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Energie, Gas, Öl

Hier erklärt ein Energieexperte, welche Nebelkerze die Kommissionspräsidentin und Macron gezündet haben und wie irrational ihr Vorstoß ist:
Genau das meinte ich. Festhalten an einem System, auch wenn es sich nicht bewährt hat. Die Angst vor Neuem ist halt riesengroß, selbst wenn es besser ist als das Alte, klammern sich viele daran, auch wenn es noch so irrational ist...
 
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Genau das meinte ich. Festhalten an einem System, auch wenn es sich nicht bewährt hat. Die Angst vor Neuem ist halt riesengroß, selbst wenn es besser ist als das Alte, klammern sich viele daran, auch wenn es noch so irrational ist...
Es ist nicht die Angst vor Neuem, sondern das Interesse, das Alte so lange wie möglich auszureizen. Das ist der mächtige Lobbyismus der Energiewirtschaft, den ich seit Tagen hier beklage.
Gestern war der 15. Jahrestag seit dem Gau in Fukushima. Die 15 Jahre reichen anscheinend aus, um zu vergessen - die Japaner haben das ohnehin schon längst vergessen und machen wieder das Gleiche wie vorher.
 
Die meisten Menschen haben Angst vor Veränderungen. Deshalb lehnen sie jede Neuerung ab. Sie wollen wie gewöhnt weiter machen. Das war immer schon so. Der Übergang von der Alt- zur Neusteinzeit brauchte rund 8000 Jahre.
Wenn der Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter auch so lang dauert, kann ich den zukünftigen Generationen nur viel Glück wünschen...
Richtig. Die Angst wegen der Ungewissheit, was kommen wird gemischt mit der Bequemlichkeit, die Gewohntes beibehalten will. Die Angst vor Klimaveränderungen zählt auch dazu. Und so ist es diese Angst, die manche dazu treibt zu versuchen, das ihnen gewohnte Klima für alle absehbare Zeit zu konservieren.
 
Hier erklärt ein Energieexperte, welche Nebelkerze die Kommissionspräsidentin und Macron gezündet haben und wie irrational ihr Vorstoß ist:
Habe mir jetzt nur die Vorschau hier durchgelesen, und sehe hier eine Vermischung zweier Unterschiedlicher Szenarien. Einerseits der geschehene Ausstieg, andererseits eine eventuelle Rückkehr oder gar Ausbau. Was für das eine gilt, muss nicht für das andere gelten!
 
Genau das meinte ich. Festhalten an einem System, auch wenn es sich nicht bewährt hat. Die Angst vor Neuem ist halt riesengroß, selbst wenn es besser ist als das Alte, klammern sich viele daran, auch wenn es noch so irrational ist...
Bewährt? Die Kernenergie hat gute Dienste geleistet und tut es in vielen Ländern nach wie vor. Andererseits hat sie ihre Nachteile, Risiken und Probleme.

Um zu bewerten, ob sie sich insgesamt bewährt hat oder nicht, müsste man ein Vergleichsszenario heranziehen, in dem es die Kernkraft nicht gegeben hätte. Ich gehe davon aus, dass dein Vergleichsszenario eine Welt ist, die genauso ist wie unsere gewohnte, nur ohne Tschernobyl, Fukushima und Atommüllproblem - richtig?
 
Es ist nicht die Angst vor Neuem, sondern das Interesse, das Alte so lange wie möglich auszureizen. Das ist der mächtige Lobbyismus der Energiewirtschaft, den ich seit Tagen hier beklage.
Und der Konsument hat kein Interesse an billiger Energie?
Wie beim Fleisch: Das Volk schimpft über die Profitgier der Fleischindustrie, die nicht artgerechte Tierhaltung, Medikamenteneinsatz, etc. Aber kauft massenweise Billigfleisch.
Bigotterie at its best.
Gestern war der 15. Jahrestag seit dem Gau in Fukushima. Die 15 Jahre reichen anscheinend aus, um zu vergessen - die Japaner haben das ohnehin schon längst vergessen und machen wieder das Gleiche wie vorher.
Dass es Zwischenfälle geben kann wusste man. Fukushima hat jetzt nichts an den Rahmenbefingungen geändert. Die Formel 1 wurde auch nicht nach dem ersten Toten beendet.
Es ist eine natürliche Reaktion, dass man nach einem Reitunfall zunächst große Angst hat, wieder aufs Pferd zu steigen. Aber ebenso natürlich ist, dass man in der Regel diese Angst mit der Zeit verarbeitet und darüber hinweg kommt. Du hättest dir bezüglich dieses Ereignis womöglich ein ewiges Trauma gewünscht. Ich bevorzuge hingegen vernunft- und nicht angstbasierte Politik.
 
