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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Klingelingeling, Herr Lehrer, guck doch endlich - ich weiß was .....?

Heilisches ..... :rollen:
 
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AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

auch gut - bei mir ergab er sich ohne empfundene ungerechte Bahandlung, einfach aus philosophischer Betrachtungsweise heraus.
Also aus Liebe zur Weisheit.
Aber wieso kommst Du dann zu dem Begriff Trieb? Wenn es um einen Trieb geht, dann müsste doch schon viel mehr Gerechtigkeit in dieser Welt vorhanden sein!
Sind da einfach die Sinne abgestumpft, die nach einer Befriedigung des Triebes suchen? :dontknow:
Wie sieht es aus mit den Taten, die aus Deiner Betrachtungsweise sich ergeben? :dontknow:
du meinst denen gegenüber, die weniger haben?
Da kommt es darauf an, was Du unter haben verstehst.
Die nichts haben außer Dir,
mein Gott,
lachen über die,
die alles haben außer Dir.

Rabindranath Tagore​
Was diesen Punkt angeht, so kann ich mich nur ernsthaft hierzulande vergleichen und da ist mein Einkommen/Besitz unterdurchschnittlich.
Ich gehe mal davon aus, dass Du Dich mit denen vergleichst, die ein höheres Einkommen beziehen als Du! Was ist mit dem Vergleich mit denen, die weniger besitzen als Du?
Dennoch empfinde ich mich als reich, weil ich alles habe, was ich mir wünsche.
Dann kannst Du ja auch dankbar und zufrieden sein.
Dies ist aber auf mein sinnvolles Wirtschaften zurückzuführen, weil ich kein Geld für Alkohol, Taback und anderen Unsinn ausgegeben und keine Schulden gemacht habe.
Du hast also Deine Sinne geschärft, für dass was Du brauchst und was Du nicht brauchst. Wer oder was hat Dir dies ermöglicht?

das meine ich nicht, sondern ich hatte es von den wirtschaftlichen Bedingungen, die unser Leben bestimmen. Schenken können wir nur, was wir haben und freiwillig geben wollen. Mein Anliegen ist prinzipieller Art und betrifft die Rahmenbedingungen, die derzeit wieder ungerechter werden.
Welches Prinzip meinst Du?
Dass sich auch bei hoher Sockelabsicherung und echter Chancengleichheit Leute ungerecht behandelt fühlen, ist deren Problem.
Ach ja und wieso?
das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Ich meinte jetzt den wirtschaftlichen Erfolg. Den Rest würde ich in diesem Zusammenhang lieber nicht auch noch einbeziehen wollen, sonst wird es kompliziert.
Ja dann geht dann unsere Verständigung eben auseinander, was für Dich zu kompliziert und nur ein Rest ist, nenne ich die Grundlage und den innersten Kern, wenn der nicht mehr erwähnt wird, dann geht der einfach Sang- und Klanglos flöten.
das gehört auch dazu, mit der Masse meine ich die 90% an Leuten, denen gehobene Positionen nicht offen stehen, die sehen müssen, wie sie irgendwie über die Runden kommen, für die das Wort Karriere wie Hohn klingt.
Klingt das wie ein Hohn, weil diese 90% sich wie der Fuchs verhalten, dem die Trauben zu hoch hängen?
Wie viel Anteil hast Du an diesen 90% und hegst und pflegst sie wie Deinen Augapfel?
das sehe ich nicht so, denn ich lebe danach. Warum sollte es nicht gehen, dass ich mich als Teil meines Umfelds begreife und in unserem Interesse agiere?
Bist Du Dir da sicher, dass Deine Aktionen auch im Interesse Deines Umfeldes sind? Hast Du Dein Umfeld schon nach seiner Meinung gefragt?:dontknow:
So lange ich mich selbst an die Regeln halte und allen anderen zugestehe, was ich fordere, ist das doch wohl ok. Oder?
Das habe ich bislang auch immer so gedacht und ich habe mein blaues Wunder erlebt. :autsch: Von dem bin ich gerade dabei mich zu erholen.

