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Migration Deutschland

Wenn die Partei radikal ist, ist ihr Zulauf ein Zeichen für Radikalität.
Politische Standpunkte sind nicht dasselbe wie Wahlsysteme. Wäre es für dich nicht auch radikal, wenn eine Partei das Volk 'ganz demokratisch' abstimmen ließe, ob alle Menschen mit einer gewissen Augenfarbe getöten werden sollten?
Wo erkennst du eine Radikalität? Nur weil dir etwas nicht passt, nicht deiner Meinung entspricht - ist es noch lange nicht radikal.
Radikalisierung heißt, dass man seine eigene Meinung (die u.a. auf soziale, religiöse oder politische Überzeugungen beruhen kann) illegitim oder mit Gewalt umsetzen möchte und sich nicht auf demokratischen Abläufe (Wahlen, Rechtsstaat, Gewaltenteilung,...) verlassen will.
 
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Das kann man sicherlich, aber das wäre sehr dumm, denn man versiegelt dabei die Quelle, aus der man trinkt.
Genau das ist ja Objektivität. Zu erkennen wenn etwas falsch läuft. Auch wenn dieses Falsch, sich letztlich positiv auf mich auswirkt. Auch dann ist es wichtig etwas dagegen zu tun. Falsch ist ein absoluter Zustand, es ist immer verkehrt. Nichts dagegen zu tun, nur weil man einen Vorteil hat, fällt einem irgendwann genauso auf den Kopf. Weil irgendwann dreht sich der Wind und dann wird man nicht mehr begünstigt.
Davon abgesehen, du wirst doch jetzt nicht behaupten wollen, das die Wähler dieser rechtsextremen Parteien aus sozialistischen Beweggründen diese Parteien wählen? Klientelpolitik betreiben wirtschaftsliberale Parteien und diese rechtsextremen Parteien sind sogar wirtschaftslibertär.
Sie wählen diese Parteien genau wegen einem Grund - alle anderen sind ihnen egal. Auch dann, wenn sie im Grunde gegen sich selbst wählen. Das muss mir doch schon zeigen wie wichtig dieser eine Grund ist.
Eben, sie schaden ja sogar in vielen Punkten ihren Wählern. Dennoch wählen sie solche Parteien. Das ist doch ein Wahnsinn und niemand zieht darauf die richtigen Schlusse. ES wäre so einfach den rechten Parteien ihre Wähler wegzunehmen, aber niemand tut es. Das ist fahrlässig.
Von welchem Land sprechen wir jetzt? Von deinem oder von meinem? In meinem Land ist eine konservative Regierung gerade in Aktion, denn der ehemals sozialdemokratische Juniorpartner tritt kaum in Erscheinung. Wenn es in meinem Land eine linksliberale Politik gäbe, dann wären nicht ausgerechnet die Arbeiter unzufrieden und würden nicht ausgerechnet bei der AfD ihr Glück suchen.
Wie wäre es damit, dass wir endlich die Parteien, die wir meinen, beim Namen nennen? Oder kennst du sich vielleicht bei unseren Parteien nicht so gut aus?
Von beiden, bitte hör doch auf künstlich einen großen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich herbeizureden. In beiden Ländern sind dieselben Parteien in der Regierung.
Sagt viel aus wenn einem linksliberale Politik immer noch zu rechts ist. Alles anscheinend rechtsradikale rechts der Grünen. Da zählt man wohl auch die SPD dazu:)
Nein, kenne mich nicht aus, deshalb musst du mir ja die Welt erklären.

Es sind zunächst einmal nicht "die Menschen", die sich nicht ernstgenommen fühlen, sonst hätten wir eine ganz andere Regierung. Es sind bestimmte Gruppen, die ernster genommen werden wollen als das der Fall ist und deshalb leichte Opfer der Populisten sind.
Du sprichst immer wieder von "den Menschen" und ich weiß nicht, wen du damit meinst. Ich fühle mich dabei beispielsweise gar nicht angesprochen und die Menschen, die ich kenne, auch nicht.
Immer wieder sehr toll wenn man von sich oder Menschen in seinem eigenen Umfeld auf die Allgemeinheit schließt.
Menschen sind all die Personen da draußen, die du hin und wieder siehst, wenn du auf der Straße unterwegs bist. Menschen, von denen ich den Namen nicht kenne und man sie deshalb in Gruppen zusammenfügt.
