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Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

Liebste Lilith51,
Das ist falsch. Leben benötigt diese "universellen","toten" Bausteine, aber nicht anders herum. Der Tod benötigt nicht das Leben. Wir sterben damit anderes Leben unsere Bausteine wiederverwenden kann. Sterben ist eine Eigenschaft des Lebens. Der Planet Erde existiert auch ohne die Existenz von Leben. Das Leben aber nicht ohne unbekannte Vorraussetzungen für dessen Enstehung.

fussel
Jaja, lieber Fussel, so gut so getrennt. Du meinst also, chemische Prozesse, die im Erdkern stattfinden, und die sich durch physikalische Prozesse (Verschiebung von Kontinentalplatten, Vulkanausbrüche, Gebirgsauffaltungen etc.) äußern, haben nichts mit Leben zu tun! Und was ist mit dem Einfluß von Licht und Wärme, die von der toten Materie, wie es ja die Sonne nach deinem Verständnis von Leben zu sein scheint, ausgeht?

Das sind doch genauso Lebensprozesse! Woraus besteht denn ein Mensch? Alles Bestandteile, die auch in der sog. toten Materie vorhanden sind. Wir Menschen können es wahrnehmen und erkennen und benennen.

Der Tod benötigt das Leben sehr wohl, denn ohne Leben gäbe es ihn gar nicht. Wo nichts lebt, kann auch nichts sterben.
 
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AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

Moin Lilith,

Vielleicht haben wir nur Probleme mit der Begrifflichkeit. Glaubst du das die Welt schon existierte bevor es das Leben gab? Wie nennst du dieses System? Wäre kein Leben enstanden würde es trotzdem existieren. Das Wort "Tod" ist natürlich mit dem Leben verbunden. Aber ich weiss, keinen besseren Begriff für ein nicht lebendes System.

fussel
 
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

Moin Lilith,

Vielleicht haben wir nur Probleme mit der Begrifflichkeit. Glaubst du das die Welt schon existierte bevor es das Leben gab? Wie nennst du dieses System? Wäre kein Leben enstanden würde es trotzdem existieren. Das Wort "Tod" ist natürlich mit dem Leben verbunden. Aber ich weiss, keinen besseren Begriff für ein nicht lebendes System.

fussel

Hallo fusseli!
Könnte sein, dass wir verschiedene Begriffe verwenden, aber dasselbe meinen! Schaumamal!

Also: Du willst darauf hinaus, dass es die Welt, also unser Universum in der gaaaanz frühen Phase nur als tote Materie gab, und dann entwickelte sich daraus das Leben. So Schritt für Schritt aus der toten zur lebendigen Materie.

Ich glaube, dass von dem Moment an, wo eine Idee beginnt sich zu verwirklichen, (wie auch immer das funktioniert) sie schon das ganze Potential in sich hat, was im Laufe der Enwicklung daraus entstehen kann.
Ich glaube nicht, dass es tote Materie als Zustand gibt. Denn die Welt ohne die Lebewesen ist mE nicht tot. Ich hab ja schon gesagt, dass ich chemische oder physikalische Prozesse auch als Lebensprozesse verstehe. Lebewesen im biologischen Sinn sind schließlich alle aus der "toten" Materie entstanden, müssen also in irgendeiner Form schon vorher als Idee angelegt gewesen sein.

Die Idee, das Potential, das Gedachte, das was vor der Materie ist (und war), das gehört zu meinem Begriff von Gott.
Und nachdem du ja einige meiner Überlegungen schon kennst, wirst du dich sicher erinnern, dass ich Gott auch mit dem Begriff Liebe gleichsetze. Ich trenne die Bereiche nicht nach Philosophie und Biologie oder Religion. Für mich gehört alles zusammen, und es IST ja eine Einheit.

Es ist gar nicht schwer zu verstehen, es geht um eine Betrachtung der Welt, wo nicht nur analytisch in Einzelheiten zerlegt wird. Liebe ist mE jene Kraft, die alles zusammenhält und in Verbindung bringt. Liebe, Prana, Dao, das was zwischen den beweisbar vorhandenen Materieteilchen unsichtbar da ist, der Hauch Gottes, der Lebenshauch, die Vibrations, das was man spüren kann, wenn das Hirn ein wenig Pause hat.

