Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 1. Johannes 1,8
Aus
https://leselounge.beroea.ch/tagesandacht/#2026-05-04
Der Wahrheit ins Auge sehen
Manche Leute vertreten die Ansicht, der Mensch habe einen guten Kern. Sie meinen, ein schlechtes Umfeld sei schuld, wenn jemand etwas Verkehrtes tut. Damit wollen sie sich selbst rechtfertigen. Sie versuchen, das eigene Fehlverhalten zu entschuldigen oder gar auf andere abzuwälzen. Doch das ist ein Selbstbetrug.
Anstatt sich von falschen Vorstellungen täuschen zu lassen, wollen wir lieber der Wahrheit ins Auge sehen. Wir finden sie klipp und klar in der Bibel. Was Gott über uns sagt, ist alles andere als schmeichelhaft.
«Der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen gross war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag» (1. Mose 6,5).
«Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verdorben ist es; wer mag es kennen? Ich, der Herr, erforsche das Herz» (Jeremia 17,9.10).
Wer sich diesem Urteil stellt und seine Schuld vor dem Schöpfer bekennt, darf mit Gnade rechnen. Gott vergibt ihm die Sünden und schenkt ihm ewiges Leben. Die gerechte Grundlage dafür ist der Tod des Erlösers am Kreuz.
Der Glaubende wird ein neuer Mensch und steht nun in einer vollkommenen Stellung vor Gott. Zugleich bleibt wahr, dass die alte, sündige Natur noch in ihm steckt. Er muss auf ihre Wünsche aber nicht mehr eingehen. Der Heilige Geist gibt ihm die Kraft, zu sündigen Versuchungen Nein zu sagen.
