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Zeichnungen

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AW: Zeichnungen

Künstlerzeitung, Dezember 87:
Bachler, Bepler, Budesheim, Emmert, Fritsch, Gassner, Lobeck, Kuhn, Mössner, Rosinke, Uchman
Hab ich als Pageflip "rekonstruiert". Siehe ...

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AW: neue Zeichnungen

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Wiki zu Schreber: Im programmatischen Vorwort des Erziehungsratgebers Kallipädie (1858) schrieb er: Selbst sehr mangelhafte Naturmitgabe ist oft in staunenswerter Weise ausgleichbar durch wohlberechnete Erziehung, wovon die augenfälligsten maßgeblichen Beispiele in den immer höher steigenden Resultaten der Erziehungsanstalten für Taubstumme, Blinde, Blödsinnige, Cretinen, sittlich verwahrloste Kinder u. s. w. zu erblicken sind. Die glücklichste Naturmitgabe ist aber der Verkümmerung preisgegeben, wenn die erziehende Entwicklung derselben fehltDer Begriff der Gesundheit schloss in dieser Zeit auch den Gedanken an „gesunde Triebabfuhr“ mit ein, weshalb Schreber unter anderem mit mechanischen Geräten zur Verhinderung der Masturbation experimentierte. Überdies empfahl er Axthauen und Sägebewegungen, in schwierigen Fällen abendliche kalte Sitzbäder, Kaltwasserklistiere und das Abreiben der Schamgegend mit kaltem Wasser. Um gesunde Körper zu formen, konstruierte Schreber außerdem zahlreiche Apparaturen: etwa orthopädische Kinnbänder, um Fehlbissen vorzubeugen, Schulterriemen die das Kind im Bett in Rückenlage hielten und „Geradhalter“ für aufrechtes Sitzen.

mehr davon: hier
 
AW: Zeichnungen

Was soll das? Was bedeutet das?

Ich kann natürlich meine Zeichnungen nicht erklären, das würde sie ja überflüssig machen.

semasomasamsa.jpg

SemaSomaSamsa Kontakt zu Gregor

Vielleicht dennoch ein Wort zu einer (dieser) bestimmten Zeichnung - gewissermaßen als Anregung. Was bedeutet so eine Zeichnung? Fassen wir es noch weiter: Warum bedeuten manche Dinge (etwa Sätze) eigentlich überhaupt etwas? Ein schwieriges Rätsel für das viele konkurrierende Antworten vorliegen, aber eben keine letzte endgültige Antwort. Die Lehre von der Bedeutung von Zeichen heißt bekanntlich Semantik. Mit diesem Wort spielt der Titel. Und wenn man sich drauf einlässt vielleicht auch die Zeichnung :-) Sema ... „Soma“ könnte man vielleicht mit Leib übersetzen. Hier hat man, wenn man mag, das Problemfeld Leib / Seele in einer dadaistische anmutenden Wortfolge untergebracht.

Mit Samsa wird das Wortspiel weiter gespielt. Samsa?

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“ (Kafka, die Verwandlung)

Welche Fragen dieser Text Kafkas stellt, kann ich jetzt hier nicht listen, … ich denke auch, das würde vielleicht zu weit weg führen. Das schwierige Verhältnis Kafkas zu seinem Vater, war sicherlich nicht mein Thema als ich diese Zeichnung zeichnete :-)

Haben Käfer einen Leib? Wer weiß das schon. (Hier darf diese Zeichenfolge nicht fehlen: Thomas Nagel und "seine Fledermaus") Kann man Kontakt zu Gregor aufnehmen? Wie hängen Bedeutung und Leib und „Kontaktaufnehmen“ zusammen? Ist so eine Zeichnung selbst eine Kontaktaufnahme? :-) Der „Bug“ auf diesem Blatt, das springt ins Auge, ist (nahezu) in seiner Achsensymmetrie gefangen, während die Hand im Gegensatz dazu geradezu „manieriert“ gezeichnet ist. Ein Unterschied, der vielleicht einen Unterschied macht :-) Dennoch scheint es eine Berührung gegeben zu haben oder (noch) zu geben.

Wie zeichnet sich so eine Zeichnung? Steht da (bei mir) zunächst ein Konzept, ein ausgeklügelter Gedankengang, eine Komposition in Gedanken? Schwer zu sagen – auch wenn ich schon öfter dabei war :-) Auf jeden Fall denken die Hände (oops die Hände?) mit. Auch der Stift natürlich. Manchmal hatte ich tatsächlich was vor, aber ziemlich oft geht die Zeichnung ihre eigenen Wege. Es ist ein Zusammenspiel von Finger (als pars pro toto) Stift, dem was bereits auf dem Blatt geschehen ist, dem was ich zuvor „wollte“, worüber ich vielleicht nachdachte, dem Thema, dem ich nachspüren will, all den vielen Zeichnungen (und sonstigen Symboldingen) die ich früher „machte“, den Zeichnungen (und sonstigen Symboldingen) anderer und was weiß ich noch alles …

Das ist so ungefähr das Feld, in dem sich so was abspielt, sicher ziemlich verkürzt gesagt, aber vielleicht genügend für einen ersten Eindruck?


http://budesheim.wordpress.com/
 
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nach Skizzen von Andor Weininger, 1926
Künstlergruppe Wanzke | Steger | Budesheim, 1986.

Erster Versuch eine digitalen Rekonstruktion – sicher werden hier und da noch Nachbesserungen nötig werden. Die Musik ist ein youtube-Angebot, auch hier werde ich noch nach „authentischerem“ Ausschau halten … einen Eindruck, wie Blaugrau bleibt Blaugrau aussah, vermittelt es aber durchaus.

Das Video:
http://www.youtube.com/watch?v=wCzFEmmCIO0

Meine Webite:
http://budesheim.wordpress.com/

Ein Prospekt dazu:
http://issuu.com/budesheim/docs/blaugraubleibtblaugrau

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