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Vernunft - Lehrgang über und mit ....

Original geschrieben von Coeur Froid
Ist Pendant vll. das Gegenstück?

Was hat das Fachphilosophen- Dasein mit philosophieren zu tun?

cf



ja ja - die Gegenstücke ...:D



Hallo, Cf!



Ich bin von dem Selbstverständnis ausgegangen, dass ein Diskurs, der von Fachleuten geführt wird, sich grundsätzlich von einem Diskurs unter Laien unterscheidet.
Das heißt beileibe nicht, dass Nichtköche sich nicht mit Liebe und Lust übers Kochen unterhalten dürfen- aber wir kennen eben nicht die verschiedenen Kochansätze und die entsprechende Terminologie. Einer meiner Brüder ist Koch. Er bescheinigt mir immer wieder Sachverstand beim häuslichen Kochen - aber wenn er so "fachlateint", muss ich passen. Er ist allerdings fähig, mir - wenn ich "aussteige", die Geheimnisse seiner Fachsprache ins Umgangsdeutsch zu "übersetzen".Und in dem Sinne haben wir alle außer Dir wenig Ahnung vom "Fachlatein" der Philosophen, sehr wohl aber die Liebe zu philosophischen Fragestellungen.


Und - eine kleine boshafte:D Schlussbemerkung:

Wir unterhalten uns hier nicht über das Dasein des Menschen, ob Fach- oder" Nur"philosoph, sondern über unsere eigenen Definitionen des Begriffes Vernunft, und , was eigentlich viel
interessanter ist, über das, was dieser Begriff in uns auslöst/e.



Nichts für ungut!


Marianne

Marianne
 
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Hi Marianna,

genau das, was wir hier machen ist Philosophie, es hat eben NICHTS damit zu tun, WER es betreibt, sondern nur WIE und WAS der Gegenstandsbereich ist.

Irgendwie sehe ich nicht, dass du mir widersprichst, auch die boshafte Schlussbemerkung scheint mir wenig boshaft, aber der gute Wille zählt ja ;)

Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann; denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.

cf
 
Ich frag mich gerade, ob es vernünftig ist, hier noch weiterzulesen... Ihr macht's mich ganz wirr! :(


(zur Zeit macht das Diskutieren hier richtig Spaß :D )

LG, wirrlicht
 
Original geschrieben von majanna
Wenn ich etwas will - einen Urlaub nicht alleine zu verbringen - werde ich je nach der Art des Partners/ der Partnerin - verschiedene Strategien der Überredeung anwenden; wohl wissend, dass immer die gleiche angewendet, nicht bei allen "zieht"..:D

hm, marianne, meinst du nicht, dass das eher was mit intelligenz, also mit weiblicher raffinesse zu tun hat ???

vernünftig wäre doch eher, den der nicht will zuhause zu lassen und stattdessen nach jemandem ausschau zu halten, der will, oder ???

:) mara
 
Original geschrieben von majanna
Aber ich lege Wert auf die Feststellung, dass auch "gesunder" Verstand nicht ohne rationale Vernunft auskommt.
Ich kanns nicht lassen: ungesunden Verstand beweis der, der "sich selbst ins eigene Nest scheißt."

sag mal, majanna ...

ist das so´n spruch wie: "man beißt nicht die hand, die einen füttert ???"

ist wohl vernünftig ...

:confused: ich knabbere ja immer noch an dem gesunden menschenverstand und dem hausverstand ...
und je mehr ich von euch dazu lese, desto mehr befürchte ich, dass das wieder so was ist, wo ich aus prinzip gegensteuern würde.

klar, wenn ich aus dem boot falle ist es sicher gesunder menschenverstand mit dem schwimmen anzufangen. seh ich ein ... aber das hat was mit wirklichem hautnahem überleben zu tun und der satz: "das sagt mir schon mein gesunder menschenverstand" bekomme ich immer mit hochgezogenen augenbrauen zu hören und dann kommt diese kleine göre in mir lautstark zum vorschein und grinst ganz böse und ... *seufz*

und dann tue ich immer das, was majanna mit "sich selbst ins eigene Nest scheißt" bezeichnet.
und es stimmt, danach wird es meistens unangenehm, aber eins weiß ich mit sicherheit ... es ist einer der wesenzüge, die ich an mir besonders schätze und die mir ein gefühl von freiheit geben ... :D und mich mir näher bringen, wenn auch gleichzeitig dieses mir näher kommen ein sich von anderen entfernen bedeutet ...

vielleicht siedelt also dieser gesunde menschenverstand doch nicht weit von der vernunft weg, die mir ja auch meistens ziemlich abkömmlich ist ...