Habe mir jetzt nur die Vorschau hier durchgelesen, und sehe hier eine Vermischung zweier Unterschiedlicher Szenarien. Einerseits der geschehene Ausstieg, andererseits eine eventuelle Rückkehr oder gar Ausbau. Was für das eine gilt, muss nicht für das andere gelten!
Gerade daran wird es liegen, dass du die 7 Minuten nicht investieren wolltest, denn Quaschning bringt es auf den Punkt, wie irrational dieser Vorstoß ist.
 
Gerade daran wird es liegen, dass du die 7 Minuten nicht investieren wolltest, denn Quaschning bringt es auf den Punkt, wie irrational dieser Vorstoß ist.
Die 7 Minuten investierte ich lieber darin, Postings zu lesen und über ihren Inhalt zu reflektieren. Postings haben für mich Priorität, nicht Links.
Bei Zeit & Muße lesen ich mir den Link eventuell zur Gänze durch.
Der Punkt ist gerade, welcher Vorstoß genau?
Das Befinden der damaligen Abkehr für falsch oder aber der Vorstoß, Kernkraft zu reaktivieren und/oder auszubauen?

"Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin"
Sein Metier ist demnach "Regenerative Energiesysteme", also eine Konkurrenz zur Kernenergie. Ob seine Beurteilung dadurch
wirklich von Unvoreingenommenheit durchdrungen ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Punkt ist gerade, welcher Vorstoß genau?
Ursula von der Leyen hat unseren Atomausstieg als strategischen Fehler bezeichnet und gemeinsam mit Macron wollen sie den Wiedereinstieg in die Atomenergie fördern. Die Idee dahinter ist, dass man Minireaktoren baut, dafür aber umso mehrere, um Dunkelflauten zu überbrücken. Das Problem dabei ist, dass es an sonnenreichen Tagen mit genug Wind bei uns die gesamte Stromproduktion mit erneuerbaren Energie abgedeckt wird. Die Kernreaktoren kann man jedoch nicht wie Gaskraftwerke kurzfristig hoch und herunterfahren, was soviel bedeutet, dass die Windanlagen und der Solarstrom vom Netz genommen werden müssen, um überschüssigen Strom zu verhindern, der nicht abgeleitet werden kann. Die Standorte für diese vielen Reaktoren müssen erst gefunden werden un billig sind sie auch nicht, also eine Aktion zurück in die vermeintliche Zukunft.
Schon in den ersten zwei, drei Minuten kannst du hören, was ich hier geschrieben habe und das wollte ich mir ersparen.
 
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Ah, "hören" - das geht momentan sowieso nicht. Ich ging mehr nach dem Text hinter dem Link.
Kernreaktoren kann man sehr wohl auch im Lastfolgebetrieb fahren (auch wenn sie nicht ganz so schnell reagieren wir manch andere Kraftwerkssysteme), und selbst wenn nicht, müsste das ja nicht ihre Hauptaufgabe sein.
Weiters könnte man einen ungenügenden Leistungsgradienten mit lokalen Zwischenspeichern ausgleichen.

Zur Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Lastfolgebetrieb

Ja, an sonnenreichen Tagen mit genug Wind bringen Photovoltaik und Windstrom viel Elektrizität, aber diesen punktuellen Zustand kann man nicht als repräsentativen oder gar allgemeingültigen Betriebszustand heranziehen. Das ist so, als wenn man behauptet im Haus keine Heizung zu brauchen, weil es im Sommer untertags ja ohnehin warm genug ist und es da das größere Problem ist, den Wärmeüberschuss abzuführen.

Das Problem der Standorte ist in der Tat eines, aber kein technisches, sondern ein menschengemachtes bzw politisches. Ist bei etlichen anderen Einrichtungen ebenso: Industrieviertel, Einkaufszentren, Autobahnen, Müllhalden und Müllverbrennungsanlagen, und noch viele mehr. Man will zwar ihre Dienste bzw Produkte, aber bitte nicht vor der eigenen Haustüre!

Noch dazu: Auch in Österreich gibt es einen größeren Kernreaktor, der in Betrieb ist (im Wiener Prater) und etliche andere Geräte, die mit Radioaktivität arbeiten. Lediglich zur kommerziellen Energieerzeugung ist der Betrieb in Österreich generell untersagt (welche in der Tat die größten Anlagen wären).

Also - die vorgebrachten Argumente sind teilweise unrichtig. Weiters kenne ich nicht die vorgebrachten sachlichen Argumente seitens Macron & von der Leyen, insofern fehlt mir die Basis, deiner Meinung guten Gewissens zustimmen zu können. Zusätzlich scheint mir die Frage von Rückkehr und Aufbau angesichts der Personen keine reindeutsche zu sein.
 
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