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Pro und contra Sarrazin

Ich bin …

  • Pro

  • Contra

  • Neutral

  • Ich kenn ihn nivht


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
Wo ist das Problem wenn mehrere Menschen einen Bereich sehen, der ihrer Meinung nach geändert gehört?
Ok, dann lass die AFD und Sarrazin rechts liegen - wie lösen die anderen Parteien diese Probleme? Was sind deren Vorschläge?
Sarrazin ist sicherlich nicht das rechte Genie, dass zum Aufstieg der AFD geführt hat. Das müssen sich all die anderen Parteien und Politiker umhängen, die über Jahrzehnte immer nur vorgegeben haben alle Bürger zu vertreten. Während sie real nur ihrem eigenen Klientel gedient haben. Alles andere hat nicht sein dürfen. jetzt betrifft es immer mehr Menschen und genau deshalb stiegt auch die zahl der Wähler weiter an. Und immer noch nicht genug um wirklich mal ein umdenken bei den anderen Parteien hervorzurufen. Das ist schon selbstzerstörerisch und masochistisch. Aber im jammern sind dann alle anderen Parteien ganz groß. All das jammern ist nur Ausdruck ihrer eigenen Fehler und Versäumnisse
So, jetzt habe ich wieder etwas Zeit. Weiter geht´s.
Also: In parlamentarischen Demokratien wie unsere ist es so ausgemacht, dass mehrere Menschen lediglich ihre Vertreter ins Parlament wählen können und dort ihre Interessen vertreten lassen. Je mehr diese "Mehreren" sie sind, umso mehr werden ihre Interessen durchgesetzt. Das war jetzt überflüssig, weil du das auch weißt.
Wir haben jedoch das Problem, dass Sarrazin und die AfD nicht nur rechts, sondern rechts außen liegen und wir haben eine Verfassung, die nach einem von unserem Land ausgehenden fürchterlichen Krieg verfasst wurde und diese Verfassung soll verhindern, dass die damalige menschenverachtende Ideologie in unserem Land wieder Fuß fasst. Sowohl die AfD als auch Sarrazin wissen das und sie bewegen sich haarscharf an dieser Grenze.
Dein Problem ist wiederum, dass du nicht verstehen willst, dass die anderen Parteien sich allesamt auf dem Boden der Verfassung bewegen und mit der menschenverachtenden Ideologie Sarrazins und der AfD nichts zu tun haben wollen. Das ist der Grund, warum die Vorschläge der anderen Parteien dir, Sarrazin und der AfD nicht passen. Es ist nun mal so, dass in Artikel 1 unserer Verfassung steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und dementsprechend darf man nicht mit den Migranten so umgehen, wie es Sarrazin und die AfD gern hätten.
Natürlich hat nicht Sarrazin zum Aufstieg der AfD geführt, das waren die Nichtwähler, - das habe ich schon geschrieben - denn sie hatten bis dahin nicht gewählt, weil es keine Partei gab, die ihre menschenverachtendes Weltbild vertreten hat. Sarrazin und die Eurokrise haben den Anstoß für die Gründung der AfD gegeben und später kamen die Flüchtlinge, weil Erdogan die Schleusen geöffnet hat und Griechenland und Bulgarien dem nichts entgegenzusetzen hatten. Das hat der AfD zum Aufstieg verholfen.
Wenn du also bemängelst, dass die anderen Parteien nicht die Interessen aller Bürger vertreten, dann interpretierst du sowohl den Begriff Bürger, als auch die parlamentarische Demokratie falsch. Der Begriff Bürger umfasst nämlich alle im Land lebenden Menschen und in einer parlamentarischen Demokratie vertreten die Parteien vorrangig die Interessen ihrer Wähler, ohne die Verfassung aus den Augen zu lassen. Wenn du also deine Interessen von keiner demokratischen Partei vertreten siehst, dann kannst du nur für dich sprechen und für alle, die auch so denken wie du, auf keinen Fall jedoch für die Mehrheit, sonst würde diese Mehrheit längst regieren.
Wir werden seit vielen Jahrzehnten nur von Koalitionen regiert, was soviel bedeutet, dass die Interessen von unterschiedlichen Wählergruppen berücksichtigt werden. In keiner diese Regierungen war jedoch eine rechtsextreme Partei wie die AfD beteiligt, deshalb wurden die Interessen der Rechtsradikalen und Rechtsextremisten nicht berücksichtigt, bis auf das, was die Opposition bewirken kann.
Ein Umdenken bei anderen Parteien sehe ich übrigens seit gut einem halben Jahr und das beunruhigt mich sehr, denn einerseits spricht eine Regierungspartei von einer Brandmauer, andererseits lässt sie jedoch Brandstifter walten, wenn es um die Wahl einer Richterin für das Bundesverfassungsgericht geht oder um die Sozialpolitik oder aber und ganz besonders um die Migrationspolitik.
Deine Interessen fangen also an berücksichtigt zu werden.
 