Meine Einschätzung dazu: Der Mensch ist ein soziales Wesen, Egozentrik macht auf Dauer einsam, unglücklich und krank bis kriminell (narzißtische Störungen)
Noch leben wir aber in einer Zeit in der der Mensch regelrecht dahin getrieben wird. Solidarität und Mitmenschlichkeit ist eben in unerreichbare Ferne gerückt, damit die Liebe zum Fernsten zum Zuge kommt und er innerste Kern von allen gut willigen und gut meinenden :schaf: :schaf: so richtig gut ausgelutscht werden kann.
Das freut mich für Dich!
Ich dagegen habe mich bis vor kurzem versklavt gefühlt: ich mache die Arbeit, andere hatten das Vergnügen. :autsch:
Jetzt verstehe ich allerdings auch besser Deine Ignoranz mir gegenüber, was mit Dir gemacht wurde, versuchst Du eben unreflektiert an mich weiter zu geben, anstatt Dich gegenüber Deinem Sklaventreiber zur Wehr zu setzen.

Klingelingeling, Herr Lehrer, guck doch endlich - ich weiß was .....? Heilisches ..... :rollen:
Es freut mich, dass Du es gelesen hast mandu!

:zauberer2
rg​
 
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Jeder stellt zur Verfügung, was er hat,

In gewisser Weise.

und wird dabei gleichzeitig los, was in seinem eigenen Leben überholt ist.

Ist das so?




Manche Menschen reden davon, wir seien Bewohner (mindestens) zweier Welten, andere wählen das Bild vom Leben auf unterschiedlichen Ebenen, dritte mögen die Differenzierung nach den vier Elementen. Das macht die Erkenntnismöglichkeiten erstmal kompliziert und mehrdeutig,

Entscheidend ist für mich die Wirkung der "Erkenntnisangebote" bzw ob sie für mich stimmig sind.


aber solange mensch an Ordnungsmustern interessiert ist und die fragen nach Recht und Moral zurückstellen kann, lässt sich das Ungeklärte aushalten, wird zum Inhalt geistiger Lebendigkeit und lösen sich die Widersprüche nach und nach auf. Auf dieses Pferd setze ich, mal schauen, ob bzw. an welches Ziel wir kommen. :rollen:

Der Mensch ist sich selbst und anderen gegenüber verantwortlich und die Verantwortung impliziert Moral. Für erstrebenswert halte ich das Zurückstellen unverhältnismäßiger rechtlicher und moralischer Ansprüche. Ob sich Widersprüche unbedingt auflösen müssen, um zufriedener zu werden, zweifle ich zumindest an. Können die Widersprüche nicht einfach als Widersprüche akzeptiert werden und in den Lebensvollzug integriert werden?

Und wo die tradierten Werte nicht mehr tragfähig sind, sind unsere eigene Kreativität und unser Engagement gefordert, womit wir uns als sinnvoll erleben, im besten Fall auch über das Scheitern hinaus.

Ja, ich halte es für sehr sinnvoll, trotz gewissen Scheiterns am Ende eines Prozesses, eine positive Bilanz ziehen zu können.

Die Rollen, die andere Menschen dabei spielen, sind vielfältiger Natur und ohne sie geht gar nichts, aber das sinnstiftende kommt aus uns selbst, so mein Glaube.

Wo das Sinnstiftende her kommt, halte ich nicht für so wichtig, es reicht mir, dass überhaupt ein Sinn vorhanden ist.

:blume2:

:blume1:
 
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

In gewisser Weise.

Ist das so?

In win-win-Situationen schon, und außerhalb der beruflichen Zwänge braucht sich niemand auf andere Beziehungsstrukturen dauerhaft einzulassen.
Entscheidend ist für mich die Wirkung der "Erkenntnisangebote" bzw ob sie für mich stimmig sind.

Ja, es muss zu den eigenen Erfahrungen passen.