Ja diese Gruppen werden immer mehr aber du hast ja keine Erklärung dafür. Für dich sind sie eben zu dumm und fallen auf Populisten rein. Du merkst ja gar nicht wie du schon wieder den Menschen ihre Erfahrungen und Meinungen absprichst.
Wenn du die AfD-Wähler meinst, dann habe ich die Erklärung bereits vorgelegt. Sie haben keine Ahnung, was libertär bedeutet. Sie wollen nur etwas Anderes als das Bisherige. Hinzukommt, dass auch die Arbeiter sich nicht mehr von der SPD vertreten fühlen und den Populisten zum Opfer fallen, denn sie ist darauf spezialisiert, einfache Lösungen zu komplexen Problemen zu bieten. Dass dir das nicht einleuchtet, das glaube ich dir nicht, denn das war sicherlich nur eine rhetorische Frage...
wieder dieselbe Leier. Alle zu dumm, dann kommen irgendwo Populisten daher und reden den Menschen etwas ein.
Und das ist dann die Schuld der Arbeiter oder eventuell hat da die SPD dran Schuld?
Wenn man den Arbeitern nichts anbietet dann braucht es da keine Populisten. Du sprichts die SPD frei von Fehlern, du könntest in der SPD sein. Da geht man ja auch so vor: man muss es den Menschen nur besser erklären, dann verstehen sie es schon irgendwann. Aber nur immer so weiter machen, an uns liegt es nicht:) Lächerlich!

Die Zusammenstellung einer solchen Regierung, die deinen Vorstellungen entspricht, würde mich brennend interessieren...
Die Zusammensetzung ist mir völlig egal, es geht eben nicht um meine Vorstellungen in einer Demokratie. Wenn die eigene Meinung nicht die Mehrheit hat, hat man das zu respektieren. Ich gestehe eine linksliberalen Regierung zu, die Probleme dementsprechend lösen zu wollen. Wichtig ist nur, man geht die Probleme dann an.
Genau das, versuche ich hier immer wieder zu erklären. Mir ist egal wer regiert, er soll nur regieren und die Probleme lösen. Und dazu gehören auch Probleme, die nicht nur meine Klientel hat. Denn man ist für alle da. Und dann muss ich eben auch linksliberale Lösungen finden für Probleme wie Migration und Integration. Sich hinzustellen und zu sagen, da gibts kein Problem ist zu wenig.
Ich gestehe den Menschen voll und ganz ihre Probleme zu, denn sie haben zweifelsohne welche. Ich kann lediglich nicht nachvollziehen, warum sie die Lösung ihrer Probleme ausgerechnet von der AfD erwarten,
Das ist reine Hoffnung. Auch die AFD wird diese Wähler enttäuschen. Denn all das, was sie fordert, wird sich nie und nimmer umsetzen lassen.
Eins davon ist die Islamisierung Deutschlands.
Was stimmt daran nicht?
Islamisierung ist die Ausbreitung des Islams. Und das trifft zu. Da muss man noch keine Wertung in seinem Kopf haben.
Solche Parteien brauchen Feindbilder, denn die Menschen wollen ihre persönlichen Probleme adressieren und dadurch von sich selbst als Schuldigen ablenken.
So wie Sozialisten die reichen Erben, die Konservativen und freien Demokraten die faulen Arbeiter, die Grünen alle Umweltzerstörer,...
Wenn ich es nicht schaffe, dann habe ich eben etwas falsch gemacht und habe aus meinen Fehlern gelernt, aber das waren meine eigenen Fehler und das sind meine eigenen Erfahrungen, um die ich anschließend reicher war.
Und würdest du lieber scheitern als an einem gewissen Punkt um Hilfe zu bitten?
Die Politik ist dazu da, um die Rahmenbedingungen für die Lösung meiner Probleme zu schaffen und nicht, um meine Probleme zu lösen. So bin ich aufgewachsen und so habe ich mein ganzes Leben lang verfahren - mit Erfolgen und Rückschlägen, denn sie gehören beide zum Leben.
Ja das unterschreibe ich dir auch.
Wenn Politik so vorgeht, würde es auch weniger Probleme geben. Gesellschaftlich gesehen.
