Nomenclator
New Member
- Registriert
- 9. Juni 2022
- Beiträge
- 3
Kann mir hier vielleicht jemand weiterhelfen, um den naturalistischen Fehlschluss zu verstehen? Von einer Tatsache kann laut diesem ja nicht auf eine Norm geschlossen werden. Dazu habe ich eine Frage: Kants Pflichtethik geht davon aus, dass Taten, die aus Vernunft gemacht werden, moralisch gut sind. Daraus leitet er ja den kategorischen Imperativ ab, der diese Grunglage dann konkreter macht und erweitert. Kant spricht jedem Menschen eine Vernunft zu (⇒ sein). Daher soll man sich dieser bedienen um gute Handlungen zu tun (⇒ sollen). Ist das nicht ein naturalistischer Fehlschluss? Nur weil jeder Mensch laut Kant Vernunft hat, ist sie doch lange nicht gut, oder?
Ein anderes Beispiel: Der Utilitarismus geht davon aus, dass jeder Mensch nach Glück strebt (⇒ sein). Demnach sollen alle Menschen Handlungen machen, die zu dem größten Glück führen (⇒ sollen). Naturalistischer Fehlschluss?
Könnte man so nicht jede Ethik aushebeln? Jede (mir bekannte) Ethik bezieht sich auf etwas, das ist/existiert (die Grundlage/Auslöser der Handlung; das Sein) und warum die darauf basierende Handlung gut sein soll (das Gute, das Sollen). Logisch könnten Ethiken zwar korrekt sein, aber metaethisch gesehen könnte man ja davon ausgehen, dass das Gute auf keinen existierenden Sachen basieren kann. Somit könnte keine Handlung gut sein.
Kann mir jemand Lücken meinem Gedankengang zeigen? Habe ich den Begriff des naturalistischen Fehlschlusses falsch verstanden? Morgen habe ich meine Philo-Prüfung und da ist mir beim Lernen dieser Gedanke gekommen.
Ein anderes Beispiel: Der Utilitarismus geht davon aus, dass jeder Mensch nach Glück strebt (⇒ sein). Demnach sollen alle Menschen Handlungen machen, die zu dem größten Glück führen (⇒ sollen). Naturalistischer Fehlschluss?
Könnte man so nicht jede Ethik aushebeln? Jede (mir bekannte) Ethik bezieht sich auf etwas, das ist/existiert (die Grundlage/Auslöser der Handlung; das Sein) und warum die darauf basierende Handlung gut sein soll (das Gute, das Sollen). Logisch könnten Ethiken zwar korrekt sein, aber metaethisch gesehen könnte man ja davon ausgehen, dass das Gute auf keinen existierenden Sachen basieren kann. Somit könnte keine Handlung gut sein.
Kann mir jemand Lücken meinem Gedankengang zeigen? Habe ich den Begriff des naturalistischen Fehlschlusses falsch verstanden? Morgen habe ich meine Philo-Prüfung und da ist mir beim Lernen dieser Gedanke gekommen.