Der Mensch ist sich selbst und anderen gegenüber verantwortlich und die Verantwortung impliziert Moral. Für erstrebenswert halte ich das Zurückstellen unverhältnismäßiger rechtlicher und moralischer Ansprüche. Ob sich Widersprüche unbedingt auflösen müssen, um zufriedener zu werden, zweifle ich zumindest an. Können die Widersprüche nicht einfach als Widersprüche akzeptiert werden und in den Lebensvollzug integriert werden?

"Erst kommt das Fressen, dann die Moral" (B.Brecht) und analog dazu von mir "erst darf ein Mensch sich seiner Rechte und Aufgaben bewusst werden, danach hat er sich zu verantworten".



Ja, ich halte es für sehr sinnvoll, trotz gewissen Scheiterns am Ende eines Prozesses, eine positive Bilanz ziehen zu können.
Klingt nach einer Aufrechnung von Fehlern gegen Erfolge - daran hatte ich nicht gedacht, mehr an ein einverstanden sein mit dem erreichten durch die Einsicht, dass es gar nicht anders sein kann und genau dem eigenen Mass entspricht.


Wo das Sinnstiftende her kommt, halte ich nicht für so wichtig, es reicht mir, dass überhaupt ein Sinn vorhanden ist.
Und für mich ist es das Ent-scheidende: es liegt in uns selbst und ist in dieser Ausprägung einzigartig: niemand ist einem anderen Menschen Dank oder Rechenschaft schuldig dafür, dass er sein Leben als sinnvoll erachten kann.

Liebe Grüße!
 
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Also aus Liebe zur Weisheit.
Aber wieso kommst Du dann zu dem Begriff Trieb? Wenn es um einen Trieb geht, dann müsste doch schon viel mehr Gerechtigkeit in dieser Welt vorhanden sein!
Sind da einfach die Sinne abgestumpft, die nach einer Befriedigung des Triebes suchen? :dontknow:
Wie sieht es aus mit den Taten, die aus Deiner Betrachtungsweise sich ergeben? :dontknow:

es handelt sich hier bestimmt nicht um einen genetisch verankerten Trieb, sondern um einen individuell entwickelten. Ich versuch z.B., niemand zu übervorteilen und nehme eben nicht alles, was ich kriegen kann.

Ich gehe mal davon aus, dass Du Dich mit denen vergleichst, die ein höheres Einkommen beziehen als Du! Was ist mit dem Vergleich mit denen, die weniger besitzen als Du?

Dann kannst Du ja auch dankbar und zufrieden sein.

Du hast also Deine Sinne geschärft, für dass was Du brauchst und was Du nicht brauchst. Wer oder was hat Dir dies ermöglicht?

nein, ich orientiere mich nicht an denen, die mehr haben, sondern an meinen Bedürfnissen, wobei ich als Bezugspunkt die gesellschaftlichen Bedingungen hier nehme. Dankbar und zufrieden bin ich, denn es fehlt mir an nichts, im Gegenteil: ich könnte noch viel abgeben. Ich nehme aber auch wahr, dass sehr vielen Leuten dieser Zustand unerreichbar erscheint, wofür sie eigentlich selbst verantwortlich sind, andererseits aber auch nicht. Derzeit beutet sich eine sehr große Anzahl selbst aus, um Wenigen immer größeren Reichtum zu ermöglichen. Das finde ich nicht gut und würde gerne dabei mithelfen, dies zu ändern - obwohl ich nicht direkt davon betroffen bin, sondern nur mittelbar: ich leide unter dem Druck und dem Gehetze durch Straßen und Gebäude. Dem aus wirtschaftlicher Systematik resultierenden Mangel an Ruhe kann ich mich nicht entziehen.

Welches Prinzip meinst Du?

Gerechtigkeit. Unser System wäre viel gerechter zu gestalten, es ist genügend Geld da, um jedem die Grundbedürfnisse zu finanzieren, ohne ihn zum Bittsteller zu degradieren, es fehlt nur der Wille, oder anders ausgedrückt, die Milliardäre sind dem Staat wichtiger, als das Volk.

