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Ist der Mensch gut oder radikal böse?

Ist der Mensch von Grund auf gut oder böse?

  • gut.

    Stimmen: 7 70,0%
  • böse.

    Stimmen: 3 30,0%

  • Umfrageteilnehmer
    10
Definition von "gut" und "böse"

Original geschrieben von Alzii
Manchen scheint "das Böse" richtig ans Herz gewachsen zu sein.
Untrennbar oder doch noch operabel?
Mit welchem Instrument würdest Du operieren?

Original geschrieben von Alzii Dann mal frisch weg von der Leber, mit der "Definition".

Dann fange ich mal an:

Gut ist das, was scheinbare Gegensätze und Trennungen verbindet, was ihren gemeinsamen Kern offenbart.

Schlecht ist das, was trennt, was gegeneinander isoliert, die Illusion der Trennung an sich, die Austausch und damit Leben/Liebe erschwert bzw. unterbindet.

It´s your turn!
 
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Re: Definition von "gut" und "böse"

Original geschrieben von mensano
Mit welchem Instrument würdest Du operieren?



Dann fange ich mal an:

Gut ist das, was scheinbare Gegensätze und Trennungen verbindet, was ihren gemeinsamen Kern offenbart.

Schlecht ist das, was trennt, was gegeneinander isoliert, die Illusion der Trennung an sich, die Austausch und damit Leben/Liebe erschwert bzw. unterbindet.

It´s your turn!

Wolltest Du nicht "Böse" definieren?
 
Hi Mensano,

keine Angst vor dem Ungewohnten, es ist nur eine Frage der Definition und Auslegung.

Was verbindest du mit dem Wort Egoismus? - So wie es sich liest, nur negatives.

für mich ist ein gesunder Egoismus ein Mensch der nach sich schaut und seine Welt in Ordnung hält. Der Egoist kann durchaus auch nach anderen schauen.

Für mich sind die Menschen, die anderen helfen, aber nicht nach sich schauen, welche die von sich ablenken.

Glaube mir, ich bin ein Egoist, doch ich arbeite in einem Beruf der viel für andere Menschen tut, arbeite nebenher noch in einem Krankenhaus und tue vieles was andere nicht tun würden für andere. Das kann ich aber nur, wenn ich selbst in mir gefestigt bin und mein Leben im Griff habe. Wenn ich weiss, dass es mir gut geht, dann bin ich glücklich und kann dieses Glück ausstrahlen. Wenn ich in ein Krankenzimmer gehe und mir geht es nicht gut, wie will ich da andere heilen?

Genauso wie mit der Liebe, wer sich nicht selbst liebt, wie kann dieser Mensch andere lieben?

Wenn ich lachen kann, kann die Welt mit mir lachen. Wenn ich muffig schau, wie kann ich dann andere aufheitern?

Es ist nur eine Frage der Sichtweise - davor muss man keine Angst haben sondern nur mal versuchen andere Ansichten zu akzeptieren.

Liebe Grüße Andi
 
Hallo Mensano, Du scheinst es zu lieben, Dich an Begrifflichkeiten festzubeißen. Und jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Wenn ich mal einfach so "idealerweise" sage, dann meine ich das rein pragmatisch, ohne metaphysisch-philosophische Ebene. Entschuldige die Frage: Bist Du Theologe?

Diese Diskussionsebene mag ich überhaupt nicht, da ich meine: wir müssen zuerst die Details betrachten, ehe wir große Theorien oder Philosophien diskutieren können. Das geht hier aber kreuz und quer durcheinander. Ich möchte das Thema pragmatischer angehen, aber dies ist Dein Thread. Vielleicht sollte ich mich einfach aus dieser Diskussion verabschieden?

