• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Was ist die Bestimmung des Menschen?

AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Vielleicht muss ich hier mehr ins Detail gehen: Wenn ich mich selbst wahr nehme, werde ich "meiner" bewusst. Was heißt das in diesem Moment? Ich schreibe am PC, schaue rechts zur Schreibtischlampe und dann gerade aus auf die Holzwand. Ich meine zu sein.

Wenn nun Scriberius hier sitzen würde, hätte er fast genau die gleichen Eindrücke wie ich: er schreibt am PC, schaut nach rechts zur Schreibtischlampe und dann auf die Holzwand. Er meint zu sein. Und ich unterstelle ihm jetzt, in der gleichen Art und Weise wie ich mich erlebe.

Aber wie soll das gehen, wenn zwei Menschen meinen [(einzig(artig)] zu sein? Antwort: Es geht nicht. Wir sind Kopien. Mehr oder minder gut gemacht oder entwickelt, aber dennoch nur Kopien [eines (übergeordneten) Seins?].


Da muss ich widersprechen!
Kopien sind genaue Nachbildungen eines Originals, es gibt aber keine 2 Menschen, die genau gleich sind.
Wir sind zwar einerseits alle als der Gattung Mensch zugehörig zu erkennen, aber andererseits ist jeder von uns ein einmaliger und (wenigstens bei genauem Hinsehen) unverwechselbarer Vertreter dieser Gattung.
Kopien wären wir, wenn wir geklont wären!
 
Werbung:
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Vielleicht muss ich hier mehr ins Detail gehen: Wenn ich mich selbst wahr nehme, werde ich "meiner" bewusst. Was heißt das in diesem Moment? Ich schreibe am PC, schaue rechts zur Schreibtischlampe und dann gerade aus auf die Holzwand. Ich meine zu sein.

Wenn nun Scriberius hier sitzen würde, hätte er fast genau die gleichen Eindrücke wie ich: er schreibt am PC, schaut nach rechts zur Schreibtischlampe und dann auf die Holzwand. Er meint zu sein. Und ich unterstelle ihm jetzt, in der gleichen Art und Weise wie ich mich erlebe.

Aber wie soll das gehen, wenn zwei Menschen meinen [(einzig(artig)] zu sein? Antwort: Es geht nicht. Wir sind Kopien. Mehr oder minder gut gemacht oder entwickelt, aber dennoch nur Kopien [eines (übergeordneten) Seins?].

Nehmen wir das Beispiel her:
Um am PC zu schreiben bzw sich so wahrnehmen zu können, muss man erst einmal auf einem PC schreiben können. Das können schon einmal nicht alle Menschen. Um die Schreibtischlampe und die Holzwand als solche wahrzunehmen muss man sehen können - auch das können nicht alle.

Wir nehmen uns und die Umwelt über unsere Sinne wahr. Diese Sinne sind schon einmal von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt. Zusätzlich interpretieren wir unsere Sinneseindrücke, und diese Interpretation ist ebenso individuell.
Das hat zur Folge, dass sich unterschiedliche Menschen auch unterschiedlich wahr nehmen. Wir wissen - zumindest aus Berichten -, dass manche Menschen sich hassen, während andere ganz verliebt in sich sind. Wie viel unterschiedlicher kann man sich denn noch wahrnehmen ?

Ich stimme dir soweit zu, dass es Gemeinsamkeiten in allen Selbstwahrnehmeungen gibt bzw geben muss, ansonsten hätte der Begriff keinen Sinn. Ab dass sich jeder "auf die gleiche Art und Weise" wahrnehmen würde, halte ich für nicht zutreffend. Kann auch jedem im Selbstversuch herausfinden, wenn er ein paar alkoholische Getränke zu sich nimmt. Die Selbstwahrnehmung wird sich dadurch auch verändern.

Dass wir Menschen Kopien eines übergeordneten Seins wären erinnert mich stark an Genesis 1, 26-27: 'Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.'
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Da muss ich widersprechen!
Kopien sind genaue Nachbildungen eines Originals, es gibt aber keine 2 Menschen, die genau gleich sind.
Wir sind zwar einerseits alle als der Gattung Mensch zugehörig zu erkennen, aber andererseits ist jeder von uns ein einmaliger und (wenigstens bei genauem Hinsehen) unverwechselbarer Vertreter dieser Gattung.
Kopien wären wir, wenn wir geklont wären!

Vielleicht meint er aber die
Kopie einer Kopie einer Kopie:dontknow:
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Da muss ich widersprechen!
Kopien sind genaue Nachbildungen eines Originals, es gibt aber keine 2 Menschen, die genau gleich sind.
Wir sind zwar einerseits alle als der Gattung Mensch zugehörig zu erkennen, aber andererseits ist jeder von uns ein einmaliger und (wenigstens bei genauem Hinsehen) unverwechselbarer Vertreter dieser Gattung.
Kopien wären wir, wenn wir geklont wären!

