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Nietzsche und die Einsamkeit

AW: Nietzsche und die Einsamkeit

Im Märchen war es ein Kaiser und kein König, soll ich im Auftrag von Hans Christian Andersen sagen :zunge3:

Ich wollte damit andeuten, dass moebius (Admin=König) bald 'nackt' vor mir (euch?) steht, wenn er weiter über 'Nichts' schreibt.:lachen: Weil Nichts auch etwas bedeuten kann.;)
Das ist so ein schweres Kreuz mit dem Denken!:jump4: Wir Kinder haben ja eine gute Beobachtungsgabe.:sekt:
Warum ich so klug bin? Fragt lieber nicht.:mad:
 
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AW: Nietzsche und die Einsamkeit

1. Im Märchen war es ein Kaiser und kein König, soll ich im Auftrag von Hans Christian Andersen sagen ...

2. Ich wollte damit andeuten, dass moebius (Admin=König) bald 'nackt' vor mir (euch?) steht, wenn er weiter über 'Nichts' schreibt.:lachen: Weil Nichts auch etwas bedeuten kann....

3. Das ist so ein schweres Kreuz mit dem Denken!:jump4:

4. Wir Kinder haben ja eine gute Beobachtungsgabe.:sekt:
....
Zu 1.:
Ja, :koenig: = Kaiser, zumindest im Märchen von H.C. ANDERSEN ...:schnl:

Zu 2.:
:ironie: moebius hat mich beauftragt, ein für allemal klarzustellen, daß er nicht über Nichts schreibt - sondern nichts schreibt ...:clown3:

Zu 3.:
:ironie: Das können alle Christen und Orthopäden bestätigen ...:lachen:

Zu 4.:
Das spricht für die Kinder ...:schnl:
 
AW: Nietzsche und die Einsamkeit

Im Märchen war es ein Kaiser und kein König, soll ich im Auftrag von Hans Christian Andersen sagen :zunge3:

Ich wollte damit andeuten, dass moebius (Admin=König) bald 'nackt' vor mir (euch?) steht, wenn er weiter über 'Nichts' schreibt.:lachen: Weil Nichts auch etwas bedeuten kann.;)
Das ist so ein schweres Kreuz mit dem Denken!:jump4: Wir Kinder haben ja eine gute Beobachtungsgabe.:sekt:
Warum ich so klug bin? Fragt lieber nicht.:mad:

:D




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Warum bist Du so klug, Ellemaus? :)
 
AW: Nietzsche und die Einsamkeit

Vereinsamt

Abschied

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirrend Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt - ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton!
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirrend Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!

Antwort

Daß Gott erbarm!
Der meint, ich sehnte mich zurück
Ins deutsche Warm,
Ins dumpfe deutsche Stuben-Glück!

Mein Freund, was hier
Mich hemmt und hält, ist dein Verstand,
Mitleid mit dir!
Mitleid mit deutschem Quer-Verstand!

Friedrich Nietzsche 1884
(1844-1900)

Ich bin eine Nietzscheanerin, also sein wahrer Freund.:sekt:

@wahrheit-in Kürze noch einen kleinen Kommentar zum Thema;)
 
AW: Nietzsche und die Einsamkeit

Ist es gleich Psychologie zu meinen, daß jede Aussage einer momentanen und subjektiven Perspektive entstammt?
sehr interessante frage, herzlichen dank :)

nachdem ich zwei perspektiven genannt habe, nennst du eine dritte :

a) philosophisch
b) psychologisch
c) momentan

für mich passt eine von mir empfundene verbitterung mit einer momentan, also
sponntan, kurzfristig & sich zumindest nicht oft wiederholend eingenommenen position nicht zusammen,
zur verbitterung gelangt man, wie ich geschrieben habe, erst nach einem längeren weg mit immer wieder derselben perspektive
 
AW: Nietzsche und die Einsamkeit

Weh dem, der keine Heimat hat!

... was hier
Mich hemmt und hält, ist dein Verstand,
Mitleid mit dir!
Mitleid mit deutschem Quer-Verstand!

