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Ist der Mensch gut oder radikal böse?

Ist der Mensch von Grund auf gut oder böse?

  • gut.

    Stimmen: 7 70,0%
  • böse.

    Stimmen: 3 30,0%

  • Umfrageteilnehmer
    10
Original geschrieben von mensano
Vielleicht sollten wir vorher genau definieren, was Gut und was Böse ist?
Original geschrieben von Alzii
Wolltest Du nicht "Böse" definieren?
Original geschrieben von mensano
Da es für mich Synonyme sind, erübrigt sich die Frage.



Um die Diskussion nicht völlig ins unfreiwillig Komische gleiten zu lassen - Du verwendest anscheinend "schlecht" und "böse" bedeutungsgleich?

Nun, "gut" und "schlecht" sind relative Wertungen.



Die Suppe schmeckt mir gut, aber sie schmeckt meinem Tischnachbarn schlecht (sie schmeckt ihm böse?).
A. steigt in der Firma auf und erhält einen besser bezahlten Posten, während B. nicht berücksichtigt wird. Finanziell gut für A., finanziell schlecht (böse?) für B.

A. ist jetzt mehr gefordert, schlecht (böse?) für die Ausübung seiner Hobbys. Er lernt eine Frau kennen, die ihn fasziniert - er träumt oft von ihr, gut für seine Laune, schlecht für seine Nachtruhe. Sie finden sich gegenseitig attraktiv und poppen - gut für Blausiegel und beider Hormonspiegel, schlecht für ihre Frisur. Gut für für ihre Schüler, sie ist ausgeglichener, schlecht für die Umwelt, denn A. düst nach Feierabend den weiten Weg zu seiner Flamme. Schlecht für Hasen, Mäuse, Igel und Frösche, gut für Füchse, Greifvögel, Esso, BP, Audi und Dunlop.



Das "Gute an sich"(?) und "Schlechte an sich"(?) (= "das Böse"?) ist eine religiöse Erfindung Zarathustras, welche später über den zoroastrischen Mithraskult und die römischen Legionäre auch von den Katholiken übernommen wurde.
Vor Zarathustra hatten die Dinge nicht nur eine Seite.
 
Zuletzt bearbeitet:
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sorry jetzt muss ich wieder mitreden-
auch auf die gefahr hin mensano, daß ich dir nun wertvolle minuten stehle weil du das liest?

überspring es einfach!

@alzii
mensano hat hier eine diskussion angefangen wo er von vornherein genau sagt was er hören will!
er nannte seinen thread:

ist der mensch gut oder radikal böse?

schon seine fragestellung ist nicht neutral!
im gegenteil er verurteit mit seinem "radikal" und "böse"
von vornherein!

ergo er will nun hören:

ja der mensch wird als radikales, böses monster auf diese welt geboren mit dem sinn alles zu zerstören.
nur wer sich selbst erkennt und gott hat dann die möglichkeit daraus auszubrechen und ein edeler "guter" mensch zu werden und kann andere auf den rechten "weg" führen.
mensano ist wohl so ein "guter" mensch!
er klingt für mich manchmal ein wenig so wie wenn er den "zeugen jehovas" angehört - auch die tatsache das der fernseher abgeschafft wurde und smalltalk = zeitverschwendung ist, aber das ist ja wohl sein problem welcher sekte er sich verschrieben hat um uns ungläubige zu retten:p

langes schreiben kurzer sinn.
du hast recht alzii, doch das wird er nicht akzeptieren, mensano ist da einwenig beschränkt und uneinsichtig in seinen ansichten- ein typische mensch der gut austeilen kann aber selber keine kritik verträgt:p

also lass ihm sein "böse"

er hat es ja bis jetzt noch nicht mal geschaff zu definieren was für ihn böse ist!!! sondern kommt mit dualismus:rolleyes:

du siehst einfache fragen beantwortet er auch mangelhaft, aber macht rudhi zur sau für sein wischiwaschi geschwätz:D

alzii du wirst von ihm keine klare antwort bekommen!
weil er keine weiss:D

gruss binchen:)
 
Zuletzt bearbeitet:
@mensano "top 5"

WAS WILL MENSANO ???