Einerseits willst Du grundsätzliche philosophische Fragen diskutieren, andererseits uns "zwingen", Deine Begriffe und Glaubenswahrheiten unbedingt mit reinzunehmen. Da mache ich nicht mit! Es gibt kein "Böses", es gibt keine "menschliche Natur". Wenn Du beides weiterhin voraussetzt, dann wird das hier eine theologische Diskussion, auf "Glaubensebene". Unser freier Wille ist (neben der Erziehung und Sozialisation) verantwortlich für den Lebensweg. Die "natürliche Basis", die Du reklamierst, sind die ARCHETYPEN.

Eine dritte, politische Diskussionsebene, würde ich gerne momentan ebenfalls noch rauslassen. Egoismus (das hat andi.hexe schon gut beschrieben) muß nicht schaden. Ihren Ausführungen möchte ich eigentlich nichts hinzufügen. Der "Egoismus" scheint auch so ein "Feindbild" von Dir, wie das "Böse". Aber "Yin und Yang" ist einfach ein Prinzip. Alles
gleicht sich immer wieder aus. Diese Dualität in unserem Erdenleben ist einfach da. Das brauche ich nicht zu rechtfertigen. Oder moralisch zu bewerten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Re: Definition von "gut" und "böse"

Original geschrieben von Alzii
Wolltest Du nicht "Böse" definieren?

Da es für mich Synonyme sind, erübrigt sich die Frage. Aber wenn Du Dich schon so spitzfindig um konkrete Stellungnahme Deinerseits herumwindest: Du bist mir immer noch die definitorische Unterscheidung zwischen "böse" und "schlecht" schuldig! Laß Dir bitte nicht immer alles aus der Nase ziehen!
 
Original geschrieben von andi.hexe
Hi Mensano,

keine Angst vor dem Ungewohnten, es ist nur eine Frage der Definition und Auslegung.

Was verbindest du mit dem Wort Egoismus? - So wie es sich liest, nur negatives.
Ein Egoist ist das Gegenteil von einem Altruist. Jemand, der primär sein eigenes Wohl im Sinn hat.

Original geschrieben von andi.hexe für mich ist ein gesunder Egoismus ein Mensch der nach sich schaut und seine Welt in Ordnung hält.
Jau, nach mir die Stinkwut! Alle denken an sich, nur ich denke an mich!

Original geschrieben von andi.hexe Der Egoist kann durchaus auch nach anderen schauen.
Ja, aber das tut er nicht in der Funktion als Egoist. Bring bitte nicht die Begriffe durcheinander!


Original geschrieben von andi.hexe Für mich sind die Menschen, die anderen helfen, aber nicht nach sich schauen, welche die von sich ablenken.
Solange sich sich glücklich dabei fühlen, ist Ablenkung nicht verkehrt. Was hat das Ego schon Interessantes? Wünsche, Triebe, Genuß, Befriedigung. Erfüllt Dich das? Bist Du nicht zu mehr geboren?

Original geschrieben von andi.hexe Glaube mir, ich bin ein Egoist, doch ich arbeite in einem Beruf der viel für andere Menschen tut, arbeite nebenher noch in einem Krankenhaus und tue vieles was andere nicht tun würden für andere. Das kann ich aber nur, wenn ich selbst in mir gefestigt bin und mein Leben im Griff habe. Wenn ich weiss, dass es mir gut geht, dann bin ich glücklich und kann dieses Glück ausstrahlen. Wenn ich in ein Krankenzimmer gehe und mir geht es nicht gut, wie will ich da andere heilen?
Du hältst Dich für einen Egoisten? Das kommt nicht rüber! Denn Dir sind andere nicht egal, nicht gleichgültig!

Original geschrieben von andi.hexe Es ist nur eine Frage der Sichtweise - davor muss man keine Angst haben sondern nur mal versuchen andere Ansichten zu akzeptieren.
Es geht hier nicht um Angst, sondern um die Diskussion der menschlichen Natur. Wie siehst Du die grundlegende menschliche Natur? Laß doch mal die Hosen runter! :)
 
Na na,

die Hosen runterlassen - vor dir?? Tztztzt wie sieht denn das aus?

Da hätte aber jemand ganz tüchtig was dagegen.