Ach ja und wieso?

s.o. Es kann nur so funktionieren, dass auf unserem heutigen Niveau sich niemand mehr um das wirtschaftliche Überleben Gedanken machen muss, dass es auch Leuten, die nicht, oder nicht mehr leistungsfähig sind, eine warme Wohnung und eine gesunde Ernährung leisten können, ohne Wenn und Aber. Wer mehr will, der muss dafür etwas tun. Ein Auto, 5 Flaschen Fusel und/oder 500 Kippen die Woche oder Fernreisen müssen selbst erarbeitet werden. Es gibt dann 2 Möglichkeiten: entweder man begnügt sich mit der Grundsicherung (wie auch heute) oder man arbeitet für die Extras. Was der Staat heute betreibt, ist krank. Es setzt alle unter Druck und belohnt die Cleveren. Millionen arbeiten nur für ihr gutes Gewissen, sie haben heute nichts davon, sondern nur der Staat.


Ja dann geht dann unsere Verständigung eben auseinander, was für Dich zu kompliziert und nur ein Rest ist, nenne ich die Grundlage und den innersten Kern, wenn der nicht mehr erwähnt wird, dann geht der einfach Sang- und Klanglos flöten.

Anstand, Ehre und Moral haben in dieser Betrachtung nichts verloren, denn sie werden nur missbraucht, weil individuell unterschiedlich. Am besten kommt dabei weg, wer sie nicht kennt. Und das kann es ja wohl auch nicht sein. Der Staat setzt die Rahmenbedingungen so, dass um die bewachten Villen ein Überlebenskampf in der Fläche tobt und erhebt gleichzeitig moralische Werte, die er selbst nicht befolgt: das ist tragisch, verlogen und dumm.

Klingt das wie ein Hohn, weil diese 90% sich wie der Fuchs verhalten, dem die Trauben zu hoch hängen?
Wie viel Anteil hast Du an diesen 90% und hegst und pflegst sie wie Deinen Augapfel?

für Leute, die sich selbst als ohnmächtiges Opfer begreifen, ja. 90% sind das sicher nicht, aber schon eine ganze Menge. Ich zähle mich nicht dazu, aber das hatten wir schon.

Bist Du Dir da sicher, dass Deine Aktionen auch im Interesse Deines Umfeldes sind? Hast Du Dein Umfeld schon nach seiner Meinung gefragt?:dontknow:

Fragst du nach, ob jemand anständig und respektvoll behandelt werden möchte? Oder, ob du seine Interessen berücksichtigen darfst?

Das habe ich bislang auch immer so gedacht und ich habe mein blaues Wunder erlebt. :autsch: Von dem bin ich gerade dabei mich zu erholen.

dann hast du vermutlich etwas falsch gemacht oder zu strenge Regeln, denen du selbst nicht gerecht werden kannst.

scriberius
 
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

In win-win-Situationen schon, und außerhalb der beruflichen Zwänge braucht sich niemand auf andere Beziehungsstrukturen dauerhaft einzulassen.

Ja und auf familiärer Ebene: Wenn der Partner zum Dauer-Pflegefall wird, wo ist hier die win-win Situation?

Grundsätzlich stimme ich mit Dir überein.



"Erst kommt das Fressen, dann die Moral" (B.Brecht) und analog dazu von mir "erst darf ein Mensch sich seiner Rechte und Aufgaben bewusst werden, danach hat er sich zu verantworten".

Der Mensch hat bereits durch die Gewissenserfahrung die Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und ist sich bewusst, dass das Gute zu tun und das Böse zu lassen ist. Wenn man dem nicht nachkommt, stellen sich Fragen der Schuld ein. Es handelt sich um eine Grunderfahrung, die bereits im Gewissen angelegt ist und vor der man sich zu verantworten hat. Und dies unabhängig von äußeren Ansprüchen. So seh ich das zumindest.




