• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Mitgefühl, Verständnis, Trost...

AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

kurzwahlprogramm:

... mitGefühl kommt das Verständnis - wie tröstlich ...

:waesche1:
 
Werbung:
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Kommt darauf an, worauf das Mitleiden im Falle Svensgars bezogen wird a) ein Mitleiden mit dem Leid des Leid haben wollenden = nicht hilfreich oder b) ein Mitleiden im Sinne von auch Leid haben wollend, weil antriebsfördernd = hilfreich

Bei b.) wird dann aber nicht die Leidenslast des Leidenden geteilt, sondern der Leidende löst durch sein Vorbild beim Hilfbereiten deren eigenes Leid aus.
Das empfundene Leid verdoppelt sich! Ob die beiden dann noch gut füreinander sind? Und was für eine Atmosphäre wird durch zu viel Leid auf engem Raum erzeugt?


Die instanz, die im jeweils betreffenden Fall zuständig ist.

Und welche ist das für Svensgar? Gibt es möglicherweise sogar einen Vertreter dieser Instanz hier im Forum?

:blume2:
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

... spielen die eigentlich eine Rolle in der Philosophie?

Oder geben sich Philosophen mit sowas Trivialem gar nicht ab?

Manchmal denk ich, denen geht nichts über ein sinn- und trostloses Dasein! :lachen:
Hallo EarlyBird und Mitdiskutanten !

Bin zwar nur ein Hobby-Philosoph, muss aber endlich einmal zu diesem Thema Stellung nehmen.

Mitgefühl, Verständnis und Trost halte ich für moralisch-emotionale Werte. Es gibt allerdings mMn auch (menschliche) Entwicklungsphasen, in denen man gar nicht getröstet werden will (bzw. es für eine Schwäche hält und nicht zugeben will, dass man Trost braucht). Die Schlüsselfrage des- oder derjenigen, der/die mitfühlen, verstehen bzw. trösten will, sollte mMn sein:

Kann ich Dir (Ihnen) helfen ?​
Selten wird das wer bejahen, der/die mit seinem/ihrem Mangel oder Problem selbst fertig zu werden glaubt.

LG Zeili und Kopf hoch allen Verzweifelten.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Mitgefühl, Verständnis und Trost halte ich für moralisch-emotionale Werte.

Da liegt der Hase im Pfeffer. Und deshalb gibt es so wenig davon, weil diese Eigenschaften "mitfühlend, verständnisvoll, tröstend" der *menschlichen Werte* der Moral unterjocht werden. Mir sind die Moralisten noch nie mitfühlend, verständnisvoll und tröstend untergekommen. Im Gegenteil. Moralisten sagen ständig, was ihrer Ansicht nach falsch gemacht wird, was unterlassen werden soll und schauen bei ihren Predigten nicht auf ihren eigenen Teller.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Bei b.) wird dann aber nicht die Leidenslast des Leidenden geteilt, sondern der Leidende löst durch sein Vorbild beim Hilfbereiten deren eigenes Leid aus.
Das empfundene Leid verdoppelt sich! Ob die beiden dann noch gut füreinander sind? Und was für eine Atmosphäre wird durch zu viel Leid auf engem Raum erzeugt?

Wenn das Leid antriebsfördernd ist, wird es wahrscheinlich auf die eigene Person bezogen nicht als Last, sondern als Motivation empfunden. Und es gibt auch das Phänomen des Lustgewinns durch Schmerzen, welche andere als Leid empfinden. Insofern stimmt

ein "Mitleiden" hilft keinem.....


nicht.

Denn wenn Svensgar jemand findet, der die gleichen Neigungen wie er hat, kann durch gemeinsames Leiden (durch Mitleiden) eine schöne Zeit verbracht werden, so meine Annahme.



Und welche ist das für Svensgar? Gibt es möglicherweise sogar einen Vertreter dieser Instanz hier im Forum?

