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Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

Das ist die sozusaggen 'phänomenale' Ausgangslage.

die Ausgangslage ist APRIORI

Aber in dem Moment, in dem ein Erkenntnisakt stattfindet und sich auf ein vorfindliches Etwas bezieht, sind im Subjekt immer schon eine ganze Reihe von Prämissen angesammelt, die Form und Gehalt der neuen Erkenntnis präfigurieren.

nö!

präfigurieren tun maximal unsere Hirnwindungen
und die liegen außerhalb unseres Erkenntnisaktes

'präfiguriert' ist vielleicht die Dreifaltigkeit
(aber auch die Dreifaltigkeit liegt außerhalb unseres Erkenntnisaktes,
manche sind so intelligent und greifen darauf zurück
andere sind so dumm und ZWEIfeln)

ergo
phänomenologisch und präfiguriert und a priori stehen in einer Reihe

Subjekti(vi)tät muss also als das Prioritäre - das, was a priori 'da' ist - vorgestellt werden. 'Objektität' ist also das, was skundär - a posteriori - 'hinzu' kommt.

.... und jetzt zur Frage, was objektiv und was subjektiv ist

hier hilft ein Blick auf die Statistik:

woran erkennt man objektiv ein Kind?
woran erkennt man subjektiv ein Kind?

objektiv ist das Kindchenschema (dieses ist jedermann angeboren und demzufolge a priori vorhanden)

subjektiv ist die Korrelation von gemessenen Merkmalen (diese wird nachträglich ermittelt und ist demzufolge a posteriori)

weder subjektiv noch objektiv IST (im Hier und Jetzt) das Gedankenspiel (= SPEKULATION),
welches zu einer Theorie (= GOTTESSCHAU) führt
 
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AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

hallo scilla,

das Problem des a priori und posteriori ist mit normalen Handwerkzeug nicht zu lösen! Dafür braucht man eine gänzlich neue Theorie, die gegensätzlichen Dualismus, wie er so binär die Beschreibungen der Welt in alltäglicher und wissenschaftlicher Form beherrscht, konsequent aufhebt und somit dann ein Weltbild beschreibt, welches einheitlich ist. Kant hat nur so denken können. In natürlicher Ansichtigkeit, die Gegensätze suggeriert. Sehend Erkanntes und fühlend Unerkanntes. Genomische Spuren in neuronalen Strukturen sind a priori, und das Walten der Sinne im logischen Netzwerk gewordener Vernunft als Geist ist posteriori. Beides zusammen ist die Vernunft, die längst nicht allein von der Logik der Gedanken beherrscht wird, sondern auch massiv von der biologischen Geschichte des Genoms einer Person, welches weit zurück reicht. Und zwar sehr weit. Kosmologisch gesehen gar bis zum Urknall. Insofern ist zur Bewältigung der Frage eine kosmische Antwort vonnöten, die wohl nur durch eine Einheitliche Theorie gegeben werden kann, die so auch eine einheitliche Beschreibung der Natur ist, die Subjekt und Objekt genauso auflöst wie priori und posteriori. Die aber ist letztlich eben auch eine neue und vernünftige Formulierung der Welt- oder eben Weltenformel. Diese kann ich bei bedarf gerne zur Verfügung stellen.
 
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

@Scilla: 'Phänomenal' ist das, was (in Raum und Zeit) der wirklichen Beobachtung (nämlich Deiner und meiner) zugänglich ist. Die Wahrnehmung dieses Zugangs nennen wir eine 'phänomenologische' Betrachtung. Ihr erscheint 'dieses' als das Erste, 'jenes' als das Zweite usw. ... Man kann es, je nach Zusammenhang, auch mal die historische, mal die empirische und mal die psychologische Betrachtung nennen. Das ist IMMER 'a posteriori'.

Die 'transzendentale' Betrachtungsweise ist dagegen eine 'logische' (von logos=Sinn; nicht formal zu verstehen!). Sie fragt: Wenn dieses und jenes tatsächlich geschieht - was muss 'sinnvoller Weise' zuvor geschehen sein, damit... möglich wurde? Genauer gesagt: WAS muss (sinnvoller Weise) als zuvor geschehen gedacht werden? - DAS ist dann das (jeweilige) Apriori.

Nota: Was immer die Hirnphysiologie herausgefunden hat (oder uns als herausgefunden vorführt) - es fällt in die phänomenologische (historische, empirische, psychologische) Betrachtungsweise. Sie kann immer nur erzählen/, was sie beobachtet hat. Was könnte das Laborexperiment uns aber über Bedeutungen (=den 'Sinn') lehren?!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

Hallo Corsario!

mir ging es um die Formulierung

so sieht die Denk-Struktur aus

nichtdualistisch

dualistisch
-
-​

die Struktur der ZEIT

jetzt (nichtdualistisch)

- vorher (dualistisch)
- nachher (nichtdualistisch)​

Verwirrung besteht dann,
wenn Dinge des JETZT als VORHER (a priori) bezeichnet werden
 
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

Hallo enemo!

das Problem des a priori und posteriori ist mit normalen Handwerkzeug nicht zu lösen! Dafür braucht man eine gänzlich neue Theorie, die gegensätzlichen Dualismus, wie er so binär die Beschreibungen der Welt in alltäglicher und wissenschaftlicher Form beherrscht, konsequent aufhebt und somit dann ein Weltbild beschreibt, welches einheitlich ist.

schau Dir meine Tabellen an
Du wirst den Dualismus finden
und die Überwindung des Dualismus

und ersetze das Wort ESSENZ auf Seite 4 durch das Wort PNEUMA
(das kannte ich zum Zeitpunkt der Erstellung der Tabellen noch nicht)

Beides zusammen ist die Vernunft, die längst nicht allein von der Logik der Gedanken beherrscht wird, sondern auch massiv von der biologischen Geschichte des Genoms einer Person, welches weit zurück reicht. Und zwar sehr weit. Kosmologisch gesehen gar bis zum Urknall.

die Phasen der Evolution sind Gegenstand meiner Theorie!