Was hast du davon, wenn du darüber grübelst, ob es die Welt auch gäbe, wenn kein Leben entstanden wäre? Wir leben in diesem System, wo es so ist, wie es ist. Wir sind schließlich ein Ergebnis der Entwicklung des Lebens.

Wie könnte jemand über solche Fragen überhaupt nachdenken, wenn er gar nicht existieren würde?

Ich fürchte, ich habe nun noch mehr Fragen aufgeworfen, deine Frage habe ich aber so gut ich konnte, beantwortet. Oder ist noch etwas unklar?

:zauberer2
lilith
 
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

hmmm, ich verstehe was du meinst. Darüber muss ich länger nachdenken.

:kuss1:
fussel
 
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

Ich glaube, dass von dem Moment an, wo eine Idee beginnt sich zu verwirklichen, (wie auch immer das funktioniert) sie schon das ganze Potential in sich hat, was im Laufe der Enwicklung daraus entstehen kann.

:zauberer2
lilith

ich denke, dass zeigt der begriff "idee" schon an.
etwas, was schon als form vorhanden ist, wie der alte aristoteles so meinte.

Die Idee, das Potential, das Gedachte, das was vor der Materie ist (und war), das gehört zu meinem Begriff von Gott.

damit setzt du die materie als erscheinungsform der idee, also praktisch eine welt aus der idee. dann ist gott also deine universelle idee, die höchste, die schaffende, die mit der idee der liebe gleichzusetzen ist? versteh ich dich da richtig?
dann hättest du denselben gedankengang wie der olle platon mit seiner höchsten "Idee des Guten", aus der alles sich in fortlaufender methexis alles ableitet.
 
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

damit setzt du die materie als erscheinungsform der idee, also praktisch eine welt aus der idee. dann ist gott also deine universelle idee, die höchste, die schaffende, die mit der idee der liebe gleichzusetzen ist? versteh ich dich da richtig?
dann hättest du denselben gedankengang wie der olle platon mit seiner höchsten "Idee des Guten", aus der alles sich in fortlaufender methexis alles ableitet.

Ja du verstehst mich richtig.
Ich hab keine Ahnung was methexis bedeutet.

Idee des Guten? Ist für Platon das Gute = Gott? Dann wären wir evtl. einer Meinung. Für mich heißt Gott=Idee=Alles was ist. Wenn es bedeutet, dass alles was ist auch gut ist, weil es von Gott so gedacht ist, dann stimme ich Platon zu.
 
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

Moin Lilith,

Für mich heißt Gott=Idee=Alles was ist. Wenn es bedeutet, dass alles was ist auch gut ist, weil es von Gott so gedacht ist, dann stimme ich Platon zu.
Das verstehe ich nicht ganz. Du sagst "Alles ist gut". Daraus folgere ich das nichts böse (im Sinne von nicht gut) ist. Wenn es etwas böses gar nicht gibt, wieso das Unterscheidungsmerkmal gut?:confused:

fussel
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

Moin Lilith,

Das verstehe ich nicht ganz. Du sagst "Alles ist gut". Daraus folgere ich das nichts böse (im Sinne von nicht gut) ist. Wenn es etwas böses gar nicht gibt, wieso das Unterscheidungsmerkmal gut?:confused:

fussel

Hallo fussel!
Mit dieser Frage hatte ich auch ein Problem. Ausgehend von der menschlichen Fähigkeit, die Welt nur durch Unterscheidungen wahrzunehmen, muss das was nicht gut ist böse sein. Das heißt, das Gute kann ohne das Böse nicht wahrgenommen werden.

Wenn ich aber davon ausgehen, dass Gott alles, was existiert, genauso gedacht hat, dass daher nichts ohne das andere sein kann, weil es sich gegenseitig braucht, dann ist aus der (übergeordneten) Sich Gottes "alles gut", weil es eben nur so funktionieren kann. Wenn es das Böse nicht gäbe, dann würde etwas fehlen. In diesem Sinne gibt es dann nur noch das Gute.
(Wie auch in der Schöpfungsgeschichte - sinngemäß - steht: ... und Gott sah, das es gut war!)

:blume1:
herzlich
lilith
 
AW: Gott-die Grenze des Verstandes und der Philosophi

(Wie auch in der Schöpfungsgeschichte - sinngemäß - steht: ... und Gott sah, das es gut war!)
Mich würde dann deine Interpretation des Sündenfalls und dessen Folgen interessieren.

fussel
 
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