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Energie, Gas, Öl

Naja, ich habe größtenteils diesen Prof. Quaschning zitiert. Ich kenne ihn schon seit Jahren aus den Medien, denn er ist ein gerngesehener Gast, wenn es um regenerative Energien geht.
Er ist der Meinung, dass es mehr Sinn macht, auf die Stromspeicherung zu setzen, als neue Atomkraftwerke zu bauen, die für die Tag/Nacht Angleichung eingesetzt werden. Erstens weil es sie noch gar nicht gibt, diese kleinen Reaktoren und zweitens weil sie sehr teuer sind und mindestens 8.000 Stunden im Jahr unter Volllast arbeiten müssen, um rentabel zu sein.
Ich dachte, wir könnten über das diskutieren, was er gesagt hat, anstatt dass ich ganze Seiten schreibe, um alles zu wiedergeben, damit wir anschließend darüber diskutieren können.
 
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Mir ist Quaschning egal, er ist kein Forumsteilnehmer. Nicht egal ist, was DU hier behauptest oder -allgemein- schreibst. Daher gehe ich weniger auf das ein, was ein Quaschning oder sonstige außenstehenden Personen behaupten, aber sehr wohl auf deine Behauptungen, die womöglich auf Aussagen jener Außenstehenden basieren.
Anders gesagt: 'Quaschning meint....' ---> uninteressant
'Ich behaupte, weil Quaschning meint....und ich ihm aus diesen und jenen Gründen glaube...' ---> interessant
:)

Im Prinzip das, was wir beide und auch andere frenilshtar immer wieder gesagt haben, bei ihm mangels Willens und mangels Fähigkeiten erfolglos. :(
 
Mir ist Quaschning egal, er ist kein Forumsteilnehmer.
Wie ich schon geschrieben habe: Ideologien basieren auf Glaubenssätzen, Erzählungen und Dogmen.
Fundierte Meinungen sollten auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und nachdem man selbst nicht darüber verfügt, bedient man sich bestimmter Quellen. Quaschning diente für mich als Quelle und Grundlage für eine Diskussion mit dir über seine Thesen, denn er ist viel fachkundiger als ich auf diesem Gebiet. Er wurde schließlich aus diesem Grund zum Interview eingeladen.
Wir können das auch lassen, weil ich gerade sehe, dass du mich mit einem anderen User hier gleichzusetzen versuchst.
 
Wie ich schon geschrieben habe: Ideologien basieren auf Glaubenssätzen, Erzählungen und Dogmen.
Fundierte Meinungen sollten auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und nachdem man selbst nicht darüber verfügt, bedient man sich bestimmter Quellen.
Fakten in erster Linie auf externe Quellen (unsere persönlich Empirie ist bei vielen Themen natürlich völlig überfordert), Erkenntnisse können aber letztendlich nur selbst erlangt werden, denn das bloße Übernehmen der vermeintlichen oder tatsächlichen Erkenntnis einer dritten Person ist keine Erkenntnis. Wohl aber kann man die Erkenntnis einer dritten Person NACHVOLLZIEHEN. Dann ist man aber auch in der Lage, diese Erkenntnis mit eigenen Worten, mit eigenen Argumenten zu begründen.
Quaschning diente für mich als Quelle und Grundlage für eine Diskussion mit dir über seine Thesen, denn er ist viel fachkundiger als ich auf diesem Gebiet. Er wurde schließlich aus diesem Grund zum Interview eingeladen.
Ja, aber nicht von MIR zur Diskussion HIER. Und "auf diesem Gebiet" - sein Gebiet ist laut Beschreibung regenerative Energie, und Kernkraft gehört meines Wissens eben nicht dazu. Das macht ihn jetzt nicht per se inkompetent, aber jetzt auch nicht explizit kompetent. Wenn du über ihn und seine Thesen diskutieren willst, dann können wir das an anderer Stelle gerne tun, aber eigentlich geht es ja um das Vorgehen von Klimaideologen und dessen Sinnhaftigkeit. Außer du machst seine Thesen zu deinen eigenen und begründest mit ihnen dein persönliches Vorgehen. Aber letztendlich diskutieren wir dann über DEINE Thesen, weil es deine sind, auch wenn du sie "nur" übernommen hast.
Wir können das auch lassen, weil ich gerade sehe, dass du mich mit einem anderen User hier gleichzusetzen versuchst.
Ich setze nicht DICH mit frenilshtar gleich, sondern ich verorte bei dir hier ein Vorgehen, das wir beide von frenilshtar kennen und uns beiden nicht gefällt. Die Erwähnung von frenilshtar in diesem Zusammenhang ist natürlich nicht notwendig, aber meine Absicht ist es, mit der (inhaltlich ja berechtigten) Erwähnung würdest du so betroffen sein, dass du dich (womöglich erschreckt) kurz mal zurücknimmst und reflektierst unter dem Eindruck "Was sagt er da? Wie kommt er dazu?".
Eine lediglich mitgeteilte Empörung gefolgt von Flucht oder zumindest ihrer Androhung wäre ein weiter Schritt in jene Richtung, die ich bedauern würde. Falls ich falsch liegen sollte, zeige mir bitte meine Fehler auf.
 
