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Sprüche, Weisheiten, Zitate

AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Nichts gegen den Blick von Julio...!
Aber meinem Blick halten höchstens 2 oder 3 auf seiner Liste stand ...
Aber über Geschmack kläßt sich ja bekanntlich trefflich streiten ...
Und ein kluger Historiker hat bestimmt schon ermittelt, dass wegen Geschmacks-Fragen schon Kriege geführt worden sind: " ...wetten, daß....?" (auch ohne den Gott-Schalk...:clown2:)
Gruß, moebius
"Geschmack hin oder hier, moebius trinkt... :bier:"

So weit ist (fast) ALLES klar! :blume1:

Aber maßvoll sein heißt ja nicht unbedingt
(a) Maß halten. Und wenn schon, dann
erst (fiel ???) später. :sekt: - oder so was.
 
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AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Moebius schlägt vor, sehr genau zu differenzieren - zwischen folgenden Aussagen:
1. Das Maß ist voll (Politik, Banken, Wirtschaft, Kirchen usw.)
2. Die Maß ist voll (Münchener Oktoberfest - oder auch anderswo...)
3. Maßvoll sein
4. Maß halten
5. Maß(krüge) halten :bier:
6. Lieber die Maß Bier voll, als das Wein:weinen3:-Glas leer ...:clown2:

Aus sprachphilosophischer Perspektive lassen sich bestimmt noch weitere maß-volle Varianten finden, stimmt's?
Von der fundamental-ontologischen Frage, wann denn das Faß endlich überläuft, gar nicht zu reden ...:haare:
Gruß, moebius
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Meistens gelangen die Menschen nur durch die Folgen der Unordnung zu Einführung der Ordnung; und Gesetzlosigkeit führt gewöhnlich erst zu Gesetzen.
Friedrich Schiller

König wird man nur durch Gewalt und Glück und eine schlagfähige Miliz.
Ebenderselbe​
(Von mir leicht gekürzt FR)​
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Da, wo nichts mehr ist, nichts geschieht, wo ich keine Gedanken mehr über Gott habe, keine Bilder mehr von Gott habe, da bin ich dem, was ich Gott nenne, am nächsten.
Eckhart von Hohenheim, auch Meister Eckart genannt.​
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Meistens gelangen die Menschen nur durch die Folgen der Unordnung zu Einführung der Ordnung; und Gesetzlosigkeit führt gewöhnlich erst zu Gesetzen.
Friedrich Schiller

König wird man nur durch Gewalt und Glück und eine schlagfähige Miliz.
Ebenderselbe​
(Von mir leicht gekürzt FR)​
Beim ersten stimme ich zu.

Zum zweiten Zitat möchte ich bemerken: ist Gott sei Dank nicht mehr aktuell. Es ist zwar nach meinem Empfinden noch immer so, dass mehr Menschen leiden als gut leben, das Verhältnis hat sich aber gegenüber den (Macht)-Monarchien von 5:95 auf 20:80 verschoben (laut internationalen Konzernen und Attack besitzen derzeit 20% der Weltbevölkerung 80% des Weltvermögens und die restlichen 80% der Weltbevölkerung 20%; in Österreich verhält es sich so, dass 1% ein Drittel des Volksvermögens besitzt, weitere 9 % das zweite Drittel und die restlichen 90 % der Menschen das dritte Drittel).

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Eine Erfahrung von mir:

Es müssen nicht alle Krankheiten und menschlichen Schwächen chronisch sein,
nur weil es ein paar Sadisten so wollen.
W.Z.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Zum zweiten Zitat möchte ich bemerken: ist Gott sei Dank nicht mehr aktuell.

Das ist richtig. Aber die Tatsache, dass sich in einigen Ländern so etwas wie Demokratie ausgebreitet hat, sollte uns den Blick auf all die anderen Länder nicht trüben.

Schiller schreibt da über die frühe Organisation der Menschen. Der Text ist eine Vorlesung über:
Etwas über die erste Menschengesellschaft nach dem Leitfaden der mosaischen Urkunden (Pentateuch).

Dazu gehört auch noch der Text der Vorlesung: Die Sendung Moses.