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Das Problem liegt in der offen oder verdeckt beworbenen menschenverachtenden 'Lösung'.
Und ja, nicht jedes Problem lässt sich menschenachtend lösen. Dann gebietet es sich damit zu leben.
Um ehrlich zu sein, ich habe mir sein erstes Buch gekauft - aber nie gelesen:) Ich weiß also nicht genau was im Buch steht.
Leider kann man sich Sarrazin in Diskussionen auch nicht lange anhören weil er einfach rhetorisch unterirdisch ist. Aber einige seiner Punkte treffen die Wahrnehmung einiger Bürger schon recht genau. Da kann man nicht sagen, er hat nirgendwo einen Punkt.

Ja genau darum geht es ja.
Man muss eine Lösung finden, damit zu leben wird keine Options ein weil man so ja nur den Platz offen lässt für Parteien die vorgeben eine Lösung zu haben.
Ich kritisiere, dass andere Parteien keine Lösung finden wollen und man es quasi hinnehmen soll. Es gibt Lösungen, auch abseits der AFD Lösungsansätze. Wenn man der AFD vorwirft, sie können es nicht, muss man es ja nur selbst machen. Dann achtet man eben darauf, dass es menschenachtend wird.
Aber ich denke auch, man wird viele Probleme nicht lösen können und eine weiße Weste behalten können - dafür ist es zu spät und man hat zu lange nichts getan.
 
Die Begriffe "rechts", "rechtsradikal" und "rechtsextrem" werden deshalb inflationär verwendet, weil die Gefahr von rechts immer größer wird. In diesem Jahr werden mehrere Wahlen auf Landesebene stattfinden und es besteht die Gefahr, dass der rechte Rand sogar die absolute Mehrheit gewinnen wird.
Es scheint dir auch nicht bewusst zu sein, wie weit der Begriff Rassismus gefasst wird in unserer Kultur. Du solltest dich ein wenig einlesen:
Ja und? Dann gewinnen sie eben - das nennt sich Demokratie.
Das ist dann halt der Unterschied zu "deiner/unserer" Demokratie, wo man das nicht verstehen möchte weil es eben gerade nicht ins Bild passt.
Jeder Partei steht es offen dagegen vorzugehen - aber da beschränkt man sich ja darauf die anderen zu diffamieren (teilweise machen die das sogar selbst und es trifft ja auch hin und wieder zu) und trotzdem hat die Partei so einen Erfolg. Das muss einem doch zu denken geben.
Ok, sagen wir, die größte Gefahr geht von rechts aus - und was wird dagegen unternommen?
Danke für die Erklärung, die habe ich wirklich gebraucht, ist ja nicht so als hätte ich das nicht schon längst gelernt und beruflich habe ich damit ja auch kaum zu tun.
Ich bin aber Anhängerin von Robert Miles. Da würde es sich für dich wohl eher anbieten mal sein Buch "Rassismus: Einführung in die Geschichte und Theorie eines Begriffs" zu lesen. Sollte jeder gemacht haben bevor man von "Rassismus" spricht.
Nicht die Zustände waren vorhanden, sondern die Nichtwähler, die deshalb Nichtwähler waren, weil sie mit unserer FDGO und unserer Verfassung nicht klarkamen. Viele von ihnen waren diktatursozialisiert, sie haben ihr Leben nur unter sich gelebt und sie waren überfordert mit der Vielfalt, die bei uns schon seit vielen Jahrzehnten herrschte. In diesem Pool der Nichtwähler hat dann die AfD erfolgreich gefischt.
Die Parteien haben also keinen Raum für solche Parteien wie die AfD offengelassen, sondern sie haben sich ihrem demokratischen Auftrag entsprechend ans unserer FDGO und Verfassung gehalten. Das lässt zwangsläufig Freiräume für antidemokratische Parteien.
Unsere Demokratie ist dennoch nicht wehrlos solchen Parteien gegenüber ausgeliefert, dafür sorgt allein schon die Zivilgesellschaft, aber dann ergibt sich die Situation, dass welche klagen, dass man nichts mehr sagen darf, ohne rechts, rechtsradikal oder rechtsextrem eingestuft zu werden. Darauf kann ich nur antworten: Mir ist das noch nie passiert - warum wohl?
Nichtwähler sind Nichtwähler weil sie sich nicht vertreten fühlen von der Politik. Es steht jeder Partei frei, diese Personen für sich zu gewinnen.
Wie schon gesagt, jeder Partei kann Probleme lösen, sie tun es aber nicht und wissen auch teilweise nicht wie sie es zu Stande bringen könnten. Daran ist nicht die AFD schuld und Sarrazin schon gar nicht (obwohl man schon sagen kann, er ist daran beteiligt gewesen, war ja SPD Politiker und hat da auch dazu beigetragen wie alle anderen Politiker).
Weil du immer der erste bst der alle anderen ins rechte Eck stellt. Du liest dir ja anscheinend nicht mal alles genau durch. Du stempelst jemanden sofort ab und dann kann man Argumente bringen, wie man will. Du siehst überall nur noch Rechtsextreme herumlaufen.