Wie ich die menschliche Natur sehe? Sehr sehr verschiedenartig.

Obwohl das Grundprinzip von jedem das selbe ist, eben auf verschiedene Art und Weise gelebt.

Jeder Mensch auf körperlicher Ebene hat den Drang sich fortzupflanzen und mitzuhelfen die Art zu erhalten.

Auf geistiger Ebene versucht jeder glücklich zu sein und liebe zu erhalten.

Nun jemand der anderen schadet, versucht das selbe nur auf andere Art. Manche denken durch Macht kommt man zu Glück und andere denken Geld macht glücklich, der Nächste denkt - ja ich brauche viel um glücklich zu sein.

Dann gibt es da noch Denkweisen, wie wenn ich anderen helfe, bin ich glücklich oder wenn ich mich für jemand aufopfere, dann werd ich glücklich.

Wiederum gibt es Denkweisen die sagen, ja ich will mit mir selbst glücklich werden und erkenne, was ich wirklich will und dass ich eigentlich nichts brauche außer den Augenblick in dem ich lebe, den ich genieße und die Erfahrung die ich mache.

Wer will nun definieren was böse ist? Wer definiert was gut ist? Jeder für sich. Ein Mensch der tötet, wird als Mörder bezeichnet und ist im Allgemeinbild schlecht. Aber der Mensch, der sich als Soldat bezeichnet und für sein Land (wem gehört die Erde überhaupt) kämpft, der wird als gut bezeichnet oder ist es etwa anderst? Gibt es Menschen, die Soldaten nicht als gut finden? Tja, das sind so die Fragen, die man sich stellen sollte bevor man urteilt. Denn es könnte doch passieren, dass andere auch so über einen urteilen? Oder nicht.

Du findest meine Sichtweise als nicht akzeptabel für Dich, das ist o.k. so für dich, ich lebe mit meiner Sichtweise sehr viel leichter und schöner als früher und genieße mein Leben ohne mich zu verkrampfen und andere zu verurteilen. Das hat mir letztendlich nur selbst geschadet.

Ich bin kein Engel und doch wer weiß? Grins. Manche bezeichnen mich so, ihre Sichtweise.

Klar bin ich ein Egoist, ich schaue dass in meiner Welt alles in Ordnung ist und dass es mir gutgeht. Automatisch hilft eine heile Andi auch Anderen, da sie in der Lage und Verfassung ist das auszustrahlen, was sie sagt und das zu leben was sie schreibt.

Ich liebe mich mit all meinen "guten" und "schlechten" seiten.

Ich will auch niemand meine Hilfe aufdrängen oder jemand unbedingt helfen sondern jeder hat die freie Wahl die Hand anzunehmen oder nicht.

Liebe Grüße von Andi ;)
 
Rechtfertigung des Negativen

Original geschrieben von Rudhi
Hallo Mensano, Du scheinst es zu lieben, Dich an Begrifflichkeiten festzubeißen. Und jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.
Entschuldige, ich möchte das Maximum an Aussage/Erkenntnis/Standpunkt aus einer Diskussion ziehen und nicht einfach nur Smalltalk treiben, dazu ist mir die Zeit zu kostbar.

Original geschrieben von Rudhi Wenn ich mal einfach so "idealerweise" sage, dann meine ich das rein pragmatisch, ohne metaphysisch-philosophische Ebene. Entschuldige die Frage: Bist Du Theologe?
Ich sehe mich gern als "wahrheitsoffenen Mitdenker" ;)
Original geschrieben von Rudhi Ich möchte das Thema pragmatischer angehen, aber dies ist Dein Thread. Vielleicht sollte ich mich einfach aus dieser Diskussion verabschieden?
Bitte fühle Dich nicht gleich auf den Schlips getreten, wenn ich Deine "pragmatische Mir-nichts-Dir-nichts-Einstellung" nicht teile! ;)
Original geschrieben von Rudhi Einerseits willst Du grundsätzliche philosophische Fragen diskutieren, andererseits uns "zwingen", Deine Begriffe und Glaubenswahrheiten unbedingt mit reinzunehmen. Da mache ich nicht mit! Es gibt kein "Böses", es gibt keine "menschliche Natur".
Woher nimmst Du Dir das Recht, grundlegende Begriffe der Philosophie einfach so wegzudefinieren? Irgendeinen Motor hat das Menschliche Verhalten doch wohl, und irgendwie zeichnet sich der Mensch vom Tier aus? Und wenn es diese Begriffe plötzlich nicht mehr zu geben hat, dann bist Du natürlich eine entsprechende Begründung schuldig. Der Nobelpreis für Philosophie wäre Dir schonmal sicher! :D

