Es ist also der Trend, der den Menschen Angst macht und nicht unbedingt die aktuelle persönliche Situation.
Sehr richtig, und das ist eine äußerst wichtige Erkenntnis. Eine Politik, die dafür sorgt, dass es den Menschen gut geht und dieser Zustand stabil bleibt, erntet keinen Dank.
Menschen, denen es gut geht, können viel verlieren, und -auch unberechtigte- Verlustängste können leicht geschürt werden.
Weiter unten schreibt Anideos von einem 'aktuellen Beispiel eines Engpasses bei der Öl- und Gasversorgung'. Ja, Medien berichten darüber, aber liegt tatsächlich aktuell ein Engpass vor? Konnte jemand sein Haus nicht heizen oder sein Auto nicht tanken?
Nein! Es zeichnet sich jedoch am Horizont ein MÖGLICHER Engpass in einer gewissen Zeit ab, falls....
Aber das genügt, um Verlustängste zu schüren und die Stimmung zu vermiesen, obwohl es uns saugut geht.
Ganz anders im frühen Nachkriegsdeutschland. Die aktuelle Situation war denkbar trist. Krieg verloren, Deutschland zerbombt und besetzt, viele trauerten um Angehörige und etliche Kriegsgefangene waren noch fort und deren Schicksal unbekannt.
Aber, die generelle Stimmung war positiv. Die Nazis waren weg, es konnte nur noch bergauf gehen und die Menschen hatten ein Ziel.
Es sieht aus, als ob der Kreislauf von Entwicklung, Wohlstand, Zusammenbruch/Zerstörung, Wiederaufbau, Entwicklung, .... ein 'natürlicher' ist.