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Benzin bei uns bald doppelt so teuer wie im weltweiten Durchschnitt

Der Deutsche ist auf das Auto angewiesen, weniger als Transportmittel, sondern vor allem als Identifikation mit dem Dasein. Es gibt Ausnahmen, aber wer ein Auto, oder mehrere besitzt, der braucht es wie die Luft zum Atmen.
Das ist vor allem ein psychisches Problem nach jahrzehnte langer Manipulation, wie sehr man zum gehobenen Bürgertum gehört, wenn man ein starkes Auto besitzt. Diese psychische Identifikation ließe sich mit Aufklärung
beikommen aber nicht mit Preiserhöhung, Verboten oder dem Wechsel von Rauch auf Dampf bzw. von Benzin auf Strom. Mögen Radler noch so gemeine Witze reißen, sie werden belächelt oder bekämpft.
Was die Qualität und den Wert des Menschen angeht, gibt es keinen Unterschied, egal welches Verkehrsmittel bevorzugt wird, genauso wie bei der sexuellen Neigung, da gibt es auch keinen Unterschied. Mensch ist Mensch
in meinen Augen, egal wie die Umstände sind, die Strukturen der seelischen Empfindungen sind bei allen gleich.
 
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Welche Lust steckt dahinter, als Radfahrer steigende Benzinpreise "der anderen" zu genießen.
Das ist doch der Witz an unserem Gespräch hier.

Es geht nicht um Gehässigkeit, mir jedenfalls nicht.
Vielmehr geht es mir darum, die kognitiven Aussagen, die sich um das Thema Auto drehen, zu relativieren und sie in ein rational schlüssigeres Bild zu setzen. Natürlich sehe ich das Auto mehr aus der Sicht des Städters, denn ich bin Städter.

Autofahrer in den Städten verwenden vermeintlich rationale Argumente für das Auto. Es sei so praktisch, schneller und bequemer. Greift man diese Aussagen auf und analysiert sie, so stimmt das für die meisten Fahrten überhaupt nicht. Jedenfalls nicht für die Geschwindigkeit. Tatsächlich bin ich schon im Stadtverkehr in PKWs gefahren, da wies der Bordcomputer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 18 km/h aus, Stop & Go reduzierte die Geschwindigkeit auf ein Minimum - Schnell geht anders. Und das war noch die Geschwindigkeit während des Fahrens ... rechnet man die Zeiten hinzu, die während des Cruising nach einem Parkplatz vergehen und die Wege zum und vom Parkplatz, dann dürften noch ganz andere "Geschwindigkeiten" daraus resultieren.
Bequemer ist das natürlich, denn man kann über 30 Min. im Auto sitzen - anstatt weniger als 10 min. mit der U-Bahn und zu Fuß.

Rational und logisch, folgend den o.g. Argumenten der Autofahrer ist es aber nicht.
Einer hat auf meine Frage, warum er denn für solche komplizierten Wege überhaupt das Auto nehme, mal ehrlicherweise gesagt: Weil er die Fratzen in der U-Bahn um sich herum nicht haben wolle.
Und genau darum geht es oft beim städtischen Autofahren: Dass man sich mit anderen Menschen nicht auseinandersetzen muss. Das Auto ist ein fahrendes Wohnzimmer, eine Art sozialer Schutzkäfig. Und dabei ist es völlig egal, ob es preiswerter oder schneller ist, oder nicht.

Der Deutsche ist auf das Auto angewiesen, weniger als Transportmittel, sondern vor allem als Identifikation mit dem Dasein. Es gibt Ausnahmen, aber wer ein Auto, oder mehrere besitzt, der braucht es wie die Luft zum Atmen.

Die Luft zum Atmen brauchen wir aber alle, ob wir nun Auto fahren, oder nicht.
 