 
Die Demokratie in Deutschland wird nicht dadurch ausgehöhlt, dass man eine Verfassungsfeindliche, rechtsextreme Partei nicht an die Macht lässt, sondern sie wird zerstört, wenn man sie an die Macht lässt. Soll ich dir die Geschichte unseres Landes beibringen?
Und dazu sind dir dann auch illegitime Mittel und wenn nötig sogar Gewalt recht?
Wenn die Antwort Ja ist - Gratulation, du hast dich erfolgreich radikalisiert.
 
Genau das ist ja Objektivität. Zu erkennen wenn etwas falsch läuft. Auch wenn dieses Falsch, sich letztlich positiv auf mich auswirkt. Auch dann ist es wichtig etwas dagegen zu tun. Falsch ist ein absoluter Zustand, es ist immer verkehrt. Nichts dagegen zu tun, nur weil man einen Vorteil hat, fällt einem irgendwann genauso auf den Kopf. Weil irgendwann dreht sich der Wind und dann wird man nicht mehr begünstigt.
Du versuchst doch nur, anderen einzureden, dass etwas falsch läuft. Ich sehe, was in unserem Land falsch läuft, aber ich sehe auch, was andere daraus machen, weil sie bestimmte Ziele verfolgen. "Falsch" ist alles andere als ein absoluter Zustand. Es ist eine subjektive Einordnung abhängig davon, ob es einem nutzt oder schadet.
Ich tu etwas dafür, dass diese Partei wieder in die Bedeutungslosigkeit verschwindet und es geht dabei nicht nur um mich, sondern im unser Land. Vergiss nicht: Wir halten weiterhin den absoluten Weltrekord in Sachen Menschenverachtung. Wir haben in kurzer Zeit 6 (in Worten: sechs!) Millionen Menschenleben industriell vernichtet. Ich habe das alles gerade gestern in Wort und Bild miterlebt - von den Anfängen bis zur "Endlösung". Bei mir läuten alle Alarmglocken, sobald es auch nur ansatzweise wieder in diese Richtung geht.
Sie wählen diese Parteien genau wegen einem Grund - alle anderen sind ihnen egal. Auch dann, wenn sie im Grunde gegen sich selbst wählen. Das muss mir doch schon zeigen wie wichtig dieser eine Grund ist.
Eben, sie schaden ja sogar in vielen Punkten ihren Wählern. Dennoch wählen sie solche Parteien. Das ist doch ein Wahnsinn und niemand zieht darauf die richtigen Schlusse. ES wäre so einfach den rechten Parteien ihre Wähler wegzunehmen, aber niemand tut es. Das ist fahrlässig.
Gegen Irrationalität kann man nicht rational vorgehen. Die Arbeiter haben seit Generationen von den Gewerkschaften profitiert, also sollten sie einen Blick darauf werfen, wie die Gewerkschaften zu dieser Partei stehen, bevor sie diese Partei wählen. Man kann doch von einer oder mehreren Parteien enttäuscht sein, aber nicht von allen Parteien, die dieses Land dahin gebracht haben, wo es gerade steht. Wir sind nach wie vor die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde und das haben wir mitunter den Parteien zu verdanken, die seit der Gründung der Republik das Land regiert haben und nicht der AfD. Das solltest du berücksichtigen, wenn du deine Schlüsse ziehst, denn sie stehen diametral zu meinen Schlüssen.
Von beiden, bitte hör doch auf künstlich einen großen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich herbeizureden. In beiden Ländern sind dieselben Parteien in der Regierung.
Sagt viel aus wenn einem linksliberale Politik immer noch zu rechts ist. Alles anscheinend rechtsradikale rechts der Grünen. Da zählt man wohl auch die SPD dazu:)
Nein, kenne mich nicht aus, deshalb musst du mir ja die Welt erklären.
Du kannst mit den übrigen Usern über Österreich diskutieren, ganz besonders, wenn du in Österreich lebst. Ich diskutiere nur über Deutschland, weil ich in Deutschland lebe. Die Österreicher müssen selbst entscheiden, ob sie die FPÖ wieder mitregieren lassen wollen. Das kommt bei uns nicht infrage.
Wir haben eine angebliche Kommunistin, die der AfD immer näher rückt. Dann weißt du, wo bei mir rechtsradikal beginnt.
Bei dir beginnt dafür gleich links von der FPÖ linksliberal an. Somit wissen wir endlich, wo jeder steht.
