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Effektiver Altruismus bzgl dem Klimawandel

Die Diskussion ist ja scheinbar abgeschlossen. Ich schicke ihr noch eine Meinung hinterher. Die Klimathematik ist Form einer modernen Religion. Mit dem Klima als den Gott. Die Computerprogramme uns Veröffentlichungen sind die "Bibel" dieses Gottes und die verkündenden „Wissenschaftler“ sind seine Propheten und Priester dieser Religion. Warum? Weil es nicht um das Wohl des Menschen, sondern um das Wohl des Klimas geht. Damit ist das Göttliche deklariert.
Ja, da wie dort nimmt der Ideologe eine höhere Entität her, alleine zu deren Wohl er die Menschheit auffordert, zu dienen. Und er, der Prophet, gibt vor, was man zum Wohle jener Entität tun müsse. Und weil er das (vorgeblich) ja so selbstlos tut "Die Welt, die Tiere, die Pflanzen, unsere Kinder, ...." beansprucht er moralische Überlegenheit für sich.

Ja, der Klimaideologe baut seine Geschichten um einen logischen bzw logisch erscheinenden oder gar wissenschaftlichen Kern herum auf. Aber er zieht unwissenschaftliche Schlüsse daraus und fabuliert hanebüchene Geschichten herum.
Ähnlich (wenn auch nicht so offensichtlich grotesk) mandens 'wissenschaftliche' Erklärung, warum es einen Schöpfer geben müsse:
"Natürlich muss es einen Schöpfer geben, denn wir sind ja da!"
 
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Mancher Sturm, der als Wetterereignis interpretiert wurde, hat auch manchen Ast von einem Baum fallen lassen und mancher Ast hat auch einen Kopf getroffen. Die Folgen sieht man dann in manchen Foren...:D
Und manch einer merkt nicht, dass es SEIN Kopf war, den es getroffen hat.
Wer das ist erkennt man daran, wer seine Aussagen inhaltlich auch begründen kann und sich nicht ideologischer Empörung bedient. :D
 
Das lässt sich aus meiner Antwort herauslesen.
Vielleicht für dich, aber nicht so eindeutig für mich, daher meine Frage.
Antwortest du gerade heraus und ehrlich oder willst du wie frenilshtar herumtänzeln um dich einer direkten Antwort entschlagen?
Erinnere dich an sein "einfach leeeeeeeeeeeeeeeeeeesen!" wenn er zu feige ist zu antworten.
Dass es fraglich ist, ob Frau Reiche nach bestem Wissen und Gewissen handelt.
Ist auch bei dir fraglich und generell bei jedem, auch bei mir. Das aber rechtfertig noch keine öffentliche Anschuldigung.
Für öffentliche Anschuldigungen braucht es schon KONKRETE Anhaltspunkte, die du nach wie vor schuldig geblieben bist.
Deshalb kannst du nicht herauslesen, ob meine Antwort ja oder nein bedeutet.
Aha, na immerhin sind wir uns jetzt darüber einig, dass ich keine eindeutige Antwort bei dir herauslesen kann.
Hat es nun zur Folge, dass du diese Frage nun offen, ehrlich und gerade heraus beantwortest?
Frau Reiche will die PV-Anlagen auf den Dächern vom Stromnetz abklemmen, damit sie keinen überschüssigen Strom mehr einspeisen können, für den sie bisher eine Vergütung bekommen. Das bedeutet, dass die PV-Anlagen unrentabel werden. Soviel zum Thema gutes Wissen und Gewissen.
Dein gezogener Zusammenhang ist hanebüchen.
Überschüssiger Strom ist kein "good", sondern ein "bad", zu Deutsch ein "inferiores Gut". Überschüssigen Strom zu produzieren ist an sich unrentabel. Dafür auch noch Geld zu bekommen macht es nur für den Produzenten rentabel, auf Kosten eines anderen, der für das, was er nicht haben will und ihm aufgezwungen wird, auch noch bezahlen soll. Das wäre so als wenn man dafür Geld bekommt, Müll zu produzieren, den man dem Nachbarn in den Garten schmeißt und sich dann aufregt, wenn jemand diesen Geldhahn zudrehen will, weil dadurch sein Geschäftsmodell auch für ihn selbst unrentabel würde.

