• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Sprüche, Weisheiten, Zitate

Werbung:
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Alle Dinge, die in der Natur entstehen, vom kleinsten bis zum größten,
sind Entsprechungen. Sie sind aber Entsprechungen,
weil die natürliche Welt mit all dem Ihrigen
aus der geistigen Welt entsteht und besteht,
und beide aus dem Göttlichen.
- Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle

http://de.wikipedia.org/wiki/Emanuel_Swedenborg
 
AW: Vom Bienenfreund Maeterlinck

"Unsere Weisheit, unsere Tugenden, unsere Politik sind weiter nichts als die Früchte der herben Notwendigkeit, die unsere Einbildungskraft vergoldet hat; sie haben keinen anderen Zweck, als unsere Selbstsucht nutzbar zu machen und die ursprünglich schädliche Tätigkeit des Einzelnen zum gemeinsamen Heie zu wenden."

Man könnte schließlich sagen, dass der menschliche Geist sich auch in der Form befindet, in der er aus der gleichen Notwendigkeit sein Teil zieht, und dass uns diese Form nur darum als die bestmögliche erscheint, weil wir keinen Beurteiler über uns haben,

Auch Maeterlinck.

Gruß Fritz
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Eigennutz im 21. Jahrhundert heißt: sich umeinander kümmern.
- Horst Köhler

__________________________________________
Zitat aus einer Rede mit der Überschrift:

"Die Glaubwürdigkeit der Freiheit"
24.03.2009
In seiner Berliner Rede bezeichnet Bundespräsident
Horst Köhler die Wirtschafts- und Finanzkrise als
"Bewährungsprobe für die Demokratie".
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Eigennutz im 21. Jahrhundert heißt: sich umeinander kümmern.
- Horst Köhler

__________________________________________
Zitat aus einer Rede mit der Überschrift:

"Die Glaubwürdigkeit der Freiheit"
24.03.2009
In seiner Berliner Rede bezeichnet Bundespräsident
Horst Köhler die Wirtschafts- und Finanzkrise als
"Bewährungsprobe für die Demokratie".
Vertrauen ist Beziehungssache;
es müssen ihm immer mindestens zwei Menschen Gelegenheit geben, zu wachsen.​
W.Z.​
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Vertrauen ist Beziehungssache;
es müssen ihm immer mindestens zwei Menschen Gelegenheit geben, zu wachsen.​
W.Z.​
Ja, Zeili, und ...
Das Wichtigste ist, allen jenen großen Propheten zu
misstrauen, die eine Patentlösung in der Tasche haben
und euch sagen: Wenn ihr mir nur volle Gewalt gebt,
dann werde ich euch in den Himmel führen.
Die Antwort darauf ist:
Wir geben niemandem volle Gewalt über uns.
Wir wollen, dass die Gewalt auf ein Minimum reduziert wird.
Gewalt ist selbst von Übel, und wir können
nicht ein Übel mit einem anderen Übel austreiben.
- Sir Karl R. Popper - in einem Interview mit Klaus Podak,
1974, zitiert in der SZ, 27.7.2002, S. III
 
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Gut und böse sind die Vorurteile Gottes
- sagte die Schlange.
- Friedrich Nietzsche

Und: "Ihr werdet sein wie Gott - und wissen, was Gut und Böse ist."
Aber welche Ohren vermögen schon zu hören, was eine Schlange sagt:confused: Und können Schlangen sprechen:confused: Oder nur Zischeln:confused:
Gruß, moebius
 
Werbung:
AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate

Aber welche Ohren vermögen schon zu hören, was eine Schlange sagt:confused: Und können Schlangen sprechen:confused: Oder nur Zischeln:confused:
Gruß, moebius

Menschen, die an die biblische Botschaft glauben, hören noch ganz anderes sprechen!

Von den Hinterweltlern
Einst warf auch Zarathustra seinen Wahn jenseits des Menschen, gleich allen Hinterweltlern. Eines leidenden und zerquälten Gottes Werk schien mir da die Welt.

Traum schien mir da die Welt, und Dichtung eines Gottes; farbiger Rauch vor den Augen eines göttlich Unzufriednen.

Gut und Böse und Lust und Leid und Ich und Du - farbiger Rauch dünkte mich's vor schöpferischen Augen. Wegsehn wollte der Schöpfer von sich, - da schuf er die Welt.

Trunkne Lust ist's dem Leidenden, wegzusehn von seinem Leiden und sich zu verlieren. Trunkne Lust und Selbst-sich-Verlieren dünkte mich einst die Welt

Diese Welt, die ewig unvollkommene, eines ewigen Widerspruches Abbild und unvollkommnes Abbild - eine trunkne Lust ihrem unvollkommnen Schöpfer: - also dünkte mich einst die Welt.

Also warf auch ich einst meinen Wahn jenseits des Menschen, gleich allen Hinterweltlern. jenseits des Menschen in Wahrheit?

Ach, ihr Brüder, dieser Gott, den ich schuf, war Menschen-Werk und -Wahnsinn, gleich allen Göttern!

Mensch war er, und nur ein armes Stück Mensch und Ich: aus der eigenen Asche und Glut kam es mir, dieses Gespenst, und wahrlich! Nicht kam es mir von jenseits!