Klingt nach einer Aufrechnung von Fehlern gegen Erfolge - daran hatte ich nicht gedacht, mehr an ein einverstanden sein mit dem erreichten durch die Einsicht, dass es gar nicht anders sein kann und genau dem eigenen Mass entspricht.

Woher kann ich wissen, dass es nicht anders hätte sein können bzw genau dem eigenen Maß entspricht?



Und für mich ist es das Ent-scheidende: es liegt in uns selbst und ist in dieser Ausprägung einzigartig: niemand ist einem anderen Menschen Dank oder Rechenschaft schuldig dafür, dass er sein Leben als sinnvoll erachten kann.

Ich sehe diese Sache ambivalent. Einerseits:

Ein äthiopisches Sprichwort sagt: Ein Wort, das Dir im Tiefsten hilft, kannst Du Dir selbst nicht sagen.

und

Das meiste, was wir sind, sowohl in positiver, als auch in negativer Hinsicht verdanken wir anderen.

Andererseits: Aus christlicher Perspektive betrachte ich das Leben auch noch als ein Geschenk Gottes Gottes. Und damit die Intention des Schenkenden erfüllt wird, habe ich meinem Leben einen Sinn zu geben, aber dieser Sinn kann sich niemals jenseits der Beziehung zu anderen Menschen erfüllen.

Jeder Mensch hat zu diesem Thema wahrscheinlich einen anderen Zugang und das ist auch ok so.


Ich wünsche Dir viel positive Energie! Liebe Grüße!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Jeder stellt zur Verfügung, was er hat,
In gewisser Weise.
Oh welch ein Fortschritt! Manfredo stellt einen inneren Dialog mit seiner noch schwarzen Anima öffentlich zur Verfügung. Eine selbständige und Eigenständige Frau ist weit und breit nicht zu sehen. Sie wird einfach vom Mann wie ein Säugling aufgesaugt und Verinnerlicht.

und wird dabei gleichzeitig los, was in seinem eigenen Leben überholt ist.
Ist das so?
und liebt es zu verunsichern!

Manche Menschen reden davon, wir seien Bewohner (mindestens) zweier Welten, andere wählen das Bild vom Leben auf unterschiedlichen Ebenen, dritte mögen die Differenzierung nach den vier Elementen. Das macht die Erkenntnismöglichkeiten erstmal kompliziert und mehrdeutig,
Entscheidend ist für mich die Wirkung der "Erkenntnisangebote" bzw ob sie für mich stimmig sind.
Logisch, das ist es für mich genauso!

aber solange mensch an Ordnungsmustern interessiert ist und die fragen nach Recht und Moral zurückstellen kann, lässt sich das Ungeklärte aushalten, wird zum Inhalt geistiger Lebendigkeit und lösen sich die Widersprüche nach und nach auf. Auf dieses Pferd setze ich, mal schauen, ob bzw. an welches Ziel wir kommen. :rollen:
Der Mensch ist sich selbst und anderen gegenüber verantwortlich und die Verantwortung impliziert Moral. Für erstrebenswert halte ich das Zurückstellen unverhältnismäßiger rechtlicher und moralischer Ansprüche. Ob sich Widersprüche unbedingt auflösen müssen, um zufriedener zu werden, zweifle ich zumindest an. Können die Widersprüche nicht einfach als Widersprüche akzeptiert werden und in den Lebensvollzug integriert werden?
Kann sich auch erst einmal eine Unterscheidung zwischen Respekt und Akzeptanz entwickeln? Ich meine da gehen die Begriffe noch ziemlich durcheinander.
Und wo die tradierten Werte nicht mehr tragfähig sind, sind unsere eigene Kreativität und unser Engagement gefordert, womit wir uns als sinnvoll erleben, im besten Fall auch über das Scheitern hinaus.
Ja, ich halte es für sehr sinnvoll, trotz gewissen Scheiterns am Ende eines Prozesses, eine positive Bilanz ziehen zu können.
:jump4: Juppie und damit bleibt das Wir - Bewusstsein bestehen und die Vereinnahmung feiert ihre Triumphe.

