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Sprüche, Weisheiten, Zitate

AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Genetik oder Fehlfunktion ???

"Es sieht so aus, als habe die Wissenschaft die
Quelle des Bösen im Gehirn gefunden."
- Michael Gazzaniga (Hirnforscher)

_______________________________________
Las ich gestern abend in (m)einer TV-Zeitschrift.

Demnach wäre es möglich, dass "jeder Mord auf
einer physiologischen Fehlfunktion des Gehirns
beruht."
 
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AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Genetik oder Fehlfunktion ???

"Es sieht so aus, als habe die Wissenschaft die
Quelle des Bösen im Gehirn gefunden."
- Michael Gazzaniga (Hirnforscher)

_______________________________________
Las ich gestern abend in (m)einer TV-Zeitschrift.

Demnach wäre es möglich, dass "jeder Mord auf
einer physiologischen Fehlfunktion des Gehirns
beruht."

Wobei "das Böse" doch nicht einmal eindeutig definierbar ist.

Eine Fehlfunktion des Gehirns hat, wer aus eigenem Antrieb tötet, keine Fehlfunktion hat, wer auf das Geheiß anderer tötet - haben die, weil sie nur anweisen zu töten, es aber nicht selber tun, keine Fehlfunktion??

Fehlfunktion hat auch eine werdende Mutter - nicht?? - die ihr Kind abtreibt?

Die "Quelle des Bösen" im Gehirn, ganz einfach, wohl auch reparabel, dann läuft der Motor wieder...:confused:
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Wobei "das Böse" doch nicht einmal eindeutig definierbar ist.

Eine Fehlfunktion des Gehirns hat, wer aus eigenem Antrieb tötet, keine Fehlfunktion hat, wer auf das Geheiß anderer tötet - haben die, weil sie nur anweisen zu töten, es aber nicht selber tun, keine Fehlfunktion??

Fehlfunktion hat auch eine werdende Mutter - nicht?? - die ihr Kind abtreibt?

Die "Quelle des Bösen" im Gehirn, ganz einfach, wohl auch reparabel, dann läuft der Motor wieder...:confused:

Einfach kann das gar nicht sein, Joan!
Aber:

Die(se) Hirnforscher haben sich offenbar sehr viel vorgenommen.​

Ob's irgendwann hinhaut, ist eine Frage, die
wir heute nicht beantworten können. :confused::confused::confused:
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Wenn wir ein angeborenes Moralgen haben, muss ich mich ernsthaft fragen,
warum ich in meiner Pubertät* (zwischen meinem 8. und 25. Lebensjahr) arme Leute bestohlen, einem Menschen, der mir nichts Böses getan hatte,
mit der Steinschleuder von hinten nachgeschossen habe und im Alter von 16 Jahren
die Hausordnung in einem Kolpingheim nicht mehr hielt.

Außerdem frage ich mich,
warum (körperlich) erwachsene (auch Väter und Mütter) Menschen (jenseits der 30 Jahre) noch andere Menschen töten, verletzen, erpressen, bestehlen, (absichtlich) belügen,
Tiere quälen, die Natur im allgemeinen missachten und turbokapitalistisch-dumm ausbeuten.

Ich könnte mir das mit sehr viel Phantasie nur so erklären,
dass wir auch ein angeborenes Verbrecher-Gen haben.

Unter Pubertät* verstehe ich die körperliche, geistige und seelische Entwicklungsphase des Menschen.
W.Z.​
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Wenn wir ein angeborenes Moralgen haben, muss ich mich ernsthaft fragen,
warum ich in meiner Pubertät* (zwischen meinem 8. und 25. Lebensjahr) arme Leute bestohlen, einem Menschen, der mir nichts Böses getan hatte,
mit der Steinschleuder von hinten nachgeschossen habe und im Alter von 16 Jahren
die Hausordnung in einem Kolpingheim nicht mehr hielt.

Außerdem frage ich mich,
warum (körperlich) erwachsene (auch Väter und Mütter) Menschen (jenseits der 30 Jahre) noch andere Menschen töten, verletzen, erpressen, bestehlen, (absichtlich) belügen,
Tiere quälen, die Natur im allgemeinen missachten und turbokapitalistisch-dumm ausbeuten.

Ich könnte mir das mit sehr viel Phantasie nur so erklären,
dass wir auch ein angeborenes Verbrecher-Gen haben.

