Das ist Gegenwartlogik pur. Es geht um die historische Einmaligkeit des Ereignisses und welche Schlüsse man daraus ziehen sollte -ganz besonders, wenn man weitere globale Ereignisse mit heranzieht.
Was du machst, ist dem Prinzip der Gegenwartslogik zu frönen. Du pickst dir Bayern heraus und blickst nur dort hin. Ich hingegen blicke über deinen Horizont hinaus und finde dort andere Gegenden die mit dem, über das die Bayern klagen, gut zurecht kommen. Die behauptete Katastrophe ist damit widerlegt. Die Welt geht nicht unter. Auch nicht die Bayrische. was nicht heißt, dass keinerlei Problem bestünde. Ich rücke lediglich die Dimension zurecht.
Nicht "die Medien" sondern eine ganze Reihe seriöser Medien, die wissenschaftliche Erkenntnisse öffentlich machen, eweitern den Horizont des Durchschnittsbürgers.
Sie erweitern den Horizont, aber die meisten Durchschnittsbürger schnappen nur einzelne Fetzen auf. Manche, so wie du hier diese Fetzen dann willkürlich zusammen und schmücken die Zwischenräume mit Fabulierungen auf, die sie dann als Wahrheit verkaufen wollen. Scheinbar belegt durch die einzelnen Fetzen, die sie aufgeschnappt haben. Bei dir im Falle des Klimawandels wie auch im Falle Reiches.
Eine andere Möglichkeit hat man nicht, denn die Wenigsten können wissenschafltiche Veröffentichungen im Original lesen und verstehen.
Man muss etwas nicht im Original lesen und es vollständig verstehen, um etwas zu verstehen.
Praktisch niemand VERSTEHT Quantenphysik, aber dennoch können viele Physiker sinnvoll mit ihr umgehen.
Die meisten Normalbürger aber haben kein ausreichendes wissenschaftliches "Gespür" oder "Fertigkeit", um wissenschaftliche Aussagen von unwissenschaftlichen zu unterscheiden. Das führst du hier wiederholt vor. Ich muss kein Klimatologe sein, um die Aussage "Wir müssen Elektrooautos statt Verbrenner fahren, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen." als nicht wissenschaftlich zu erkennen.
Jeder mit wissenschaftlichen Grundkenntnissen kann das erkennen. Mit "Wir müssen...." beginnt nun einmal keine wissenschaftliche Aussage.
Verstanden?
Wenn man die Zukunft ausblenden will, dann sollte man diese Medien natürlich ignorieren.
Du blendest nicht nur die Zukunft, sondern auch Vergangenheit und Gegenwart aus. Ein Blick in jene würde dir die Falschheit deiner Position erschließen.
Der permanente Alarmzustand ist der Tatsache geschuldet, dass die Ereignisse sich weltweit häufen und den Trend bestätigen.
Die Ereignisse häufen sich weltweit, weil wir über die Medien immer mehr über die Welt erfahren und weil viel mehr als "Ereignis" klassifiziert wird. Ähnlich wie die Menschen immer mehr Krankheiten haben. Aber nicht, weil ihr Gesundheitszustand sich verschlechtern würde, sondern weil heute vieles als Krankheit gilt, was früher nicht als Krankheit bezeichnet worden ist.
Aber klar, heute sterben täglich mehr Menschen als zu irgendeiner Zeit in der Vergangenheit. Aber nicht weil sie Welt zu Grund geht, sondern weil es nie zuvor so viele Menschen gab wie heutzutage. Aber Menschen mit Hang zum Alarmismus tönen voller Panik "Niemals starben mehr Menschen als heute! Wir müssen etwas dagegen tun!"
Diejenigen, die das erkennen, werden dann von den Gegenwartsorientierten als Aktivisten diffamiert, weil sie sich in ihrer Gegenwart von ihnen gestört fühlen.
Es ist der rationale, angemessene Zugang, der dadurch gestört wird.
Ich wüsste nicht, warum ich mich vor einer solchen simplen Antwort drücken sollte:
Solltest du nicht, hast es aber in der Vergangenheit immer wieder gemacht.
Der gewaltsame Tod eines Menschen ist ein einzelnes Ereignis und das wird so lange losgelöst von allen anderen Ereignissen betrachtet, solange sich solche Ereignisse nicht auffällig häufen.
Was hat das mit dem zu tun, was ich schrieb? Auch so ein einzelnes Ereignis ist doch schrecklich, ganz ohne Häufung, oder nicht?