Die Rollen, die andere Menschen dabei spielen, sind vielfältiger Natur und ohne sie geht gar nichts, aber das sinnstiftende kommt aus uns selbst, so mein Glaube.
Wo das Sinnstiftende her kommt, halte ich nicht für so wichtig, es reicht mir, dass überhaupt ein Sinn vorhanden ist.:blume2::blume1:
Denn Sinn hat etwas mit den Sinnen zu tun und die wollen erkannt und entdeckt werden.
:danke: Manfredo eine bessere Demonstration hättest Du nicht bringen können wie ein verdrehter Geist sich das mütterliche und weibliche einverleibt und für sich verwertet. Ein Mechanismus der lediglich nur durch genaue Beobachtung von dem was da geschieht entdeckt werden kann und durch den dann noch viele gutwillige und gutgläubige Menschen einfach nur ausgenutzt und misshandelt werden. König Blaubart lässt grüßen.

In win-win-Situationen schon, und außerhalb der beruflichen Zwänge braucht sich niemand auf andere Beziehungsstrukturen dauerhaft einzulassen.
Sofern dieser niemand überhaupt zu einer Erkenntnis fähig ist, was ich sehr bezweifle.
Ja, es muss zu den eigenen Erfahrungen passen.
Meine Erfahrung ist und was ich oft beobachten kann, dass die Sonne am Morgen aufgeht, am Mittag oben am Himmel steht und am Abend im Dunkel untergeht. Folglich dreht sich die Sonne um mich?
:jump4:Juppie dann bin ich ja ab heute eine Sonnenkönigin!
"Erst kommt das Fressen, dann die Moral" (B.Brecht) und analog dazu von mir "erst darf ein Mensch sich seiner Rechte und Aufgaben bewusst werden, danach hat er sich zu verantworten".
Und weil Du Dir die so bewusst bist, verweigerst Du mir meine Rechte trotz mehrmaliger Anmerkungen von mir ganz bewusst! Da ist doch irgendetwas oberfaul!
Klingt nach einer Aufrechnung von Fehlern gegen Erfolge - daran hatte ich nicht gedacht, mehr an ein einverstanden sein mit dem erreichten durch die Einsicht, dass es gar nicht anders sein kann und genau dem eigenen Mass entspricht.
Kling Glöckchen klinge ling.....
Und für mich ist es das Ent-scheidende: es liegt in uns selbst und ist in dieser Ausprägung einzigartig: niemand ist einem anderen Menschen Dank oder Rechenschaft schuldig dafür, dass er sein Leben als sinnvoll erachten kann. Liebe Grüße!
Oh jetzt kommt doch der nächste Lümmel aus seinem Versteck, dem ich so gerne die Leviten lese und dem Allerwertesten polieren möchte. Dieser Niemand , der ist doch nur in den Gedanken von Jan und Jedermann zu erwischen und den sehe ich als einen ganz üblen :teufel2: Burschen an, der glatt in der Lage ist jede gute Beziehung zu zerstören.
Von mir aus bleib aber die undankbare Kuh, als die Du Dich hier gerade zeigst.
Werte weiter Deine Mutter und Deinen Vater ab und gehab Dich wohl im Wolkenkuckucksheim des Leerer des Nichts
:pcwut:
rg​
 
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Und weil Du Dir die so bewusst bist, verweigerst Du mir meine Rechte trotz mehrmaliger Anmerkungen von mir ganz bewusst!

Das ist mir neu, das ich die Befugnis hätte, Rechte einzuräumen oder zu verweigern, und selbst wenn ich die Möglichkeit hätte: ich habe kein Interesse an Machtpositionen! :)
 
AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

I

Ja und auf familiärer Ebene: Wenn der Partner zum Dauer-Pflegefall wird, wo ist hier die win-win Situation?