Du gehst hier gar nicht auf meinen Text ein. Warum eigentlich? Ich gehe trotzdem auf deinen ein.
Die Erfahrungen der Menschen unterscheiden sich gravierend zwischen denen im Osten und im Westen unseres Landes, weil man im Osten in einer Diktatur gelebt hat, während der Westen des Landes eine der besten Demokratien der Welt aufgebaut hat. Für die meisten Bürger im Osten war das ein Kulturschock. Sie mussten sich plötzlich in einer bunten Gesellschaft zurechtfinden, deren Freiheiten sie überforderten und gleichzeitig mussten sie lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen in Lebensbereichen, für die bis dahin der Staat zuständig war - Stichwort Arbeitslosigkeit. Sie durften auch plötzlich zwischen mehreren Parteien wählen, während sie bis dahin von nur einer Partei regiert wurden, also sind sie gar nicht erst wählen gegangen.
Wie ich schon geschrieben habe, die AfD hat aus dem Potential der Nichtwähler geschöpft und diese hatten auf eine solche Partei gewartet. Forciert wurde das auch durch die damalige Schulden- und Eurokrise, denn das hat dem Nationalismus neue Nahrung gegeben. Im Osten hatte dieser Nationalismus gar nicht erst neu entstehen müssen, denn er war immer vorhanden, weil sie nur unter sich gelebt haben. Im Westen hatte man bereits die Welt aus der Nähe kennengelernt und herausgefunden, dass auch dort Menschen wie du und ich leben, die im Großen und Ganzen ähnliche Probleme mit ihrem Leben haben wie wir.
Welche Partei also, wenn nicht eine Neue hätte den Menschen im Osten einreden können, dass sie ihre Meinung ernstnimmt, ohne zu lügen? Das können nur populistische Parteien am besten, denn sie reden den Menschen nach dem Mund, denn sie wissen, dass sie das nicht zu beweisen brauchen, weil sie nicht mitregieren dürfen. Und so ist die AfD stark geworden, indem sie die Sehnsüchte der Menschen nach der ihnen vertrauten Diktatur befriedigt hat. Ob die Diktatur eine von rechts oder von links sein wird, das war dann für sie nebensächlich.
Weil es teilweise völliger Blödsinn ist, teilweise dein Menschenbild einfach nur grauenhaft ist und du dich moralisch so überlegen fühlst, dass du alle anderen nur für zu dumm hältst, so wie du irgendwann mal die Erleuchtung zu haben.

Und du findet mit Ostdeutschen und der ganzen Abwicklung nach dem Zusammenschluss ist alles einwandfrei abgelaufen?
Ich muss doch verstehen können wieso man sich so verhält. Verstehen heißt ja nicht, man findet es gut.
Jede Partei hätte die Menschen abholen können aber deren Problem war und ist immer noch genau dasselbe wie du hast - für dich sind diese Menschen alle zu dumm. Zu dumm dich zu verstehen, zu dumm endlich mal die wahren Verhältnisse zus ehen uns sich demenstprechend zu verhalten.
Genau das ist der Punkt den ich angesprochen habe. Man kann den Menschen nicht etwas einreden wenn sie tagtäglich etwas anderes sehen und selbst erfahren.
 