Es ist zum einen erschütternd, auf welch wackligen Beinen - er nimmt die Märchen ernst und als historische Berichte - Schillers Ausführungen zu Moses und seinem Gesetz stehen, aber zum anderen höchst erstaunlich, ja bewundernswert, was er daraus macht.

Gruß Fritz
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Es ist zum einen erschütternd, auf welch wackligen Beinen - er nimmt die Märchen ernst und als historische Berichte - Schillers Ausführungen zu Moses und seinem Gesetz stehen, aber zum anderen höchst erstaunlich, ja bewundernswert, was er daraus macht.
Was den Sinn für Echtheit betrifft bin ich im direkten Vergleich zwischen Goethe und Schiller für Goethe.

Man soll aber - ich habe anderweitig schon zu überzeugen versucht - nicht vergessen, dass Menschen - damals wie heute - sehr wohl eine Neigung hatten, etwas zu glauben (bestimmte Sachen eben glauben wollten und andere eben nicht). Ich glaube sehr fest daran, dass auch der zeitgenössische Mensch sehr gerne daran glaubt, dass er die Chance auf ein Paradies (das meist der eigenen Kindheit ähnelt) hat, wenn er denn ein anständiges Leben führt. Diese Begriffe, wie anständig und moralisch etc. werden aber meist nur von den Religionen und Moralphilosophen definiert. Hätte wir ein "Moralgen", das uns ein friedliches Miteinander mit 50 Milliarden Mitmenschen gewährleistet, wir bräuchten weder eine Religion, noch Moralphilosophen oder politische Gesetze.

Dieses Gen haben wir aber nicht.​

Liebe Grüße

Zeili
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Was ihm wirklich helfe, sei das Bewusstsein, nun
auch mal müde sein zu dürfen,
nicht immer überall dabei sein zu müssen.
- nach Christoph Schlingensief
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In der Südddeutsschen Zeitung
- Unter der Überschrift
Nachtkritik: "Beckmann" 21.04.2009, 8:28

Und sie kennen sich seit tausend Jahren

"Was willst Du eigentlich?"

Von Ruth Schneeberger

Christoph Schlingensief ist wieder ganz bei Gott - und
Elke Heidenreich versteht ihn. Bei Beckmann geht es
diesmal um Sein oder Nichtsein.
 
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Was den Sinn für Echtheit betrifft bin ich im direkten Vergleich zwischen Goethe und Schiller für Goethe.

Man soll aber - ich habe anderweitig schon zu überzeugen versucht - nicht vergessen, dass Menschen - damals wie heute - sehr wohl eine Neigung hatten, etwas zu glauben (bestimmte Sachen eben glauben wollten und andere eben nicht). Ich glaube sehr fest daran, dass auch der zeitgenössische Mensch sehr gerne daran glaubt, dass er die Chance auf ein Paradies (das meist der eigenen Kindheit ähnelt) hat, wenn er denn ein anständiges Leben führt. Diese Begriffe, wie anständig und moralisch etc. werden aber meist nur von den Religionen und Moralphilosophen definiert. Hätte wir ein "Moralgen", das uns ein friedliches Miteinander mit 50 Milliarden Mitmenschen gewährleistet, wir bräuchten weder eine Religion, noch Moralphilosophen oder politische Gesetze.

Dieses Gen haben wir aber nicht.​

Liebe Grüße

Zeili

Ich denke, dieses Gen haben wir schon.

Das Kind kommt auf die Welt und ist seinen Mitmenschen wohlgesonnen. Es erwartet Liebe und Wohlwollen von ALLEN, muss aber lernen, sich in einer Welt zurecht zu finden, die eben nicht so ist.

Religion, Moralphilosophen und politische Gesetze lenken die angeborene Moral in geregelte Bahnen, eine Gesellschaftsmoral, die dann nicht jedem nutzen soll, sondern den einen auf Kosten der anderen. DAS müssen wir lernen, dazu werden wir per "höheren Werten" auf Biegen und Brechen konditioniert. Wir lernen die ungleichgewichtige "Moral" der menschlichen Gesellschaft, entgegen unserem angeborenen Moralgen.
 
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