Wenn PV-Anlagen für die Betreiber nur dann rentabel werden, wenn sie subventioniert werden, sind sie eben von sich aus unrentabel. An letzterem ist nicht Reiche schuld. Wie willst du also den Nachbarn von Herrn P. überzeugen, dass er für die PV-Anlage von Herrn P. mitzahlen soll, DAMIT sie für Herrn P. rentabel wird?
Wie willst du es mit deinem Wissen und Gewissen vereinbaren, den Nachbarn von Herrn P. dazu zu zwingen?
Tust du ja auch nicht. Für dich sind alle ideologiebehaftete Aktivisten, die sich ernsthaft mit dem Klimawandel beschäftigen und sich dementsprechend für mehr Klimaschutz einsetzen. Das ist das Thema, mit dem du dich beschäftigst.
Nein. Für mich sind alle ideologiebehaftete Aktivisten, die Aktionismus betreiben und ideologische Geschichten erzählen und dafür sogar faktisch widerlegte Narrative erzählen und trotz Widerlegung dabei bleiben.
Es haben sich seinerzeit etliche, auch gescheite Menschen, ernsthaft mit Hexentum beschäftigt - und die wildesten Geschichten inklusive 'wissenschaftlicher' Theorien und Methoden kreiert. Ändert aber nicht daran, dass es Humbug ist, der letztendlich großen Schaden angerichtet hat.
Wenn du den Klimaforschern unterstellst, sie würden nichts Anderes als Theorien entwickeln, dann sind natürlich für dich alle Ideologen, die sich für Klimaschutz einsetzen. Dann siehst du auch überall Betrüger, aber du solltest dich fragen, welchen Grund sie dazu hätten.
Welche Gründe die Leugner des Klimawandels haben, das ist nicht schwer zu erraten.
Wenn, wenn, wenn. Das macht aber aus deinem "wenn" kein "es ist".
Was Klimaforscher tun und nicht tun, habe ich explizit geschrieben. Dass ich ihnen unterstellt hätte, sie würden nicht Anderes als Theorien entwickeln, dann ist das eine Unterstellung deinerseits. Aber in der Tat ist es einer der Kernaufgaben von Wissenschaftern, Theorien zu entwickeln.
Ich ärgere mich seit einigen Wochen über die Kehrmaschine, die um 6:30 Uhr morgens unter meinem Schlafzimmerfenster vorbeifährt. Jemand will anscheinend sein Quantum möglichst schnell erledigen, weil er den Nachmittag für seine Freizeit braucht. Meine Frau merkt nichts davon, weil sie einen gesünderen Schlaf hat als ich.
Es kommt immer darauf an, ob man sich auf die Störgeräusche konzentriert oder auf das Zwitschern der Amseln das auch zu den Morgengeräuschen gehört.
In der Hinsicht mache ich es dir also nach, aber nur einmal wöchentlich und nur vorerst...;)
Weiß jetzt nicht genau, worauf du hier hinaus willst. Ich meine, dass es unvernünftig ist, sein Leben damit zu verbringen, gegen Windmühlen zu kämpfen. Unverschämt ist es, von anderen zu verlangen, ihr Leben dem Kampf gegen ebenjene Windmühlen zu opfern.
Ach du Armer, niemand versteht dich und deine Kernaussage bleibt allen verborgen...
Nein, nur den verblendeten Ideologen. Ich bin Wissenschafter und beschäftige mich hauptsächlich mit Themen, die der Großteil der Menschheit nicht versteht. Geht aber letztendlich jedem Experten so, dass der Großteil der Menschheit die Expertise nicht teil. Expertise ist ja genau so definiert, dass dem so ist. Insofern behaupte nicht nur, dass ich mich nicht als Armen sehe sondern lege dir auch logisch und plausibel dar, warum dem so ist. Ein Wissenschafter macht das in der Regel so, liegt ihm im Blut. :D
