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Freundschaftliche Bindung und das Wahrnehmungsspektrum

Manfred85

Well-Known Member
Registriert
1. August 2018
Beiträge
1.347
Ich hab mich vor ein paar Jahren mit jemand freiwillig angefreundet, auf dieser Basis sich eine freundschaftliche Bindung ergeben hat. Irgendwann hat sich mein Wahrnehmungsspektrum erweitert. Diese Person hat Wurzeln in einem Land, in dem ich nicht geboren bin. Trotzdem muss ich feststellen, seit dem (seit der freundschaftlichen Bindung) ist mein Wahrnehmungsspektrum ein Stück gewachsen. Ich würde sagen, dass hat die Menschen in der Geschichte wirklich vorangebracht. Nun gibt es in der Geschichte aber auch Stagnation und da wird mir richtig schlecht. Politiker (zumindest äusserst viele) machen sich ja keine Freunde und ich lebe ja in Deutschland, dieses, es lässt sich nicht verleugnen, Gedanken bräuchte, die die Menschen zusammenführt, aus Neugierde, damit man sich anfreunden kann, auf dieser Basis (freundschaftliche Bindung) jeder Mensch ein größeres Wahrnehmungsspektrum haben "könnte". Aber... ich vermute... wenn man Menschen auf diese Weise zusammenbringt, gäbe es kein Lagerdenken mehr und das wollen jene, die das Lagerdenken brauchen, nicht. Beispiel: manche Politiker möchten Menschen aus anderen Ländern abschieben (*hust* Höcke *hust*), andere positionieren sich gegen Abschiebung. Beide Seiten denken aber in Lagern. Selbst Parteien die sich ganz offen gegen allgemeine Abschiebung positionieren, nennen Menschen aus anderen Ländern immer noch Migranten, anstatt Menschen mit eigenen Wurzeln und ich habe zumindest das Gefühl, dass sie diese Definition (ein Migrant) weiterhin verwenden werden. Denn erst Lager ermöglichen ja Narrative, diesen man sich natürlich immer noch beugen muss, um dann dem Narrativ zu folgen und jetzt wenn man sich mal überlegt, wer die Narrative definiert... dann vermute ich, dass ich gefährlich leben könnte (ich kann mich natürlich täuschen, fände ich gut, wenn ich mich täusche), wenn ich Menschen mit eigenen Wurzeln die Möglichkeit geben will, sich mit Menschen anzufreunden zu können, die ihre Wurzeln haben, wo sie geboren sind und sich entwickelt haben. Doch solche Gedanken wie "Begegnungsstätten" bzw. "Austauschprogramme" (vielleicht habt ihr ja Gedanken, die dass besser ermöglichen), sind, hier in Deutschland, viel zu wenig umgesetzt und wenn man dass nicht umsetzen will, wird das ganze nicht angenehm. Denn selbst Parteien die sich gegen allgemeine Abschiebung Positionieren, müssen solche Gedanken ja immer noch umsetzen, doch wenn sie weiterhin in Lagern denken möchten, gewinnt am Ende der Dümmste.

Ich frage mich, was muss man für ein Mensch sein, der Lagerdenken benötigt?
 
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