven Leere/Hoffnungslosigkeit (= nichts) abhebt.

Gruß, moebius

hm hm, das einstige Nichts, ist dann mglw. das Alles von heute :geschenk:
das ist natürlich (sch)wachsinnig - egoistisch - ja, autitisch "geh-fühlt-dacht",
eigtl. wie des einen Alles, des Anderen Nichts sein kann - und kervehrt,
ja auch muss, mglw.? :schaf:
 
Werbung:
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Bertolt BRECHT, der den Nihilis-mus wie folgt literarisch auf den Punkt zu bringen versucht hatte:

"Ich gestehe es: ich
habe keine Hoffnung.
Die Blinden reden von einem Ausweg. Ich
Sehe.
Wenn die Irrtümer verbraucht sind
Sitzt als letzer Gesellschafter
Uns das Nichts gegenüber."

Na ... ich bin skeptisch ... liest Du den sehr verehrten Meister Brecht da nicht zu tiefsinnig? So a la Gottfried Benn?

"Durch so viele Formen geschritten
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten,
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage
– ob Sinn, ob Sucht, ob Sage
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich."

Glaube kaum, daß Brecht in diese Ecke gerückt werden wollte. Meint er nicht viel profaner: Ich habe auch keinen blassen Schimmer nach alldem, wie's noch weitergehen soll mit unserem Kommunismus?
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

BRECHT denkt aber immer noch in der metaphysischen bzw. ontologischen Dualität des griechisch-christlich geprägten Abendlandes von SEIN und NICHTS, eine Dualität, die in meiner Rede von nichts nicht mehr besteht - und die sich dadurch auch von der depressiven Leere/Hoffnungslosigkeit (= nichts) abhebt.

Gruß, moebius

Wie ist deine Lösung, nicht-depressiv aus der Nummer herauszukommen? Der Tod ist nun mal etwas, das alles SEIN letztlich gleichsam wie ungeschehen machen wird.
SEIN und NICHTS, eine Dualität, die in meiner Rede von nichts nicht mehr besteht
Wie willst Du diese Dualität aufheben? (Die sich ja weit über eine Tradition unseres griechisch-christlich geprägten Abendlandes hineingefressen hat in unsere indoeuropäischen Sprachen = unser Denken?)
Daß der Alte Fritz ewig wiederkehren will, halte ich für einen Scheinausweg. Soll er mal versuchen, der wird sich wundern. :clown3:

Gruß Seeraeuberjens
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

1. Na ... ich bin skeptisch ... liest Du den sehr verehrten Meister Brecht da nicht zu tiefsinnig? So a la Gottfried Benn?

2. Glaube kaum, daß Brecht in diese Ecke gerückt werden wollte. Meint er nicht viel profaner: Ich habe auch keinen blassen Schimmer nach alldem, wie's noch weitergehen soll mit unserem Kommunismus?

Zu 1.:
Skepsis ist immer angebracht ! :schnl:

Ich kann halt B. BRECHT nur mit meinen Augen lesen ...

Zu 2.:
Ja, wahrscheinlich hat er auch seinen Kommunismus für einen Irrtum gehalten :dontknow:
Das spräche aber für ihn ..., denn jede mus-Sorte/Variante (= Ideologie) stellt sich früher oder später als Irrtum heraus ...
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

1. Wie ist deine Lösung, nicht-depressiv aus der Nummer herauszukommen?

2. Der Tod ist nun mal etwas, das alles SEIN letztlich gleichsam wie ungeschehen machen wird.

3. Wie willst Du diese Dualität aufheben? (Die sich ja weit über eine Tradition unseres griechisch-christlich geprägten Abendlandes hineingefressen hat in unsere indoeuropäischen Sprachen = unser Denken?)

4. Daß der Alte Fritz ewig wiederkehren will, halte ich für einen Scheinausweg. Soll er mal versuchen, der wird sich wundern. :clown3:

Gruß Seeraeuberjens

Zu 1.:
Diese Frage kann und will ich an dieser Stelle nicht beantworten, da ich kein Interesse daran habe, öffentlich zu viel über mein Leben und meine Denk/Reflexions-Wege zu erzählen ...
Nur so viel:
Geholfen hat mir auch die Beschäftigung mit der Frage, warum es den Theoretischen Physikern nicht gelingt, mit ihren Methoden/Modellen zu erkennen, "was die Welt/das Universum im Innersten zusammenhält" - um es einmal poetisch mit den Worten von
FAUST I auszudrücken ...

Zu 2.:
Das spricht für den Tod des Individuums ...
Freund Hein ist die Erlösung für die jeweils Verstorbenen, aber nicht für die Hinterbliebenen/trauernden Angehörigen usw. ...
Im Übrigen gibt es natürlich ein Leben vor dem Ende seiner individuellen Gestalten ......:schnl:

Zu 3.:
Jedenfalls nicht durch Denken, das als begriffliches Denken die Dualität am Leben erhält bzw. erzeugt ..., und zwar in mehrfacher Hinsicht ...
Das philosophische Denken vermag zu erkennen/einzusehen, dass es den Grund seiner Möglichkeit nicht philosophisch/begrifflich zu erfassen vermag ....
"Bewusstsein/Selbst-bewusst-sein ist ein unbewusster Akt."

Zu 4.:
Die Wiederkehr von Alten Fritzen wäre wahrscheinlich noch nicht einmal eine Hilfe/Lösung für die Alten Fritze ...:lachen:

Gruß, moebius
 
Werbung:
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

:morgen:
Ein Mensch kann nicht alles wissen, aber etwas muss jeder haben, was er ordentlich versteht.

Wer ein Herz für die Schönheit hat, findet Schönheit überall.

Tabak rauchen verdirbt die Tapeten, Zeitung lesen den Charakter.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Missklänge gibt es überall, und nur unser ist die Schuld, wenn wir sie übermäßig empfinden.

Viel muß man lernen und an sich ändern; denn die Arbeit, die das Leben an uns tut, ist unermeßlich.
Wenig gilt die Lehre, und sei sie noch so gut, gegen das Leben.


Gustav Freytag (* 13. Juli 1816 in Kreuzburg, Oberschlesien;
† 30. April 1895 in Wiesbaden) war ein deutscher Schriftsteller.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Freytag
 
Zurück
Oben