Etwas, das sich global durchsetzen muss, kann nicht reibungslos funktionieren. Das funktioniert nicht einmal in diesem Forum mit nur ein paar Beteiligten, wie man sieht.
Das kommt noch dazu, nicht einmal Covid hat solche wie frenilshtar davon abgehalten, ihre Menschen-, Wahrheits- und Demokratieverachtung auszuleben.
Hier kommt noch dazu, dass es nicht nur "nicht reibungslos" funktioniert, sondern eben grundsätzlich nicht. Warum das so ist, erschließt sich aus der Verhaltensforschung und der Spieletheorie. Nicht aus der Klimatologie.
Es gibt viele Trumps in dieser Welt, aber sie haben zum Glück nicht viel zu melden.
Es steckt in jedem ein Trump. Bei Donald hat er lediglich vollends die Kontrolle übernommen, nachdem er ihn ein Leben lang kultiviert hat.
Aber der Kern "ich mache, was ich will und sch*** auf den Rest" steckt in jedem. Praktisch jeder versucht, die Regeln bis zur Grenze auszunutzen und sie da und dort auch noch etwas zu übertreten, wenn es sich auszuzahlen scheint. Niemand ist zu 100% ehrlich und aufrichtig.
Wer das bezweifelt, soll ich mal fragen, ob er bei der Partnerwerbung (oder beim Bewerbungsgespräch) alles, auch seine negativen Seiten, gleicherart betont hat oder ob er nicht doch dazu geneigt war, seine positiven Seiten hervorzukehren und dessen, wofür er sich schämt, zu verbergen?
Auf wie viele taube Ohren die Wissenschaft stoßen kann, das hat man in der Pandemie gesehen.
Das brauchst mir nicht zu erzählen, nachdem ich das mit dir hier habe und dich MIT ARGUMENTEN dazu zu bringen versuche, das zu erkennen.
Hinzukommt, dass der Klimaschutz für viele Interessengruppen ein rotes Tuch ist, denn sie haben ihren Reichtum und ihre Macht zulasten des Weltklimas aufgebaut. Das wollen sie nicht opfern, weil irgendwelche ihre Untaten aufgedeckt haben und sie an den Pranger stellen. Und sie setzen alle Hebel ein - denn sie haben viele - die ihnen ihr Reichtum und ihre Macht in die Hände geben, um alle Warner als jammernde Ideologen zu verkaufen - mit Bonuspunkten, versteht sich, wie im Supermarkt...
Das ist so, nur wenn du meine Zeilen verständig gelesen hast, dann weißt du, ich gehöre nicht zu den Klimaleugnern, die du hier wohl meinst.
Meine Meinung ist erstens, dass die Klimaerwärmung sehr wohl statt findet, und dass menschliche Aktivitäten einen gewissen Beitrag dazu liefern. Hier deckt sich meine Haltung mit jener der Klimaaktivisten, denn diese basiert auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Unterschied zu den Klimaaktivisten aber habe ich erkannt, dass ihr Aktivismus mit Predigten, Aufklärung und Zwängen nicht dazu führt, dass sich am menschlichen Beitrag signifikant etwas ändert.
Sammelst du Bonunspunkte?;)
Nein, ich jammere ja auch nicht wie die Supermarktklimaideologen. :dontknow:
 
