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Grüße aus Bayern

Hallo @Aporie,

ehrlich gesagt kenne ich auch nur "mathematische Logik"; dass das veraltet auch "Logistik" heißt/hieß, war mir auch nicht bekannt, aber das nur so nebenbei... na ja, wobei diese Logik ja auch einen gewissen Bezug zu KI hat über Computer-Logik.

Was Bewusstsein und KI betrifft, ist das ein schwieriges Thema. Zum einen gibt es Leute, für die das nie zusammenpasst (Bewusstsein sei nur bei Lebenwesen), zum anderen benötigt KI auch nicht unbedingt Bewusstsein im menschlichen Sinne. Die eigentliche Frage hierbei ist allerdings, was man unter Bewusstsein genau verstehen will, z.B. ob man ein Nachbauen von Bewusstsein, also "künstliches/maschinelles Bewusstsein" begrifflich akzeptiert, also ähnlich wie "künstliche Intelligenz" oder auch ähnlich wie "maschinelles Lernen".

Deine Frage, woran man Bewusstsein erkennt, erinnert stark an den Turing-Test, "eine Idee, wie man feststellen könnte, ob ein Computer, also eine Maschine, ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen hätte". Sie beruht quasi "nur" darauf, ob Menschen von zwei Systemen erkennen, hinter welchem ein Computer und hinter welchem ein Mensch steckt; wenn es nicht erkannt wird, gilt der Computer als hinreichend (ähnlich) intelligent (wie der Mensch).
Dass man für Bewusstsein möglichst objektive Kriterien aufstellen sollte, ist schon richtig, alleine schon, weil es "Bewusstsein" etwas klar macht.

Ja, mit der KI etwas Großen zu schaffen, ha(e)t(te) schon was. Persönlich sehe ich KI auch als Hoffnung für eine alternative Intelligenz, die nicht so egoistisch wie Menschen sein muss, z.B. weil sie keine Angst vorm Tod haben muss, und somit (im Idealfall) erheblich vertrauenswürdiger sein könnte - natürlich nur, wenn sie sich nicht von bösen Programmieren o.ä. missbraucht wird zu deren eigenen Zwecken, wobei KI für Krieg (halt gegen menschliche Lebewesen) gut dazuzählen kann.
 
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Wir können nichts Gesichertes über das Objekt sahen, noch nicht einmal, ob es existiert.
 
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Servus, ''Aporie'' - haha, das wär nix für mich ... :schnl:

Unter Aporie (altgriechisch ἡ ἀπορία he aporía, deutsch ‚die Ratlosigkeit‘, eigentlich ‚Ausweglosigkeit‘, ‚Weglosigkeit‘, von ὁ πόρος ho pόros, deutsch ‚der Weg‘ mit Alpha privativum: ἄπορος ὤν áporos on, deutsch ‚ohne Ausweg seiend‘, ‚ausweglos‘) versteht man ein in der Sache oder in den zu klärenden Begriffen liegendes Problem oder eine auftretende Schwierigkeit, welche daraus resultiert, entsteht oder darin vorhanden ist, dass man zu verschiedenen entgegengesetzten und widersprüchlichen Ergebnissen kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir können nichts Gesichertes über das Objekt sahen, noch nicht einmal, ob es existiert.
Existiert dann der Geist, das Bewusstsein, wie Descartes glaubte? (Cogito...)

An dieser Stelle finde ich es sehr interessant, sich darüber Gedanken zu machen, was man jeweils unter "existieren" versteht, wenn man einerseits von der Existenz von Objekten, andererseits von der Existenz von Geist, Bewusstsein, Ich spricht. Nichts scheint einfacher, als einen Satz von der Form "Es gibt (es existieren) schwarze Katzen" zu verstehen. Was genau meint man aber, mit solchen Existenzaussagen? Und gar, wenn man sagt: "Es gibt Bewusstsein". Verwenden wir dann denselben Begriff "Existenz" oder handelt es sich um eine Äquivokation? Mir ist bislang keine halbwegs plausible Begriffserklärung bekannt.

Wenn du sagst: "Wir können nichts Gesichertes über das Objekt sagen, noch nicht einmal, ob es existiert", dann scheinst du eine recht genaue Vorstellung davon zu haben, was "existieren" heißt, und wann wir eine solche Existenzaussage gesichert machen könnten. Kannst du ein Beispiel geben, wann und wo eine solche Existenzaussage gesichert gemacht werden kann? Oder soll man auf den Begriff generell verzichten - und damit nicht nur die gesamte Logik über Bord werfen?
 
Was existiert, definieren wir mehr oder weniger selbst, in dem wir "Existenz" definieren. Wenn man also von "es existiert" oder "es existiert nicht" spricht, sollte man klar(er) sagen, was man damit genau meint, z.B. dass wir in der realen Welt nie ein solches Objekt vorfinden (sehen) werden wie ein rosa Einhorn. Genauso wenig werden wir "Geist", "Politik" oder "Liebe" direkt sehen können, aber diese komplexen Begriffe konstruieren wir uns aus Realem in unserer vierdimensionalen Raum-Zeit-Welt, sodass sie "nur" in diesem Sinne existieren.
 
Was ist das?
Existenz?

Wenn wir sterben, dann zerfällt und verwandelt sich unser Körper in andere chemische Verbindungen.
 
Existiert am Blatt des Baumes Farbe oder in uns? Sie aus einem Meter Entfernung grün, aus 1cm oder 500m grau.
 
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@MartinL
Nun hast du noch die Eigenschaft als dritten Aspekt ins Spiel gebracht, @Burkart hat auf Abstraktes hingewiesen. Wir müssen beim Begriff "Existenz" also differenzieren zwischen
  • Leben, Bewusstein, Geist
  • physische Gegenständlichkeit, Dinghaftigkeit
  • abstrakte Gegenstände
  • Eigenschaft, Qualität
In allen diesen Fällen sprechen wir von Existenz, meinen dabei aber jeweils Verschiedenes. Leider sind deine Bemerkungen zu kurz, um herauszulesen, worauf du genau hinauswillst. Wärst du denn daran interessiert, den Begriff "Existenz" einmal ausführlicher zu beleuchten? Dann würde es sich anbieten, einen neuen Strang aufzumachen.


Was existiert, definieren wir mehr oder weniger selbst, in dem wir "Existenz" definieren.
Dann stellt sich doch aber die Frage: können wir das beliebig definieren? Sind alle möglichen Definitionen gleich gut, gleich brauchbar? Falls aber nicht - was unterscheidet dann eine gute Definition von einer schlechten? Oder aber, in Anbetracht der drei Aspekte, die ich oben aufgeführt habe: reicht uns eine Definition oder benötigen wir nicht mehrere Varianten, um den verschiedenen Aspekten gerecht zu werden?
 
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