Ein Vorrechner mit Berufserfahrung? :morgen:

DEUTSCHLAND: Abrechnung von Thilo Sarrazin "Berlin ist die Hauptstadt des Bürgergeldes!" (c) 19.12.2025

Thilo Sarrazin (* 12. Februar 1945 in Gera) ist ein deutscher Volkswirt, Autor und Politiker (parteilos, zuvor SPD). Von 1975 bis 2010 war er im öffentlichen Dienst tätig und von 2000 bis 2001 in leitender Position bei der Deutschen Bahn AG. Von 2002 bis April 2009 war Sarrazin für die SPD Finanzsenator im Berliner Senat und anschließend bis Ende September 2010 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank.
Sarrazins kontroverse Thesen zur Finanz-, Sozial-, Migrations- und Bevölkerungspolitik stießen bereits verschiedene gesellschaftliche Diskussionen an. Nachdem Sarrazin mit Ratschlägen an Hartz-IV-Empfänger überregional bekannt geworden war und mit Deutschland schafft sich ab 2010 einen umstrittenen Bestseller geschrieben hatte, schied er aus dem Bundesbankvorstand aus.
Sarrazin war in den Jahren 1973 bis 2020 Mitglied der SPD. Am 31. Juli 2020 hat die Bundesschiedskommission der SPD Sarrazin im Zuge eines dritten Parteiordnungsverfahrens wirksam aus der Partei ausgeschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dir scheint das Vortäuschen von Lösungen wichtiger zu sein, als die Seriosität der Lösungen. Demokratische Parteien wollen mitregieren und sie können sich es nicht leisten, unseriöse Lösungen dem Wähler zu verkaufen, weil es ihnen das so ergeht, wie der FDP bei der letzten Wahl. Sie hat ihre meisten Wähler an der AfD verloren, weil sie dort das Original gefunden haben, denn sowohl die FDP als auch die AfD eine libertäre Politik sich auf die Fahne geschrieben haben.
Die demokratischen Parteien müssen sich an den Gegebenheiten der Zeit halten und die Situation weltweit ist aktuell sehr komplex und vor allem gefährlich. Würde man nach den Präferenzen der AfD vorgehen, dann wären Putin und Trump als erste applaudieren, denn das würde bedeuten, dass man die Ukraine im Stich lässt, alle Sanktionen gegen Russland und gegen Putins Oligarchen werden fallengelassen und Putin hat sein Ziel erreicht und das nächste Ziel vorbereiten. Die AfD wurde schließlich mit Putins Hilfe starkgemacht so wie alle anderen ähnlich gelagerten Parteien in der EU. Die AfD ist Putin schließlich dafür dankbar, dass er ihr das Hauptthema geliefert hat, das sie so stark gemacht hat, nämlich die Flüchtlinge. Er hat den Diktator Assad so lange unterstütz und das Land zerbombt, bis Millionen Syrer geflüchtet sind und natürlich Europa aufgesucht haben, weil die EU die größte Sicherheit bietet, indem sie sich an der Flüchtlingskonvention und dem Gebot der Humanität hält.
Trump wiederum hätte das erreicht, was er in seinem Land noch gar nicht so richtig angefangen hat, nämlich den Faschismus im größten Land der EU zu etablieren. Der Rest der EU ist dann ein Kinderspiel für Trump, sobald er mit den USA fertig ist.
Das sind die Lösungen, die die AfD zu bieten hat, aber sich nicht traut, sie offen auszusprechen.
Ich bin auch nicht einverstanden mit den Lösungen, die Merz und Dobrindt zu bieten haben, aber ich bin meilenweit davon entfernt, deshalb die AfD zu wählen, weil unter uns gesagt für mich die Sehnsucht des Otto-Normalbürgers nach dem Faschismus als eine psychische Störung eingestuft wird. Der Faschismus bringt nur denen Vorteile, die in einer funktionierenden Demokratie ihre Macht nicht ausleben können. Schau mal, was Trump gerade in den USA anrichtet und zähl mal diejenigen, die davon profitieren. Du kannst sie leicht zählen, denn sie sind gar nicht so viele. Man nennt sie für gewöhnlich auch Oligarchen. Wenn du nicht zu denen zählst, dann weißt du jetzt, wie ich darüber denke.
Pure Fantasie was du da schreibst, schön zu lesen wenn du es nicht ernst meinen würdest.
Ich probiere da mal auf einige Punkte einzugehen, die man einfach nicht so stehen lassen kann.