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Vielleicht für dich, aber nicht so eindeutig für mich, daher meine Frage.
Antwortest du gerade heraus und ehrlich oder willst du wie frenilshtar herumtänzeln um dich einer direkten Antwort entschlagen?
Die Antwort steht doch darunter. Immer noch nicht verständlich? Dann willst du sie nicht verstehen.
 
Die Antwort steht doch darunter.
Deine Tänzelei geht weiter.... :schlaf:


Noch einmal zur Erinnerung: Meine Frage war wörtlich:
"Du hast ihr unterstellt, nicht nach (ihrem) besten Wissen und Gewissen zum Wohle der Bevölkerung zu handeln. So habe ich deine Zeilen bzw Anschuldigungen gelesen. Habe ich mich dabei denn geirrt?"

Deine Entgegnung
Dass es fraglich ist, ob Frau Reiche nach bestem Wissen und Gewissen handelt.
beinhaltet -wie auch von mir gezeigt- etwas ganz allgemeingültiges und entspricht nicht dem,
was du vorhin über sie behauptet hast.

Ähnlich:
"Herr P., der Verbrecher, hat........."
Und nach Hinterfragen, worauf seine Anschuldigungen basieren und was genau er gemeint hätte abzuschwächen versucht
"Ich meine, ich kann nicht garantieren, dass Herr P. immer völlig gesetzeskonform gehandelt hätte...."

Das sind zwei sehr unterschiedliche Aussagen.
 
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Dein gezogener Zusammenhang ist hanebüchen.
Überschüssiger Strom ist kein "good", sondern ein "bad", zu Deutsch ein "inferiores Gut". Überschüssigen Strom zu produzieren ist an sich unrentabel. Dafür auch noch Geld zu bekommen macht es nur für den Produzenten rentabel, auf Kosten eines anderen, der für das, was er nicht haben will und ihm aufgezwungen wird, auch noch bezahlen soll. Das wäre so als wenn man dafür Geld bekommt, Müll zu produzieren, den man dem Nachbarn in den Garten schmeißt und sich dann aufregt, wenn jemand diesen Geldhahn zudrehen will, weil dadurch sein Geschäftsmodell auch für ihn selbst unrentabel würde.

Wenn PV-Anlagen für die Betreiber nur dann rentabel werden, wenn sie subventioniert werden, sind sie eben von sich aus unrentabel. An letzterem ist nicht Reiche schuld. Wie willst du also den Nachbarn von Herrn P. überzeugen, dass er für die PV-Anlage von Herrn P. mitzahlen soll, DAMIT sie für Herrn P. rentabel wird?
Wie willst du es mit deinem Wissen und Gewissen vereinbaren, den Nachbarn von Herrn P. dazu zu zwingen?
Du willst nicht diskutieren, sondern Stimmung gegen alle machen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen.
Man lässt sich nicht eine PV-Anlage aufs Dach installieren, wenn man den Strom, den sie produziert nicht nutzen kann. Untertags ist man am Arbeitsplatz und währenddessen produziert die PV-Anlage Strom, den man gar nicht nutzen kann, oder gerade noch für den Kühlschrank.
Nach Sonnenuntergang kommt man nach Hause und will sich was kochen, aber die PV-Anlage liefert keinen Strom. Dann zieht man ihn aus dem Stromnetzt. Man will sein Geschirr spülen, seine Wäsche waschen, womöglich sein E-Auto aufladen, aber den gibt es nur im Stromnetz.
Es ist eine Vereinbarung schon aus Merkels Zeiten, dass die PV-Anlagen ungenutzten Strom ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung bekommen, die weit unter dem Preis liegt, denn der Stromverbraucher zahlt. Wäre das nicht so, würde Strom für die Katz produziert, und wir bräuchten viel mehr Gas- oder Atomstrom.
Es handelt sich also nicht um eine Subvention, sondern ganz im Gegenteil die Energiewirtsaft profitiert zusätzlich davon, denn sie bekommt Billigstrom vom Privatproduzenten untertags und verkauft ihm den gleichen Strom abends viel teurer.
Nur deshalb haben wir heute einen Stromanteil aus regenerativer Energie um die 60%.
Ich bin mir nicht bewusst, für irgendwas Frau Reiche beschuldigt zu haben, das sie nicht selbst verbockt. Hinzukommen die 40 Gaskraftwerke, die sie bauen lassen will, weil sie irgendjemandem einen Gefallen tun will. Eine andere Erklärung habe ich nicht, denn für die Stromspeicherung haben sich bereits genug Inverstoren gemeldet. RWE plant beispielweise auf dem Gelände von Atomkraftwerk Gudremingen eine Stromspeicheranlage zu bauen und ein sehr großes Solarfeld. RWE ist einer der fünf Energieriesen, die bisher unseren Energiemarkt unter sich geeilt haben.
 