Fakten in erster Linie auf externe Quellen (unsere persönlich Empirie ist bei vielen Themen natürlich völlig überfordert), Erkenntnisse können aber letztendlich nur selbst erlangt werden, denn das bloße Übernehmen der vermeintlichen oder tatsächlichen Erkenntnis einer dritten Person ist keine Erkenntnis. Wohl aber kann man die Erkenntnis einer dritten Person NACHVOLLZIEHEN. Dann ist man aber auch in der Lage, diese Erkenntnis mit eigenen Worten, mit eigenen Argumenten zu begründen.
Erkenntnisse von Experten werden benötigt, wenn einem das Fachwissen fehlt, um selbst zu der richtigen Erkenntnis zu gelangen. Es mag keine eigene Erkenntnis sein, was ich von einem Experten erfahre, aber ich habe auch mein Fachwissen aus Büchern, die andere Fachkundige geschrieben haben. Zu meiner eigenen Erkenntnis ist dieses Fachwissen dann gelangt, nachdem ich es richtig zuordnen und logisch nachvollziehen konnte. Alternativ hätte ich das Rad neu erfinden müssen.
Was Quaschning sagte, war nicht schwer nachzuvollziehen, denn es waren nachprüfbare Fakten. Ich habe lediglich etwas dagegen, dass man Fachleute aus dem Kontext gerissen zitiert. In diesem Fall war es ein Interview und diese Gefahr bestand nicht.
 
Erkenntnisse von Experten werden benötigt, wenn einem das Fachwissen fehlt, um selbst zu der richtigen Erkenntnis zu gelangen. Es mag keine eigene Erkenntnis sein, was ich von einem Experten erfahre, aber ich habe auch mein Fachwissen aus Büchern, die andere Fachkundige geschrieben haben. Zu meiner eigenen Erkenntnis ist dieses Fachwissen dann gelangt, nachdem ich es richtig zuordnen und logisch nachvollziehen konnte. Alternativ hätte ich das Rad neu erfinden müssen.
Richtig, einerseits präsentierte Fakten, die wir glauben oder anzweifeln können, andererseits Erkenntnisse von Dritten, deren Erlangung man nachvollziehen kann oder auch nicht. Manche wiederholen aber lediglich Erkenntnisse Dritter, ohne sich die Mühe zu machen, sie nachzuvollziehen.
Was Quaschning sagte, war nicht schwer nachzuvollziehen, denn es waren nachprüfbare Fakten.
War die Behauptung, dass die von dir erwähnten kleinen Kernkraftwerke 8000 Stunden pro Jahr ihre Nennleistung liefern müssten, um rentabel betrieben werden zu können, darunter? Das wäre nämlich KEIN Faktum gewesen.
Ich habe lediglich etwas dagegen, dass man Fachleute aus dem Kontext gerissen zitiert. In diesem Fall war es ein Interview und diese Gefahr bestand nicht.
Ja, es gibt vielerlei Fehler im Umgang mit wissenschaftlichen Aussagen, einer davon ist jener, den du hier beschreibst. Manche zitieren Fachleute gezielt aus dem Kontext gerissen, um ein unwahrhaftiges Narrativ damit zu stützen. Bei dir sehe ich diesen Fehler nicht, wohl aber verorte ich den Fehler der Falsch- bzw Überinterpretation wissenschaftlicher Aussagen.

Das Beispiel, wie ich es schon einmal brachte:
Die Klimatologie besagt, dass der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre den Treibhauseffekt beeinflusst und legt auch nahe, dass der anthropogene CO2-Ausstoß signifikant an der aktuell beobachteten Erderwärmung beteiligt ist. Folglich brächte eine Verringerung der CO2-Immissionen eine Abschwächung des Treibhauseffektes. So weit so richtig und klimatologisch-wissenschaftlich fundiert.
Daraus abzuleiten, dass man national appellieren müsse, den CO2-Ausstoß zu verringern, UM die Erderwärmung einzuschränken ist aber eine Über- bzw Missinterpretation obiger wissenschaftlicher Aussagen.
Ebenso die Ableitung, dass die Nutzung des Fahrrades anstatt des Autos durch Herrn P. zum Einkaufen die Erderwärmung -wenn auch nur gering- reduzieren würde.