Problemlösung: Die ideale Lösung wird man nicht finden bzw. wird sie sich nicht umsetzen lassen. Es braucht aber trotzdem Lösungen. man kann nicht immer abwarten und hoffen irgendwann kommt eine Lösung zugeflogen, die dann zu 100% passt. Flüchtlinge gibts nicht erst seit 2015, die gibts schon spätestens seit dem Jugoslawienkrieg, dazu gibts noch die Gastarbeiter und die folgenden Generationen. Man hat es einfach nur laufen lassen und nichts aktiv beigetragen zur Entwicklung. Wird schon irgendwie gehen. Kann man machen, sage ich auch immer. Nur irgendwann muss die Analyse kommen dieses Verhaltens und genau dann muss ich es korrigieren. Das hat man nicht gemacht und deshalb türmen sich jetzt die Probleme. Und anscheinend kann da keiner eine Lösung anbieten oder will es nicht. Die AFD gibt vor eine Lösung gefunden zu haben und soll es wohl einfach mal probieren. Da sind die anderen Parteien selbst schuld, da habe ich kein Mitleid mehr.

Was du bei Putin/Trump und den Flüchtlingen ansprichst ist abenteuerlich. Du reimst dir da was zusammen, was es so nicht gibt. Afghanistan, Irak, IS, Lage in der Region klammerst du ja vollkommen aus - aber Putin soll schuld sein weil er damit ja die AFD groß machen wollte.
Da tu ich mir echt schwer darauf zu reagieren. Wenn du da fragen hast, nur her damit, ist mein Spezialgebiet. Aber habe da wenig Lust eine ganze Vorlesung abzuhalten weil du es ja eh nicht genau wissen willst. Aber ich kann dir echt nur raten, setzt dich mal auf eine Uni und hör dir ein paar Vorlesungen zu dem Thema an. Bildet ungemein. Und da wirst du dann wohl auch keinen vorwerfen er ist rechtsradikal wenn er dir ein paar Fakten nennt.

Ich sehe da bei dir nicht viel Unterschied zu rechten Verschwörungstheorien, du reimst dir da was zusammen und glaubst es gibt da dunkle Mächte, die im Hintergrund die Fäden ziehen. So einen Deep State gibt es nicht. Wenn du mal mit Politikern persönlich sprichst dann wirst du sehen, keiner von denen ist das Genie, dass dies bewerkstelligen könnte.

Bei Trump gebe ich dir recht - ich habe aber eine Erklärung dafür wieso er es macht: Es gibt Probleme, die kannst du auf unsere demokratische weise nicht (ausreichend) ändern. Dazu müsste man viel schneller Entscheidungen treffen und um etwas ändern zu können, wird man auch mal radikal etwas ändern müssen. Da kann ich verstehen wenn einem das zu langsam geht. Da kannst du mir jetzt gerne vorwerfen das wäre antidemokratisch, sehe das aber der Politik geschuldet weil e da keine echte Zusammenarbeit mehr gibt. Man arbeitet nicht mehr zusammen an Lösungen. Ich kann verstehen, dass es da Menschen gibt, denen das zu langsam geht. Würde mir da auch wünschen, es würde zusammen gehen in einem demokratischeren Rahmen. Aber um ehrlich zu sein, denke ich dafür ist der Zug angefahren. Erst recht weil ich sehr pessimistisch bin was die Politik selbst betrifft. Da wird sich an der Art und weise, wie Politik gehandhabt wird, nicht viel ändern. Darüber könnte man sich Sorgen machen.
 
Dein Problem ist wiederum, dass du nicht verstehen willst, dass die anderen Parteien sich allesamt auf dem Boden der Verfassung bewegen und mit der menschenverachtenden Ideologie Sarrazins und der AfD nichts zu tun haben wollen. Das ist der Grund, warum die Vorschläge der anderen Parteien dir, Sarrazin und der AfD nicht passen.

Es ist nun mal so, dass in Artikel 1 unserer Verfassung steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und dementsprechend darf man nicht mit den Migranten so umgehen, wie es Sarrazin und die AfD gern hätten.

