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Sprüche, Weisheiten, Zitate

AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden. (Demokrit)
he he ...


Reinhard70 schrieb:
Na ja, vielleicht ist sie einfach gescheiter ...
als die Physik ???

Was wir Wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. (Isaac Newton) :)

moebius schrieb:
Es ist Frühling..

Der Frühling (von Hölderlin, Friedrich)

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.

Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.

Die deutsche Sprache ist eine schöne Sprache.
 
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AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Der Frühling (von Hölderlin, Friedrich)

Der Mai
Erich Kästner


Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: "Ich komm ja wieder!"
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.



Die deutsche Sprache ist eine schöne Sprache.

Nochmals Hölderlin!

Hyperion an Bellarmin

So kam ich unter die Deutschen. Ich foderte nicht viel und war gefaßt, noch weniger zu finden. Demütig kam ich, wie der heimatlose blinde Oedipus zum Tore von Athen, wo ihn der Götterhain empfing; und schöne Seelen ihm begegneten -

Wie anders ging es mir!

Barbaren von alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien, in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gutgeartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes - das, mein Bellarmin! waren meine Tröster.

Es ist ein hartes Wort und dennoch sag ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen - ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?

Ein jeder treibt das Seine, wirst du sagen, und ich sag es auch. Nur muß er es mit ganzer Seele treiben, muß nicht jede Kraft in sich ersticken, wenn sie nicht gerade sich zu seinem Titel paßt, muß nicht mit dieser kargen Angst, buchstäblich heuchlerisch das, was er heißt, nur sein, mit Ernst, mit Liebe muß er das sein, was er ist, so lebt ein Geist in seinem Tun, und ist er in ein Fach gedrückt, wo gar der Geist nicht leben darf, so stoß ers mit Verachtung weg und lerne pflügen! Deine Deutschen aber bleiben gerne beim Notwendigsten, und darum ist bei ihnen auch so viele Stümperarbeit und so wenig Freies, Echterfreuliches. Doch das wäre zu verschmerzen, müßten solche Menschen nur nicht fühllos sein für alles schöne Leben, ruhte nur nicht überall der Fluch der gottverlaßnen Unnatur auf solchem Volke. -

Die Tugenden der Alten sei'n nur glänzende Fehler, sagt' einmal, ich weiß nicht, welche böse Zunge; und es sind doch selber ihre Fehler Tugenden, denn da noch lebt' ein kindlicher, ein schöner Geist, und ohne Seele war von allem, was sie taten, nichts getan. Die Tugenden der Deutschen aber sind ein glänzend Übel und nichts weiter; denn Notwerk sind sie nur, aus feiger Angst, mit Sklavenmühe, dem wüsten Herzen abgedrungen, und lassen trostlos jede reine Seele, die von Schönem gern sich nährt, ach! die verwöhnt vom heiligen Zusammenklang in edleren Naturen, den Mißlaut nicht erträgt, der schreiend ist in all der toten Ordnung dieser Menschen.

Ich sage dir: es ist nichts Heiliges, was nicht entheiligt, nicht zum ärmlichen Behelf herabgewürdigt ist bei diesem Volk, und was selbst unter Wilden göttlichrein sich meist erhält, das treiben diese allberechnenden Barbaren, wie man so ein Handwerk treibt, und können es nicht anders, denn wo einmal ein menschlich Wesen abgerichtet ist, da dient es seinem Zweck, da sucht es seinen Nutzen, es schwärmt nicht mehr, bewahre Gott! es bleibt gesetzt, und wenn es feiert und wenn es liebt und wenn es betet und selber, wenn des Frühlings holdes Fest, wenn die Versöhnungszeit der Welt die Sorgen alle löst, und Unschuld zaubert in ein schuldig Herz, wenn von der Sonne warmem Strahle berauscht, der Sklave seine Ketten froh vergißt und von der gottbeseelten Luft besänftiget, die Menschenfeinde friedlich, wie die Kinder, sind - wenn selbst die Raupe sich beflügelt und die Biene schwärmt, so bleibt der Deutsche doch in seinem Fach und kümmert sich nicht viel ums Wetter!
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Das Glück ist wie schönes Wetter -
wir können es nicht erzwingen,
wir können es nicht lenken.
Aber wenn es kommt, überfällt es uns
so plötzlich wie Sonnenschein
an einem Apriltag.

H. N.
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Warum, kannst du mir mehr erzählen ?

Danke für die Frage, Homer! :blume1:

1. Weil das Abendland gottseidank noch
nicht (ganz) untergegangen ist. - Aber:
So weit ich den Herrn Spengler bisher
verstand, habe ich gar nichts gegen ihn.

2. War mal wieder eine (blöde) Anspielung
auf den lieben Herrn Kolle, den ich, so weit
ich ihn verstand, auch nie (ganz) schlecht
fand.

Apropos HOMER!

Meine Oberschule hat versucht, mich
(und meine Brüder) "humanistisch" zu
erziehen. Natürlich mussten wir da auch
den Homer (griechisch) streckenweise
auswendig lernen. Aber meine Zensuren
waren (zufallsbedingt?) ziemlich mies.
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate



1. Dieses Glück könntest Du Dir (und mir) mal schenken.
2. Aber mit dem Oswald ... war und ist das ja so ne Sache ...

Zu 1.:
Ich kann Dir diese :blume1: schenken - oder auch was in Dein Glas ein-schenken :bier:- aber Gegenwart ohne Denken kann kein Mensch einem anderen Menschen schenken ...
Ist auch gar nicht nötig, denn die Gegenwart ist als immer neues JETZT (= Augen-Blick) immer da ...fiderallaalllaa...:clown2:...denk ich mal...:lachen:
Zu 2.:
Mit dem Kolle sowieso - und mit dem SPENGLER auch ...Jedenfalls scheint zur Zeit erstmal der aus dem Abendland exportierte Welt-Kapitalis-mus unterzugehen ...
"Schau' mer mol'!", wie's mit dem Abendland und dem "Rest" der Welt so weitergeht...:confused:
Gruß, moebius
 
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AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Wachstum ereignet sich nicht in kontinuierlicher Form,
sondern in Stürmen kreativer Zerstörung.
- Joseph Schumpeter (irgendwann in den
20er Jahren des 20ten Jahrhunderts)

______________________________

Eben (zufällig?) gefunden. - Aber:

Damit soll (von mir) nicht gesagt sein,
dass wir (wirtschaftlich und "kapitalmäßig")
"ewig" weiter wachsen können/müssen.
 
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