Die Luft zum Atmen brauchen wir aber alle, ob wir nun Auto fahren, oder nicht.
Neben der Luft zum Atmen wurde dem Deutschen seit dem Wirtschaftswunder beigebracht, dass er auch ein Auto braucht, will er zur bürgerlichen Gesellschaft dazugehören und vieles andere auch noch.
Jedoch die psychische Abhängigkeit zum Auto ist in Deutschland von der ganzen westlichen Welt besonders groß. Ich nehme mich da nicht aus, hatte damals einen Trabi gefahren in Bayern und jetzt einen VW.
Jedoch fahre ich sehr wenig, denn ich habe keine so richtige Freude am Autofahren, mal ein Führer am Lenkrad sein können brauch ich nicht, bin mir im Alltag selbst genug. Aber ein Besitzer bin ich auch.
So ist das Auto für den Deutschen nicht nur ein Transportding, die plakativen Argumente mit schneller, flexibler oder billiger lassen sich alle widerlegen, aber seine psychische Abhängigkeit nicht.
Es ist wie in der Beziehung, wer unter Verlustängsten leidet, dem kann man logische Beschwichtigungen sagen wie mal will, die Angst bleibt, das führt zum Klammern und zum Ende der Beziehung.
Nun kann man beim Auto aufgrund von Verlustängsten so viel Klammern wie man will, wenn es auf dem Parkplatz steht, bleibt es da unverändert stehen, egal wie die menschlichen Gefühle sind.
Das ist der Vorteil in der Beziehung im Gegensatz zu Frau, Kindern und Hund oder Arbeitskollegen, das Auto bleibt stets nüchtern und zeigt keine Emotionen. Zeige mir Dein Auto bzw. kein Auto,
Fahrrad, Roller und ich sage Dir wie Deine Persönlichkeit ausschaut, kommt in vielen Fällen hin. Das Auto ist in der deutschen Gesellschaft ein Spiegel der Seele. Deshalb wird es schwer sein es zu
verdrängen auch, wenn es Fahrradfahrer gibt, die glauben, die Welt gehört ihnen ganz allein. Das gibt es bei Autofahrern sowieso, sie fahren mit bewussten Fehlzündungen unüberhörbar.
Worauf ich hinaus will ist, dass das Loslassen von materiellen Gütern ohnehin schwer ist, aber beim Auto besonders. Wer einen Führerschein und Geld hat, hat auch ein Auto oder noch besser,
eine Limousine mit Chauffeur.
 
So ist das Auto für den Deutschen nicht nur ein Transportding, die plakativen Argumente mit schneller, flexibler oder billiger lassen sich alle widerlegen, aber seine psychische Abhängigkeit nicht.

Um es einmal, sicher überspitzt, moral-ethisch in Frage zu stellen: Habe ich die negativen Folgen von Benzinautos, Luftverschmutzung, Belastung der Städte, Klimawandel uvm. hinzunehmen und zu dulden - nur weil irrationale Menschen mit ihren psychischen Abhängigkeiten nicht klarkommen?
Sicher, man kann auch das Argument grundsätzlicher Freiheiten einbringen, auch das hat seine Berechtigung.

Nur: In anderen Fragen ist das ja auch kein Argument, oder wenigstens kein abschließendes.
Wenn ich im Gegenbeispiel auf meinem Balkon Cannabis anbaue und nur selbst rauche, dann mache ich mich damit strafbar. Und dabei schädige ich damit nicht einmal andere, sondern nur mich selbst (wenn überhaupt).
 
