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Covid 19 in Österreich, Schweiz und Deutschland

Dieses Thema im Forum "Europa" wurde erstellt von hylozoik, 26. Januar 2020.

  1. Chris M

    Chris M Active Member

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    Beiträge:
    208
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    Ich bin der erste, der zustimmt, dass eine globale Krise schon lange überfällig war, um die Menschheit wachzurütteln. Nun ist es aber in diesem Fall eine Krise, die nicht schicksalhaft über uns hereingebrochen ist, sondern die zum größten Teil von uns selbst gemacht ist. Und das sagen ja sowohl die Maßnahmen-Skeptiker als auch diejenigen, denen die Maßnahmen noch nicht weit genug gehen. Wir hätten uns entweder kollektiv zwei Wochen lang im Keller verbarrikadieren sollen, dann wäre das Virus ausgerottet gewesen, oder wir hätten einfach versuchen sollen, damit zu leben. So ist es unser Umgang mit dem Virus, der das Problem ist, nicht das Virus selbst, egal auf welcher Seite man steht.

    Auf jeden Fall bringt diese Krise so einiges zum Vorschein, was zuvor unter der Oberfläche lauerte. Da wäre zum einen die Wiederentdeckung des Denunziantentums zu nennen, und zwar im ganz großen Stil. Dann zeigt sich jetzt auch, wer Freidenker ist und wer nur Mitläufer. Und ich füge ausdrücklich hinzu: Nicht jeder Maßnahmen-Verteidiger ist Mitläufer und nicht jeder Maßnahmen-Kritiker ist Freidenker. Wer für sich einen Weg gefunden hat, die Maßnahmen als sinnvoll zu erachten, dem sei es vergönnt. Aber ich kann nicht etwas verteidigen, was meines Erachtens mehr schadet als nützt. Ich trage in der Öffentlichkeit Maske und halte mich an die Regeln, aber ich muss nicht auch noch mein Denken anpassen, das könnte ich auch gar nicht, selbst wenn ich es wollte.

    Ich denke, dass es darauf hinauslaufen wird, dass irgendwann die Bevölkerung genug haben wird und dann kann die Regierung den 25. Wellenbrecher-Brücken-Bundesnotbremse-Osterruhe-Inzidenzsenkungs-Mega-Overkill-Lockdown beschließen, die Leute werden es nicht mehr mitmachen.
     
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  2. KANTIG

    KANTIG Well-Known Member

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    Das wird nur für die gefährlich, die (Zitat)
    sich selber verrückt machen der Veränderung im Außen wegen, der wird womöglich ein Fall für den Bestatter. Eine Krise als Solche im Leben hat letztendlich viel mehr Vorteile, wenn die Bedrohung überwunden ist,
     
  3. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

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    Überrascht, dass es auch Ärzte gibt die auf die Wissenschaft pfeifen? Es gibt ja auch Ärzte und Apotheker die den Patienten Placebos empfehlen einzunehmen ohne dazu zu sagen, dass es Placebos sind.
     
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  4. Chris M

    Chris M Active Member

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    2. November 2014
    Beiträge:
    208
    Es sind sich auch längst nicht alle Wissenschaftler einig in diesem Punkt.
     
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  5. ewaldt

    ewaldt Well-Known Member

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    Ich kenne nur die Feinrippunterhose mit Eingriff aber das ist nicht gemeint. Es gibt stets Regeln in der Gesellschaft, wer sich nicht dran hält, bekommt Probleme. Das ist Zivilisation verbunden mit den psychologischen Naturgesetzen, der Eingriff ist also da sobald man mit einer Kultur in deiner Gemeinschaft lebt. Nur, wenn das übertrieben ist in der Menschheit wie das jetzt am Anfang des 21. Jahrhunderts, besonders in der westlichen Welt der Fall ist, dann braucht es einen Schuss vor den Bug und alles steht still. Das wird so lange weiter gehen mit einem Lockdown nach dem Anderen, bis das Jammern wegen Verlusten an materiellen Gütern oder Spaß im Kopf als Ablenkung aufhört. Erst dann wird der Sinn der ganzen Krise bewusst, es ändert sich das Verhalten und die Infektionen gehen zurück. Jedoch so lange lautstark lamentiert wird wie hier, dass es böse Kräfte gibt, die einem etwas wegnehmen, man muss die Bösen hängen, wird die Krise eher verstärkt als gemildert. Als ob die Regierung oder wer auch immer Schuld ist, weil man selber zu doof zu Leben ist und nicht das Beste aus dem macht, was da ist, sondern die selbst inszenierte Qual anderen in die Schuhe schiebt. Mir persönlich bekommt die Krise mit allen Lockdowns prächtig aber ich habe auch viel Zeit in meinem Erwachsenenleben verwendet, um für Krisenbewältigung fähig zu sein. Ich kenne wesentlich bedrohlichere Krisen, Corona ist dagegen ein Spaziergang mit Gelassenheit.
     
