• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

David Hume

AW: David Hume

... Jedoch der Herr stammt aus einer Zeit, dem 18 Jahrhundert in England, welche ich auf das Weltbild bezogen mit unseren heutigen Aufgaben verglichen nicht für so ergiebig halte.
Wir kriegen heute den Alltag nicht mehr mit Qualität bewältigt ohne spirituelle Intelligenz zwischen anspruchsvoller Technik sowie Empfindung und Bewusstsein.
Damals gehörte zur Aufklärung der materialistische und realistische Inhalt, heute brauchen wir eine geistige Fähigkeit die wieder von der Materie abrückt ohne in Religion zu verfallen.

Die Umstände in Bezug auf menschliche Erkenntnismöglichkeiten haben sich nicht geändert. Und viele Erkenntnisse dieser Philosophen sind heute noch immer nicht in den Köpfen der Menschen angekommen.

Was meinst du mit heutiger anspruchsvoller Technik und dazu nötiger spiritueller Intelligenz?
Insbesondere das 19. Jahrhundert brachte doch viel mehr an technischen Veränderungen, als es heute der Fall ist.
 
Werbung:
AW: David Hume

Die interessante Erkenntnis von Hume war, dass die Kausalität meist nicht existiert, bzw. unzugänglich ist und das was wir als kausale Gesetze sehen, nur Gewohnheit ist.
Insbesondere gilt das für moralische "Gesetze". Die sind meist eben nichts anderes als Gewohnheit.

Jedenfalls war Hume ein großer Menschenfreund.

I. KANT, der den englischen Empiris-mus mit dem französischen Rationalis-mus in seiner Kritik der reinen Vernunft verbunden/"vermittelt" hatte, war auch ein "großer Menschenfreund", was immer darunter verstanden werden mag :dontknow:

Und I. KANT hatte natürlich auch das Kausalitäts-Problem anders gelöst, da er
1. von der Wahrheit der Physik von I. NEWTON überzeugt war
2. eine philosophische Erkenntnis-Theorie formuliert hatte - und keine Erkenntnis-Psychologie wie D. Hume...
 
AW: David Hume

Es bedarf nach diesen Sätzen, welche die Grundgedanken HUMEs enthalten, keiner weiteren Beweisführung, um darzuthun,
daß der HUMEsche Scepticismus nur eine konsequentere Durchführung des LOCKEschen Empirismus ist.
Konsequentermaßen müssten die Bestimmungen der Allgemeinheit und der Notwendigkeit wegfallen,
wenn wir alles unser Wissen nur aus der sinnlichen Wahrnehmung haben,
denn in der Sensation sind sie nicht enthalten.

Locke hatte angenommen, dass die Dinge in uns Ideen erzeugen bzw verursachen. So entsteht nach ihm Erkenntnis. Hume hatte aber erkannt, dass es unmöglich ist jede einzelne Sinneswahrnehmung zu differenzieren. Die enorme Intensität der Eindrücke verdichtet sich zur Fiktion einer stabilen Außenwelt.

1.: Die interessante Erkenntnis von Hume war, dass die Kausalität meist nicht existiert, bzw. unzugänglich ist und

2.:das was wir als kausale Gesetze sehen, nur Gewohnheit ist.

zu 1.: Dem menschlichen Geiste ist es nicht möglich, jede einzelne Sinneswahrnehmung zu differenzieren. Wir erinnern uns an frühere Erfahrungen und projizieren sie gewohnheitsmäßig auf die unmittelbare Erfahrung. mit anderen worten, wir verknüpfen Erfahrungen und dies vermittelt uns ein Bild der Außenwelt. Beispiel: Wir halten einen Stab ins Wasser und unsere sinne lassen den Stab geknickt erscheinen. Frühere Erfahrung zeigt, dass dies nicht sein kann. Natürlich führt die permanente Herstellung einer Kausalität zu früheren Erlebnissen zu Irrtümern in der Erkenntnis. Insgesamt betrachtet ermöglicht die Kausalität aber in diesem Zusammenhang unser Überleben.

Auch für Kant wird der Begriff der Kausalität ein ganz wichtiger werden.

zu 2.: Für hume ist wie für Leibnitz eine induktive Beweisführung unzulässig.
Damit, dass die Sonne bisher immer aufgegangen ist, lässt sich nicht beweisen, dass sie auch morgen aufgehen wird.

lg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: David Hume

Mittlerweile ist aber auch die "deduktive" Beweisführung nicht das "non plus ultra"...
Eher neigt die Wissenschaft zur Verifikation, soweit praktikabel oder die Falsifikation, deren Scheitern den höchsten Bestätigungsgrad erbringt!!
 
AW: David Hume

... zu 1.: Dem menschlichen Geiste ist es nicht möglich, jede einzelne Sinneswahrnehmung zu differenzieren. Wir erinnern uns an frühere Erfahrungen und projizieren sie gewohnheitsmäßig auf die unmittelbare Erfahrung. mit anderen worten, wir verknüpfen Erfahrungen und dies vermittelt uns ein Bild der Außenwelt. Beispiel: Wir halten einen Stab ins Wasser und unsere sinne lassen den Stab geknickt erscheinen. Frühere Erfahrung zeigt, dass dies nicht sein kann. Natürlich führt die permanente Herstellung einer Kausalität zu früheren Erlebnissen zu Irrtümern in der Erkenntnis. Insgesamt betrachtet ermöglicht die Kausalität aber in diesem Zusammenhang unser Überleben.

Genügt es nicht einfach einzusehen, dass wir nicht alles wissen können und für viele Einflüsse nicht einmal Sinnesorgane haben?
 
AW: David Hume

Genügt es nicht einfach einzusehen, dass wir nicht alles wissen können und für viele Einflüsse nicht einmal Sinnesorgane haben?

Vor allem ist es in philosophischer Hinsicht sinn-voll, zwischen der sinnlichen Erfahrung des Emipiris-mus und der intuitiven Erfahrung der Phänomenologie/Hermeneutik zu unterscheiden, denn:
"Empirie ist nicht Empirismus", :ironie: soll ich im Auftrag von Wilhelm DILTHEY (1833 - 1911) mitteilen ...​
 
AW: David Hume

Jedenfalls wächst mit dem Wissen der Zweifel - und "Wissen hält nicht länger als Fisch", :ironie: soll ich im Auftrag von Alfred North WHITEHEAD mitteilen ...:lachen:

Gruß​
 
Werbung:
Zurück
Oben