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Leben und Leben lassen: Nachhaltige Versorgung

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von Sistah, 27. Mai 2021.

  1. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    6.644
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    Tausende Menschen
    die sagen, dass sie Tiere lieben, setzen sich ein- zweimal pro Tag hin und genießen das Fleisch von Geschöpfen, denen alles geraubt wurde, was ihr Leben lebenswert gemacht hätte - und die das furchtbare Leid und den Terror der Schlachthöfe ertragen mussten - und die Reise dorthin - bevor sie endlich ihre elende Welt verlassen, nur zu oft nach einem schmerzhafte Tod.
    *Jane Goodall*
     
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  2. EmmyBy

    EmmyBy Active Member

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    Beiträge:
    126
    Ort:
    Wien
    Aber es muss ja auch nicht so ablaufen. In diese Lage haben "wir" uns ja selbst gebracht. Mit Massentierhaltung und Diskountern.
    Es würde ja eben auch anders gehen. Und ich bin nicht mal der Meinung, dass muss dann alles teurer sein. Es muss sich eben nur der Ablauf ändern.
    Dann muss man wieder selbst schlachten und sich dann am Wochenende auf dem Markt stellen. Dann kassiert auch kein Transportunternehmen, Schlachthof und Supermarkt mit. Dann muss ich eben auch keine 10 Tiere pro Monat verkaufen sondern es reicht eines. Die Anzahl der Tiere braucht dann nicht mehr so groß sein....
    Also Möglichkeiten würde es genug geben aber man geht halt meistens den bequemen Weg.
     
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  3. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

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    22. September 2014
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    6.644
    Ja, Du hast sicher -auch- recht!

    Was mich vor allem bewegt, ist das unermessliche
    Leid von Lebewesen!
     
  4. Sistah

    Sistah New Member

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    Beiträge:
    13
    Ich denke, die Produktion von Fleischersatzprodukten ist das Problem bei dieser ganzen Debatte wobei niemand abstreitet, dass die Massentierhaltung der vergangenen Jahrzehnte unfassbar grausam war und ist.

    Weshalb es eben stark darauf ankommt, wohin das Geld es Einzelnen fließt. ist es nämlich in die Region, stützt man die Kleinbetriebe bzw. Kleinbauern, was wiederum ermöglicht, dass Tiere artgerecht gehalten werden, gut (damit meine ich biologisch usw.) versorgt sind, und es keinen Raubbau gibt, oder?

    Es läuft mMn einfach darauf hinaus, das eigene Konsumverhalten ständig zu verbessern und Projekte zu unterstützen, wo man sich tatsächlich Gedanken macht und wo die Beteiligten aktiv an einer Verbesserung interessiert sind. Denn das nun bekannte und berüchtigte Greenwashing macht alles nur noch schlimmer ...
     
  5. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
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    14.212
    Du glaubst, selbst schlachten und sich am Wochenende auf den Markt stellen würde die Produktionskosten nicht anheben ?
    In fast allen Bereichen lassen sich die Stückkosten durch simple Vergrößerung senken. Das heißt, schlachte ich ein Tier und halte die gesetzlichen Vorschriften ein (Fleischbeschau, Hygienemaßnahmen, tierärztliche Aufsicht, etc...) und komme dadurch zu gewissen Kosten, sagen wir 50 Euro für die simple Schlachtung (Hausnummer!),
    dann komme ich beispielsweise bei Schlachtung von 2 Tieren auf weniger als 100 Euro Schlachtkosten, denn der Fleischbeschauer muss bei 2 Tieren auch nur 1 mal herkommen, was die Kosten pro geschlachtetem Tier senkt.
    Ebenso mit dem Markt. Ob ich in meinen Transporter das Fleisch von 1, 2 oder 3 Tieren reinpacke, hat auf die Fahrt- und Standkosten wenig Einfluss. Also auch hier, je größer, desto geringer die Stückkosten. Dieses bekannte Phänomen hat ja zu großen Betrieben, Fabriken, Konzernen etc geführt. Ist man größer, hat man einen gewissen ökonomischen Vorteil in Form von geringeren Stückkosten in der Produktion. Dass Tiere schlecht behandelt werden liegt nur teilweise an der Größe, es gibt auch genügend Kleinbauern, die ihre Tiere schlecht behandeln.