Was geschah, meine Brüder? Ich überwand mich, den Leidenden, ich trug meine eigne Asche zu Berge, eine hellere Flamme erfand ich mir. Und siehe! Da wich das Gespenst von mir!

Leiden wäre es mir jetzt und Qual dem Genesenen, solche Gespenster zu glauben: Leiden wäre es mir jetzt und Erniedrigung. Also rede ich zu den Hinterweltlern.

Leiden war's und Unvermögen - das schuf alle Hinterwelten; und jener kurze Wahnsinn des Glücks, den nur der Leidendste erfährt.

Müdigkeit, die mit Einem Sprunge zum Letzten will, mit einem Todessprunge, eine arme unwissende Müdigkeit, die nicht einmal mehr wollen will: die schuf alle Götter- und Hinterwelten.

Glaubt es mir, meine Brüder! Der Leib war's, der am Leibe verzweifelte, - der tastete mit den Fingern des betörten Geistes an die letzten Wände.

Glaubt es mir, meine Brüder! Der Leib war's, der an der Erde verzweifelte, der hörte den Bauch des Seins zu sich reden.

Und da wollte er mit dem Kopfe durch die letzten Wände, und nicht nur mit dem Kopfe, - hinüber zu jener Welt".

Aber "jene Welt" ist gut verborgen vor dem Menschen, jene entmenschte unmenschliche Welt, die ein himmlisches Nichts ist; und der Bauch des Seins redet gar nicht zum Menschen, es sei denn als Mensch.

Wahrlich, schwer zu beweisen ist alles Sein und schwer zum Reden zu bringen. Sagt mir, ihr Brüder, ist nicht das Wunderlichste aller Dinge noch am besten bewiesen?

Ja, dies Ich und des Ichs Widerspruch und Wirrsal redet noch am redlichsten von seinem Sein, dieses schaffende, wollende, wertende Ich, welches das Maß und der Wert der Dinge ist.

Und dies redlichste Sein, das Ich - das redet vom Leibe, und es will noch den Leib, selbst wenn es dichtet und schwärmt und mit zerbrochnen Flügeln flattert.

Immer redlicher lernt es reden, das Ich: und je mehr es lernt, um so mehr findet es Worte und Ehren für Leib und Erde.

Einen neuen Stolz lehrte mich mein Ich, den lehre ich die Menschen: nicht mehr den Kopf in den Sand der himmlischen Dinge zu stecken, sondern frei ihn zu tragen, einen Erden-Kopf, der der Erde Sinn schafft!

Einen neuen Willen lehre ich die Menschen: diesen Weg wollen, den blindlings der Mensch gegangen, und gut ihn heißen und nicht mehr von ihm beiseite schleichen, gleich den Kranken und Absterbenden!

Kranke und Absterbende waren es, die verachteten Leib und Erde und erfanden das Himmlische und die erlösenden Blutstropfen: aber auch noch diese süßen und düstern Gifte nahmen sie von Leib und Erde!

Ihrem Elende wollten sie entlaufen, und die Sterne waren ihnen zu weit. Da seufzten sie: "0 daß es doch himmlische Wege gäbe, sich in ein andres Sein und Glück zu schleichen!" - da erfanden sie sich ihre Schliche und blutigen Tränklein!

Ihrem Leibe und dieser Erde nun entrückt wähnten sie sich, diese Undankbaren. Doch wem dankten sie ihrer Entrückung Krampf und Wonne? Ihrem Leibe und dieser Erde.

Milde ist Zarathustra den Kranken. Wahrlich, er zürnt nicht ihren Arten des Trostes und Undanks. Mögen sie Genesende werden -und Überwindende und einen höheren Leib sich schaffen!

Nicht auch zürnt Zarathustra dem Genesenden, wenn er zärtlich nach seinem Wahne blickt und mitternachts um das Grab seines Gottes schleicht: aber Krankheit und kranker Leib bleiben mir auch seine Tränen noch.

Vieles krankhafte Volk gab es immer unter denen, welche dichten und gottsüchtig sind; wütend hassen sie den Erkennenden und jene jüngste der Tugenden, welche heißt: Redlichkeit.

Rückwärts blicken sie immer nach dunklen Zeiten: da freilich war Wahn und Glaube ein ander Ding; Raserei der Vernunft war Gottähnlichkeit, und Zweifel Sünde.

Allzugut kenne ich diese Gottähnlichen: sie wollen, daß an sie geglaubt werde, und Zweifel Sünde sei. Allzugut weiß ich auch, woran sie selber am besten glauben.

Wahrlich nicht an Hinterwelten und erlösende Blutstropfen: sondern an den Leib glauben auch sie am besten, und ihr eigener Leib ist ihnen ihr Ding an sich.

Aber ein krankhaftes Ding ist er ihnen: und gerne möchten sie aus der Haut fahren. Darum horchen sie nach den Predigern des Todes und predigen selber Hinterwelten.

Hört mir lieber, meine Brüder, auf die Stimme des gesunden Leibes: eine redlichere und reinere Stimme ist dies.

Redlicher redet und reiner der gesunde Leib, der vollkommene und rechtwinklige: und er redet vom Sinn der Erde.

Also sprach Zarathustra.
 
Zurück
Oben