"Es ist bemerkenswert, daß Nietzsche dem 1884 entstandenen Gedicht 6 verschiedene Titel gab:
"Die Krähen schrei'n", "Vereinsamt", "Der Freigeist", "Abschied", "Heimweh", "Aus der Wüste"."


idT sehr bemerkenswert

Die Krähen schrei'n
Vereinsamt
Der Freigeist
Abschied
Heimweh
Aus der Wüste

diese titel alleine machen schon ein gedicht aus

  • die Krähen als plagegeister, die den tod beschreien
  • Vereinsamt derjenige, der weder sich in der bisherigen heimat mehr wohl fühlt noch von ihr lassen (mag, kann, will, darf, sich erlaubt)
  • erneut pathetique : Der Freigeist, um über den schmerz, die ausweglosigkeit, die angst vor dem weiter hinwegzutäuschen
    das sich losreissen wollen indem man es vorweg schon mal postuliert
  • Abschied, oder zumindest die ankündigung, den mut gefunden haben zu der ankündigung zumindest, sich bald endlich zu verabschieden,
    die absicht schon mal bekunden, dass man sich verabschieden möchte
    dazu fällt mir ein
    Louis Bunuel : "Der Würgeengel"/"El ángel exterminador"
  • oder doch nur nichts als Heimweh
  • Aus der Wüste, doch schon längst draussen im nichts ?
 
AW: Nietzsche und die Einsamkeit

Vereinsamt

Nietzsche schrieb das Gedicht in der Zeit als er auch sein letztes Werk schrieb: Also sprach Zarathustra-Ein Buch für Alle und keinen

Abschied

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirrend Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!

Krähen als Symbol für den beginnenden Winter/ Stadt als Symbol für Trubel, Volk, Wärme-Nietzsche denkt sich seine Jünger der Zukunft, aber Ich(Ellemaus) habe noch meine Heimat, auch wenn es Winter wird, habe ich noch meine Heimat

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Nietzsche hält ein Monolog mit seinem Erlebten und gleichzeitig spricht er auch mein Ich an (Dialog) und stellt eine Frage? Ich-Narr Also mein Erlebtes mit der Krankheit-Schmerz/ Schmerz-Frage: Wie lange schon! Als Ermahnung für das rückwärts Schauen - Beschäftigung mit der Philosophie und als Frage/ Vorwurf noch mit Wärme die Dinge betrachtet zu haben.

Die Welt - ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Meine Betrachtungen über Gott und die Welt als Tor (Symbolik-Öffnung) Tausend Fragen (Symbolik-Wüste als Leere) Meine und seine Verlorenheit kennt keinen Halt

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Nun stehe ich bleich mit meinen Ansichten/ Denken über Gott und die Welt ohne Gefühle=Kälte um noch tiefer alles betrachten zu können.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton!
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Ironische Anspielung auf mein Ich (Weil ich ihm gefolgt bin, also seine Werke gelesen habe in der Zeit als ich meinen Schmerz hatte.)
Tipp von ihm: Obwohl ich die Dinge gelernt habe mit Kälte zu betrachten, weiß auch Nietzsche-man leidet trotzdem weiter, man bleibt Narr)

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirrend Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!

Eine Warnung -(Nietzsche als Therapeut)
 
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AW: Nietzsche und die Einsamkeit

sehr interessante frage, herzlichen dank :)

nachdem ich zwei perspektiven genannt habe, nennst du eine dritte :

a) philosophisch
b) psychologisch
c) momentan

für mich passt eine von mir empfundene verbitterung mit einer momentan, also
sponntan, kurzfristig & sich zumindest nicht oft wiederholend eingenommenen position nicht zusammen,
zur verbitterung gelangt man, wie ich geschrieben habe, erst nach einem längeren weg mit immer wieder derselben perspektive

Wir scheinen viele Dinge gleich zu sehen, aber du eventuell ohne Erlebnisse/ Erfahrungen durch Schmerz=Krankheit?
 
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