Habe ich die negativen Folgen von Benzinautos, Luftverschmutzung, Belastung der Städte, Klimawandel uvm. hinzunehmen und zu dulden - nur weil irrationale Menschen mit ihren psychischen Abhängigkeiten nicht klarkommen?
Genau, es gibt Entwicklungen in der Gesellschaft, bei dem der Einzelne nur mit Resilienz antworten kann, um sich nicht zu gefährden. Man kann nicht erwarten, dass alle Rücksicht auf die eigenen Kuriositäten nehmen, aber man selbst schöpft aus dem Vollen. Der Einzelne schützt sich, aber nicht alle schützen den Einzelnen. Das wird bei Umgang mit Behinderten versucht oder erwartet aber es klappt nicht, auch ein behinderter Mensch, solange er nicht mehrfach behindert ist und zu fast 100 % auf Betreuung angewiesen ist, braucht Resilienz um überleben zu können. Bin in Berlin aufgewachsen mit vielen Abgasen und dickem Rauch aus dem Industrieschornstein, bei der Arbeit damals mit vielem Kontakt mit Nitrolacken ohne Atemschutz, das alles hat bei mir keine körperlichen Schäden hervorgerufen, weil meine Philosophie die Giftstoffe absorbieren kann und per Widerstand (Resilienz) unschädlich macht. So klage ich nicht wie böse die Anderen, die Flugzeugbenutzer, die enorm viel Schadstoff verbrauchen, es sind nicht die Flugzeuge das Problem beim zwischenmenschlichen Zusammenleben. Viel mehr ist es der Glaube, die Bösen sind die da hinten. Die meisten Menschen kommen mit psychischen Abhängigkeiten nicht klar, in der westlichen Welt besonders, Du genauso auch. Da ist das Auto ein relativ kleines Problem, die Neurosen schaffen viel mehr Konflikte und die sind richtig mies, fies und hinterhältig. Dazu gehört stets jemand Anderen anzuklagen um von der eigenen Niederträchtigkeit abzulenken. Wer nur Kritik an anderen übt, ist zu faul es mal mit Selbstreflexion zu versuchen. Außer man ist hauptberuflicher Kritiker, dann kritisiert man nur Andere aber es gibt positive und negative Kritik und das sollte ausgewogen sein denn niemand ist nur schlecht oder nur gut. Das sollte man im Inneren persönlich verarbeiten können, wenn nicht, braucht es Hilfe.
 
Die meisten Menschen kommen mit psychischen Abhängigkeiten nicht klar, in der westlichen Welt besonders, Du genauso auch. Da ist das Auto ein relativ kleines Problem, die Neurosen schaffen viel mehr Konflikte und die sind richtig mies, fies und hinterhältig.

Für mich persönlich sehe ich das anders.
Bereits vor Jahren habe ich mich dann irgendwann mal gefragt, was dieser ganze Unsinn aus diesem ewigen Hamsterrad aus wie ein Sklave schuften und den vermeintlichen Belohnungen des Kommerzes eigentlich bringen soll? Oder den darauf folgenden Schritt, dem Sammeln von Dingen, mehr oder weniger ohne Funktion, nur damit man sie hat.
Genauso wie dessen soziales Pendant, dem Sammeln von Personen.

Das mag und wird nicht jedermannes Weg sein, mir geht es aber besser damit.
Im Laufe der Zeit sind dabei weniger Dinge übrig geblieben und auch weniger Personen. Die Dinge und die Personen, die dabei übrig geblieben sind, sind aber oft auch die Besseren.
Ich besitze weniger und habe weniger Freunde, dafür aber auch deutlich mehr Freiheit. Die Freiheit, spontan entscheiden zu können, womit und mit wem ich meine Zeit verbringe - anstatt mich jetzt um dieses und jenes kümmern zu müssen oder um diesen und jenen.
Der Glücksfaktor der eigenen Belohnung durch einen Kauf ist trügerisch und nur von kurzer Dauer. Schnell wird die Anschaffung zum Gewohnheitsstandard, und wenn sie dann kaputt geht, was zwangsläufig passieren wird, dann ist wieder der Ärger, Frust und bei manchen sogar Wut da. Und das ganze Spiel von Geld, Kauf und das Hamsterrad am Laufen halten geht wieder in ein neues Match.
Es gibt eigentlich nur einen Luxus, den ich aktuell nicht haben kann und den ich vermisse: Eine Katze.