Immer wieder sehr toll wenn man von sich oder Menschen in seinem eigenen Umfeld auf die Allgemeinheit schließt.
Menschen sind all die Personen da draußen, die du hin und wieder siehst, wenn du auf der Straße unterwegs bist. Menschen, von denen ich den Namen nicht kenne und man sie deshalb in Gruppen zusammenfügt.
Ja diese Gruppen werden immer mehr aber du hast ja keine Erklärung dafür. Für dich sind sie eben zu dumm und fallen auf Populisten rein. Du merkst ja gar nicht wie du schon wieder den Menschen ihre Erfahrungen und Meinungen absprichst.
Es geht darum, dass du nicht so leichtfertig verallgemeinerst. Du kannst mir mein Land nicht erklären, denn du weißt nicht, welche und wie viele Menschen ich kenne. Wenn du von "den Menschen" schreibst, dann sind alle Menschen in meinem Land damit gemeint und ich will dir nicht die Freude machen und alle Menschen in meinem Land zu dieser Sorte hinzurechnen.
Die Gruppen, die den Populisten zum Opfer fallen, sind eindeutig identifiziert und man kennt die Gründe, warum sie den Populisten zum Opfer fallen. Das weiß ich besser als du, du darfst davon ausgehen.
Was die SPD angeht, sie muss es sich gefallen lassen, dass die Gewerkschaften ihr die Leviten lesen. Der Wähler bestraft sie jetzt schon.
wieder dieselbe Leier. Alle zu dumm, dann kommen irgendwo Populisten daher und reden den Menschen etwas ein.
Und das ist dann die Schuld der Arbeiter oder eventuell hat da die SPD dran Schuld?
Wenn man den Arbeitern nichts anbietet dann braucht es da keine Populisten. Du sprichts die SPD frei von Fehlern, du könntest in der SPD sein. Da geht man ja auch so vor: man muss es den Menschen nur besser erklären, dann verstehen sie es schon irgendwann. Aber nur immer so weiter machen, an uns liegt es nicht:) Lächerlich!
Die Dummheit hat man noch bevor ich dazukomme, sie ihm zuzuschreiben. Den Beweis erbringt er dann, indem er die AfD wählt.
Warum die Arbeiter nicht mehr die SPD wählen, das könnte man noch verstehen, aber sobald sie die AfD wählen, dann offenbaren sie ihre Dummheit.
Was dabei natürlich nicht ausschließt, dass die Ideologie auch eine Rolle spielt, aber das ist ein weiterer Beweis für die Dummheit. Die NSDAP hatte schließlich ihre Gründe, warum sie das "A" ihrem Namen hinzugefügt hat. Sie wussten, da ist was zu holen...
Die Zusammensetzung ist mir völlig egal, es geht eben nicht um meine Vorstellungen in einer Demokratie. Wenn die eigene Meinung nicht die Mehrheit hat, hat man das zu respektieren. Ich gestehe eine linksliberalen Regierung zu, die Probleme dementsprechend lösen zu wollen. Wichtig ist nur, man geht die Probleme dann an.
Genau das, versuche ich hier immer wieder zu erklären. Mir ist egal wer regiert, er soll nur regieren und die Probleme lösen. Und dazu gehören auch Probleme, die nicht nur meine Klientel hat. Denn man ist für alle da. Und dann muss ich eben auch linksliberale Lösungen finden für Probleme wie Migration und Integration. Sich hinzustellen und zu sagen, da gibts kein Problem ist zu wenig.
Du machst es dir zu einfach - oder soll ich besser sagen: zurecht?
In Demokratien regieren demokratische Mehrheiten, die die Verfassung des Landes achten. Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann ist es vorbei mit der Demokratie. Dass meine Meinung nicht der der Mehrheit entsprochen hat, das habe ich bereits erlebt, denn nicht jede Regierung hat meinen Wünschen entsprochen, aber das gehört nun mal zur Demokratie dazu. Das war dennoch kein Grund für mich, eine Partei zu wählen, die unsere Verfassung mit Füssen tritt.
Wenn du jetzt das Problem mit der Migration nicht so groß an die Wand malen würdest, dann wären wir beisammen, aber das bringst du nicht übers Herz.
Das ist reine Hoffnung. Auch die AFD wird diese Wähler enttäuschen. Denn all das, was sie fordert, wird sich nie und nimmer umsetzen lassen.
