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Kampf ums Überleben?

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Markus79

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1. November 2020
Beiträge
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Ich sehe Überlebenskampf: Das Gratis- Zeitungslesen im Internet und dort zu posten, rechnet sich auf Dauer nicht.
Es werden ja zunehmend Inhalte/Beiträge der Zeitungen an Abos geknüpft.
Es gibt gesetzliche Vorgaben, welche Kommentare zu löschen sind. Die Woche hat 168 Stunden. Selbst bei Mindestlohn und nur einem Zensor Besetzung kostet das einen Verlag Unmengen, die dann für Journalismus fehlen.
 

Bernd

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3. Mai 2004
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8.235
Zeitungen werden in schwindendem Maße von Lesern und in steigendem Maße durch verdeckte Finanzierung mittels Anzeigen und direktem Sponsoring am Leben gehalten. Irgendwann werden sie zu 100% aus Geldern abseits der Leser bezahlt und haben garkeine Leser mehr. Wenn private Firmen zensieren, nennt man das Hausrecht, wenn der Staat das tut, nennt man es Zensur. Deshalb machen es ja die Privaten...wie halt Moogle und Farceborg.
Alles in bester Ordnung. Muss man nix leugnen.
 

Muzmuz

Well-Known Member
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15. März 2004
Beiträge
15.094
Zeitungen werden in schwindendem Maße von Lesern und in steigendem Maße durch verdeckte Finanzierung mittels Anzeigen und direktem Sponsoring am Leben gehalten. Irgendwann werden sie zu 100% aus Geldern abseits der Leser bezahlt und haben garkeine Leser mehr. Wenn private Firmen zensieren, nennt man das Hausrecht, wenn der Staat das tut, nennt man es Zensur. Deshalb machen es ja die Privaten...wie halt Moogle und Farceborg.
Alles in bester Ordnung. Muss man nix leugnen.

Jaja, und selbst jene, die alle Medien - auch die seriösen - für korrupt halten, bilden sich ihre Meinung. Die Frage ist dann, auf Basis welcher Information.
Sie suchen sich dann, vorwiegend im Internet, im Sammelsurium aller möglicher Behauptungen (und es gibt ja praktisch zu jedem Thema alle möglichen
seriösen und abstrusen Behauptungen, und diese sind oft schwer voneinander zu unterscheiden) die heraus, die ihnen am Besten gefällt, und halten diese
dann für die Wahrheit und alle die etwas anderes glauben oder behaupten sind Teil der großen Weltverschwörung.

Blöd dabei ist, dass es zu jeder korrekten, seriösen Information einen unendliche mögliche Anzahl an teilweise oder völlig falschen Informationen gibt, also die Wahl
bei willkürlicher Auswahl mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine der falschen Informationen fällt. Hat aber den Vorteil, dass man mit seiner "Wahrheit" relativ alleine
steht, und sich sodann als einer der wenigen Ausgesuchten fühlen darf, die diese "Wahrheit" "erkannt" haben. :D
 

Markus79

Active Member
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1. November 2020
Beiträge
407
Das beste Kommentarforum einer deutschsprachigen Onlinezeitung war das der FAZ, das etwa 2004/2005 abgeschaltet wurde. Meines Wissens lag das vor allem an den Kosten, welche zunehmend durch gesetzliche Vorgaben entstanden. Wenn nur 5000 Beiträge pro Tag gelesen und rechtlich bewertet werden müssen, dann kann sich das kaum ein Verlag leisten. Auch der Spiegel und andere Zeitungen veröffentlichten die Kommentare vor 18 Jahren überwiegend noch in Realzeit, was lebendige Diskussion unter den Lesern ermöglichte, aber gleichzeitig nur oberflächlich die rechtliche Zulässigkeit oder netiquette Regeln prüfte.
 

Giacomo_S

Well-Known Member
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1. März 2018
Beiträge
1.266
Zeitungen werden in schwindendem Maße von Lesern und in steigendem Maße durch verdeckte Finanzierung mittels Anzeigen und direktem Sponsoring am Leben gehalten. Irgendwann werden sie zu 100% aus Geldern abseits der Leser bezahlt und haben garkeine Leser mehr. Wenn private Firmen zensieren, nennt man das Hausrecht, wenn der Staat das tut, nennt man es Zensur. Deshalb machen es ja die Privaten...wie halt Moogle und Farceborg.
Alles in bester Ordnung. Muss man nix leugnen.

Zeitungen und Zeitschriften wurden schon immer im Wesentlichen von Anzeigen getragen, der Verkaufspreis war eigentlich schon immer Peanuts.

Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel, warum im Zusammenhang mit dem Internet viele immer gleich "Zensur, Zensur" brüllen.
Es hat noch nie einen Anspruch darauf gegeben, dass ein Herausgeber einer Zeitschrift oder ein Buchverlag irgend etwas von meinem Sermon auch hätte drucken müssen. Presse- und Meinungsfreiheit bestand schon immer daran, dass ich die Freiheit habe, diese zu äußern - aber nicht darin, dass für jemand anderen ein Zwang bestünde, es zu seinen eigenen Kosten zu publizieren.

Und schon gar nicht anonym. Auf jedem Flugblatt musste früher ein "v.i.S.d.P.: Name, Adresse" stehen: Verantwortlich im Sinne des Pressegesetz.
Zensur ist, wenn mir ein Staat, eine Behörde diese Meinungsäußerung verbietet - die ich, wenn ich keinen Verlag finde, der das publiziert, eben auf eigene Kosten zu produzieren habe. Genauso wenig hat es je einen Anspruch darauf gegeben, dass ein Verlag einen Leserbrief abdruckt. Ein Internet-Kommentar ist doch auch nichts anderes.

Meinungsfreiheit wird im Übrigen auch durch andere Rechte begrenzt, Persönlichkeitsrechte etwa. Beleidigungen, Bedrohungen oder Volksverhetzung sind auch im Internet strafbar und nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt.
 
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Bernd

Well-Known Member
Registriert
3. Mai 2004
Beiträge
8.235
Auf der Straße hört man folgendes:

"Zeitungen sind wesentlicher Betandteil der Massenhypnose.
Zeitungen sind Rufmordwerkzeuge.
Zeitungen sind wesentlicher Bestandteil der Auf-Hetze.
Zeitungen kann man beim Malern als Hut aufsetzen,
wer das nicht möchte, braucht keinen Attest.
Zeitungen verlieren ihre Deutungsmacht.
Zeitungen werden über Anzeigen "unterstützt",
wie Politiker durch Rednerhonorare.
Zeitungsredakteure sind ehrbare Leute in ehrenwerter Gesellschaft.
Zeitungen eignen sich zum Entfachen eines Kamins...."
 
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