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Warum wird Karl Marx heute von einigen immer noch verehrt?

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Das Verhalten von Menschen, dass man nicht mag, an deren Äusserlichkeit zu binden und diese Äusserlichkeit gleichzeitig abzuwerten, hat keine gute Geschichte.
 
Zum Beispiel an Zwangsarbeit für unschuldige Bürger:
Ja, das ist eine blöde Idee. Nicht verwunderlich, dass so etwas bevorzugt in der DDR umgesetzt worden ist. Marx selbst war nicht ganz so blöd wie im Wiki-Artikel nachzulesen ist:
In dem Vorwort von Marx und Engels von 1872 werden die zuvor genannten Eingriffe als bereits veraltet angesehen: „Die praktische Anwendung dieser Grundsätze, erklärt das ‚Manifest‘ selbst, wird überall und jederzeit von den geschichtlich vorliegenden Umständen abhängen, und wird deshalb durchaus kein besonderes Gewicht auf die am Ende von Abschnitt II vorgeschlagenen revolutionären Maßregeln gelegt. Dieser Passus würde heute in vieler Beziehung anders lauten.“
Legte man ähnliche Maßstäbe an Platon, Thomas Morus, Campanella und die übrigen politischen Denker an, müsste man allesamt einstampfen. Wer die grauenhaften Erziehungsmaßnahmen in Platons Staat zur Kenntnis genommen hat, weiß, wovon ich rede.

Eine Diskussion über die Philosophie und Politische Theorie von Karl Marx sollte sich nicht nur an den Exzessen der praktischen Umsetzung festbeißen. Interessanter ist es, die Gedanken nachzudenken. Und falls seine ökonomische Theorie unzureichend war, sollte man über die Fehler in der Analyse diskutieren, statt die missglückte Umsetzung als Vorwand zu nehmen, sich damit gar nicht auseinandersetzen zu müssen.

Diese "selbstzerstörerische Systemlogik" wurde nicht "aufgedeckt" sondern ist eine Unterstellung.
Darf ich das so verstehen, dass diese selbstzerstörerische Systemlogik deiner Meinung nach nicht existiert? Dass der Zwang zu exponentiellem Wachstum nebst periodisch wiederkehrenden Überproduktionskrisen gar nicht systemimmanent ist?
 
Du stößt dich also nur an diesem einen Satz?
Nein, ich störe mich an dem etwas ungestümen (auch etwas unreifen) Vorgehen der vermeintlich jungen Krieger (hier) denen offensichtlich einiges an historischem Hintergrundwissen fehlt. Mit Wissen aus zweiter Hand werde ich schnell zum Trittbrettfahrer.
LG * Helmfried
 
Darf ich das so verstehen, dass diese selbstzerstörerische Systemlogik deiner Meinung nach nicht existiert? Dass der Zwang zu exponentiellem Wachstum nebst periodisch wiederkehrenden Überproduktionskrisen gar nicht systemimmanent ist?
Wirtschaftswachstum ist eine gute Sache, aber nicht mit Zwang und auch nicht exponentiell, sondern eher linear und zwanglos.
Wachstum sorgt für den Wohlstand aller Bürger. In der Realität hat die Wachstumskurve eine Wellenform, jedoch mit steigender Tendenz. Grafisch ähnlich einer Geraden, mit positiver Steigung, um die sich eine Sinuskurve schlängelt.

Hat Marx von einem exponentiellem Wirtschaftswachstum gefaselt?
Falls ja, tat er dies wohl nur um noch ein bisschen mehr zu dramatisieren. :(
 
Das Verhalten von Menschen, dass man nicht mag, an deren Äusserlichkeit zu binden und diese Äusserlichkeit gleichzeitig abzuwerten, hat keine gute Geschichte.
Zu Marxens Lebzeiten rannten viele mit derlei verlausten Bärten rum. Das galt wohl als schick. :)
Nur sein ungepflegtes Haupthaar war auch damals ziemlich ungewöhnlich.
 
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Weißt du was exponentielles Wachstum ist? Hast du schon einmal etwas vom Zinseszins gehört?
Kennste der Verlauf der Exponentialfunktion? Ständig steigende Steigung, guckst du:
Übrigens ist die Steigung von e^x selber wieder e^x. Sehr böse Funktion! :)

Zinseszins ist gesetzlich verboten, jedenfalls für Kreditgeber. Warum wohl? Weil es die Kreditnehmer in den Ruin treibt.
Sowie Wirtschaftswachstum auch nicht exponentiell sein kann. Dann würde sehr schnell alles zusammenbrechen.
 
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