Da würde ich nicht so streng sein. Was du meinst verstehe ich lediglich unter "exakter Kopie" - eine Kopie, die man nicht vom Original unterscheiden kann.
Aber, wir sprechen auch von Kopien wenn wir im Büro etwas in der Kopiermaschine vervielfältigen. Und da unterscheiden sich Kopie und Original sehr wohl und mitunter kann man an der Kopie sogar erkennen, in welchem Gerät sie erstellt wurde. Wäre ich so streng, wäre der Begriff "Schwarz-Weiss-Kopieren" oder "Grauton-Kopieren" paradox, weil zumindest die Farbechtheit zwangsweise verloren ginge.

Daher ist es für eine Kopie ausreichend, "in den wesentlichen Merkmalen" mit dem Original überein zu stimmen. Was nun wesentlich ist, ist subjketiv.

Klone sind auch keine exakten Kopien, denn sie simmen nur in ihrer DNA überein - aber der Mensch (wie auch andersartige Klone) ist mehr als seine DNA, und in diesem "mehr" kann und wird es durchaus Unterschiede geben. Daher ist es zumindest für Eltern in der Regel keine große Schwierigkeit, ihre eineiigen Zwillingskinder auseinander zu halten.
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Da würde ich nicht so streng sein. Was du meinst verstehe ich lediglich unter "exakter Kopie" - eine Kopie, die man nicht vom Original unterscheiden kann.
Aber, wir sprechen auch von Kopien wenn wir im Büro etwas in der Kopiermaschine vervielfältigen. Und da unterscheiden sich Kopie und Original sehr wohl und mitunter kann man an der Kopie sogar erkennen, in welchem Gerät sie erstellt wurde. Wäre ich so streng, wäre der Begriff "Schwarz-Weiss-Kopieren" oder "Grauton-Kopieren" paradox, weil zumindest die Farbechtheit zwangsweise verloren ginge.

Daher ist es für eine Kopie ausreichend, "in den wesentlichen Merkmalen" mit dem Original überein zu stimmen. Was nun wesentlich ist, ist subjketiv.

Klone sind auch keine exakten Kopien, denn sie simmen nur in ihrer DNA überein - aber der Mensch (wie auch andersartige Klone) ist mehr als seine DNA, und in diesem "mehr" kann und wird es durchaus Unterschiede geben. Daher ist es zumindest für Eltern in der Regel keine große Schwierigkeit, ihre eineiigen Zwillingskinder auseinander zu halten.


Egal, ob exakt oder nicht - der Mensch IST keine Kopie, denn bei der Zeugung kommen 2 verschiedene Chromosomensätze zusammen und bilden einen neuen!
Und selbst eineiige Zwillinge sind keine Kopien, denn da kopiert keiner was vom anderen, sondern es findet ein Teilungsvorgang statt!
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Egal, ob exakt oder nicht - der Mensch IST keine Kopie, denn bei der Zeugung kommen 2 verschiedene Chromosomensätze zusammen und bilden einen neuen!
Und selbst eineiige Zwillinge sind keine Kopien, denn da kopiert keiner was vom anderen, sondern es findet ein Teilungsvorgang statt!

Hat ja auch niemand behauptet, dass ein Kind eine Kopie seiner Eltern sei, sondern die eines "übergeordneten Seins". Aber man kann wohl nicht leugnen, dass Kinder in diversen Merkmalen mit ihren Eltern übereinstimmen. Ergo wäre der Begriff Kopie auch hier -wenn auch nicht zwingend- durchaus anwendbar. Allerdings nicht gebräuchlich, eventuell weil er auf Personen angewandt irgendwie entwürdigend wäre.

Der Teilungsvorgang an sich ist ein Kopierprozess. Die originale Doppelhelix (dsDNA) wird gespalten, die DNA-Polymerase baut an den jeweiligen originalen ssDNA Strängen (sprich: an die längs gespaltenen Hälften) das entsprechende Gegenstück zusammen und fertig ist die Reproduktion (im Prinzip, denn auch hier passieren Kopierfehler, die großteils nachgearbeitet werden müssen). Insofern sind danach beide dsDNA Stränge halb original, halb Kopie.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Hat ja auch niemand behauptet, dass ein Kind eine Kopie seiner Eltern sei, sondern die eines "übergeordneten Seins". Aber man kann wohl nicht leugnen, dass Kinder in diversen Merkmalen mit ihren Eltern übereinstimmen. Ergo wäre der Begriff Kopie auch hier -wenn auch nicht zwingend- anwendbar.

Der Teilungsvorgang an sich ist ein Kopierprozess. Die originale Doppelhelix (dsDNA) wird gespalten, die DNA-Polymerase baut an den jeweiligen originalen ssDNA Strängen (sprich: an die längs gespaltenen Hälften) das entsprechende Gegenstück zusammen und fertig ist die Reproduktion. Insofern sind danach beide dsDNA Stränge halb original, halb Kopie.


Man kann natürlich jeden Begriff verwässern!
Kopien sind Nachbildungen eines Originals und zwar so genau wie möglich.
Sie wachsen nicht, sondern werden angefertigt!
Organismen wachsen aber aus sich selbst heraus, insofern, als sie eigenständig benötigte Bausteine aufnehmen und integrieren!
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:
Zurück
Oben