• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Warum wird Karl Marx heute von einigen immer noch verehrt?

Werbung:
Aber Zwangsarbeit ist nicht der einzige Kritikpunkt. Schon der erste Punkt dieser 10-Punkte-Liste des Unrechts, im marxistischen Manifest, ist voll übel:
Expropriation des Grundeigentums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben
"Expropriation" ist pseudo-bildungssprachlich und heißt "Enteignung", im Klartext "Diebstahl".
Der Bürger im marxistischen Unrechtsstaat muss also Mieter oder Pächter sein, aber niemals Grundstückseigentümer.
What the f*ck? :(
 
Irgendwie passen die beiden Grafiken nicht ganz zusammen. Wo liegt der Fehler?

Weltweites Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 1500 bis 2003
440px-World_GDP_per_capita_1500_to_2003.svg.png


Da stellt sich für mich die Frage nach der Serosität des Volkswirtschaftsblättchens.
 
Irgendwie passen die beiden Grafiken nicht ganz zusammen. Wo liegt der Fehler?

Weltweites Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 1500 bis 2003
440px-World_GDP_per_capita_1500_to_2003.svg.png


Da stellt sich für mich die Frage nach der Serosität des Volkswirtschaftsblättchens.
Google spuckt eine andere Kurve aus: https://www.google.com/search?q=world+gdp+per+capita

Aber ist schon was daran, wenn man unterschiedliche Ausschnitte und Zeiträume wählt, kann man sich Kurven ein wenig zurechtbiegen. Macht die AfD ja auch so, um den Klimawandel zu verharmlosen. :D
 
Daran ist jedoch nichts Selbstzerstörerisches. Wirtschaftskrisen kommen und gehen, gefolgt von einem Aufschwung, der den Kapitalismus weiter erstarken lässt.
Wobei der Aufschwung meist die Kassen einiger weniger richtig klingeln lässt - oft die derjenigen, die für die vorangegangene Krise verantwortlich sind.

Eine Form der Selbstzerstörung gibt es aber tatsächlich, jedoch konnte des Marxens beschränkter Geist sie damals nicht erfassen: mit dem übertriebenen, profitgetriebenen Verheizen fossiler Brennstoffe, handeln wir uns eine Klimakatastrophe ein, die wohl kaum noch aufzuhalten sein wird.
Die "Entdeckung" des Treibhauseffekts, auch wenn er diesen nicht als solchen Bezeichnete, geht auf Joseph Fourier im Jahr 1824 zurück. Aber seit 1958 ist bekannt, dass der Treibhauseffekt durch den Eintrag von Kohlendioxid durch den Menschen das Klima beeinflussen kann, seit 1958 wurden weltweit Messstationen aufgebaut, um die CO2-Konzentration zu messen.
Der Grund dafür, dass nicht seit spätestens den 1970er Jahren weltweit entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden ist dem Einfluss der Energiekonzerne und Staaten, die fossile Brennstoffe besitzen und exportieren, zu verdanken.
Kapitalismus ist ein Grundübel dieses Planeten, vollkommen unabhängig davon, ob er vermeintlich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse vieler verantwortlich gemacht wird.

Kapitalismus ist das Tanzorchester auf der Titanic, das spielte auch bis zum letzten Atemzug.
 
Aber Zwangsarbeit ist nicht der einzige Kritikpunkt. Schon der erste Punkt dieser 10-Punkte-Liste des Unrechts, im marxistischen Manifest, ist voll übel:

"Expropriation" ist pseudo-bildungssprachlich und heißt "Enteignung", im Klartext "Diebstahl".
Der Bürger im marxistischen Unrechtsstaat muss also Mieter oder Pächter sein, aber niemals Grundstückseigentümer.
Den ersten, der einen Zaunphahl einschlug um ein Stück Land in Besitz zu nehmen und es zu seinem Eigentum zu erklären hätte man mit eben diesem Zaunpfahl erschlagen müssen. Und jeden weiteren danach ebvenfalls. Aus dem Privateigentum an Land und den darunter oder darauf befindlichen Bodenschätzen speisen sich bis heute die größten Krisen des Marktes und der Beziehungen zwischen Stämmen, später Fürstentümern, Königreichen und derzeitigen Nationen.

Auch die Tragik der Allmende ist zum allergrößten Teil darin begründet.
 
Den ersten, der einen Zaunphahl einschlug um ein Stück Land in Besitz zu nehmen und es zu seinem Eigentum zu erklären hätte man mit eben diesem Zaunpfahl erschlagen müssen.
Grundeigentum ist insofern wichtig, weil es sonst leicht zu Streitigkeiten um ein Stück Land kommen kann. Damit sind Chaos und Gewalt quasi vorprogrammiert.

Das individuelle Eigentums- und Besitzrecht ist ein Eckpfeiler der Zivilisation, wie viele andere juristisch definierte Sachen auch, die das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen regeln und einfacher machen. Ein Bekannter von mir sagte einmal, "das Recht ist der Stoff, aus dem die Freiheit ist." :)
 
Werbung:
Grundeigentum ist insofern wichtig, weil es sonst leicht zu Streitigkeiten um ein Stück Land kommen kann.
Wenn es kein persönliches Grundeigentum gibt, kann es auch keinen Streit darum geben. Ist Land generell Gemeineigentum, fließt anstelle von Steuern Pacht für Nutzer von Land an den Staat, gerne auch in Erbpacht. Viele Finanzkrisen haben ihren Ursprung in Spekulation in Grund und Boden, zuletzt halt massiv 2007/8.
 
Zurück
Oben