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Warum wird Karl Marx heute von einigen immer noch verehrt?

Leider ist der Einwurf (z. B. von Aporie) falsch verstanden worden.
So wie ich das verstehe, ging es @smarti darum zu betonen, dass die Basis des Entwurfes, auch des kommunistischen Manifestes, nicht eine Ideologie ist, sondern eine Ableitung aus der Kritik des Kapitalismus.

Marx versucht nicht den einzelnen Menschen zu verurteilen oder zu verbessern, sondern das System zu analysieren und die Folgen, basierend auf der Analyse, zu verändern.
 
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Er selbst hat nie irgendeine alternative kommunistische oder sozialistische Gesellschaftsordnung basierend auf irgendeiner Ideologie entworfen.

Eine äußerst knappe, treffende Zusammenfassung. Hoffentlich gibt es hier noch mehr von dir zu lesen.
@smarti

Ich finde die Darstellung auch gut.
Wie zwingend oder nicht sich aus der Analyse gesellschaftliche Veränderungen ergeben, hängt davon ab, ob man den Kapitalismus eher isoliert als Teilsystem der Gesellschaft betrachtet oder als eines, das jeden Bereich der Gesellschaft durchdringt.

Glaubst du denn, dass dieser Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Manifest_der_Kommunistischen_Partei
nur ein Scherz von ihm war?


Der erste Schritt in der Arbeiterrevolution ist die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, „die Erkämpfung der Demokratie“. Nach und nach werden die Produktionsmittel in den Händen des Staates, „d. h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zentralisiert“. Dazu sind vorübergehend despotische Eingriffe in die bürgerlichen Produktionsverhältnisse erforderlich.[9] In den fortgeschrittensten Ländern sind dies: Enteignung des Grundeigentums, starke Progressivsteuer, Abschaffung des Erbrechts, Beschlagnahmung des Eigentums von „Emigranten und Rebellen“, Errichtung einer monopolistischen Nationalbank mit Staatskapital, Verstaatlichung des Transportwesens, Vermehrung und Verbesserung der Nationalfabriken, der Produktionsinstrumente und Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan, gleicher Arbeitszwang für alle, Errichtung industrieller Armeen, besonders für den Ackerbau, allmähliche Beseitigung des Unterschieds zwischen Stadt und Land, öffentliche und unentgeltliche Erziehung aller Kinder, Abschaffung der Kinderarbeit in der heutigen Form. Es gelte also, die alten Produktionsbedingungen aufzuheben, um die Klassengegensätze aufzuheben.
 
Den Menschen ist bisher eben noch keine Alternative eingefallen, die die mächtigste Fähigkeit der Marktwirtschaft besitzt: die Selbstorganisation.
Das ist total vorurteilsbehafteter unseriöser Quatsch, hier pauschal von >> " Den Menschen" << zu reden und diese alternativlos abzuqualifizieren!!

Karl Mark (Name zum Schutz geändert) wird heute - dieses pauschale Urteil erlaube ich mir - von "Einigen noch immer (subversiv) verehrt, die sich nie wirklich einig werden wollen oder wollten" !!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Woran genau stößt du dich?
Zum Beispiel an Zwangsarbeit für unschuldige Bürger:
Gleicher Arbeitszwang für alle
Unter "II Proletarier und Kommunisten" (Punkt 8 von 10) ...
Etwa mittig auf der Seite: https://homepage.univie.ac.at/christian.sitte/PAkrems/zerbs/volkswirtschaft_I/beispiele/wio_b01.html

Btw, im Terrorstaat "DDR" wurde dieser Punkt des Marxismus tatsächlich angewendet: http://library.fes.de/FDGB-Lexikon/texte/sachteil/p/Pflicht_zur_Arbeit.html
 
Marx hat die kapitalistische Ökonomie analysiert und deren prinzipiell selbstzerstörerische Systemlogik aufgedeckt.
Diese "selbstzerstörerische Systemlogik" wurde nicht "aufgedeckt" sondern ist eine Unterstellung.

Marx hat zu kurz gedacht. Die Weltwirtschaftskrise in den 1930ern deutete er als Untergang des Kapitalismus und hat sich sehr gefreut, denn er glaubte dass seine Voraussagen zutreffen. Doch Totgesagte leben länger.
Armer Marx. :D
 
Marx hat zu kurz gedacht. Die Weltwirtschaftskrise in den 1930ern deutete er als Untergang des Kapitalismus und hat sich sehr gefreut, denn er glaubte dass seine Voraussagen zutreffen. Doch Totgesagte leben länger.
Armer Marx. :D
Du weißt schon, dass K. Marx 1883 gestorben ist !??
Ich will Dir nichts unterstellen, aber wundern tue ich mich schon.:rolleyes:
Helmfried
 
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Eine sehr zutreffende Unterstellung, denn Krisen sind im Kapitalismus systemimmanent,
Daran ist jedoch nichts Selbstzerstörerisches. Wirtschaftskrisen kommen und gehen, gefolgt von einem Aufschwung, der den Kapitalismus weiter erstarken lässt.

Eine Form der Selbstzerstörung gibt es aber tatsächlich, jedoch konnte des Marxens beschränkter Geist sie damals nicht erfassen: mit dem übertriebenen, profitgetriebenen Verheizen fossiler Brennstoffe, handeln wir uns eine Klimakatastrophe ein, die wohl kaum noch aufzuhalten sein wird.

Klebe-Aktivisten und Elektro-Mobile kommen mindestens 50 Jahre zu spät. :(
 
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