    Ein Bekannter hatte Erfahrung als Schweinebauer. Er hat gemeint, unter 150 Schweinen lässt sich die Haltung einfach nicht profitabel betreiben - also entweder man erreicht mindestens diese Größe, lässt es ganz bleiben oder betreibt es als "Hobby" auf eigene Kosten.
    Es wäre schön, wenn man etwas "Verbessern" könnte, ohne zusätzliche Kosten, einfach durch ein gewisses "Ablauf ändern". Nun, ich denke, danach haben schon viele, die sich in der Branche auskennen und Erfahrung haben, gesucht, suchen noch, und hätten gejubelt und es angewandt, wenn da etwas machbar wäre.
    Aber, offensichtlich spielt's das nicht.
     
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  6. EmmyBy

    EmmyBy Active Member

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    Und wo ist denn das überhaupt noch möglich?
    Im Supermarkt wird einem etwas aus der Region angedreht, das eigentlich aus einer Region 300km weit weg ist.
    Ist halt leider auch nicht mehr so leicht einen Bauern in der Region zu haben, der noch einen eigenen Laden hat. Da wird ja alles abgeholt und der Bauer hat dann gar nichts mehr. Seine Ware wird dann im Land verteilt und als Regional vermarket. Egal wo man sich befindet:)
    Da braucht es halt ein umdenken. Also kleine Läden oder eben auch ein Zusammenschluss und dann Lieferung. aber eben nur in der eigenen Region.
     
  7. EmmyBy

    EmmyBy Active Member

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    126
    Ort:
    Wien
    Natürlich stimmt deine Rechnung. Der Fehler aus meiner Sicht ist anzunehmen, dass man in diesem System gefangen ist und nichts ändern kann.
    Einige Bauern haben ja Erfolg damit sich auf alte Rassen zu spezialisieren oder eben Nischenprodukte zu produzieren. Also es gibt hier schon einige Beispiele wie es anders gehen kann.
    Für mich, und natürlich bin ich jetzt kein Landwirt, liegt es halt daran, dass man in dem System gefangen ist und alleine nicht weiß wie man rauskommt. Schau dir an wie anhängig die Bauern teilweise sind. Dann kommt der Supermarkt und sagt, produzier billiger sonst nehm ich dir nichts mehr ab. Die Ware muss ihm aber abgenommen werden weil so schnell kann er die Tonnen an Lebensmittel gar nicht verkaufen bevor sie kaputt sind.
     
  8. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    14.212
    Natürlich, aber das alles führt zu höheren Produktionskosten. Und man sieht ja, diese Bauern versuchen nicht, die "Großen" über den Preis zu schlagen, sondern suchen sich andere Wege und Mittels, um am Markt zu reüssieren.

    Ist ja klar, wer einen Markt betritt muss mit den Regeln des Marktes leben und schauen, das Beste daraus zu machen. Es wäre dumm zu glauben, man könne den Markt betreten und den Markt sogleich zu revolutionieren.
    Auch der Supermarkt kann bzw muss auf sein eigenes Überleben schauen. Auch er hat seine Kosten, seine Angestellten und seine Konkurrenz. Der jenige, von dem man noch am Ehesten sagen könne, er diktiere den Markt, ist der Kunde.
    Und da zeigt sich, dass der Großteil billige Ware bevorzugt, und Nischen wie alte Rassen, Fleisch und Obst ab Hof, etc.... Nischen sind.
    Wenn ein Bauer (oder wer auch immer) verderbliche Ware produziert, dann ist er es selbst, der sich in die Zwangssituation begibt, seine Erzeugnisse auch zeitnah verkaufen zu müssen. Dass das Zeug schnell verdirbt ist niemandes Schuld,
    und niemand kann erwarten, dass einem Andere den Druck, indem er sich selbst begibt, abnehmen.

    Bauer zu sein und seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Aber, in unseren Ländern wird glücklicher Weise niemand gezwungen, Bauer zu sein. :)
     
  9. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    6.543
    .....Keine Ahnung, wo "Sie z`haus" sind nur... dass "gibt es doch alles" schon: "Ab-Hofverkauf aus dem eigenen kleinen Laden. Selbstbedienungsboxen/Ackerboxen und auch in den Supermärkten gibt es extra Stände, wo Produkte aus der Region zu beiderseitig fairen Preisen angeboten werden!!".....

    meint plotin
     

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