UMWELT
Periode
Sphäre
Phase

Zugang
- ideologisch (Bioindikatoren)
- empirisch (Messwerte)
 
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

@Scilla: 'Transzendental'-Philosophie betrachtet das, was 'im Gemüt vorgefallen sein muss, weil anders wirkliches Denken nie zustande kommen könnte, so, als ob es wirklich vorgefallen sei - aber eben außerhalb von Raum und Zeit. Die Gegenüberstellung von Rein-Logischem hier und dem, was in Raum und Zeit vorkommt, ist allerdings "dualistisch", das kann man wohl sagen.
 
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

die Struktur der ZEIT

jetzt (nichtdualistisch)

- vorher (dualistisch)
- nachher (nichtdualistisch)

ups

hier hat sich ein Fehler eingeschlichen

so sollte es lauten:

jetzt (nichtdualistisch)

- vorher (dualistisch)
- nachher (dualistisch)​

@Scilla: 'Transzendental'-Philosophie betrachtet das, was 'im Gemüt vorgefallen sein muss, weil anders wirkliches Denken nie zustande kommen könnte, so, als ob es wirklich vorgefallen sei - aber eben außerhalb von Raum und Zeit. Die Gegenüberstellung von Rein-Logischem hier und dem, was in Raum und Zeit vorkommt, ist allerdings "dualistisch", das kann man wohl sagen.

1) die Logik im Hier und Jetzt ist die der Diagnose

die Logik im Vorher ist die der Prognose
die Logik im Nachher ist die der Retrognose (das Wort gibt es tatsächlich!)

2) im Hier und Jetzt gibt es Fühlen, Denken, Handeln (in dieser Reihenfolge)

im Vorher gibt es Denken, Handeln, Fühlen (in dieser Reihenfolge: dualistisch)
im Nachher gibt es Handeln, Fühlen, Denken (in dieser Reihenfolge: monistisch)

3) der nichtdualistische Raum umfasst die Geometrie, die Umwelt, das Wesen

der dualistische Raum umfasst die Symmetrie (fraktal, polar),
den Zugang zur Umwelt (ideologisch, empirisch),
die römische Freiheit (res publica, res privata)
& die Natur (objektiv, subjektiv)

4) zwischen dualistisch und nichtdualistisch
besteht KEIN Dualismus
(es handelt sich um eine willkürliche Zweiteilung der Denkmöglichkeiten,
wie wenn man die Schubladen in einem Schrank zweierlei beschriftet)

5) der Dualismus bezieht sich,
vereinfacht gesprochen,
auf vorher/nachher (daher die Bedeutung KANTS)
und auf groß/klein

6) der europäische Dualismus stammt vom Denken der Indogermanen
und gehört zum Patriarchat
(Steppenreligion)

die ersten europäischen Bauern waren keine Indogermanen
und lebten im Matriarchat

7) vielleicht tendieren die Rechtshänder (linke Gehirnhälfte) stärker zum Dualismus als die Linkshänder (rechte Gehirnhälfte)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

@scilla: Der Zusammenhang mit dem Thema 'Apriori' ist mir nicht ersichtlich. (Aber es kann sein, dass ich nix verstanden habe.)
 
AW: Kant: Was ist Erkenntnis a priori?

Wiederbelebungsversuch!

Ich finde hier wird wieder aneinander vorbeigeredet.
Grund: verschiedene Perspektiven.

Perspektive Eins:
A priori funktioniert inerhalb eines Rahmens.
Jedoch stellt sich die Frage nach dem Rahmen nicht.
Bsp:
Ein Ding und noch ein Ding sind ein Ding mehr = a priori
(Es geht nicht um das Ding an sich, sondern nur um die Erkenntnis des "mehr")

Perspektive Zwei:
Von der Betrachtung außerhalb des Rahmens ergibt sich ein Trugschluss.
Der Rahmen selbst, in dem a priori funktioniert ist im Ursprung a posteriori.
Bsp:
Ein Ding und noch ein Ding sind ein Ding mehr = a priori, soweit so gut.
Doch damit überhaupt von "mehr" gesprochen werden kann, braucht es "etwas"... in dem Falle "Ding" dessen Ursache Erfahrung ist.

Ich finde zuerst sollte geklärt werden was für euch Erfahrung bedeutet bzw. wo ihr Ausgangspunkt liegt.
Liegt Instinkt und Intuition innerhalb der Erfahrung oder nicht?
Logisch gesehen lässt sich ja auch Instinkt und Intuition erfahren.
Das würde dann im Umkerschluss bedeuten: Wenn wir Instinkte und Intuitionen ihrer selbst nicht erfahren, stellt sich auch nicht die Frage nach ihnen.
 
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