*schwerseufz* mara
 
Original geschrieben von Mara
sag mal, majanna ...

so was ist, wo ich aus prinzip gegensteuern würde.

und dann tue ich immer das, was majanna mit "sich selbst ins eigene Nest scheißt" bezeichnet.
und es stimmt, danach wird es meistens unangenehm, aber eins weiß ich mit sicherheit ... es ist einer der wesenzüge, die ich an mir besonders schätze und die mir ein gefühl von freiheit geben ... :D und mich mir näher bringen, wenn auch gleichzeitig dieses mir näher kommen ein sich von anderen entfernen bedeutet ...

vielleicht siedelt also dieser gesunde menschenverstand doch nicht weit von der vernunft weg, die mir ja auch meistens ziemlich abkömmlich ist ...

*schwerseufz* mara


Ach, Mara, ich seufze mit Dir.

Ich habe wie Du den schweren Verdacht, dass gesunder Hausverstand und gesunde Vernunft nicht allzu weit von einander liegen.


Und genau wie Du fühle ich mitunter den unbändigen Wunsch:"mir ins Nest zu scheißen". Weil ich aber um den Ruch dieses Ausscheidungsprodukts weiß, unterlasse ich es eben.


Du siehst, wir kommen nicht um die von Dir gleich zu Anfang angemahnte Unlust zur Vernunft aus: In ihrem Gebrauch verbieten wir uns zu viel, was "eigentlich" im Geradetun Spaß macht. Auf das gerade kommt es an....


befürchte ich mit Dir seufzend

Marianne

Beim dritten Lesen Deines letzten Satzes merke ich den Unterschied zwischen uns: mir erscheint Vernunft nicht abkömmlich. Aber das mag ja an meinem ungeheuren Alter liegen:D :D :D
 
*lach*

du hast vollkommen recht. mit zunehmendem alter merke ich doch, das mir langsam aber sicher mein hemd auch näher ist als ...
und ich zunehmend vernünftiger werde.
warum auch nicht. schließlich kommen nach mir wieder andere, die ich ziemlich unvernünftig finde und die schließlich auch ihre chance haben wollen ... :D

ich denke mal, robin hat recht ... es ist wirklich irgendwo auch eine frage des temperaments ! ob sich das mit den jahren wohl auch verliert `???

lg an dich

mara
 
Hallo!

Dieser "gesunde Menschenverstand" scheint mir zu einem großen Teil auch konventionell geprägt sein, d.h. er wird in Phrasen häufig eingesetzt, wenn man eigentlich sagen möchte "das ist halt so" oder "das macht man halt so" (Etiquette).

Natürlich gibt es auch soetwas wie die einfachsten Prinzipien des Verstandes, aber das, was wir im Alltag verwenden scheint mir in erster Linie tatsächlich eine Phrase zu sein, die nicht unbedingt primär auf den Verstand verweist.

Der "gesunde Menschenverstand" kommt weiterhin in Situationen zum Einsatz, wenn es um abstrakte Überlegungen oder Theorien geht: dann "sagt einem schon der ges. Menschenverstand", dass dieses und jenes "ja gar nicht geht" oder "nicht sein kann". In diesem Fall - würde ich vermuten - richtet sich die bezeichnete Überlegung gegen grundsätzliche Erkenntnisse und Wahrnehmungen des Einzelnen. Auch hier ist also weniger der Verstand im Spiel, als schlicht eine Unvereinbarkeit mit der alltäglichen Erfahrungswelt.

Konventionen und Erfahrungen würde ich also als Ansatzpunkt markieren, beides hat m.E. nur indirekt etwas mit Verstand zu schaffen.

bis dann,

cf
 
ja cf ...

eindeutig ist das so ...

aber was ist dann der verstand ???


aL mara

ps: und was heißt "cui malo?", bitte ... ???
 
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Hi mara,

ich habe deine Position nicht ganz eindeutig einordnen können, darum habe ich einfach noch'mal meine Auffassung runtergebetet.... ich wusste nicht, ob (dass) es sich wiederholen würde :confused:

Am Anfang dieses Stranges habe ich mich an einer "Definition" versucht, sie scheint aber wirklich etwas "schwammig" zu sein, wenn ich auch an der Unterscheidung v. Verstand und Vernunft festhalte. Vll. hast du sie ja "überlesen", vll. findest du sie auch ungenügend, aber genauer habe ich mich immernoch nicht damit auseinandergesetzt.

Im Übrigen HASSE ich lateinischen Signaturen, aber da ich meine "Seelenfresser"- Signatur abschaffen wollte und mir das gerade einfiel, habe ich nun diese Zweiwortsignatur :/ (man möge mir das nachsehen ;))
Es ist lediglich die Umkehrung des bekannten "Cui bono - wem nützt es?" und ist quasi das Leitmotiv einer historisch- kritischen Methode (<-- absoluter Lieblingsbegriff) / Perspektive

tschuessie,

cf
 
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