Unter Pubertät* verstehe ich die körperliche, geistige und seelische Entwicklungsphase des Menschen.
W.Z.​

Und ich habe mich z.B. auch schon öfter gefragt:

Warum habe ich - noch vor der Pubertät - so gerne
auf Spatzen geschossen und irgendwann (abrupt) damit aufgehört?​

Die Frage ist nicht witzig gemeint
von
Reinhard70
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Zunächst eine Spielerei, die ich einfach nicht unterdrücken kann; meine Gene sind so:
Mor-
algen​

Bitte um Verzeihung!:engel1:

Ich denke, dieses Gen haben wir schon.

So sehe ich das auch.
Der Mensch hat eine angeborene Inklination und Determination zu sozialem Verhalten.
Das meinte Aristoteles, wenn er vom Menschen als Zoon politikon (ein in Gesellschaft lebenden Lebewesen) spricht.

(Im Darwintext: 1. Absatz)

Die Lehre vom homo homini lupo (der Mensch ist des Menschen Wolf) und der Kreg aller gegen alle - Thomas Hobbes (1588-1679) - konnte nur in einer Zeit enstehen, da es über Jahrhunderte hinweg nur Krieg, Bürgerkrieg, Verfolgung Andersdenkender, Aufkommen des Raubtierkapitalismus etc.

Darwin hat sich besonders ausführllich über das soziale Wesen des Menschen ausgelassen s. u.

Das "Böse" ist - und da stimme ich mit vielen überein - schlicht die Abwesenheit des Guten. Da habe ich zuletzt in den Gesprächen aus Schillers "Geisterseher" geselsen.

Es ist also ein Defekt. So sind demnach auch alle "bösen Taten" Anzeichen einer Dysfunktion.

=> Dys|funk|ti|on ágr.; lat.ñ die; -, -en: 1. gestörte Funktion, Funktionsstörung eines Organs (Med.). 2. für den Bestand eines Systems schädlicher Sachverhalt.

(c) Dudenverlag.


Die man durch die menschengerechte Gestaltung der Welt - und dazu gehören Regeln, Gesetze und Verbote - erreichen könnte.
Wenn wir nicht so menschlich, will sagen schwach wären.
(Im Darwintext: 2. Absatz)

Gruß Fritz

Aus Charles Darwin, Die Abstammung des Menschen

Der Mensch als soziales Tier


Das Urteil der ganzen Gemeinschaft wird durch eine gewisse unbestimmte Erfahrung von dem bestimmt werden, was auf die Länge der Zeit für alle Mitglieder das beste ist.

Dies Urteil wird aber nicht selten infolge von Ungewissheit oder von einem schwachen Vermögen des Nachdenkens irren. Daher sind die merkwürdigsten Gebräuche und Formen des Aberglaubens im vollen Gegensatz zur wahren Wohlfahrt und Glückseligkeit der Menschheit durch die ganze Welt so übermächtig geworden.