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  6. Belair57

    Belair57 Well-Known Member

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    Moment, diese Art von Diktion, gab es die nicht schon einmal ?
     
  7. Belair57

    Belair57 Well-Known Member

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    16. November 2007
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    Niederösterreich
    Faszinierend, mit welcher zynischer Ingnoranz manche über den Verlust von Arbeitsplätzen und Existenzen hinwegsehen können !!!
     
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  8. Giacomo_S

    Giacomo_S Well-Known Member

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    Dann wünsche ich Deinem Arzt alles Gute, denn

    Tagesspiegel vom 8.4.21, Indien in der Pandemie: "Wir sind am Ende" (Hervorhebung von mir)

    Sicher ein extremes Beispiel und Indien ist nicht Deutschland.
    Es zeigt aber, was sonst noch so alles möglich ist, wenn man keine Maßnahmen trifft oder nicht treffen kann.
     
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  9. Giacomo_S

    Giacomo_S Well-Known Member

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    Ort:
    München
    "Der Mainstream" ist eine Kategorie, die für mich in Bezug auf die Medien nicht existiert.

    Was denn für eine "Methode"? An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen ...
    Wenn ich feststelle: In der Yellow Press (Tina, Lea, Laura, Welt der Frau, Bild der Frau, Heim & Welt uva.) steht nur Müll und ich vertraue diesen Informationen grundsätzlich nicht, dann wird der eine gut recherchierte Artikel über das letzte Adelstreffen daran auch nichts ändern.
    Und abseits der Beiträge auf YT, die Du dem "Mainstream" zuordnen würdest, sehe ich mich in der Lage, so ziemlich alles schnell zu zerlegen, was da so i.A. geschwallert wird.

    Es gibt Themen, in denen ich mich vergleichsweise gut auskenne, da ich darin einen umfangreichen und seriösen Background habe (A). Es gibt Themen, in denen ich das nicht habe (B). Wenn ich für eine Quelle dann feststelle: A wird zu mehr als 95% nicht korrekt dargestellt und bleibt bestenfalls oberflächlich, dann kann ich B nur anhand seiner Plausibilität beurteilen. Stelle ich darüber hinaus fest, das sich B meistens noch in kürzester Zeit widerlegen lässt, dann ist die Quelle für mich gelaufen.
    Und das nehme ich dann genauso ernst wie die Gesundheitstipps aus der Yellow Press.

    Im Großen und Ganzen beschränkt sich meine Kritik der Information nicht allein auf YT. Nach meinem Dafürhalten (und unter Berücksichtigung der Prozesse A-B) ist der Wert der Informationen des gesamten Internets, mehr oder weniger, alles Müll.
    Mit ein paar wenigen Ausnahmen, das, was Du als "Mainstream" bezeichnest, technische Informationen, akademische Quellen (Universitäten und Institute, die Wurzel des Internets) und auch Wikipedia (aber auch da bei Weitem nicht alles) - aber der Rest ist eine Informationsblase ohne jegliche Relevanz.

    Ken FM hat sich in der Vergangenheit als dermaßener propagandistischer Agitator (und Kasper) erwiesen, dagegen ist selbst ein ein Attila Hildmann geradezu ein Waisenknabe. Solche Kandidaten kann ich nicht ernst nehmen, egal, was sie vielleicht jetzt machen.
     
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  10. Eule58

    Eule58 Moderator Mitarbeiter

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    So isses. Vor ca. 2 Jahren saß ich mit Bekannten im Kaffeehaus und am Nebentisch saß ein junges Mädchen mit dem Handy in der Hand. Dann kamen 2 Freundinnen, setzen sich nach stürmischer Begrüßung dazu, nahmen ihre Handys aus den Taschen und dann saßen alle 3 und tippten unentwegt darauf herum. Wir "Alten" fragten uns verwundert, wozu sie sich mit Freunden treffen, wenn sie dann nicht miteinander plaudern, sondern jeder für sich aufs Handy starrt.
    Und jetzt, wo sie es zu Hause machen müssen leiden sie psychisch darunter, dass sie keine Freunde treffen dürfen. Das mag verstehen wer will. Ich bin da scheinbar schon zu alt dafür...
     
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