Un dann erzählst du mir, sie wären nicht dumm. Wir definieren anscheinend die Dummheit unterschieldich.
Im Gegensatz zu dir, will ich es dennoch nicht erleben, dass die AfD ihre Wähler enttäuscht. Darin liegt der Unterschied zwischen uns beiden. Du hättest es gern, dass ich das erlebe.
Was stimmt daran nicht?
Islamisierung ist die Ausbreitung des Islams. Und das trifft zu. Da muss man noch keine Wertung in seinem Kopf haben.
Das ist nur eine Parole der AfD, um den Christen unter den Dummköpfen Angst zu machen. Mir macht es keine Angst, weil ich Atheist bin und alle Religionen für überholt halte. In unserem Land gilt unsere Verfassung und die Gesetze werden vom Parlament verabschiedet. Jeder hat sich genau an diesen Gesetzen zu halten. Daran ist nicht zu rütteln, gleichgültig welcher Religion man ist.
So wie Sozialisten die reichen Erben, die Konservativen und freien Demokraten die faulen Arbeiter, die Grünen alle Umweltzerstörer,...
Du kannst zwischen Feindbildern und ideologischen Gegnern nicht unterscheiden. Sehr schwach...
Den Unterschied zwischen Meinungsdifferenzen und Hass und Menschenverachtung kannst du aber hoffentlich trotzdem erkennen?
Und würdest du lieber scheitern als an einem gewissen Punkt um Hilfe zu bitten?
Das Eine schließt das Andere nicht aus. Ich bin kein Einzelkämpfer, aber ich versuche möglichst meine eigenen Probleme selbst zu lösen.
Ja das unterschreibe ich dir auch.
Wenn Politik so vorgeht, würde es auch weniger Probleme geben. Gesellschaftlich gesehen.
Die Politik geht so vor - mal besser, mal schlechter. Äußere Faktoren spielen schließlich auch eine Rolle - gerade jetzt.
Die Frage ist, in wie fern der Wähler in der Lage ist, es richtig zu bewerten.
 
Ja und dann spricht er anderen ihre Erfahrungen ab.
Nein. Er spricht ihnen nicht ihre Erfahrung ab, sondern zeigt auf, dass ihre Schlüsse daraus ggf unhaltbar sind.
Heißt, nur wer so empfindet wie er, hat das Recht seine Probleme vorzutragen. Alle anderen sollen ruhig sein und dankbar sein.
...so wie dein Schluss hier unhaltbar ist.
Man kann versuchen jedes Problem zu lösen.
Kann man nicht. Ressourcen sind endlich und "jedes Problem" übersteigt jegliche verfügbare.
Daher muss man bei Probleme abwägen, wie groß die einzelnen sind, wie lösbar und wieviele Ressourcen die Lösung belegt.
Auf Basis dessen ermittelt man, wie man seine Ressourcen bestmöglich einsetzt.
Einfach formuliert: Kosten-Nutzen-Rechnung.
Man wird es in den seltensten Fällen zu 100 schaffen, man wird es auch nicht jeden Recht machen können. aber man muss eben sehen, dass man sich dafür interessiert hat und sich dafür eingesetzt hat. Da wären die meisten Menschen ja schon dankbar.
Die meisten wohl ja, aber viele -siehe Zulauf zu afd, FPÖ, Trump und dergleichen- eben nicht.
Und ja, man muss eben sehen. Und da liegt es zumeist an jenen, die nicht schauen und auch nicht schauen wollen - und nicht zuletzt deswegen keine Ahnung haben, worüber sie hier urteilen.
Weil nur reden über ein Thema eben nicht ausreicht.
Schau dir mal einige Reden von Politikern an. Interviews, Talkshows,... da sitzen dann Politiker mit hohen Ämtern und aus der Regierung und stellen sich hin und fordern etwas, dies und das müsse man machen,... Was wird da von wem gefordert? Diese Leute sind in der Verantwortung und tun nichts.
Interviews und Talkshows sind für dich (und wohl auch die meisten) die einzigen Ereignisse, bei denen sie die Politiker wirklich sehen.
Das politische Tagesgeschäft aber läuft nicht in der Öffentlichkeit ab und ist nicht sehr unterhaltsam. Nur, wenn man etwas nicht selbst sieht heißt es nicht, dass es nicht doch existiert.