Es soll Menschen geben, die sich angesichts eines solchen Lebensstils einsam fühlen würden. Mir geht es aber nicht so. Und interessanterweise konnte ich diese ganzen Beschränkungen während Covid-19 besser wegstecken als viele andere, denn an meinem Leben änderte das nicht viel.
Schaue ich stattdessen auf menschliche Begleiter meiner persönlichen Vergangenheit, so ist es anderen nicht wirklich besser ergangen. Den einen hat ihr ganzer Ehrgeiz und ihr Dasein als Workaholic auf Dauer nichts gebracht. Es geht ihnen ökonomisch kaum besser als mir und sozial auch nicht. Stattdessen zahlen sie für ihre Ehefrauen, von denen sie längst geschieden sind.
Anderen, wie meiner Familie, geht es ökonomisch deutlich besser als mir, sie sind zu mir im Vergleich geradezu wohlhabend. Dafür scheinen sie jetzt aber ungelöste psychische Konflikte einzuholen und Stolpersteinchen, die für mich Petitessen wären, werden gleich immer zum Drama in fünf Akten.
 
Ich glaube Dir ja und aus Deiner Sicht ist dieses Verhalten wunderbar, es wäre zu wünschen es würden mehr so sehen, tun sie aber nicht. Beim Thema Autobesitz in der Gesellschaft, ein soziologisches Thema, geht es nicht darum alles zu bekämpfen, was die Besitzer von Autos angeht, nur weil ich keins habe, sondern zu schauen, was passiert mit den Menschen in der Gesellschaft und warum. Jeden bekämpfen und für schuldig erklären der nicht so ist wie ich, Teil einer ganz kleinen Minderheit,
ist doch nicht die Lösung im Umgang aller Menschen. Wenn alle, die nicht so arm sind wie ich, die bösen sind, dann gewinnen die schlechten Gefühle und der Frust grundsätzlich und das ist nicht gut für Menschen im Umgang.
Warum kannst Du Deine individuelle und persönliche Lebensform nicht als, für die positiv darstellen und den Anderen ganz lässig Ihre Lebensform lassen. Wer im Hamsterrad der Geschäfte laufen möchte, bis zum Burnout kann das doch tun, vielleicht braucht er im Leben diese Erfahrung um in Ausgeglichenheit zu kommen. Vielleicht ging es Dir auch so, aber verurteile doch das Scheitern nicht, selbst wenn Andere mit Fingern auf Dich zeigen, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht mehr zu sorgen, Du schreibst doch welche Vorteile Du heute mit Freiheit hast. Also halte die Freiheit hoch und Dir ist es egal ob einer ein dickes Auto fährt, Du musst ihn nicht mit Niedertracht bekämpfen.
Ich höre aus Deinen Texten enorme Kränkung heraus und Du würdest am liebsten Rache nehmen an allen Menschen der Gesellschaft, die den allgemeinen bürgerlichen Regeln nach versuchen nach ganz oben zu kommen und sie für schuldig erklären an Deiner heutigen Lage. Das ist individuell gesehen zwar verständlich, aber aus humanistischer Sicht kein Umstand, den man bejubeln kann. Jeder Mensch hat seine individuelle Entwicklung und die gilt es zu würdigen, denn jeder Mensch ist den Gesetzmäßigkeiten der seelischen Empfindungen ausgesetzt, ob er will oder nicht. Wenn es eine Prägung gibt, ist sie zunächst Tatsache, oft ohne bewusstes Zutun, wenn man das ignoriert, in der Lebensentwicklung, im Alltag begeht man einen Fehler und wenn man den nicht korrigiert gibt es Konsequenzen, als Hinweis die Gesetzmäßigkeiten der Natur bitte zu beachten und so fliegt der im Hamsterrad per Überlastungsdepression (Burnout) raus und bekommt Behandlung.
Man muss die Leute im Hamsterrad, die mit dicken Autos, nicht bekämpfen und negative Gefühle schüren und verbreiten, es nimmt seinen natürlichen Lauf und wenn es ein Fehler ist, gibt es Konsequenzen. Es trifft nicht alle, manche schaffen es und bekommen keine Überlastungsdepression bei dem Stress, sie kommen nach oben und können Posten einnehmen, wo sie Macht über andere Menschen ausleben können. Komisch, jeder strebt danach aber die, die es schaffen sind dann die Bösen aus Sicht derer, die zwar wollten, aber es nicht geschafft haben und es ist Krieg. Kein so glückliches zwischenmenschliches Miteinander, etwas wofür ich arbeite den ganzen Tag, für Ausgeglichenheit unter Menschen.
Was habe ich Fahrradfahrer auf das heftigste gegen Autofahrer fluchen und schimpfen gehört, völlig unmenschliche Entgleisung, aber das Auto ist nun mal stärker aber nicht der Mensch im Auto. Will der Fahrradfahrer überleben muss er das Auto respektieren oder er ist Tod, gewinnen kann der Schwächere nicht. Jedoch wenn der Fahrradfahrer auf dem Bürgersteig fährt, ist er gegenüber den Fußgängern der Stärkere und verhält sich womöglich genauso wie rücksichtslose Autofahrer. Es gibt keinen Schuldigen, es gibt keine Lösung durch Machtgerangel, es gibt nur die Möglichkeit sich die eigene Position bewusst zu machen und sich danach zu verhalten. Wenn ein Fahrradfahrer mein er ist es der die Straße beherrscht (Eilboten) und alle müssen sich ihm unterordnen wird früher oder später Schiffbruch erleiden. Genauso wie jemand der denkt, die Regierung, der Gesellschaft samt Parlament sind doof, ich mache etwas ganz anderes, wird früher oder später mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Die Gesellschaft als menschliche Gemeinschaft und die biologischen Kriterien, egal ob Ost oder West sind so strukturiert, dass jeder nach vorne strebt und nach oben will für seine eigenen individuellen Verhältnisse.
Unten bleiben und alle oben beschimpfen ist eine eher seltene und krankhafte Form des menschlichen Daseins um überleben zu können, aber im gesellschaftlichen Reichtum möglich, die Tafel fängt sie alle auf.
 