:blume2:

Sehr lustig.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Da liegt der Hase im Pfeffer. Und deshalb gibt es so wenig davon, weil diese Eigenschaften "mitfühlend, verständnisvoll, tröstend" der *menschlichen Werte* der Moral unterjocht werden. Mir sind die Moralisten noch nie mitfühlend, verständnisvoll und tröstend untergekommen. Im Gegenteil. Moralisten sagen ständig, was ihrer Ansicht nach falsch gemacht wird, was unterlassen werden soll und schauen bei ihren Predigten nicht auf ihren eigenen Teller.
Hältst Du diese 3 "Dinge" auch für Werte, falls ja, für welche ?

Dass sich viele Menschen, die für eine moralische Instanz gehalten wurden, als Sadisten und Nötiger herausgestellt haben, ist auch mir hinlänglich bekannt, wenn ich auch kein persönliches Opfer bin, Nicandra.

Liebe Grüße

Zeili

PS.: Liebe, Achtung und Freude liegen in meiner Werteskala übrigens auch über Mitgefühl, Verständnis und Trost.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...


Dass für dich *Achtung* über Mitgefühl steht ist mir als aller Erstes an dir aufgefallen. ;) Daher sind Liebe und Freude geradezu ein Hohn, daneben stehend.

Hältst Du diese 3 "Dinge" auch für Werte, falls ja, für welche ?

Schrieb ich es nicht? Oder möchtest du mir sagen, dass du wieder mal nur die Hälfte liest, weil ich dir komplett zum Halse raushänge, da ich dir meistens nicht zustimme?

weil diese Eigenschaften "mitfühlend, verständnisvoll, tröstend" der *menschlichen Werte*

Wenn Menschlichkeit dir kein Begriff mehr ist, in unserer Gegenwart, dann wird es wohl mal Zeit, diesen Begriff wieder ins Besinnlichkeitslicht zu holen. :)
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Was verstehst du denn unter Trost, Verständnis und Mitgefühl?
Meiner Erfahrung nach kurbeln grade DIE den Selbstheilungsprozess erst richtig an, weil sie die Gefühle wieder ins Fließen bringen!

Das ist Dein Wunschtraum, dass ganz viel Streicheln und Trost heilt weil es kurzfristige Befriedigung schafft aber
Selbstheilungskräfte im defizitären Zustand kommen nur auf wenn Überwindung und Neuland möglich sind.
Trost, Verständnis und Mitgefühl heißt er wird bald begraben und dann herrscht ewiger Friede.
Leben bedeutet Auseinandersetzung mit Realität und Phantasie.
Das ist eher ein Ringen als ein Tanzen, frei nach Marc Aurel.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Dass für dich *Achtung* über Mitgefühl steht ist mir als aller Erstes an dir aufgefallen. ;) Daher sind Liebe und Freude geradezu ein Hohn, daneben stehend.
Du kannst ruhig darauf achten, dass Dich wer liebt.

Schrieb ich es nicht? Oder möchtest du mir sagen, dass du wieder mal nur die Hälfte liest, weil ich dir komplett zum Halse raushänge, da ich dir meistens nicht zustimme?
Entschuldige, schriebst Du tatsächlich, wenn auch verschnörkelt. "Menschlich" oder zumindest optisch menschenähnlich sind leider auch die Kriegspolitiker, Mörder, Erpresser, Diebe, Turbokapitalisten, Zuhälter und Prostituierte; oft sehen sie - leider - eleganter aus als ehrliche Hilfsarbeiter.

Wenn Menschlichkeit dir kein Begriff mehr ist, in unserer Gegenwart, dann wird es wohl mal Zeit, diesen Begriff wieder ins Besinnlichkeitslicht zu holen. :)
Wie oben; das Wort Güte sagt mMn mehr Positives aus. Besinnlichkeitslicht halte ich für ein gutes Wort.

Liebe Grüße

Zeili
 
Werbung:
Zurück
Oben