Ergo: worauf konkret basiert deine Behauptung "...und tun nichts"?
Na da fällt es anderen ja leicht zu kritisieren, ist ja auch bei anderen Oppositionsparteien so. Gründe stürzen sich ja auch darauf. Und das zurecht.
Zurecht auf welcher Basis? Politisch ja, Kritik ist die "Aufgabe" einer Opposition. Was aber nicht heißt, dass sie auch inhaltlich gerechtfertigt wäre.
Hör auf mit dem "allen Recht zu machen", das fordert niemand.
Kein Enzelner fordert "Macht es allen recht!". Aber wenn jeder einzelne fordert "Macht es MIR recht!", fordern alle zusammen dennoch genau das.
Man wird es auch nur in den wenigsten Fällen hinbekommen ein Problem zu 100% lösen zu können. Aber nur weil ich das in Vorhinein weiß, geh ich das Problem doch erst gar nicht an.
Genau das machen verantwortliche Politiker ja. Die planen nicht die Weltrettung, sondern stellen sich ein Arbeitsprogramm zusammen. Einen Plan, welche Themen sie in der Legislaturperiode angehen wollen. Wohlwissend, dass die Realität allen Plänen dazwischenfunken kann und es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch wird.
"funktionierende Sozialstaat" funktioniert eben auch nur dann wenn ich Grenzen einhalte, sonst geht mir irgendwann das Geld aus.
Ja, und afd & co wollen die mobilisieren, die sich durch jene Grenzen zurückgesetzt fühlen.
Freiheit des einen muss man einschränken sonst ist ein friedliches Leben in einer Gesellschaft nicht möglich. Sieht man an jeder Ecke heutzutage und passiert viel zu wenig.
Sehr richtig, und was haben afd, FPÖ & co gemacht, als es Freiheitseinschränkungen in Form von Ausgangsbeschränkungen und Maskenpflicht gab?
Umweltschutz muss ich mir leisten können und ich war immer der Meinung, das wird erst dann funktionieren wenn ich ein Geschäft draus mache. Dann profitiert auch die Wirtschaft davon und jeder zieht mit.
Das ist richtig, und der Weg mit Vorhaltungen und moralischen Appellen ist, wie auch die Geschichte lehrt, zum Scheitern verurteilt.
Umweltschutz wird dann akzeptiert, wenn er sich rentiert. Entweder monetär oder auf andere Art und Weise lebensqualitätssteigernd, siehe sauberere Flüsse, Seen und Stadtluft. Jedoch niemand nimmt Arbeitslosigkeit in Kauf, um irgendein abstraktes, selbstauferlegtes Klimaziel besser zu erreichen.
Wenn ich das Individuum über die Allgemeinheit stelle oder mich die Allgemeinheit gar nicht interessiert, schwindet auch der Zusammenhalt.
Und genau das wollen die Libertären, die der afd, FPÖ & co zulaufen. Frenetisch auch hier vertreten von frenilshtar.
Ja die Liste ist lang - und deshalb tun wir jetzt gar nichts mehr weil man es ja "nicht allen recht machen kann" und es keine 100% Lösung gibt?
Du alleine bist es, der das hier behauptet.
Es sind unlösbare Probleme für diejenigen, die sie nicht lösen wollen.
Aha, und wer genau will welches konkrete Problem nicht lösen, obwohl es lösbar wäre?
Und wie kommst du zur Behauptung, dass derjenige es nicht lösen wollte?
Lass ich die Probleme liegen, greift sie eben eine Partei auf. Migration = FPÖ, Umweltschutz = Grüne,...
Ja, nur die Art, wie sie jene Problem lösen wollen, sind nicht mehrheitsfähig.
Und wenn ich denke, die unsere Umwelt in den 1970ern ausgeschaut hat und wie vor der ersten Beteiligung der Grünen an einer Bundesregierung, dann muss ich sagen, dass sich da extrem viel getan hat. Ergo entspricht dein "Probleme liegen lassen" nicht der Wahrheit.
Ja, die Grünen wollen dem Umweltschutz bzw dem, was sie damit bezeichnen, weit mehr opfern als andere Parteien. Und wurden vom Wähler auch dafür abgestraft.