Natürlich hat nicht Sarrazin zum Aufstieg der AfD geführt, das waren die Nichtwähler, - das habe ich schon geschrieben - denn sie hatten bis dahin nicht gewählt, weil es keine Partei gab, die ihre menschenverachtendes Weltbild vertreten hat.
Du größte Wählergruppe sind immer noch die Nichtwähler. Ist nicht so, dass die alle jetzt AFD wählen.
Außerdem gibt es auch Wählerstromanalysen, die sehr deutlich zeigen woher die Wähler kommen. Also gab es durchaus auch in ALLEN anderen Parteien Wähler, die mit der AFD Richtung sympathisiert haben. Also hast du auch bei SPD, Grünen oder Linken einige, wie du sie beschrieben würdest menschenverachtende Rechtsextreme.
Sarrazin und die Eurokrise haben den Anstoß für die Gründung der AfD gegeben und später kamen die Flüchtlinge, weil Erdogan die Schleusen geöffnet hat und Griechenland und Bulgarien dem nichts entgegenzusetzen hatten. Das hat der AfD zum Aufstieg verholfen.
Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Merkel und Dublin II + III?
Wieso hast du dich davor nicht schon über die menschenverachtenden Gesetze in Dublin II aufgeregt?
Da waren sie plötzlich noch ok, aber wenn man jetzt fordert wieder diese Gesetze konsequent durchzuführen, soll das nicht mehr gehen?
Wenn du also bemängelst, dass die anderen Parteien nicht die Interessen aller Bürger vertreten, dann interpretierst du sowohl den Begriff Bürger, als auch die parlamentarische Demokratie falsch. Der Begriff Bürger umfasst nämlich alle im Land lebenden Menschen und in einer parlamentarischen Demokratie vertreten die Parteien vorrangig die Interessen ihrer Wähler, ohne die Verfassung aus den Augen zu lassen. Wenn du also deine Interessen von keiner demokratischen Partei vertreten siehst, dann kannst du nur für dich sprechen und für alle, die auch so denken wie du, auf keinen Fall jedoch für die Mehrheit, sonst würde diese Mehrheit längst regieren.
Nach den Wahlen stellen sich die Politiker hin uns sprechen immer davon, dass sie Kanzler für alle Bürger sein wollen. Keiner von denen stellt sich hin und sagt, jetzt verhelfe ich meiner Klientel zu Vorteilen und schade allen anderen.
Wenn also 30% rechte Parteien wählen, gibt es 30% der Wählberechtigten, die diese Richtung für wichtig erachten und die Lösungsansätze begrüßen. Schließen sich jetzt eine Konservative und eine sozialdemokratische Partei zusammen - und haben damit die Mehrheit - ist dies durchaus demokratisch. Es ist aber dumm von diesen Parteien und Politiker die Anliegen der 30% Wähler nicht zu berücksichtigen. Das heißt nicht, dass ich die Lösungsansätze dieser Partei übernehmen muss - es heißt, dass man eigenständig eine Lösung ausarbeiten muss. Und diese Lösungen würde es geben, aber aus welchen Gründen auch immer, man tut es nicht. Würde man es tun, würde man auch wieder Wähler zurückholen. Da kann man also gerne darauf achten, dass alles demokratisch und menschenachtend abläuft.
Wir werden seit vielen Jahrzehnten nur von Koalitionen regiert, was soviel bedeutet, dass die Interessen von unterschiedlichen Wählergruppen berücksichtigt werden. In keiner diese Regierungen war jedoch eine rechtsextreme Partei wie die AfD beteiligt, deshalb wurden die Interessen der Rechtsradikalen und Rechtsextremisten nicht berücksichtigt, bis auf das, was die Opposition bewirken kann.
Also ist jeder Wähler der AFD für dich ein rechtsradikaler?
Dann löse doch die Probleme auf deine Weise. Dagegen habe ich nichts aber löse die Probleme endlich. Dann hat es sich auch schnell wieder mit den rechten Parteien. Dann fällt nämlich der Grund weg, wieso man sie wählen sollte.
spricht eine Regierungspartei von einer Brandmauer
Und das ist für dich dann demokratisch?
Rhetorische Frage, ich kenne ja deine Antwort schon, was halt leider genug aussagt:)
 
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Der Schutz der Demokratie selbst muss nicht demokratisch sein - lediglich demokratisch gewollt werden.
Die Staatsgewalt und ihre Organe selbst müssen nicht demokratisch aufgebaut sein, Beispiel Bundesheer/Bundeswehr oder Polizei.
Auch steht das Gewaltmonopol des Staates nicht im Widerspruch zur Demokratie.
 
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