Wir sehen dies in dem Entsetzen, welches ein Hindu fühlt, der seine Kaste verlässt, und in unzähligen anderen Beispielen. Es dürfte schwer sein, zwischen den Gewissensbissen, die ein Hindu fühlt, der der Versuchung nachgegeben hat, unreine Nahrung zu genießen, und denjenigen zu unterscheiden, welche nach dem Begehen eines Diebstahls gefühlt werden; die ersteren dürften aber wahrscheinlich die härteren sein.
Auf welche Weise so viele absurde Gesetze des Benehmens, ebenso wie so viele absurde religiöse Glaubensansichten entstanden sind, wissen wir nicht, ebenso wenig, woher es kommt, daß sie in allen Teilen der Welt sich dem menschlichen Geist so tief eingeprägt haben. Es ist aber der Bemerkung wert, daß ein beständig während der früheren Lebensjahre eingeprägter Glaube und zwar so lange das Gehirn Eindrücken leicht zugänglich ist, fast die Natur eines Instinkts anzunehmen scheint; und das eigentliche Wesen eines Instinkts liegt ja darin, daß man ihm unabhängig vom Nachdenken folgt. Ebensowenig können wir sagen, warum gewisse bewundernswerte Tugenden, wie die Wahrheitsliebe, von einigen wilden Stämmen viel höher anerkannt werden als von anderen, und ferner warum ähnliche Verschiedenheiten selbst unter zivilisierten Nationen bestehen. Da wir wissen, wie stark viele fremdartige Gebräuche und Aberglauben fixiert worden sind, brauchen wir uns darüber nicht zu verwundern, daß die auf das Individuum Bezug habenden Tugenden uns jetzt in einem Grade natürlich erscheinen (da sie in der Tat auf Nachdenken beruhen), daß man sie für eingeboren halten möchte, trotzdem sie vom Menschen in seinem frühesten Zustand nicht geschätzt wurden.
Trotz vieler Zweifelsquellen kann der Mensch meistens, und zwar leicht, zwischen den höheren und niederen moralischen Regeln unterscheiden. Die höheren gründen sich auf die sozialen Instinkte und beziehen sich auf die Wohlfahrt anderer; sie beruhen auf der Billigung unserer Mitmenschen und auf Nachdenken. Die niederen Regeln, trotzdem manche von ihnen, wenn sie Selbstaufopferung mit im Gefolge haben, kaum den Namen niederer verdienen, beziehen sich hauptsächlich auf das eigene Selbst und verdanken ihren Ursprung der öffentlichen Meinung, sobald diese durch Erfahrung und Kultur gereift ist, denn sie werden von rohen Stämmen nicht befolgt.
Wenn der Mensch in der Kultur fortschreitet und kleinere Stämme zu größeren Gemeinschaften vereinigt werden, so wird das einfachste Nachdenken jedem Individuum sagen, daß es seine sozialen Instinkte und Sympathien auf alle Glieder der Nation auszudehnen hat, selbst wenn sie ihm persönlich unbekannt sind. Ist dieser Punkt einmal erreicht, so besteht dann nur noch eine künstliche Grenze, welche ihn abhält, seine Sympathie auf alle Menschen aller Nationen und Rassen auszudehnen. In der Tat, wenn gewisse Menschen durch große Verschiedenheiten im Äußeren oder in der Lebensweise von ihm getrennt sind, so dauert es, wie uns unglücklicherweise die Erfahrung lehrt, lange, ehe er sie als seine Mitgeschöpfe betrachtet. Sympathie über die Grenzen der Menschheit hinaus, d. h. Humanität gegen die niederen Tiere scheint eine der spätesten moralischen Erwerbungen zu sein. Wilde besitzen dieses Gefühl, wie es scheint, nicht, mit Ausnahme der Humanität gegen ihre Schoßtiere. Wie wenig die alten Römer dasselbe kannten, zeigt sich in ihren abstoßenden Gladiatorenkämpfen. Die bloße Idee der Humanität war, soviel ich beobachten konnte, den meisten Gauchos der Pampas neu.
Diese Tugend, eine der edelsten, welche dem Menschen eigen sind, scheint als natürliche Folge des Umstands zu entstehen, daß unsere Sympathien immer zarter und weiter ausgedehnt werden, bis sie endlich auf alle fühlenden Wesen sich erstrecken. Sobald diese Tugend von einigen wenigen Menschen geehrt und ausgeübt wird, verbreitet sie sich durch Unterricht und Beispiele auf die Jugend und wird auch eventuell in der öffentlichen Meinung eingebürgert. Die höchste mögliche Stufe in der moralischen Kultur, zu der wir gelangen können, ist die, wenn wir erkennen, daß wir unsere Gedanken kontrollieren sollen und »selbst in unsem innersten Gedanken nicht noch einmal die Sünden nachdenken dürfen, welche uns die Vergangenheit so angenehm machten«. Was nur immer irgendeine schlechte Handlung der Seele vertraut macht, macht auch ihre Ausführung um so vieles leichter. So hat Marc Aurel schon vor langer Zeit gesagt: »So wie deine gewöhnlichen Gedanken sind, wird auch der Charakter deiner Seele sein, denn die Seele ist von den Gedanken gefärbt.«
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Ist es nicht seltsam,
dass wir es genießen können,
allein sein zu dürfen,
uns aber Gesellschaft wünschen,
wenn wir alleingelassen werden?​

(frei zitiert von einer Bekannten, woher die das hat, weiss ich nicht)

Skrag
 
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Ist es nicht seltsam,
dass wir es genießen können,
allein sein zu dürfen,
uns aber Gesellschaft wünschen,
wenn wir alleingelassen werden?

:blume1:
(frei zitiert von einer Bekannten, woher die das hat, weiss ich nicht)

Skrag

Allein ist besser als mit Schlechten im Verein,
Mit Guten im Verein ist besser als allein.
- Friedrich Rückert, Ausgewählte Werke


http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Rückert
 
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