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Was ist mit Menschen, die den Tod auf sich nehmen, um anderen das Leben zu ermöglichen? Tun die das tatsächlich aus Egoismus?Zeilinger schrieb:Liebe Forumsmitglieder !
Meine Theorie:
Der Altruismus ist immer nur eine Forderung von Despoten, nie eine eigene Kraft; kein Mensch liebt einen anderen mehr als sich selbst.
Ich bitte um Eure Meinung.
Es gibt Menschen, die sich generell altruistisch verhalten, was mich auch stutzig macht - und teilweise unangenehm ist. Sie sind es aber oft aus einer egoistischen Absicht: Sich einen geilen Sonderplatz im Himmel sichern....Zeilinger schrieb:Liebe Forumsmitglieder !
Meine Theorie:
Der Altruismus ist immer nur eine Forderung von Despoten, nie eine eigene Kraft; kein Mensch liebt einen anderen mehr als sich selbst.
Ich bitte um Eure Meinung.
Was ist mit Menschen, die den Tod auf sich nehmen, um anderen das Leben zu ermöglichen? Tun die das tatsächlich aus Egoismus?
Zu deinem Satz: "kein Mensch liebt einen anderen mehr als sich selbst.":
Der stimmt - zumindest nach meiner Erfahrung - nicht! Du kannst Menschen mehr lieben als dich selbst. Das ist auch keine kranke Neigung, das ist uns genetisch so gegeben. Wir fühlen mit anderen mit - unsere Seele ist nicht individuell, sie ist polymorph. Frag mal einen Vater, oder besser: eine Mutter, ob sie ihr Kind nicht so sehr liebt, wie sich selbst...
Liebe kann man nicht diktieren. "Ich befehle dir, zu lieben!" - geht natürlich nicht...Zeilinger schrieb:Und das, Gysi, ist auch die große Leistung des Katholizismus:
Er verlangt gar nicht, dass irgendwer irgendwen mehr liebt als sich selbst. er sagt:
Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst.
Die Verlangen nicht deine Liebe, die verlangen strikten Gehorsam von dir - das ist was anderes! Doubleju hätte vielleicht auch gerne so viel Macht, wie die genannten Despoten, hat er aber nun doch nicht...Nur herrschsüchtige Despoten, wie Napoleon, Hitler, Stalin, Hussein (jetzt offenbar nicht mehr) und meines Erachtens auch George W. Bush verlangen von ihren Mitmenschen, dass diese sie mehr lieben als sich selbst.
Zeilinger schrieb:Ich bin kein Vater, Gysi, glaube dir aber sofort, dass viele Väter und Mütter behaupten wollen, dass sie ihre Kinder mehr lieben als sich selbst. Ich glaube, sie behaupten es aus Angst, im Alter allein gelassen zu werden.
walter schrieb:Wenn mein Sohn in einem brennenden Haus eingeschlossen ist und ich ihn nur unter höchster Lebensgefahr retten kann, werde ich das ohne eine Sekunde zu zögern, tun. Ich bin Atheist, das Argument "du willst bloss in den Himmel kommen" zieht also nicht. Und Angst davor, im Alter alleine gelassen zu werden, habe ich auch nicht.
Offenbar gibt es doch so etwas wie Liebe![]()
MiaSG schrieb:Wie gesagt: Egoismus oder Altruismus - das beweist sich für mich IN konkreten Situationen - in diesem kurzen Moment; in dem, was einen da bestimmt...
Gruß
Mia
Der altruistisch Handelnde verspricht sich in seinem Hinterköpfchen - wenn nicht den Superposten im Himmel - die gesellschaftliche Anerkennung. Ja, das kann ich gut nachvollziehen - sprich: ich sehe das auch so. Aber es gibt auch die Opferbereitschaft für den Anderen, der nicht gegen die Natur gesteuert ist, sondern als ein Schutzaffekt für unsere Kinder (den Schutzbefohlenen und denen, die wir lieben) in unseren Genen eingebaut ist: Siehe Beispiele von Walter und mir in den letzten Posts.Robin schrieb:Nach meiner Meinung sind dies aber kein Ausdruck von Altruismus, sondern Handlungsweisen, die gesellschaftlich anerkannt und geschätzt sind und daher - verbunden mit eigener Überzeugung - zur Handlungsmaxime erhoben. Solch eine Handlungsweise kann dann eher auf den kategorischen Imperativ Kants zurückgeführt werden als auf Begriffe wie Altruismus/Egoismus.