Hi Mensano, ich bin zwar nicht wie Binchen der Meinung, Du suchst nur Bestätigung für Deine fertigen Meinungen (d.h. ich glaube Dir, daß Du kein Theologe oder missionarisch-starrsinniger Mensch bist!!!), aber auch der WEG zur Erkenntnis ist offen, vielleicht führt er letztendlich über die Intuition?

i.
Muß ich das "Maximum an Erkenntnis" sofort anstreben? Genügen nicht kleine Schritte für einen philosophische Laien? Du willst keinen "Smalltalk", daß heißt konkret: die Menschen hier sind Dir egal?! Abgesehen davon: ich fürchte, lieber Mensano, die absolut "nüchternen Denker" sind hier im Denkforum Mangelware! Wir wollen uns auch gut unterhalten. Schade übrigens, daß Du "Manni" nicht kennengelernt hast. Ihr hättet Euch spannende Diskussionen abgeliefert...

ii.
ich brauche "grundlegende begriffe der philosophie" nicht wegzudefinieren. Die haben sich einfach von selbst erledigt im 21.Jahrhundert! Und da Du mir sowieso nicht glaubst, hole ich mir Hilfe: "Der Mensch ist erst gottlos, dann wertlos und zum Schluß sich selber los!" (Dafür beanspruche ich keinen Nobelpreis, denn das hat ein bedeutender Denker gesagt...)

iii.
"Irgendeinen Motor für menschliches Verhalten", "Triebfeder der Aktion" (beides Du) würde ich in der Psychologie eher suchen als auf philosophischem Wege. Ich lese gerade ein Buch über "Angst". Diese spielt laut erstem Artikel darin bei jedem menschlichen Handeln eine Rolle, allen voran die "Todesangst". Vielleicht können wir diesen Aspekt weiterdiskutieren... falls Dir das nicht wieder zu "trivial" ist.

iv.
Du behauptest, die Archetypen sind: wertfrei-funktional (okay) und haben nichts mit "gut" und "böse" zu tun (... im Gegenteil: die haben sehr viel mit Ying/Yang zu tun. Mehr behaupte ich nicht, da "Gut und Böse" für mich nur als dualistisches Prinzip existieren.) Woraus schließt Du, ich sei nihilistisch? Ich leugne weder die notwendige Existenz von Werten (ordne diese allerdings ausschließlich der Gesellschaft zu anstatt "dem da
oben"!), noch läßt mich das Leben und die insgesamt wunderbare, beeindruckende Schöpfung "kalt". Ich sympathisiere sicherlich auch mit buddhistischen Denkweisen, wo die Überwindung des Dualismus eine Rolle spielt. Dies kann aber nur im Rahmen des menschlichen Lernprozesses funktionieren. Ich setze mich da weniger "unter Strom" als Du Dich, weil ich inzwischen einfach darauf vertraue, daß die Natur an ich "perfekt"
ist. Okay: auch grausam! Aber in allen Dingen "mit-leiden" würde mir das Leben zur Qual werden lassen.

