AW: Gedanken in den Wind gesprochen
was meint der alte und tote herr nietzsche denn mit begegnung und wie auch immer er es meint, warum sollte eine begegnung nicht trotzdem möglich sein, auch wenn man eigene wege geht? es ist doch nicht deswegen kein eigener weg mehr, nur weil er sich mit anderen kreuzt, da ein weg ja ne strecke bedeutet und nicht ein punkt am weg, der ne kreuzung darstellt. auch im moment ist doch ne begegnung möglich...
kann mir das jemand erklären, weil irgendwie entzieht sich mir diese logik.
Die Betonung hinsichtlich des Falles eigenen Weges,
den Nietzsche beschreibt,
liegt wohl auf dem, was moebius fett auszeichnete:
"
Wer auf solchen eigenen Wegen geht, wie er, «begegnet
niemandem ..."
Gibt viele eigene Wege und darunter recht spezielle.
Auch Nietzsche ist Menschen begegnet.
Aber diese Begegnungen waren für ihn
eben nicht mehr als Kreuzungspunkte,
die seinen eigenen Weg nicht näher als flüchtig berührten.
Sie hatten nichts gemein mit Begegnungen in dem Sinn,
sich in die Augen zu schauen
und solch Verbindendes zu entdecken,
mittels dessen sich Gemeinsames aufbauen läßt -
sei es auch nur für temporäre gemeinsame Wegstrecke.
Stattdessen stand dergestalt tieferen Begegnungen
immer und überall Rollengefüge im Weg -
von außen angetragenes wie seinerseits mitgebrachtes.
Hilft Dir das beim Besser-Verstehen?