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Mitgefühl, Verständnis, Trost...

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AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Jedes Buch das guttut ist gut, keins ist heilig! :dreh:

:ironie: Das werde ich sofort allen Verlegern und Buchhändlern mitteilen ....:D

Aber nicht den bi-gott-dogmatischen Anhängerinnen und Anhängern des Juden-, Christen-tums und des Islam, die sich alle auf sog. "Heilige Schriften/Bücher" berufen ....​
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Seh ich auch so - darum bete ich diese Bücher auch nicht an, sondern nutze sie! :)

Ja, und sich durch ein Buch verstanden, bestätigt und zu neuen Erkenntnissen angeregt zu sehen erfordert im Gegensatz zu zwischenmenschlichen Begegnungen erstmal keine Abgrenzungsarbeit.

Die kommt dann aber bei den Umsetzungsversuchen um so geballter. :D
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Ja, und sich durch ein Buch verstanden, bestätigt und zu neuen Erkenntnissen angeregt zu sehen erfordert im Gegensatz zu zwischenmenschlichen Begegnungen erstmal keine Abgrenzungsarbeit.

Die kommt dann aber bei den Umsetzungsversuchen um so geballter. :D


:lachen: :liebe:
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Schuldgefühle sind wahrscheinlich über einen gewissen Zeitraum leichter zu ertragen als der Schmerz, ungewollt zu sein.

Das Problem dabei ist nur, dass es dadurch doppelt schwierig wird, zu einem eigenen Wollen und damit einhergehender Eigenverantwortung zu finden,
weshalb Hilfe zur Selbsthilfe mEn in erster Linie darin besteht, leidenden Menschen die Schuld(gefühle) (ab)zu nehmen.

Lg Kaawi

ich meine dass es die bessere Hilfe wäre Menschen nicht ihre (Schuld- oder sonstwas)Gefühle einfach zu nehmen sondern Ihnen im richtigen Umgang damit zu helfen.
(der Schuldbegriff sollte hier klar in kausaler und moralischer Schuld differenziert werden).
Im Sinne der"Verantwortung" kann das "Schuldgefühl" auch ein wichtiger Indikator sein um begangene "Fehlentscheidungen" zu analysieren und zukünftige "Fehlentscheidungen" besser vermeiden zu können.

Das Gefühl in meiner sozialen Umgebung "ungewollt" zu sein kann durchaus auch auf realen und gewollten Reaktionen dieser basieren. Diese "stoisch" zu ignorieren bietet sicherlich keinen nachhaltigen Erfolg. Hier ist Vernunft von Nöten welche die Situation analysieren kann, mir bewusst mach was ich selbts eigentlich anstrebe und vor allem dass ich bei "ungewollt" zwischen meinen Handlungen und meiner Person differenzieren kann.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Genau, deshalb ist Trost eine schlechte Form des Umgangs so lange Einfluss, Veränderung und somit die Chance auf Verbesserung möglich ist.
Trost gibt es wenn nichts mehr geht und sich auch nichts verändern soll.
Dieses Trösten ist gut so lange bis der Tod erlöst, wer jedoch lebt wird opponieren und sich provozieren lassen
um den eigenen inneren Widerspruch zu erleben, er erzeugt die positive und gesunde Lebensenergie.
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

ich meine dass es die bessere Hilfe wäre Menschen nicht ihre (Schuld- oder sonstwas)Gefühle einfach zu nehmen sondern Ihnen im richtigen Umgang damit zu helfen.
(der Schuldbegriff sollte hier klar in kausaler und moralischer Schuld differenziert werden).
Im Sinne der"Verantwortung" kann das "Schuldgefühl" auch ein wichtiger Indikator sein um begangene "Fehlentscheidungen" zu analysieren und zukünftige "Fehlentscheidungen" besser vermeiden zu können.

Ja, zu differenzieren, zu ordnen und mit Schuldgefühlen umzugehen geht der Überwindung und Versöhnung sicher voraus, nur lösen Belehrungen, und so wirkt diese von Dir als Hilfe betitelte Abhandlung auf mich, eher Widerstand als Lernbereitschaft gerade bei stark Leidenden aus.

Das Gefühl in meiner sozialen Umgebung "ungewollt" zu sein kann durchaus auch auf realen und gewollten Reaktionen dieser basieren. Diese "stoisch" zu ignorieren bietet sicherlich keinen nachhaltigen Erfolg. Hier ist Vernunft von Nöten welche die Situation analysieren kann, mir bewusst mach was ich selbts eigentlich anstrebe und vor allem dass ich bei "ungewollt" zwischen meinen Handlungen und meiner Person differenzieren kann.

Aber gerade das Wollen kann sich unter der Last von Schuldgefühlen nicht frei entwickeln!
 
AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Ja, zu differenzieren, zu ordnen und mit Schuldgefühlen umzugehen geht der Überwindung und Versöhnung sicher voraus, nur lösen Belehrungen, und so wirkt diese von Dir als Hilfe betitelte Abhandlung auf mich, eher Widerstand als Lernbereitschaft gerade bei stark Leidenden aus.

Denkst du, Deine so souverän vorgetragene Distanziertheit hätte anderen Effekt?
Wie auch immer - ich denke, überall gibt's 'ne Kiste jenseits vermeintlich bekannter.

:winken3:
 
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AW: Mitgefühl, Verständnis, Trost...

Aber gerade das Wollen kann sich unter der Last von Schuldgefühlen nicht frei entwickeln!

Ich bin mal so frei, mich selbst zu zitieren, ausgehend dieser Thematik integrierend.

Ausgangsthema schrieb:
Aber mit der Strafe muss ich das vielleicht noch trennen... wenn zB ne Mutter ihrem Kind gegenüber völlig überzogene Ansprüche und Erwartungen hat, dieses dann den Ansprüchen nicht nachkommt, und die Mutter deswegen das Kind dann bestraft, ist das keine gerechte Strafe, würd ich sagen. Das Verhalten des Kindes aber seh ich als Strafe für die überzogenen Erwartungen der Mutter, also das geschieht ihr dann recht, find ich.

Nicandra schrieb:
Das Kind hat zwei Möglichkeiten. Und bei beiden Möglichkeiten wird es bestraft. Wenn das Kind die zu hohen Erwartungen nicht erfüllt, wird es von der Mutter doppelt bestraft, einmal sind schon die Erwartungen eine Strafe und dann nochmal die Bestrafungen, wegen nicht erfüllter Erwartungen (Kenne ich selbst)

Und das Verhalten des Kindes kann sich zu Unrecht in Schuldgefühle fallen lassen: Ich bin schuld, weil ich die Erwartungen nicht erfüllen konnte, also muss ich falsch sein, mit mir was nicht stimmen, was zur dritten Strafe führt (Selbstbestrafung).

Oder das Verhalten des Kindes zeigt sich im Duckmäusen, weil es erfährt dass das alles so richtig ist (was nicht stimmt), macht brav Ja und Amen und erträgt still dieses Leiden, wird älter und lernt nicht, denn für Lernen ist Eigensinn erforderlich. Kommt in die Gesellschaft und wartet immer noch brav, dass die anderen Menschen ihm sagen, was es zu tun und zu lassen hat, wird darum erneut bestraft, mit ewigen Sprüchen wie: Du willst ja keine Verantwortung übernehmen. Du musst erst mal Verantwortung übernehmen. Immer die Schuld bei anderen suchen, ja, ja, doch nie mal selbst Verantwortung übernehmen (Das Forum ist voll von solchen Allüren)

Oder das Kind rebelliert von Anfang an, weil es erkennt, dass da was Faul ist. Weshalb soll ich tun, was ich nicht kann, ich will das tun, wozu ich fähig bin, etwas, dass ich auch wirklich kann. Und wieder kommt die Bestrafung, diesmal in Ächtung, Ausgrenzung, Alleinsein.

Kommentar schrieb:
Jetzt isses klar, danke.

Mich würde mal interessieren, wie du mit jemandem umgehen würdest, der dieses Muster fährt:

Nicandra schrieb:
Erstens: Fährt dieser Mensch nicht dieses Muster. Das ist auch ein gesellschaftlicher Deckel zum Kategorisieren. Sondern er fährt überhaupt nicht.

Zweitens: Hier ist erst mal Liebe gefragt. Und zwar wahrhaftige Liebe. Und wenn ich diese Liebe nicht in mir trage oder aufbringen kann, bleibt mir nur ein Weg, jemand anderes zu finden, wer dafür in Frage kommt.

Drittens: Besitze ich diese wahrhaftige Liebe in mir und erkenne einen solchen Menschen, nach dem ich Täuschung ausgeschlossen habe, dann darf ich nicht aufs Alter schauen, das ist mega wichtig. Es beginnt das, was versäumt wurde nachzuholen in kleinen Schritten. Und das schafft keine Therapie in staatlichen Einrichtungen, sondern nur, wenn ich die Bereitschaft habe, diesem Kind sein eigenes Leben zu ermöglichen, indem ich selbst oder meine Familie diesen Menschen in den Vordergrund stelle, wobei gewährleistet sein muss, dass Alltagsstress ein solches Vorhaben nicht beeinträchtigt, eine liebevolle Gemeinschaft.

Dort wo zu sehr die Erwachsenen Schiene gefahren wird gehen die Schüsse sehr weit daneben. Dieser Mensch ist als Kind zu begleiten und das ganz ohne Abwertungsmechanismus, damit er Stück für Stück Selbstvertrauen erfahren lernt und auch, dass er wirklich etwas darf: Selbstsein.
 
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