Original geschrieben von Rudhi Wenn Du beides weiterhin voraussetzt, dann wird das hier eine theologische Diskussion, auf "Glaubensebene".
Die Dramatik menschlichen Lebens, an der Philosophen (Menschen mit Herz und Verstand) oft schier verzweifeln, bzw aus dem Staunen nicht mehr herauskommen - diese Intensität und Tragik zwingt die Philosophen, sich über das Wesen des Menschen grundlegende Gedanken zu machen und nach Erklärungen zu suchen. Aber das läßt Dich wohl eher kalt. Bist Du etwa Nihilist?

Original geschrieben von Rudhi Unser freier Wille ist (neben der Erziehung und Sozialisation) verantwortlich für den Lebensweg.
Was hat das mit der Thread Fragestellung zu tun? Du sagst Aktion (freie Entscheidung) = Reaktion (Lebensweg), ok, aber das sagt nichts über die Triebfeder der Aktion (die Fragestellung des Themas) aus.

Original geschrieben von Rudhi Die "natürliche Basis", die Du reklamierst, sind die ARCHETYPEN.
Nein, die bewegen sich weit darüber und sind wertfrei-funktional (wie die Tierkreiszeichen). Sie haben nichts mit "gut" und "böse" zu tun.

Original geschrieben von Rudhi Eine dritte, politische Diskussionsebene, würde ich gerne momentan ebenfalls noch rauslassen. Egoismus (das hat andi.hexe schon gut beschrieben) muß nicht schaden.
Wie solllte dann "Politik" von und für "Egoisten" aussehen? Du kommst um eine klare Grundlagenentscheidung nicht herum.

Original geschrieben von Rudhi Ihren Ausführungen möchte ich eigentlich nichts hinzufügen. Der "Egoismus" scheint auch so ein "Feindbild" von Dir, wie das "Böse". Aber "Yin und Yang" ist einfach ein Prinzip. Alles
gleicht sich immer wieder aus. Diese Dualität in unserem Erdenleben ist einfach da. Das brauche ich nicht zu rechtfertigen. Oder moralisch zu bewerten.
Du hast recht, Gegensätze lösen sich aus einer höheren Betrachtungsweise auf (siehe mein eigener Signatur-Spruch). Aber vielleicht kannst Du auch mal sehen, daß sich Philosophie schon immer mit "gut" und "böse", mit Moral auseinandergesetzt hat. Du nimmst die notwendige Existenz des Negativen als Rechtfertigung desselben. Aber deshalb bleibt es immer noch negativ! Liegt hier möglicherweise Dein entscheidender Denkfehler?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das was den Menschen vom Tier unterscheidet, das ist die Fähigkeit zur intelligenten Arbeit. Er greift in die Natur ein und verändert ihre Abläufe. Er wird zum Schöpfer seiner Lebens-Mittel. Er produziert. Und wer schöpft, wer produziert, kann die Dinge, die er macht gut oder schlecht machen. So ist die Sichtweise der Menschen, Gutes oder Schlechtes tun zu können, geboren.
Deine Frage lautet, ob der Mensch Gut oder Böse sei. Er KANN natürlich beides sein. Er WILL natürlich gut sein. Die Frage ist allerdings, WER die Kategorie des Bösen inhaltlich füllt. WAS ist das Böse konkret?