Die Gegenwart des vertrauten Menschen, die Aufrechterhaltung des gemeinsamen Wohnens dürfte ein Gewinn für die pflegende Person darstellen, wenn dem nicht so ist, tuen wahrscheinlich bei gut daran, sich Unterstützung zu suchen und vor allem die Bedürfnisse auch des Pflegenden ernst zu nehmen.




Der Mensch hat bereits durch die Gewissenserfahrung die Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und ist sich bewusst, dass das Gute zu tun und das Böse zu lassen ist. Wenn man dem nicht nachkommt, stellen sich Fragen der Schuld ein. Es handelt sich um eine Grunderfahrung, die bereits im Gewissen angelegt ist und vor der man sich zu verantworten hat. Und dies unabhängig von äußeren Ansprüchen. So seh ich das zumindest.


Das Gewissen muss sich estrmal von den Manipulationen und Indoktrinationen aus Kindheit und Bildungssystem befreien, um sein Unterscheidungsvermögen beurteilen zu können. :rollen:





Woher kann ich wissen, dass es nicht anders hätte sein können bzw genau dem eigenen Maß entspricht?

Ob Man das auf dem Weg des Wissenwollens erfährt, weiß ich nicht.:rolleyes:



Ich sehe diese Sache ambivalent. Einerseits:

Ich schrieb ja schon, dass das Geschenk des bedingungslosen Selbstwertes und der durch Eigeninitiative erschlossene Lebenssinn für mich nicht im Widerspruch zueinander stehen.

:winken3:
 
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AW: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Die Gegenwart des vertrauten Menschen, die Aufrechterhaltung des gemeinsamen Wohnens dürfte ein Gewinn für die pflegende Person darstellen, wenn dem nicht so ist, tuen wahrscheinlich bei gut daran, sich Unterstützung zu suchen und vor allem die Bedürfnisse auch des Pflegenden ernst zu nehmen.

Ich wage zu behaupten, dass das zeitintensive Pflegen von Angehörigen trotz unterstützender Hilfe von außen mitunter für manche zu einer dermaßen großen Belastung werden kann, dass sie sich unterschwellig wünschen, dass die Belastung durch den Tod des Angehörigen bald ein Ende nimmt.
Ein Grund, warum der/die pflegebedürftige Mann/Frau nicht ins Pflegeheim abgeschoben wird, liegt bei manchen vielleicht nur mehr darin, aus einem verpflichtenden Verantwortungsgefühl heraus zu handeln, nicht nur weil man es sich umgekehrt genauso vom Partner erwartet hätte, sondern weil viele wissen, dass der Umgang mit den "Insassen" in Pflegeheimen (vorsichtig ausgedrückt) zu wünschen übrig lässt.







Das Gewissen muss sich estrmal von den Manipulationen und Indoktrinationen aus Kindheit und Bildungssystem befreien, um sein Unterscheidungsvermögen beurteilen zu können. :rollen:

Wo fangen die Manipulationen an und wo hören sie auf? Egal was wir tun, ob wir eine Zeitung oder ein Buch lesen, einen Vortrag besuchen, der Umgang mit Freunden oder die Beziehung zum Lebenspartner, unser ganzes Denken ist geprägt von Einflussnahmen. Wie möchtest Du eine Unterscheidung dahingehend treffen was darunter unter Manipulation fällt und was nicht.
Jedenfalls scheint mir das was ich über das Gewissen geschrieben habe, stimmig zu sein. Wenn es dir nicht stimmig erscheint, würde mich interessieren warum.







Ob Man das auf dem Weg des Wissenwollens erfährt, weiß ich nicht.:rolleyes:

Woher weißt Du es? Welche Annahme stützt Deine Vermutung/Wissen,
dass es gar nicht anders sein kann und genau dem eigenen Mass entspricht.





Ich schrieb ja schon, dass das Geschenk des bedingungslosen Selbstwertes und der durch Eigeninitiative erschlossene Lebenssinn für mich nicht im Widerspruch zueinander stehen.

Ich weiß, was Du geschrieben hast.


LG
 
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