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Sprüche, Weisheiten, Zitate

AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Sie werden mir gewiss zugeben, daß weder das Altertum noch gleich welche Nation eine widerwärtigere und gotteslästerlichere Absurdität ersonnen hat als die, den eigenen Gott zu verspeisen.[/I]

Und das passende Fremdwort dazu: Theophagie!

Friedrich Schiller (1759-1805): Theophagen. -- 1796

Diesen ist alles Genuss. Sie essen Ideen und bringen
In das Himmelreich selbst Messer und Gabel hinauf.

Erläuterung: Theophagen = Gottesfresser. Das Abendmahl im katholischen, orthodoxen und lutherischen Verständnis ist eine Form von Theophagie.
 
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Es war schon öfter hier die Rede vom Alten Fritz.
Darum soll er auch mal selbst zu Wort kommen.

FRIEDRICH DER GROSSE Das Abendmahl
Es stimmt, daß die Christen grobschlächtige Plagiatoren von Fabeln waren, die vor ihnen erfunden worden sind. Die Heiligenjungfrauen verzeihe ich ihnen ja noch, haben doch die Maler etliche wunderschöne Gemälde geschaffen; aber Sie werden mir gewiss zugeben, daß weder das Altertum noch gleich welche Nation eine widerwärtigere und gotteslästerlichere Absurdität ersonnen hat als die, den eigenen Gott zu verspeisen.
Das ist das abstoßendste Dogma der christlichen Religion, die größte Beleidigung des Höchsten Wesens, der Gipfel des Wahnsinns und der Tollheit. Zugegeben, die Heiden ließen ihre Götter recht lächerliche Rollen spielen, indem sie ihnen alle menschlichen Leidenschaften und Schwächen andichteten. Die Inder schrieben ihrem Sommona-Codom dreißig Verkörperungen zu; je nach Bedarf: Aber dennoch, alle diese Völker verspeisten nicht den Gegenstand ihrer Anbetung. Es wäre den Ägyptern nicht gestattet gewesen, ihren Gott Apis hinunterzuschlingen. Aber solcherweise behandeln die Christen den alleinigen Schöpfer des Universums.
Deutsch von Hans Pleschinski
Obwohl mir eine Maria Theresia noch immer lieber ist als 10 große Fritzen, muss ich Dir und Deinem Fritz hier wohl recht geben; es war vielleicht damals - in christlichen Kreisen - eine Weisheit, so ein Symbol schriftlich niederzulegen. Heute ist es eher pietätlos.

Der ursprünglich Gedanke war damals wohl, dass der reuige Sünder (sündigen Herzens darf ja nach dem Katholizismus keine Kommunion empfangen werden) durch die Hostie (den Leib Christi) belohnt wird, quasi sich auf einer Stufe mit Christus fühlen darf. Diese Philosophie ist auch meiner Meinung nach reformbedürftig, wiewohl die Menschheit mE noch lange nicht reif ist, ganz ohne Symbole zu leben. Man soll aber auch einsehen, dass eine derart lange Tradition in einem weltweiten Verein nicht von heute auf morgen ersetzt werden kann.

Liebe Grüße

Zeili
 
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Und das passende Fremdwort dazu: Theophagie!
Friedrich Schiller (1759-1805): Theophagen. -- 1796

Diesen ist alles Genuss. Sie essen Ideen und bringen
In das Himmelreich selbst Messer und Gabel hinauf.

Erläuterung: Theophagen = Gottesfresser. Das Abendmahl im katholischen, orthodoxen und lutherischen Verständnis ist eine Form von Theophagie.

Danke für Das treffende Fremdwort

zu den Gottesfressern.

Ich hab's eben notiert.
 
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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.
 
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Der Alte verliert eines der größten Menschenrechte:
Er wird nicht mehr von seinesgleichen beurteilt.
:nudelwalk:haare::nudelwalk
- Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Maximen und Reflexionen,
Aus Kunst und Altertum 1826)
 
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