Die FPÖ ist, so scheint es, weiterhin im Aufwind. War sie immer, bis sie in die Regierung kam. Dann kam innerparteilicher Zwist, Korruption und Absturz bei den nächsten Wahlen.
 
Sich dann darüber aufzuregen, dass es eine Partei gibt, die diese Probleme voranstellt, kann ich doch nicht kritisieren.
Bei der FPÖ ist nicht das Problem, dass sie das Thema Migration voranstellt.
Ihr Problem ist die Instrumentalisierung von Minderheiten als Feindbilder mit dem Ziel die Mehrheit unter ihrer Führung gegen diese zu vereinen, um jene Mehrheit dann zum eigenen Spielball zu machen. Ist ja die Methoden der Rechtspopulisten weltweit.
Es steht ja jeder Partei frei etwas dagegen zu machen.
Klingt wie "Man kann doch Verbrechen nicht kritisieren, es steht ja der Exekutive und der Judikative frei etwas dagegen zu machen."
Und dennoch widersprichst du dir selbst, denn du kritisierst ja das, was "der Rest des politischen Spektrums" gegen die undemokratischen und umfriedenstiftenden Umtriebe der Rechtspopulisten machen.
Ja genauso wie jeder anderen Partei in Opposition. Selbst die Regierungsparteien jammern ja rum und fordern von anderen etwas zu machen:)
Die FPÖ nimmt für sich ja in Anspruch, keine "normale Opposition" - so wie die Grünen in Österreich - zu sein.
Die FPÖ stellt sich gegen alle. Die Regierung, wie auch Opposition und nennt sie zusammen "das Establishment" oder "die da oben" oder wie auch immer. Die "Alternative" im Namen afd heißt ja nicht Alternative zur aktuellen Regierung, sondern Alternative zum demokratischen System, Alternative zum Parlamentarismus.
afd, FPÖ & co wollen Politik "auf der Straße" bzw in den Medien machen. Wissend, dass eine Masse aus Laien, die keine besondere Verantwortung tragen, leichter zu manipulieren sind als Abgeordnete im Parlament.
Versuchen ist mal eine Unterstellung. Von mir aus gehen wir davon aus, dass sie es wollen.
Andere Parteien machen es und damit hast du kein Problem.
Dass es andere Parteien machen ist deine Behauptung. Ich bin nicht geneigt, ihr zuzustimmen.
Genau das ist für mich pure Heuchelei. Dir geht es nicht um die Sache sondern nur um deine Ansicht. Sonst müsste man das Verhalten nämlich immer kritisieren.
Aus falschen Annahmen folgen falsche Schlüsse.
Und ich kritisiere es jetzt und auch dann noch wenn es FPÖ/AFD machen würden. Weil das NIE gut ist. Nicht wenn es für meine Ansicht gut ist und auch nicht wenn es für andere gut ist. Das ist langfristig ein Problem für die Demokratie.
Was herauskommt, wenn man solche wie FPÖ und afd machen lässt, haben wir in unseren Ländern vor knapp 100 Jahren erfahren müssen:
Es ist nicht nur ein "Problem für die Demokratie", sondern ihr Ende.
Ja sicher ist das Jammern auf hohem Niveau aber das heißt ja nicht, es gibt gar keine Probleme.
Behauptet ja niemand, dass es keine Probleme gäbe.
Wenn man weiterhin nur zusieht, wird man nicht mehr lange dieses Niveau halten können.
Wenn du "dieses Niveau" meinst: Unter welchen Regierungen haben es unsere Länder geschafft, jenes Niveau zu erreichen?
Wer war an der Gestaltung unserer Länder NICHT beteiligt?
Und jetzt willst du jenen, untere denen unsere Länder dieses Niveau erreicht haben, die Kompetenz und sogar den Willen absprechen, dieses weiter auszubauen bzw zumindest zu schützen und jenen, die nichts beigetragen haben zutrauen, es hingegen schon zu tun?
Die Unlogik dahinter ist doch offensichtlich, oder nicht?
Schau dir die deutsche Wirtschaft an, da kracht es an allen Ecken. Natürlich ist sie dennoch noch stark, Frage ist nur wie lange noch wenn man so weitermacht.
Wenn man wenig hat kann man jammern, weil man wenig hat.
Wenn man viel hat kann man jammern, weil man das, was man hat, verlieren könnte.
Egal wieviel man hat, man findet immer einen Grund zum Jammern, wenn man nur will.