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Du willst nicht diskutieren, sondern Stimmung gegen alle machen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen.
Wenn dem so wäre, würde ich mit Parolen und nicht mit Argumenten und inhaltlichen Ausführungen kommen.
Man lässt sich nicht eine PV-Anlage aufs Dach installieren, wenn man den Strom, den sie produziert nicht nutzen kann. Untertags ist man am Arbeitsplatz und währenddessen produziert die PV-Anlage Strom, den man gar nicht nutzen kann, oder gerade noch für den Kühlschrank. Nach Sonnenuntergang kommt man nach Hause und will sich was kochen, aber die PV-Anlage liefert keinen Strom. Dann zieht man ihn aus dem Stromnetzt. Man will sein Geschirr spülen, seine Wäsche waschen, womöglich sein E-Auto aufladen, aber den gibt es nur im Stromnetz.
Richtig, das ist aber etwas, was im technischen Prinzip einer PV-Anlage steckt und man niemandem, und schon gar nicht Politikern vorwerfen kann.
Es ist eine Vereinbarung schon aus Merkels Zeiten, dass die PV-Anlagen ungenutzten Strom ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung bekommen, die weit unter dem Preis liegt, denn der Stromverbraucher zahlt.
Das ist auch ganz normal und gilt für so ziemlich alles. Der Bauer, der "seine" Milch an die Milchindustrie abgibt, erhält dafür weit weniger als der Kunde dafür im Laden bezahlt. In Österreich erhält ein Bauer derzeit 50-55 cent pro kg Rohmilch, während der Kunde für 1 Liter (entspricht ~1.03 kg) Vollmilch im günstigsten Angebot 99 cent bezahlt, in der Regel aber € 1.70 oder noch mehr. Das ist kein Wucher oder eine Verschwörung gegen die Bauern, sondern ergibt sich aus Transport, Be- und Verarbeitung, Verpackung, Bereitstellung, Steuern und Abgaben. Ich mag gerne Rohmilch, und einige Bauern in der Gegend haben eigene Automaten, an deren man sich seine Milch selbst zapfen kann. Kostet etwa € 1.50 der Liter. Auch hier zahlt man neben der Milch selbst den Transport, die Bereitstellung (der Bauer bringt die Milch vom Hof zu den Automaten, kauft, wartet und betreibt die Automaten und zahlt da und dort auch Miete für den Stellplatz) und Steuern und Abgaben. Das alles zahlt der Kunde also mit. Beim Strom ist es nicht anders. Generell wird ein Leitungsnetz für den Transport der Energiemenge, die der PV-Besitzer A ins Netz gibt bis zu irgendeinem Verbraucher benötigt, dessen Betrieb Kosten beinhaltet, die der Verbraucher zahlen muss, aber natürlich beim Netzbetreiber, und nicht beim Einspeiser ankommt. Jetzt ist es beim Strom noch "schlimmer" als bei Milch, bei der es auch immer wieder punktuell zu Überschüssen kommt, und keine Molkerei will noch mehr Milch geliefert werden, weil sie sie momentan nicht verarbeiten kann und diese Milch nach Stunden oder Tagen verkommt und irgendwie "entsorgt" werden muss. Strom ist noch viel weniger haltbar und kann nicht einfach so gelagert werden, das Netz selbst hat keinerlei signifikante Kapazität. Es braucht Einrichtungen (Stromspeicher bzw Speicherkraftwerke), deren Aufgabe es nicht nur ist, Strom zu speichern, sondern auch das Netz und damit die gesicherte Versorgung zu schützen. Dieser Dienst beinhaltet auch seine Kosten, die prinzipiell entweder der Einzelne Einspeiser im Fall des Falles bezahlt (er würde dann tatsächlich dafür zahlen, dass er Strom einspeist) oder diese Kosten werden verteilt und manifestieren sich in einer generell geringeren Einspeisevergütung.