v.
Eine Politik von und für "Egoisten" wird Dir jeder Anhänger der Freien Marktwirtschaft in glühenden Farben ausmalen. Ich habe Wirtschaft studiert bei Professoren, die Erhard und Müller-Armack glorifizierten! Der Markt habe "Selbstheilungskräfte" und reguliere sich selbst, wenn man ihn dem Eigennutz der Marktteilnehmer überließe und alleine die Ordnungspolitik mit
dem rechtlichen Rahmen sei Aufgabe der Politik! Außer in wirtschaftlicher (zugegebenermaßen umstrittener) Hinsicht würde ich auch sagen: jeder Mensch möchte "Macht" oder sagen wir lieber "Bedeutung"! Der Altruist genießt ein hohes gesellschaftliches Ansehen oder zumindest dies bei den Menschen, die ihm etwas bedeuten. Philosophisch gesehen, die "Ahnung" oder "Gewissheit" im Rahmen der Schöpfung Bedeutendes zu leisten als Antriebsfeder. (Ich hoffe, Alzii liest meine Wirtschaftsausführungen jetzt nicht... sonst folgt
wieder ein 10-seitiges Pamphlet...:mad: )

Ich bin neugierig, ob Du Dein - wie ich finde - "einzementiertes rationales Denken" mal verlassen kannst. Das wäre sehr hilfreich.

Rudhi
 
O.k Mensano,

die Hosen sind verziehen, grins.

Der Rest mit dem jenigen aus dem Forum musst du selbst ermitteln.

Das mit den Wolken ist nicht schlecht. Genau jede sieht anderst aus, besteht aber aus einer Substanz. Jede der Wolken will das selbe. So ist es und ich denke dass man es durch aus auf die Menschen implizieren kann.

Es kommt nicht auf das Motiv an ob jemand gut oder schlecht ist sondern auf die Sichtweise.

Wenn ich jemanden töte, dann fühl ich mich schlecht egal aus welchem Grund. Ob es nun absichtlich war oder unabsichtlich (Verkehrsunfall oder so). Ich würde mich hierbei selber bewerten und würde selbst mein schärfster Richter sein.

Ein anderer würde sagen, du kannst ja nix dafür, denn..... oder sonstiges. Es kommt nicht darauf an, wie mich andere definieren, sondern wie ich mich selbst definiere. So werde ich damit leben oder nicht, das wird mein Leben weiterzeichnen, ich selbst.

Ich könnte mich natürlich nach anderer Leute meinung richten, dann müsst ich aber viele tausend Rollen übernehmen, da jeder mich anderst sieht und evtl. bewertet. Das wär mich zuviel Stress, ehrlich, hab genug mit mir selbst zu tun.

Ich bestimme, was ich an mir gut oder schlecht empfinde und nur ich. Das ist meine Lebensweise hierzu.

Grüße Andi
 
hi mensano ...

der mensch ist gut !

Ich leite das mal aus dem Bereich des Heilens ab ...

Wenn Du den Menschen läßt/nicht störst, heilt er sich selbst ...

Ein heiler Mensch ist gut, oder ???

Was ist "Das Böse" ...

Mich interessiert das brennend, denn ich versuche schon seit Jahren meinem Sohn diesen Begriff abzugewöhnen ...
Er definiert "böse" zum Beispiel mit "Unsinn machen" ...

Ich finde das tragisch ...

Ein normalsterblicher Mensch kann gutes/schlechtes tun ... was unterscheidet eine schlechte von einer bösen Tat ?

Der Beweggrund, die Bewußtheit im Handeln ?

Wenn jemand ganz bewußt einen Menschen zu Tode quält, wenn es ihm Spaß macht, zu sehen, wie der andere leidet ... (muss nicht unbedingt zum Tode führen) ...

... dann ist er böse !?!

Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass es solche Lebewesen gibt !
 
daggi, daggi he ho MARA was machst du hier

erstmal herzlich willkommen!!
wie hats dich hier her verschlagen:D
Wenn jemand ganz bewußt einen Menschen zu Tode quält, wenn es ihm Spaß macht, zu sehen, wie der andere leidet ... (muss nicht unbedingt zum Tode führen) ...

... dann ist er böse !?!

Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass es solche Lebewesen gibt !
eben das ist der punkt!
in dem fall verurteilen bzw. beurteilen wir!
der wo töten empfindet sich selber oft nircht als schlecht oder böse!
manche töten im namen der menschlichkeit - hacketal
oder viele krankenschwestern und pfleger die mit geschichten kommen:" die arme alte frau hatte eh niemanden mehr usw. "

da wären wir nun wieder bei der moral der generationen!
wer bestimmt was gut oder schlecht ist!

menschenfresser - sehr beliebt gerade!
es gibt wirklich menschen die sich essen lassen wollen und welche die essen wollen!
haben wir nur das "recht" diese als schlecht oder gemeingefährlich zu verurteilen???

gruss binchen:)
 
Hallo binchen ...

sei mir nicht böse, wenn ich Dich nicht recht einzuordnen weiß ...

Aber das geht mir hier so mit vielen !!! * lach *

Ich brauch mal eine Eso - Pause ... bin schon ganz lala ... :D

Außerdem gefällt mir die Art hier besser, wie Ihr miteinander umgeht ...
____________________________________

Nein - was ich meinte geht tiefer ...

Die Beispiele, die Du bringst haben ja alle irgendeinen Hintergrund ... eine Ursache ...

Was ich meine ist existenzieller ... ursprünglicher ...

Ich stelle mir da jemanden vor, der sich dessen was er tut voll bewußt ist und er tut es eben nicht, um irgendetwas zu kompensieren, sondern weil er es tun will und weil es ihn glücklich macht ... Es ist sein Lebenselixier ...

Kommt das jetzt besser rüber ???
 
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Re: daggi, daggi he ho MARA was machst du hier

Original geschrieben von Binchen
da wären wir nun wieder bei der moral der generationen!
wer bestimmt was gut oder schlecht ist!

Meinst Du wirklich das sei eine Generationenfrage? Es ist doch immer eine Frage einer Gemeinschaft - was die Gemeinschaft "verträgt" ist gut, der Rest nicht, oder? Wenn sich Zeiten ändern dann ändern sich auch die Moralvorstellungen. Beispiel lediges Kind: vor 30, 35 Jahren noch SKANDAL!!! Heute? Ziemlich "normal".

Original geschrieben von Binchen
menschenfresser - sehr beliebt gerade!
es gibt wirklich menschen die sich essen lassen wollen und welche die essen wollen!
haben wir nur das "recht" diese als schlecht oder gemeingefährlich zu verurteilen???

Da begebe ich mich jetzt wahrscheinlich auf dünnes Eis, aber ich meine trotzdem: Sowas KANN eine Gesellschaft nicht tolerieren, weil die Gefahr, daß meinetwegen Kannibalismus als "erlaubter Fetisch" binnen kürzester Zeit sehr viele Morde - als "erlaubte Tötung" deklariert - stattfinden würden.

In anderen Kulturen, wo Kannibalismus Bestandteil ihrer Religion war (kenne mich nicht sehr gut aus, bloß bissl angelesenes Allgemeinwissen) waren die Bedingungen für "erlaubte Tötung" bis ins Detail festgelegt - sozusagen ein "sozialverträgliches Sicherungsnetz". Das haben wir ja nicht. Tötung von Menschen ist (bis auf Kriegseinsätze - und selbst da findet ein gesellschaftlicher Umdenkungsprozeß statt, jedenfalls hier in Deutschland) zu Recht als "böse" deklariert. Wenn diese Gesellschaft mit ihren "Spielregeln" funktionieren soll muß diese Gesellschaft auch für die Einhaltung dieser Regeln sorgen.

Nochmal zu Daggi und ihrem Zweifel, daß es Menschen gibt, die bewußt "böses" tun: was ist denn zum Beispiel mit Anhängern von Satanskulten? Das Gros davon besteht aus wichtigtuerischen Schwätzern, die sich in schwarzen Klamotten und "bösem Gehabe" gefallen. Es gibt aber durchaus Menschen, die ganz bewußt quälen und sogar töten - um des "Böse-Seins" willen.

LG, wirrlicht
 
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