Placid, ich denke dein Problem liegt darin begründet, dass du meinst es sei möglich komplexe Fragen, welche außerhalb unseres erreichbaren Erkentnishorizonts liegen durch philosophisches Denken zu lösen. In bestimmtem Umfang trifft dies sicher zu.
Aber ein solches Thema, wie das von dir aufgeworfene liegt eindeutig außerhalb dieses Bereichs. Menschen sind zeitliche und räumliche Wesen und können somit nur über Themen philosophieren, welche ebenfalls in Raum und Zeit eingebunden sind. Nimmst du nun einen von diesen beiden Begriffen weg, so bleibt auch kein Spielraum mehr für philosophische Reflexion, da das Spiel des Denkens nur funktioniert, wenn du die Werkzeuge Raum und Zeit bei Hand hast.
Somit gleicht du einem Jongleur, der von sich behauptet Jonglieren zu können, ohne über Hände zu verfügen. Jeder wo aber Hände und tatsächliche Übung im Jonglieren hat, wird erkennen wie unsinnig dein Unterfangen ist ohne Hilfsmittel, sich auf Terrain zu begeben, welches außerhalb jeglicher wissenschaftlicher und erkentnisrealistischer Kontexte liegt.
Auch im physikalischen Sinne ist keineswegs erwiesen, durch welche Interaktionen das Phänomen Zeit und Raum erwächst und aus welchen Bestandteilen sie sich zusammensetzen. Gemäß der Relativitätstheorie scheint es vielmehr so, als existierten Raum und Zeit nicht als isolierte Gebilde, sondern vielmehr als ein Ganzes. Somit kann Zeit nur dort existieren, wo Raum existiert und umgekehrt.
Wobei bei dieser Definition freilich unklar ist, was unter Raum überhaupt verstanden wird. Ein unbedachter Posauner wie du, könnte gar behaupten schon der gedanklich vorgestellte Raum sei einer. Diese Ansicht ist jedoch kritisch zu hinterfragen. Schließlich ergibt sich dieser an sich Nichtexistente Raum durch in der Raumzeit kommunizierenden Neuronen Verbänden. Somit ist das Produkt der Neuroneninteraktionen ( der Raum an sich ) Nichtexistent. Die Neurone existieren jedoch als Struktur innerhalb von Raum und Zeit.
Und diese Neurone können sowohl materiell existente Räume ( dein Kinderzimmer ) repräsentieren, wie auch imaginäre Räume ( z.B Die Person Ellemaus als eine Mischung aus Ellebogen und Maus, was in unserer Realität nicht möglich ist.) Und in dieser zweiten Denkfalle steckst du meines Erachtens von Anfang an drinnen, und hast deine ganze Philosophie in das Loch des absurden Denkens geworfen und hälsts dort an Ketten, posaunender Placid. Du meinst deine Überlegungen bezüglich metaphysischer Fragen seien Produkte, die die Wirklichkeit widerspiegeln und erkennst nicht, dass dein unberechenbares Gehirn dir dies nur vorgaukelt.
Um nicht als ein heuchlerischer Typ, dazustehen tust du zwar so, als zweifelst du an der Realität und würdest dich gar als potentielles Hirnle im Tank outen . Tatsächlich bist du vermutlich aber auf einem Ego Tripp und suchst , sofern ich deine Beiträge richtig interpretiere fast schon Argumente um deine Mitmenschen und die Umgebung als unwirklich abzuphilosophieren um Untugenden begehen und rechtfertigen zu können ! Dieser absurde Gedankengang muss aber jedem tugendhaften Gewissen fernebleiben !
Auf die einzelnen Argumente in deinem Thread braucht eigentlich gar nicht näher eingegangen zu werden, da sich diese im Grunde selbst aufheben. Sie sind nämlich Produkte die deinem Denken entspringen und nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand nicht empirisch zu klären sind. Einzig ein denkendes Individuum kann sich Antworten zu deinen aufgeworfenen Fragen zurechtdenken, was aber nur im Kopfe des jeweiligen Lesers als richtig oder falsch erachtet wird.
Der Anonyme Schreiber