@mensano "top 5"
WAS WILL MENSANO ???
Hi Mensano, ich bin zwar nicht wie Binchen der Meinung, Du suchst nur Bestätigung für Deine fertigen Meinungen (d.h. ich glaube Dir, daß Du kein Theologe oder missionarisch-starrsinniger Mensch bist!!!), aber auch der WEG zur Erkenntnis ist offen, vielleicht führt er letztendlich über die Intuition?
i.
Muß ich das "Maximum an Erkenntnis" sofort anstreben? Genügen nicht kleine Schritte für einen philosophische Laien? Du willst keinen "Smalltalk", daß heißt konkret: die Menschen hier sind Dir egal?! Abgesehen davon: ich fürchte, lieber Mensano, die absolut "nüchternen Denker" sind hier im Denkforum Mangelware! Wir wollen uns auch gut unterhalten. Schade übrigens, daß Du "Manni" nicht kennengelernt hast. Ihr hättet Euch spannende Diskussionen abgeliefert...
ii.
ich brauche "grundlegende begriffe der philosophie" nicht wegzudefinieren. Die haben sich einfach von selbst erledigt im 21.Jahrhundert! Und da Du mir sowieso nicht glaubst, hole ich mir Hilfe: "Der Mensch ist erst gottlos, dann wertlos und zum Schluß sich selber los!" (Dafür beanspruche ich keinen Nobelpreis, denn das hat ein bedeutender Denker gesagt...)
iii.
"Irgendeinen Motor für menschliches Verhalten", "Triebfeder der Aktion" (beides Du) würde ich in der Psychologie eher suchen als auf philosophischem Wege. Ich lese gerade ein Buch über "Angst". Diese spielt laut erstem Artikel darin bei jedem menschlichen Handeln eine Rolle, allen voran die "Todesangst". Vielleicht können wir diesen Aspekt weiterdiskutieren... falls Dir das nicht wieder zu "trivial" ist.
iv.
Du behauptest, die Archetypen sind: wertfrei-funktional (okay) und haben nichts mit "gut" und "böse" zu tun (... im Gegenteil: die haben sehr viel mit Ying/Yang zu tun. Mehr behaupte ich nicht, da "Gut und Böse" für mich nur als dualistisches Prinzip existieren.) Woraus schließt Du, ich sei nihilistisch? Ich leugne weder die notwendige Existenz von Werten (ordne diese allerdings ausschließlich der Gesellschaft zu anstatt "dem da
oben"!), noch läßt mich das Leben und die insgesamt wunderbare, beeindruckende Schöpfung "kalt". Ich sympathisiere sicherlich auch mit buddhistischen Denkweisen, wo die Überwindung des Dualismus eine Rolle spielt. Dies kann aber nur im Rahmen des menschlichen Lernprozesses funktionieren. Ich setze mich da weniger "unter Strom" als Du Dich, weil ich inzwischen einfach darauf vertraue, daß die Natur an ich "perfekt"
ist. Okay: auch grausam! Aber in allen Dingen "mit-leiden" würde mir das Leben zur Qual werden lassen.
v.
Eine Politik von und für "Egoisten" wird Dir jeder Anhänger der Freien Marktwirtschaft in glühenden Farben ausmalen. Ich habe Wirtschaft studiert bei Professoren, die Erhard und Müller-Armack glorifizierten! Der Markt habe "Selbstheilungskräfte" und reguliere sich selbst, wenn man ihn dem Eigennutz der Marktteilnehmer überließe und alleine die Ordnungspolitik mit
dem rechtlichen Rahmen sei Aufgabe der Politik! Außer in wirtschaftlicher (zugegebenermaßen umstrittener) Hinsicht würde ich auch sagen: jeder Mensch möchte "Macht" oder sagen wir lieber "Bedeutung"! Der Altruist genießt ein hohes gesellschaftliches Ansehen oder zumindest dies bei den Menschen, die ihm etwas bedeuten. Philosophisch gesehen, die "Ahnung" oder "Gewissheit" im Rahmen der Schöpfung Bedeutendes zu leisten als Antriebsfeder. (Ich hoffe, Alzii liest meine Wirtschaftsausführungen jetzt nicht... sonst folgt
wieder ein 10-seitiges Pamphlet...

)
Ich bin neugierig, ob Du Dein - wie ich finde - "einzementiertes rationales Denken" mal verlassen kannst. Das wäre sehr hilfreich.
Rudhi