Haben wir darüber schon diskutiert?

Gysi
 
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Atheistische Monismus - Verabsolutierungen des Relativen

Original geschrieben von andi.hexe
Na na,

die Hosen runterlassen - vor dir?? Tztztzt wie sieht denn das aus?
Liebe Andi, ich muß mich jetzt schwer entschuldigen bei Dir - habe Dich doch glatt für einen Jüngling - à la "Yentl" - gehalten! Dabei hätte mir "hexe" schon sagen müssen, mit wessen Geistes Kind ich es hier zu tun habe! Laß Deine Hosen also bitte an! :)

Da hätte aber jemand ganz tüchtig was dagegen.
Jemand aus diesem Forum? O je! :)

Wie ich die menschliche Natur sehe? Sehr sehr verschiedenartig.

Obwohl das Grundprinzip von jedem das selbe ist, eben auf verschiedene Art und Weise gelebt.
Wolken sind auch alle verschiedenartig, und bestehen doch allesamt aus - Wasser! Wie ist das also analog mit dem Menschen?

Jeder Mensch auf körperlicher Ebene hat den Drang sich fortzupflanzen und mitzuhelfen die Art zu erhalten.
Wenigstens gestehst Du ihm schon mal eine Art Instinkt zu...

Wer will nun definieren was böse ist? Wer definiert was gut ist? Jeder für sich.

Laß mich dazu Armin Risi zitieren (auch als Ergänzung an Rudhi):

Weiter besagt diese Ansicht: "Nicht nur das duale Konzept von Aktion und Reaktion ist letztlich nichtreal, sondern auch das Konzept von Ich und Gott. Es gibt keinen Gott außerhalb von mir, es gibt keinen strafenden Gott, aber auch keinen liebenden Gott, denn Strafe und Liebe sind beides Konzepte der Dualität. Das Absolute ist leidlos, aber auch lieblos, ist böslos und gutlos, auch gott-los" Hier wird also versucht, das Absolute durch eine Verneinung des Relativen zu erfassen. Dies ist im wahrsten Sinn des Wortes eine negative Weltsicht (von lat. negare, "nein sagen; verneinen").

In der Sanskritterminologie wird dieser atheistische Monismus Mayavada genannt, "die Lehre (vada), alles Manifestierte sei Illusion (maya)"; letztlich sei alles unterschiedslos eins.
Derselben Weltsicht entspringt auch der Slogan: "Alles ist relativ." Diese Aussage ist in sich widersprüchlich, denn wenn man sagt, es gebe nichts Absolutes, alles sei relativ, vertritt man selbst eine absolute Aussage. Die undifferenzierten Verabsolutierungen des Relativen (alles ist eins, alles ist relativ) geben ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit, wie an den logischen und auch an den praktischen Früchten erkannt werden kann.

Die genannten einseitig monistischen Ausführungen enthüllen den perfidesten Versuch des Negativen, sich selbst zu rechtfertigen, denn laut dieser Ansicht gibt es gar nichts Gutes und nichts Schlechtes, nichts Falsches und nichts Böses, aber auch keinen transzendenten Gott. Diese Philosophie ist die Grundlage des Nihilismus und ist im wahrsten Sinn des Wortes gott-los und lieb-los, sinn-los und in letzter Konsequenz auch gewissenlos und emotionslos.


Ein Mensch der tötet, wird als Mörder bezeichnet und ist im Allgemeinbild schlecht. Aber der Mensch, der sich als Soldat bezeichnet und für sein Land (wem gehört die Erde überhaupt) kämpft, der wird als gut bezeichnet oder ist es etwa anderst?
Ja, es kommt auf das Motiv an, das ebenso schwer wie die Handlung selbst wiegt. Das heißt nicht, daß Unwissenheit vor Strafe schützt. Aber es gibt in diesem Fall wohl "mildernde Umstände".
 
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