Der sozialere und mMn fairere Weg ist jener der generell geringeren Einspeisevergütung, aber du scheinst hier gerade diesen zu kritisieren.
Wäre das nicht so, würde Strom für die Katz produziert, und wir bräuchten viel mehr Gas- oder Atomstrom.
Ich denke du meinst mit "Wäre das nicht so" nicht, dass wenn es nicht so wäre, dass die Einspeiser weniger als den Verkaufspreis bekommen, sondern dass wenn es nicht so wäre, dass PV-Anlagen Strom einspeisten.
Mag sein, dass man dann mehr Gas- oder Atomstrom bräuchte, aber muss aber nicht. Auch jetzt muss es ja genügend geben, um die Abende und Nächte genügend Strom zu haben - also auch jene Zeiten abdeckt, in denen kein Strom von PV-Anlagen kommt. Mir erschließt sich jetzt nicht die Notwendigkeit noch weiterer Kraftwerke, um dasselbe auch untertags zu gewährleisten.
Es handelt sich also nicht um eine Subvention, sondern ganz im Gegenteil die Energiewirtsaft profitiert zusätzlich davon, denn sie bekommt Billigstrom vom Privatproduzenten untertags und verkauft ihm den gleichen Strom abends viel teurer.
Sie bekommt Billigstrom untertags, den sie zu der Zeit nicht braucht und muss abends Strom bereitstellen, wenn alle Strom brauchen aber keinen liefern.
Nur deshalb haben wir heute einen Stromanteil aus regenerativer Energie um die 60%.
Ist ja auch ok, und ich habe soeben erläutert, warum zumindest derzeit in Deutschland keine 100% zum gleichen Preis möglich sind.
Ich bin mir nicht bewusst, für irgendwas Frau Reiche beschuldigt zu haben, das sie nicht selbst verbockt.
Du hast sie des Lobbyismus bezichtigt und, so wie ich es gelesen haben, mangelnder Integrität.
Hinzukommen die 40 Gaskraftwerke, die sie bauen lassen will, weil sie irgendjemandem einen Gefallen tun will.
Und schon kommt die nächste Anschuldigung im Jargon der Verschwörungstheoretiker. Pauschal,
prinzipiell unwiderlegbar, aber ohne konkrete Belege.
Eine andere Erklärung habe ich nicht, denn für die Stromspeicherung haben sich bereits genug Inverstoren gemeldet.
Na, welche Begründung liefert denn Reiche selbst? Das wäre doch das erste, wonach man suchen sollte,
bevor man mit Anschuldigungen kommt.
So wie ich dich zunächst nach Begründungen DEINER Anwürfe frage anstatt dass ich dich gleich der politischen
Hetze bezichtige.
RWE plant beispielweise auf dem Gelände von Atomkraftwerk Gudremingen eine Stromspeicheranlage zu bauen und ein sehr großes Solarfeld. RWE ist einer der fünf Energieriesen, die bisher unseren Energiemarkt unter sich geeilt haben.
Ist ja gut, und was genau willst du damit sagen? Findest du das gut? Findest du das schlecht? Was bedeutet das in Bezug auf Reiche?
 
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