Denn, jene Aussagen mögen in einem vereinfachten Modell zutreffen, aber die reale Welt entspricht nicht jenem vereinfachten Modell und muss daher ganz und gar nicht so reagieren, wie es jenes klimatologische Modell täte.

Aus demselben Grund haben zur Coronazeit Politiker und nicht Epidemiologen die politischen Entscheidungen getroffen.
Aus epidemiologischer Sicht wäre es angebracht gewesen, die ganze Weltbevölkerung 2 Woche in Quarantäne zu versetzen, und vorbei wäre es mit Corona gewesen. Nach einem vereinfachten epidemiologischen Modell. Die reale Welt hätte auf jene globale Entscheidung aber ganz anders reagiert, nämlich mit Aufständen und ganz anderen Folgen als im Modell.

Zweites Beispiel:
100 Patienten mit einer bestimmten potenziell tödlichen Krankheit, 2 Möglichkeiten.
Therapie A, die mit einer 30%igen Überlebensschance einhergeht
Therapie B, die mit einer 20%igen Überlebensschance einhergeht

Welche soll man den Patienten verschreiben?
In einem vereinfachten Modell, natürlich Therapie A. In jenem Fall würden (statistisch) 30 überleben, bei Therapie B nur 20.
Aber die Realität? Es kann durchaus sein, dass Therapie A eine höhere Überlebensschance bietet, FALLS SIE DURCHGEFÜHRT WIRD!
Aber Therapie A kann so unangenehm sein, dass die Hälfte sie einfach ablehnt oder nicht bis zu Ende durchmacht. Folglich kann
die REALE Überlebensschance dadurch unter die 20% sinken, die Therapie B hätte.

Aber, solche Fragen finden außerhalb des einfachen Modells statt. Analog wie viele Fragen zur Erderwärmung außerhalb der Klimatologie
statt finden. Und darauf gehen die üblichen Klimaaktivisten nun einmal nicht ein. Sie bleiben wir ihren Parolen "wir müssen dies und das!",
auch wenn die Realität, also DIE FAKTEN zeigen, dass ihre Appelle die Erderwärmung nicht signifikant verringern.
 
War die Behauptung, dass die von dir erwähnten kleinen Kernkraftwerke 8000 Stunden pro Jahr ihre Nennleistung liefern müssten, um rentabel betrieben werden zu können, darunter? Das wäre nämlich KEIN Faktum gewesen.
Ab Min. 4:50 sagt er das mit den 8.000 Stunden.
Den Rest lasse ich besser bis morgen unbeantwortet stehen, sonst könnte es passieren, dass ich überreagiere.
 
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Ab Min. 4:50 sagt er das mit den 8.000 Stunden.
Den Rest lasse ich besser bis morgen unbeantwortet stehen, sonst könnte es passieren, dass ich überreagiere.
Sehr gut. Die 8000 Stunden pro Jahr sind jedenfalls kein Faktum, sondern höchstens eine Schätzung seinerseits. Eine, die auf sehr wackeligen Beinen steht, wie ich meine. An anderer Stelle wird behauptet, dass diese Reaktoren noch gar nicht gebaut worden sind. Also kann er die Baukosten gar nicht kennen. Weiters kann er die Betriebskosten nur (grob) schätzen, da noch kein solcher Reaktor unter Feldbedingungen betrieben worden ist (wie auch, wenn er noch nicht einmal gebaut worden ist). Weiters sind die Rahmenbedingungen dafür unbekannt. Welche logistischen und rechtlichen Rahmenbedingungen würden sie in der Zukunft unterliegen, in der sie eventuell betrieben werden? Welcher Strompreis wurde dafür herangezogen?
Weiters, das Jahr hat 365*24 = 8760 Stunden. Das entspräche einem Anteil von 91.3% der gesamten Zeit mit Nennlast. Würde bedeuten, sie könnten nach seiner Berechnung lediglich als Grundlastabdeckung wirtschaftlich dienen, was aber dem Sinn einer flexiblen, dezentralen Versorgung widerspräche. Also: würde ich gezielt jene Strategie torpedieren wollen ohne dabei übers Ziel hinauszuschießen, würde ich am Ende ebenso auf solche Zahlen kommen.
Der Idee von vielen "kleinen" Kernkraftwerken stehe ich auch skeptisch gegenüber, aber dennoch halte ich jene Schätzung für "wild". Die Bewertung des Einen hat ja nichts mit der Bewertung des Anderen zu tun, wenn man unvoreingenommen herangeht.

Ansonsten, gute Nacht einstweilen. :)
 
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