AW: Paradox und Archidox
im Zusammenhang mit Aristoteles und Platon heißt 'doxa' Lehrmeinung
wenn jemand die absolute Wahrheit verkünden will,
sich dabei auf Platon/Aristoteles bezieht
aber noch ursprünglicheres Denken im Sinn hat,
macht die Konstruktion 'archi-doxa' Sinn
ich bin kein Esoteriker,
deshalb antworte ich ganz normal philosophisch:
in den religiösen Büchern stehen Mythen
Mythen sind künstliche Gebilde,
die dann entstehen,
wenn die historischen Tatsachen,
auf denen sie beruhen,
in eine andere Reihenfolge gebracht werden
(und die neue Logik volkstümlich erklärt wird)
z. B.
bereits die ersten Bauern haben Nutzpflanzen und Nutztiere gezüchtet,
mussten also über die Fortpflanzung Bescheid wissen
nichtsdestotrotz wird behauptet,
die Männer damals (im Matriarchat) hätten nicht über die möglichen Folgen Bescheid gewusst,
wenn sie sich in eine Frau ergießen
hier wurden offensichtlich Mythen falsch verstanden
Liebe Scilla
Ich liebe Deine Beiträge ohne Ausnahme.
Sie bilden mich, informieren, Klären mir Gedankenbilder.
Oft finde ich Bestätigung oder Inspiration durch Deinen philosophischen Ausdruck.
Dieser Ausdruck ist sehr lehrreich für mich und wichtig.
Humor bleibt da nicht aus.
Als ein emotionaler, nicht gerade zurückhaltender Mensch (daran arbeite ich gerade und lerne), fehlt mir dann so vieles, was ich in den Bemühungen, im Zusammensetzen, hier im Forum dann besser verknüpfen kann, zu einem Ganzen in mir.
Einem Bild der Welt, in der mein Leben zur Zeit stattfindet. Mit dem ich für mich heute sehr zufrieden sein darf.
Ich beobachte von meinem Standpunkt aus, diese Szene hier und stelle fest, es gibt so wenig Freundschaften.
Die meisten sitzen in einem Ei oder sind noch in einem Kokon eingewickelt.
Beschweren sich so wehement über das "Draussen"?
Das lässt mich als etwas gesondertes erleben hier.
Manchmal habe ich das Gefühl alleine zu sein, ein Ausserirdischer.
Das bin ich aber nicht!
Mein Antrieb ist es, alles was sich polar gegenübersteht, in einer Weise zu verbinden, damit etwas
Drittes daraus entstehen könnte, ehrich und mit gutem Willen.
Eine Art Dreieck_Operation im Geiste, mit dem Instinkt als Erstes, dann mit der Intuition überarbeitet, um schliesslich ins Wort gefasst, auszudrücken.
So beginnt dann manchmal die Tastatur wie selbständig Wort_Bilder zu mahlen, die mich selbst belustigen und in Erstaunen versetzen, nach Aussen hin dann lächerlich machen könnten.
So zeige ich mich als einen Narren, mit einem Stecken auf dem Rücken, an dem ein kleines Bündel daran baumelt.
Der Inhal: Eine Zahnbürste, eine Hose zum Wechseln und sonst nichts!
So stehe ich zu mir.
Paradox nicht?
Auch hänge ich (symbolisch) mit dem Kopf nach unten. Das Geld und mein ganzer Besitz, fällt mir so aus den Taschen und doch kann ich als ein Besitzloser, immer noch Verfügen. Lol!
Auch mir ist diese Haltung gleichermassen gültig.
Wem das nicht passt und er sich selbst dadurch ins Ungleichgewicht bringt, und im Zwiespalt landet, (der ihm, ihr vielleicht bewusst wird), drehe ich den Rücken und gebe mich dem Humor hin.
Der ja stehts immer lauert, um zum Zug zu kommen.
So bin ich ein eben ein Narr geworden und das nicht ohne einen tiefen Grund.
Der tiefe Grund mag daran liegen, dass ich in meinem Leben Erfahrungen machen konnte, durfte, die mich prägten und lehrten.
Hart wie Stein und bis tief hinein und buchstäblich bis in die Knochen!
Also nicht, wie anzunehmen, archaisch primitiv vom Affen gebissen, sondern von einer Schlange, die mir heute süsse Träume macht.
Ich trage eine Vision in mir.
Über die Welt, über mich und Dich.
Damit geh ich schwanger.
Horst Gutekunst Gutekunst Horst
