Die BRD sucht Verbündete, um nicht allein als kriegsführend angesehen zu werden. Die Ukraine ist Kriegsschauplatz für die Interessen des "Westens und Ostens".
So sieht es auch der US-amerikanische Politikwissenschaftler John Joseph Mearsheimer.
Ukraine-Krise 2014
An der Wurzel des Konflikts liegt die NATO-Osterweiterung, Kernpunkt einer umfassenden Strategie, die Ukraine aus der russischen Einflusssphäre zu holen und in den Westen einzubinden. Dazu kamen die EU-Osterweiterung und die Unterstützung der Demokratiebewegung in der Ukraine durch den Westen, beginnend mit der Orangenen Revolution 2004. (...) Der Dreierpack politischer Maßnahmen des Westens – NATO-Osterweiterung, EU-Osterweiterung und Förderung der Demokratie – war die Nahrung für ein Feuer, das nur noch entzündet werden musste.[58]
Das Narrativ, Putin habe nur auf Gelegenheiten gewartet, sich die Ukraine einzuverleiben, sei falsch.[59] Beim Sturz der Regierung
Janukovitsch handle es sich um einen von den USA geförderten Putsch, der das „Fass zum Überlaufen“ gebracht habe.[58]
Eine Woche nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, am 1. März 2022, fragte Isaac Chotiner Mearsheimer im New Yorker, ob es nicht Imperialismus sei, der Ukraine das Selbstbestimmungsrecht abzusprechen, wenn es eine liberale Demokratie werden wolle. Mearsheimer antwortete, es gehe bei dem „Bürgerkrieg“ in der Ukraine und dem Angriffskrieg Russlands nicht um die innere demokratische Verfassung
der Ukraine, sondern um außen- und geopolitische Entscheidungen gegen die Sicherheitsinteressen einer Großmacht.
Wenn die Ukraine eine pro-amerikanische liberale Demokratie und ein Mitglied der NATO und ein Mitglied der EU wird,
werden die Russen dies als kategorisch inakzeptabel betrachten. Wenn es keine NATO-Erweiterung und keine EU-Erweiterung
gäbe und die Ukraine einfach eine liberale Demokratie würde und allgemein mit den Vereinigten Staaten und dem Westen
befreundet wäre, könnte sie wahrscheinlich damit durchkommen.[64]
Das Verhalten Russlands sei nicht imperialistisch, da es Russland nicht um die Vergrößerung des Territoriums gehe.
Was passiert ist, ist, dass diese große Krise ausbrach, und wir mussten die Schuld zuweisen, und natürlich würden wir uns niemals selbst die Schuld geben. Wir würden den Russen die Schuld geben. Also erfanden wir die Geschichte, Russland sei auf Aggression in Osteuropa aus,
dass Putin daran interessiert sei, ein größeres Russland zu schaffen oder vielleicht sogar die Sowjetunion neu zu erschaffen
https://de.wikipedia.org/wiki/John_J._Mearsheimer
Das Verhalten Russlands sei nicht imperialistisch, da es Russland nicht um die Vergrößerung des Territoriums gehe.
Wenn es Putin um ein Großrussisches Reich ginge, hätte er Kiew, bzw. die Ukraine längst platt gemacht!