Also: Wie kannst du schlafen, wo es doch permanent solche schrecklichen Ereignisse gibt? Wie kannst du hier schreiben, anstatt dich so schrecklich zu fühlen, dass dir ein Schreiben hier unmöglich wird?
Die
NSU-Gruppe in Deutschland hat nur deshalb über viele Jahre ungestört Menschen ermorden können, weil die Ermittlungsbehörden nur Einzelfälle gesehen haben und die Falschen verdächtigt haben. Erst nach dem Selbstmord der zwei Haupttäter hat man festgestellt, dass es eine Terrorgruppe war, die 10 Menschen ermordet hat - davon 9 Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Menschen hätten ihr Leben nicht verlieren müssen, wenn man das von Anfang an erkannt hätte und in die richtige Richtung ermittelt hätte. Man hat es ganz einfach nicht wahrhaben wollen.
Das hat ja jetzt noch weniger mit dem zu tun, wonach ich dich fragte.....
Ach so ist es also? Diejenigen, die vor dem Klimawandel warnen, sind die Populisten und die Rechtspopulisten, die den Klimawandel leugnen, sind dann die Guten, die das Volk beruhigen, indem sie sagen, "das wird doch nicht so schlimm kommen, wie man euch einredet.
Du bist es, der in den Kategorien "gut" und "böse" denkt, mein Zugang beschäftigt sich mit den Kategorien "wahr" und "unwahr".
Erinnere dich: In einer Krise suchen die Klugen nach Lösungen, die Idioten nach Schuldigen.
Der Klimawandel ist ein Märchen". Verstehe ich dich richtig?
Wie so oft und wohl absichtlich: tust du nicht.
Aber die Rechtspopulisten bekommen doch gerade von den Klimaleugnern den größten Zulauf.
Ja, aber erstens sind nicht alle, die nicht mit dir mit gleicher Inbrunst deine Parolen grölen, Klimaleugner und zweitens ist die inhaltliche Wahrheit einer Aussage nicht davon abhängig, wer sie tätigt. Du kennst das Prinzip der Objektivität?
Es ist ein Riesenunterschied, ob man sich bewusst ist, dass man irgendwann sterben wird, oder ob man ständig den Tod vor Augen hat. Es macht dennoch den Menschen aus, dass ihm sein Tod bewusst ist- im Gegensatz zum Tier.
Richtig, nur ist "sich seines unweigerlichen Todes bewusst zu sein" etwas anderes als "sein Leben der Angst vor dem Tod zu widmen".
Davon abgesehen, die Meisten, die vor dem Klimawandel und seinen Folgen warnen, wissen, dass sie das vermutlich nicht mehr erleben werden.
Schon mal daran gedacht, dass der Klimawandel schon seit einiger Zeit gegenwärtig ist und auch seine Folgen?
Hast du denn nicht von den gehäuften Trockenperioden in Bayern gelesen?
Schon mal was von Altruismus gehört? Man lebt nicht nur für sich allein und man hat den Menschen vieles zu verdanken; allen voran den Menschen, die ihn schon mal glücklich gemacht haben.
Ja, und die größten Egomanen begegnen dem Klimawandel mit alibistischem Aktionismus, der sie selbst von ihrem schlechten Gewissen befreit, den Weltgemeinschaft aber schadet.
Frag mal die Soldaten an der ukrainischen Front, welcher Tod natürlich ist.
Ich frage dich, nachdem du hier den Begriff auch auf Tiere angewandt hast. Der Soldat an der Ukrainischen Front kann noch weniger als ich sagen, was du damit gemeint haben willst.
Ein natürlicher Tod ist ein Tod ohne Fremdeinwirkung. Das ist die Definition in der Justiz und die Aufgabe der Pathologie ist, das herauszufinden.
Der Begriff "natürlich" geht über die Justiz hinaus, und die Justiz beschäftigt sich nicht mit der Fliege, die von einer Spinne getötet oder mit dem Lachs, der von einem Bären gefressen worden ist.
Also: sind die beispielhafte Fliege und der beispielhafte Lachs eines "natürlichen Todes" gestorben?
Fatalisten und Strengreligiöse machen da keinen Unterschied. Für die Einen ist das Kismet und für die Anderen gottgewollt, aber beide meinen das Gleiche.
Was der Tod mit der Zivilisation zu tun hat, das ist mir schleierhaft und welchen Tod sich die Menschen wünschen würden, das weiß jeder für sich.
Und dennoch weiß man, wenn man sich mit Menschen befasst, welche Todesarten eher "gewünscht" werden und welche weniger.
Aber dafür darf man sich eben nicht nur mit sich selbst beschäftigen.