Ich höre aus Deinen Texten enorme Kränkung heraus und Du würdest am liebsten Rache nehmen an allen Menschen der Gesellschaft, die den allgemeinen bürgerlichen Regeln nach versuchen nach ganz oben zu kommen und sie für schuldig erklären an Deiner heutigen Lage.

Das ist eine falsche Interpretation.
Es handelt sich mehr um das, was Du - und nicht nur Du - in Menschen meines Lebensstils sehen willst.
 
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Man muss die Leute im Hamsterrad, die mit dicken Autos, nicht bekämpfen und negative Gefühle schüren und verbreiten, es nimmt seinen natürlichen Lauf und wenn es ein Fehler ist, gibt es Konsequenzen. Es trifft nicht alle, manche schaffen es und bekommen keine Überlastungsdepression bei dem Stress, sie kommen nach oben und können Posten einnehmen, wo sie Macht über andere Menschen ausleben können.

Es geht nicht um das dicke Auto als solches, sondern wie es zustandekommt, und was es für andere bedeutet.
Wenn jemand drei Ferraris besitzt, weil er krumme Cum-Ex - Geschäfte macht - also nicht nur keine Steuern bezahlt, sondern sich aufgrund von Gesetzeslücken Steuern erstatten lässt, die überhaupt nie bezahlt wurden - dann ist dieser Mensch kein erfolgreicher Unternehmer mehr, sondern einfach ein Krimineller. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dies aufgrund von Gesetzeslücken und deren kreativer Auslegung einmal formal legal war. Und die Kritik daran ist keine Neiddebatte, sondern eine Kritik an einem asozialem, kriminellem und staatsgefärdenden Verhalten.

Was in diesem System passiert, in steigendem Maße, ist, dass man einer immer weiter wachsenden Gesellschaftsschicht, Menschen, die arbeiten, Facharbeitern sogar, ihren im Grunde bereits bescheidenden Lebensstandard nicht mehr zugestehen will. Steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere in den Städten, bewirken eine Verarmung zu Gunsten von wenigen, die in einem sich immer weiter vergrößernden Luxus leben. Wenn jemand 50% seines Einkommens nur für das Wohnen ausgeben muss, um dann auch nur auf dem kleinstmöglichen Raum zu leben, dann ist die Kritik an solchen Verhätnissen keine Frage mehr darüber, ob man jemandem seine zwei zusätzlichen Spaßautos gönnt oder nicht.
Wie auch?
Man gönnt dem anderen ja nicht einmal sein Existenzminimum.
 
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