Ja, es stimmt, es "kracht" an vielen Stellen. Aber das hat viele Gründe und es gibt keine einzelne Reaktion, um all dem Krachen zu begegnen.
afd & co aber behaupten genau das. Es wäre ja ganz einfach, aber "das Establishment" weigert sich das zu tun, und das natürlich aus unlauteren Motiven.
Es ist keine Lüge wenn es Menschen gibt, die andere Erfahrungen gemacht haben. Daraus entsteht ihre Meinung.
Erfahrung führt noch nicht zur Erkenntnis und Meinungen werden immer gebildet, auch ganz ohne Erfahrung.
Erfahrung in Kombination mit vernünftiger Reflexion kann zu richtigen Erkenntnissen führen. Jeder Mensch macht Erfahrungen,
aber mit der vernünftigen Reflexion schaut das anders aus.
Eine Partei gibt vor, für eine gewisse Meinung einzustehen. Habe ich diese Meinung, steht man dieser Partei nahe und wählt sie eventuell.
Populisten sind darin geschult ihrem Klientel die Meinung einzureden, die sie ihm einreden will. Welche Meinung sie selbst haben, ist eine ganz andere Frage.
Den Menschen muss man nichts vorlügen, das kommt nicht von einer Partei, das kommt immer von unten, von den Menschen und geht dann zur Partei.
Populistenparteien betreiben organisierte Vorlügerei - genau das ist ihre Kernkompetenz.
 
Wo erkennst du eine Radikalität?
In den Aussagen politischer Funktionäre bestimmter Parteien und der mangelnden Distanzierung der hinter ihnen stehenden Parteien.
Nur weil dir etwas nicht passt, nicht deiner Meinung entspricht - ist es noch lange nicht radikal.
Stimmt. Wer behauptet das Gegenteil?
Radikalisierung heißt, dass man seine eigene Meinung (die u.a. auf soziale, religiöse oder politische Überzeugungen beruhen kann) illegitim oder mit Gewalt umsetzen möchte und sich nicht auf demokratischen Abläufe (Wahlen, Rechtsstaat, Gewaltenteilung,...) verlassen will.
Falsch. Radikal wäre beispielsweise ein Wunsch, Menschen bestimmter Haarfarbe deportieren zu lassen.
Auch wenn man diesen Wunsch auf formaldemokratischem Weg, zum Beispiel durch eine Volksabstimmung, umsetzen möchte.
Hitler war nicht weniger rechtsextrem, nur weil er in einer demokratischen Wahl die Mehrheit erlangt hat. Seine Radikalität bestand
nachweislich (weil nachlesbar) schon 1924 als er "Mein Kampf" geschrieben hat, aber noch weit entfernt von irgendeiner Umsetzung war.
 
Wir haben eine angebliche Kommunistin, die der AfD immer näher rückt. Dann weißt du, wo bei mir rechtsradikal beginnt.
Bei dir beginnt dafür gleich links von der FPÖ linksliberal an. Somit wissen wir endlich, wo jeder steht.
Populisten streben nach Macht. Die Politik ist für die nur das Instrument, diese zu erlangen.
Daher sind sie in ihren Haltungen sehr flexibel, um nicht zu sagen, beliebig. Was immer ihnen
dazu geeignet erscheint, die Massen zu faszinieren, wird von ihnen instrumentalisiert.
 
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Erklär mir bitte warum das Wählen einer Partei, in einem demokratischen Prozess, eine Radikalisierung darstellt?

Man gibt die Stimme einer Partei weil man hofft, die eigenen Interessen werden dadurch besser durchgesetzt. Was genau ist daran eine Radikalsierung?
Das Wählen einer radikalen, antidemokratischen Partei ist doch die Folge einer Radikalisierung.
Der demokratische Prozess hat mit unserer Demokratie zu tun. Antidemokratische Parteien darf man zwar in Demokratien wählen, aber das legitimiert diese Parteien noch lange nicht als demokratisch und sobald sie die Demokratie zu zerstören drohen, dann setzt die Demokratie ihre verfassungsmäßigen Mechanismen in Kraft und sie werden verboten.
Unsere Verfassung ist ein Produkt unserer jüngeren Geschichte und beinhaltet entsprechende Instrumente, um eine Wiederholung dieser Geschichte rechtzeitig zu verhindern.
 
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